Die Kritikerseite zu Mobilfunk & Elektrosmog

 

Mobilfunk-Standortkonzept Erkrath vor dem Aus

Quelle: Google MapsAuf Druck einiger Wutbürger ließ sich 2007 die Stadt Erkrath, NRW,   breitschlagen, ein teures Mobilfunkkonzept zu kaufen, für das es eine subjektive Begründung gibt (Angst vor Funkwellen), jedoch keine sachlich gerechtfertigte. Statt rund 30 Sendemasten sollten künftig nur noch wenige leistungsstarke und hohe Sendemasten das Stadtgebiet versorgen. Doch schon bald zeigten sich: Die Netzbetreiber spielten nicht mit, sie stoppten den weiteren Netzausbau. Erkrath fing an, unter Funklöchern zu leiden. Jetzt wurden abermals Bürger wütend, diesmal wegen schlechtem Empfang und nervtötend schleppender Datenübertragung. Im August 2014 war das Fass voll: Die Stadt lud alle vier Betreiber und den Autor des Standortkonzepts zu einer Anhörung. Im Mai 2015 stellte die FDP-Fraktion dann endlich den Antrag, das bestehende Mobilfunkkonzept für Erkrath zu beerdigen. Auch die CDU macht sich inzwischen für die Aufgabe der nutzlosen Reglementierung stark, Grüne und einige obligatorische Wutbürger wollen sie unbedingt erhalten. Am 17. März 2016 entscheidet der Stadtrat über das Schicksal des Konzepts. Dies und mehr über das Ringen in Erkrath im IZgMF-Forum (13.03.2016).

 

Greenwashing und Astroturfing

Das beste Mittel gegen Bürgerinitiativen sind Bürgerinitiativen: Im Streben um Profit oder Deutungshoheit lassen sich Interessenvertreter immer neue Tricks einfallen, um die öffentliche Meinung systematisch zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Handlungen zu steuern. Neu in der Trickkiste sind »Greenwashing« und »Astroturfing«, zwei zuweilen so diskrete Spielarten der Manipulation, dass sie sich nur mit großer Mühe enttarnen lassen. Im Herbst 2015 Ieuchtete eine Tagung erstmals die dunklen Ecken aus, in denen Methoden des Protestmanagements für verschiedene gesellschaftliche Konflikthemen ausgetüftelt werden. mehr ... (19.01.2016)

 

National Roaming: Wenn Netzbetreiber sich Sendemasten teilen

Bild: pixabayEin Mann, ein Wort. Ein Mobilfunk-Sendemast, ein Netzbetreiber. Jahrelang ließ sich der Zorn aufgestachelter Bürgerinitiativen leicht an einem der Netzbetreiber festmachen: Denn wer einen Sendemasten errichtete, der betrieb ihn auch. Doch diese Zeiten sind vorbei. Besonders in Regionen mit geringem Gesprächsaufkommen kann sich niemand mehr sicher sein, über welchen Mobilfunk-Sendemasten seine Gespräche abgewickelt werden. Die Grundlage dafür ist National Roaming (27.12.2015).

 

Die wichtigsten Fachbegriffe biologischer Mobilfunkstudien

Bild: PixabayFachliche Laien sollten sich nicht anmaßen, wissenschaftliche Studien öffentlich beurteilen zu wollen. Denn eine kompetente Beurteilung erfordert mehr, als sich im Internet mit Suchmaschinen ein bisschen schlau zu machen. Dies bedeutet aber nicht, dass Laien Studien für Hexenwerk halten müssen. Im Gegenteil. Wer die wichtigsten Fachbegriffe biologischer Mobilfunkstudien kennt, kann »Papers« für seine eigene Meinungsbildung besser einordnen. Das IZgMF ist an solchen Premium-Teilnehmern der Mobilfunkdebatte interessiert: Denn wer Grundwissen hat, muss nicht mehr unbesehen alles glauben, was andere behaupten. mehr ... (13.12.2015).

 

Mobilfunkstudien: Bewertung der Ergebnisse durch Laien

Bild: pixabayDas Internet hat viele Umwälzungen gebracht, auch den Elfenbeinturm der Wissenschaften hat es geknackt. Seitdem sich wissenschaftliche Studien von Wohnzimmern aus sichten lassen, wächst ein Heer selbsternannter Experten heran, die alle nur eines wollen: mitreden. Doch zwischen dem Lesen wissenschaftlicher Arbeiten und dem richtigen Verstehen des Gelesenen liegen Welten. Dr. Giulia Ratto, Autorin dieses Beitrags, ist aktive Wissenschaftlerin. Sie appelliert an Laien: Versucht euch gar nicht erst an der Bewertung wissenschaftlicher Studien, überlasst dies ausgewiesenen Fachleuten, die wissen was sie tun (12.08.2015).

 

Gibt es in der Schweiz die rechtlich geduldete Grenzwertüberschreitung?

In der Schweiz verbreitet ein Anti-Mobilfunk-Verein die Sorge, wegen ungenauer Abnahmemessungen an neuen Mobilfunk-Basisstationen, könnte die Bevölkerung weit übers erlaubte Maß hinaus bestrahlt werden. Mit Duldung durch die Behörden! Die Bedenken sind für technische Laien glaubhaft begründet, doch treffen sie auch zu? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und können sagen: Nein, kein Eidgenosse muss sich fürchten. Zugleich ergab die Recherche: Die vermeintlich einfache EMF-Grenzwertregelung der Schweiz hält Überraschungen parat, die freilich erst bei genauem Hinsehen sichtbar werden. mehr ... (10.04.2015).

 

Begünstigen UMTS-Sendemasten das Wachstum von Lungen- und Lebertumoren?

UMTS-Antennen auf einer Plattform des Münchener Fernsehturms Bild: IZgMFLange konnten Anwohner von Mobilfunk-Basisstationen sich sicher fühlen. Doch 2010 publizierten Forscher des Fraunhofer ITEM (Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin) eine Studie, die auf eine Lungenkrebs fördernde Wirkung von UMTS-Feldern hinweist. Die Öffentlichkeit nahm von diesem beunruhigenden Ergebnis keine Notiz. Jetzt liegt eine Wiederholungsstudie der Jacobs University, Bremen, vor, die nicht nur die Ergebnisse der Fraunhofer-Studie voll bestätigt, sondern auf Immission unter Grenzwert und auf weitere Tumorarten ausdehnt. Grund zur Panik haben Anwohner von Mobilfunk-Basisstationen dennoch nicht. mehr ... (06.03.2015).

 

Reflex-Studie: Replikation in Berlin trotz bester Voraussetzungen gescheitert

Berlin: Reflex-Replikation gescheitertZwei Studien des “Reflex”-Projekts gehören seit 2003 zu den Kronjuwelen von Mobilfunkgegnern: Hochkarätig vermelden sie nicht weniger als DNA-Strangbrüche unter schwacher EMF-Einwirkung. Träfe dieser Befund zu, müssten Handynutzer mit Kopftumoren rechnen, ähnlich Rauchern, denen Lungenkrebs droht. Doch die Zweifel mehren sich: Seit 2008 steht das “Reflex”-Projekt unter Fälschungsverdacht und 2013 scheiterten in Darmstadt und Berlin gleich zwei Versuche, die alarmierenden Ergebnisse zu reproduzieren. Franz Adlkofer, ehemals Kopf der deutschen Tabakforschung und später Koordinator des ”Reflex”-Projekts reagierte auf die gescheiterte Replikation in Berlin mit einer Verschwörungstheorie (08.09.2014).

 

Uni Basel erforscht krebshemmende Wirkung gepulster elektromagnetischer Felder

krebszellen02Gepulste elektromagnetische Felder (PEMF) stehen im Verdacht, möglicherweise Krebs auszulösen oder Krebswachstum zu begünstigen. So oder so ähnlich lässt es sich vielerorts im Internet nachlesen. Umso erstaunlicher ist das, was gegenwärtig Dr. David Schürmann (Arbeitsgruppe Prof. Primo Schär) an der Universität Basel erforscht: Er geht der Frage nach, ob sich Hinweise auf eine krebshemmende Wirkung von PEMF bestätigen lassen. Sollte dies der Fall sein, könnte daraus eine neue Krebstherapie entstehen. mehr ... (18.06.2014)

 

Esoterik statt Physik: Glaubt das Wasser auch daran?

Eine Strömung der Esoterik beschäftigt sich pseudowissenschaftlich mit geheimnisumwitterten Phänomenen, die rationalem Denken eher unzugänglich sind. Bekanntes Beispiel sind homöopathische Arzneimittel und deren bizarres Wirkprinzip der Potenzierung. Mobilfunk und pseudowissenschaftliche Esoterik haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Doch das ändert sich, sobald es um biologisch unerwünschte Nebenwirkungen des Mobilfunks geht, von denen “Elektrosensible” zu erzählen wissen. Objektiv unerklärlich, müssen geheimnisvolle Kräfte wie Skalarwellen oder Tesla-Strahlen als Schadensbringer herhalten. Mit kommerziellen Folgen. Denn gemäß dem newtonschen Axiom Actio = Reactio gehört zu jedem Problem auch eine Lösung. Bereit gehalten wird diese von der Esoterik-Industrie in Form von allerlei Mitteln, die der Mobilfunkstrahlung ihre angeblich schädlichen Wirkungen nehmen sollen. Der Beitrag von Emeritus E. Wielandt, Universität Stuttgart, zeigt Spielarten sowie typische Erkennungsmerkmale der Esoterik und wappnet so, den Braten rechtzeitig zu riechen (23.03.2014).

 

Rückversicherer Swiss Re sieht Elektrosmog als typisches Phantomrisiko

Hauptsitz Swiss Re in Zürich (Foto: Swiss Re)Im Juli 2013 publizierte der Rückversicherer Swiss Re eine Eingruppierung von 27 Schadenrisiken, die künftig der Versicherungsbranche weltweit zu schaffen machen könnten. Elektromagnetische Felder finden sich in der Gruppe der Risiken mit dem höchsten Schadenpotenzial, nur fünf andere Risiken stuft Swiss Re ebenso hoch ein. Vereine der Anti-Mobilfunk-Szene nutzten die Gunst der Stunde, sie vereinnahmten den großen Rückversicherer ungefragt als wichtigen Belastungszeugen für ihre dogmatische Behauptung, schwache elektromagnetische Felder wären ein großes reales Gesundheitsrisiko. Doch eine Nachfrage bei der schweizerischen Assekuranz hat jetzt ergeben: Die Mobilfunkgegner haben Swiss Re völlig falsch verstanden (13.03.2014).

 

Wissenschaftliche Studien lassen Elektrosensible nicht gezielt verschwinden

seilziehen_miniÜberzeugte Elektrosensible haben in der Wissenschaft einen schweren Stand: Mehr als 60 auf qualitative Mindestansprüche geprüfte Studien konnten keinen einzigen Elektrosensiblen finden, dessen ungewollte Fähigkeit strenger wissenschaftlicher Prüfung standhält. Elektrosensible halten dagegen, sie würden mit falschen Methoden getestet, und mit Statistik-Tricks unsichtbar gemacht. Schützenhilfe bekommen sie von einer australischen Forscherin, die beobachtet hat: Gegensätzlich reagierende Probanden können sich in einer Studie gegenseitig kompensieren. Inwieweit dieses Erklärungsmodell auch für Studien mit Elektrosensiblen zutrifft, darum geht es in diesem Beitrag (06.01.2014).

 

Kurzinterview mit Dr. Michael Repacholi

Dr. M. Repacholi, bis 2006 EMF-Beauftragter der WHOWahrscheinlich liegt es daran, dass Funkwellen so schlecht zu fassen sind: Organisierte Mobilfunkgegner brauchen Hassfiguren aus Fleisch und Blut, damit sich die aufgestaute Bürgerwut an Repräsentaten der gefühlten Gegenseite entladen kann. Michael Repacholi war bei der WHO ab 1995 für die Bewertung von Elektrosmog zuständig. Zehn Jahre bleibt er unbehelligt, Mitte 2005 aber, nur ein Jahr vor seiner Pensionierung, wird der Australier von Einpeitschern der Anti-Mobilfunk-Szene zur Nummer 1 unter den Blitzableitern erklärt. Schlagartig sieht sich Repacholi einer Welle von Anfeindungen ausgesetzt. Keiner der Wortführer jedoch wagte es, ihn direkt anzusprechen. Das IZgMF hat das Versäumte jetzt nachgeholt (10.05.2013).

 

Überzeugte Elektrosensible muss Mobilfunksender dulden

Foto: OLG DresdenEine Frau im Raum Hoyerswerda ist davon überzeugt, ein 2008 in ihrer Nachbarschaft errichteter Mobilfunksender beeinträchtige sie gesundheitlich. Sie klagt 2011 vor dem Landgericht Bautzen auf Unterlassung, Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Klägerin scheitert, zieht weiter vors Oberlandesgericht Dresden, und unterliegt im März 2013 letztinstanzlich auch dort. Offensichtlich hat sie und ihr Anwalt die Erfolgsaussichten falsch eingeschätzt. Und tatsächlich: Wie aussichtslos die Klage war, legt das OLG Dresden in seiner Urteilsbegründung selbst für Laien weitgehend nachvollziehbar dar (28.03.2013).

 

Europäischer Gerichtshof: Funkwellen verletzen keine Menschenrechte

Vereinzelt beklagen Anwohner von Mobilfunk-Sendeanlagen biologisch unerwünschte Auswirkungen infolge der schwachen Funkimmission. Doch einen Nachweis für eine schädliche Wirkung von Sendemasten gibt es trotz großer Forschungsanstrengungen auch nach 20 Jahren Mobilfunk noch immer nicht. Die Idee, das Problem von den Schultern der Wissenschaft zu nehmen und auf die der Justiz zu verlagern, führte Mitte 2000 zu der Klage eines Hobby-Geflügelzüchters vor dem Verwaltungsgericht Koblenz. Der Mann machte eigene Gesundheitsbeschwerden, Einbußen bei der Geflügelzucht und den Wertverlust seines Grundstücks geltend. Die Klage wurde abgewiesen. Der Kläger und sein Anwalt gaben nicht auf, unterlagen jedoch vor dem Oberverwaltungsgericht und dem Bundesverfassungsgericht. In letzter Instanz riefen sie den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an – und verloren 2007 auch dort. Hier geht es zur Geschichte dieses Marathons durch die Instanzen (17.02.2013).

 

Heimliche Berichtigungen an einem Fachartikel von Pfarrer Werner Thiede

Die zwei Gesicher einer Seite aus einem Artikel von Prof. Werner ThiedeIm Herbst 2010 publiziert Pfarrer Werner Thiede einen mobilfunkkritischen Artikel in der Zeitschrift UMG (Umwelt - Medizin - Gesellschaft). Dabei passiert ihm das Missgeschick, eine substanzielle Zitatverfälschung zu begehen. Doch der Schnitzer bleibt unbemerkt. Erst als der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk im Frühjahr 2011 die Zweitveröffentlichung des Artikels vollzogen hat, wird die Zitatverfälschung entdeckt und beseitigt. Dies aber geschieht heimlich und nur in der Zweit-, nicht in der Erstveröffentlichung. Mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis ist dies nicht vereinbar. Unsere Rückschau zeigt eine beunruhigende Manipulationsbereitschaft (28.12.2012).

 

Warum Menschen die Zerreißprobe in MRT-Anlagen unbeschadet überstehen

Siemens-PressebildWer sich einer klinischen Magnetresonanztomographie (MRT) unterziehen muss, den durchfluten in der Röhre eines Magnetresonanztomographen starke Magnetfelder mit Flussdichten bis zu 3 T (Tesla). Je höher die Flussdichte, desto detailschärfer sind die Bilder. Auch die Stromleitungen unseres Haushaltsstroms sind bei Stromfluss von einem Magnetfeld umhüllt, im Vergleich zur MRT erreicht die Flussdichte jedoch nur Millionstel Tesla (Mikrotesla). Viel mehr ist auch nicht zulässig, denn ein Grenzwert deckelt diese Immission auf derzeit 100 Mikrotesla. Auf Laien muss die gewaltige Diskrepanz der Werte verstörend wirken – dabei steht die Erklärung des Phänomens auf wissenschaftlich festen Beinen (24.12.2012).

 

Freiburger Ärzteappell 2012: Auch in der Neuauflage ohne Substanz

Den Freiburger Appell aus dem Jahr 2002 sollen weltweit mehr als 1000 Ärzte unterschrieben haben. Einen “dramatischen Anstieg schwerer und chronischer Erkrankungen”, sehen die Appellanten und bringen ihn in Zusammenhang mit den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks. Doch die Unterzeichner irrten: 2009 zeigte eine wissenschaftliche Studie, dass der angebliche Zusammenhang nur ein gefühlter ist, in Wahrheit existiert er nicht. Und auch sonst gibt es keinen vernünftigen Grund, den Appell aus der Vergessenheit zu holen. Dennoch starten jetzt sieben deutsche Ärzte einen neuen Anlauf, mit ungemildert dramatischer Begründung (07.10.2012).

 

Resolution 1815: Überraschungscoup im Europarat

Parlamentarische versammlung des Europarats in Straßburg - Bild: EuroparatMit der “Resolution 1815” gelang dem Luxemburger Politiker Jean Huss ein Überraschungcoup im Europarat. Denn ginge es nach dieser Resolution, wäre Elektrosmog eine der schlimmsten Bedrohungen der Menschheit. Doch keine der Forderungen, die Huss in der Resolution artikuliert, ist  wissenschaftlich objektiv begründbar. Dass 26 Mitglieder des Europarats sie dennoch abgenickt haben, ist ein Musterbeispiel beharrlicher Lobbyarbeit eines Einzelnen. Unser Beitrag anlässlich des ersten Jahrestages der Resolution 1815 zeigt: Hastig unter Zeitdruck agierende Politiker haben kaum eine Chance, sich einem über drei Jahre vorbereiteten Angriff auf den gesunden Menschenverstand zu widersetzen (27.05.2012).

 

Die richtige Dosimetrie: Achillesferse von Mobilfunkstudien

Dr. Christian Bornkessel  ist auf dem Gebiet Mobilfunkstudien, das sind Studien, die nach biologischen Nebenwirkungen der Befeldung durch Mobilfunk suchen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Befeldungsstärke, bei der ein biologischer Effekt auftritt oder eben ausbleibt. Doch die Dosimetrie, das technische Verfahren zu Bestimmung der tatsächlich aufs Versuchsobjekt einwirkenden Befeldungsstärke, sie ist nicht selten komplex und für Forscher außerhalb der eigenen Fachkompetenz. Die Folge sind Mobilfunkstudien mit fehlerhafter Dosimetrie. Zu entdecken sind sie nur mühsam, keiner weiß daher, wie viele unentdeckt in Archiven schlummern. Das konkrete Beispiel mit einer bekannten Mobilfunkstudie macht die Dimension des Problems deutlich (15.05.2012).

 

Ein Nachruf auf den HLV: Sendemasten-Wutbürger der ersten Stunde

schlagzeilenDie Nachricht vom 4. Januar 2012 kam nicht unerwartet. Der „Hessische Landesverband mobilfunksenderfreie Wohngebiete“ (HLV) löst sich auf. Seit geraumer Zeit schon waren die Mitteilungen aus dem HLV nur mehr pflichtschuldig herausgetröpfelt, nicht mehr im Eifer der Anfangsjahre. Die Anzahl der Mitgliedsinitiativen in den Kommunen des Hessenlands schwand. Nach der Gründung eines Hessenverbandes des mobilfunkkritischen Netzwerks Diagnose Funk wurde die Kapitulation des HLV stündlich erwartet. Diagnose Funk kam, und der HLV musste verschwinden. Wie wir meinen, ist es auch nicht schade um ihn. Eine Diskussion, die zum Nachruf geriet (05.01.2012).

 

Das Bundesamt für Strahlenschutz aus Sicht der sogenannten Kompetenzinitiative

Ein akademischer Zirkel um den emeritierten Literaturprofessor Karl Richter nennt sich “Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.” An der fachlichen Kompetenz der Initiative in der Mobilfunkdebatte gibt es indes erhebliche Zweifel, sie muss notgedrungen damit leben, von Skeptikern als “sogenannte Kompetenzinitiative” vorgeführt zu werden. Mit unfreiwilliger Schützenhilfe des Deutschen Wissenschaftsrats versucht eben diese “Kompetenzinitiative” das Vertrauen der Bevölkerung in das “Bundesamt für Strahlenschutz” zu erschüttern. Da dies auf geradem Wege nicht möglich ist, bedarf es dazu grober Verzerrung oder ersatzweise einer guten Portion Inkompetenz. Glauben Sie nicht? Ist aber so! Lesen Sie selbst (26.12.2011).

 

Affentheater um Elektrosmog: Zeitgemäßes Kasperlestück für Erwachsene

Hessen: Kasper vertreibt BaubiologenDie weltweit geführte Elektrosmog-Debatte, sie ist nur eine Inszenierung! Das Stück ist immerzu das gleiche, nur die Schauplätze der Inszenierung unterscheiden sich. Eine tragende Rolle hat der sogenannte Baubiologe, das sind auf privater Basis umgeschulte Berufsumsteiger, denen im Schnellkurs u.a. beigebracht wurde, wie Elektrosmog zu messen ist und wie man ihn abschirmt. Messen kostet Geld, abschirmen kostet viel Geld. Am Ruf der Branche nagt jedoch, dass Schutz gegen Elektrosmog objektiv betrachtet so überflüssig ist wie ein Stahlhelm gegen Meteoriteneinschlag. Schlimmer noch: So mancher Baubiologen schürt umsatzfördernd die Angst vor Elektrosmog in der Bevölkerung. Dieses heillose Affentheater ist Anlass für ein neues Kasperlestück gewesen, in dem die Rolle des Baubiologen sinnigerweise der Räuberpuppe zufällt (15.12.2011).

 

Die häufigsten Streitpunkte beim Aufbau des Tetra-Behördenfunknetzes

BMW_frontOrganisierte Mobilfunkgegner behindern in Deutschland den Aufbau des neuen Behördenfunknetzes Tetra als ginge es um Leben und Tod. Nach dem aktuellen Stand wissenschaftlich anerkannter Forschung muss jedoch niemand Angst vor Tetra-Sendemasten haben. Bürgerinitiativen bilden sich trotzdem. In aller Regel dann, wenn sich Bürger nur einseitig auf einschlägigen Webseiten informieren, und dort angebotene vorgefertigte Argumente unreflektiert übernehmen. So kommt es, dass zwar die Orte der Auseinandersetzung wechseln, die Argumente der Gegner aber weitgehend gleich bleiben. Den 14 häufigsten Argumenten gegen Tetra widerspricht die Projektgruppe DigiNet im Bayerischen Innenministerium mit dem Dokument “Häufige Kritikpunkte am BOS-Digitalfunk”. Mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers geben wir diese Gegenüberstellung der  wichtigsten Argumente im Streit um Tetra wieder (27.11.2011).

 

Cefalo-Studie: Kinder, Handy, Hirntumoren

Als im Juli 2011 nach gut vier Jahren Laufzeit die große Kinderkrebsstudie “Cefalo” publiziert wurde, komprimierten die Medien das Resultat auf plakative Titelzeilen wie “Kein erhöhtes Gehirntumorrisiko für Kinder durch Handynutzung”. Die im Abstract der Studie genannten Daten legitimieren diese Interpretation. Bei genauerer Analyse zeigt die Arbeit indes ein auffälliges Resultat bei denjenigen Studienteilnehmern, für die statt subjektiver Erinnerung an den Beginn des ersten Handyvertrags objektive Vertragsdaten der Netzbetreiber verfügbar waren: Es stellte sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Dauer der Handynutzung ab dem ersten Vertragsabschluss und dem Auftreten von Hirntumoren heraus. Auf den ersten Blick ein alarmierender Befund. Warum es dennoch keinen Grund zur Panik gibt, erklären die Autoren der Studie in diesem Beitrag (17.09.2011).

 

100 Jahre Elektrosmog-Panikmache

muc-ehsElektrosmog und die Angst davor ist ein Phänomen unserer Tage. So scheint es. Auf etlichen Websites wird eindringlich vor angeblichen Gefahren des Mobilfunks gewarnt, Bürgerinitiativen protestieren gegen neue Sendemasten und echte wie vermeintliche Wissenschaftler bemühen sich seit Jahren, die Vorwürfe gegen Elektrosmog zu widerlegen oder zu untermauern. Tatsächlich aber ist die Diskussion keineswegs neu. Schon vor 100 Jahren wurde gemutmaßt, Funkwellen könnten für allerlei Gebrechen bis hin zu Blindheit und Irrsinn verantwortlich gemacht werden. Damals wie heute sind Akademiker maßgebend daran beteiligt, in den Medien absurde Ängste vor Elektrosmog zu verbreiten. mehr ... (25.04.2011).

 

Zwischenbilanz nach 30 Monaten Umweltmedizinisches Beratungsnetz Schweiz

Umweltmedizinisches Beratungsnetz in der SchweizNehmen Erkrankungen infolge von Umwelteinflüssen wie Elektrosmog wirklich so dramatisch zu, wie es zuweilen in den Medien dargestellt wird? Oder stecken hinter alarmierenden Verlautbarungen eher verkappte Interessen von Lobbyisten? Ein probehalber in der Schweiz aufgezogenes Umweltmedizinisches Beratungsnetz zieht jetzt eine ernüchternde Bilanz: In 30 Monaten Laufzeit meldeten sich in dem 8-Millionen-Einwohner-Land nur 185 Ratsuchende, davon machten 155 Elektrosmog für ihre Beschwerden verantwortlich. Zur Zwischenbilanz ... (07.04.2011).

 

IZgMF-Winkelscheibe macht Hauptstrahlrichtung von Mobilfunksendern sichtbar

Die EMF-Datenbank der Regulierungsbehörde nennt für jeden Mobilfunksender die Hauptstahlrichtung der Antennen. Doch die Wenigsten können mit der dürren Angabe von Winkelgraden etwas anfangen, der Schatz, der in diesen Werten drinsteckt, will erst noch geborgen werden. Mit dem Gespann aus Google Earth und IZgMF-Winkelscheibe gelingt diese Bergung jetzt mühelos. Innerhalb weniger Minuten zeigt der Bildschirm für jeden beliebigen Senderstandort den Verlauf der Hauptstrahlrichtungen – auch in Bezug auf die eigenen vier Wände. Und das Ganze kostet keinen Cent. So geht’s (27.03.2011).

 

Atomdiskussion nur laues Lüftchen: Entstehungsgeschichte eines Minister-Zitats

Wolfgang Bötsch 1990 in Bonn“Die aufgeregte Diskussion über die Kernenergie dürfte in Relation zu dem, was uns die Mobilfunknetze noch bescheren werden, nur ein laues Lüftchen sein!” Geht es nach den im Internet zugänglichen Quellen, soll Deutschlands letzter Postminister, Dr. Wolfgang Bötsch, dies 1994 gesagt haben. Mobilfunkgegner und andere sind von dem Zitat heute mehr denn je begeistert. Doch hat der inzwischen wieder als Jurist tätige Bötsch den Satz damals wirklich so gesagt? Und wenn, wie kam er dazu? Das IZgMF hat bei dem Postminister a. D. nachgefragt, und die Hintergründe der prophetischen Äußerung bis ins Jahr 1989 zurück verfolgt. mehr ... (15.03.2011).

 

Mobilfunkantennen auf abrissreifen Häusern: Wenn Vertragswerke kollidieren

Von diesem alten Büroblock blieb nur das Fragment stehen, das die Antennen trägt - Bild: IZgMFHausdächer in Dörfern und Städten sind, weil hoch oben und günstig anzumieten, bevorzugter Standort für Mobilfunkantennen. Doch was passiert eigentlich, wenn so ein Haus von seinem Eigentümer aufgegeben dem Erdboden gleich gemacht werden soll – der Mietvertrag mit dem Betreiber der Mobilfunkantennen aber noch lange nicht am Ende der Laufzeit angekommen ist? In der Bayerischen Landeshauptstadt wird so ein Problem auch schon mal verpackungstechnisch gelöst. Nicht so in Merseburg (Sachsen-Anhalt): Dort winkten dem Stadtoberhaupt in Gestalt des Oberbürgermeisters bis zu sechs Monate Ordnungshaft, weil er gegen den Willen eines Betreibers ein leer stehendes Hochhaus mit Antennen oben drauf niederreißen lassen wollte. mehr ... (12.12.2010).

 

Trendmelder Elektrosmog zeigt Entwicklung der Mobilfunkdebatte

Im Vergleich zu Rauchen (rot) interessieren sich nur wenige für Elektrosmog (blau)Seit jeher wird in Elektrosmog-Foren orakelt und gestritten, wann der Mobilfunkdebatte wohl die Luft ausgehen wird. Mehrfach wurde der Debatte ein sanftes Entschlummern vorausgesagt, ohne dass sich diese Prophezeiung anschließend bewahrheitet hätte. Subjektive Einschätzungen sind als Grundlage solcher Prognosen offensichtlich ungeeignet. Seit 2006 bietet Google jedoch einen Dienst an, der, wenn auch mit Unsicherheiten behaftet, zeigt, dass die Mobilfunkdebatte ihre Blüte längst hinter sich hat. Seit 2004 hat sie mehr als 80 Prozent ihrer ursprünglichen Substanz eingebüßt. mehr ... (17.10.2010).

 

Bayerisches Landesamt für Umwelt verleiht gratis Mobilfunk-Personendosimeter

Nichts quält wegen eines nahen Sendemasten Besorgte mehr als die Ungewissheit, wie stark der Mast wohl in die eigenen vier Wände, in einen Kindergarten oder vielleicht in ein Büro hineinstrahlen mag. Oft werden Messwerte weit unterhalb der Grenzwerte, beispielsweise in der Größenordnung von 100 µW/m², wie eine Erlösung empfunden. Wie aber kommt man zu solchen Messwerten ohne gleich eine teure Messung in Auftrag geben zu müssen? So ein Auftrag birgt zudem das Risiko, dass der Messtechniker Appetit auf mehr hat und zu kostspieligen aber unnötigen Schutzmaßnahmen rät. Bayern hat für das Problem eine Lösung gefunden, die Bürger des Freistaats können auf ein unschlagbar günstiges Angebot zugreifen (21.09.2010).

 

Gravitationswellen dirigieren Maikäfer in bequeme Stellung

Physiker Joe Weber und ein großer Aluminiumzyliner, mit dem er hoffte, Gravitationswellen detektieren zu können  Foto: Peter Aufmuth, Max-Planck-Institut für GravitationsphysikWenn in der Mobilfunkdebatte ein Verein mit dem verheißungsvollen Namen “Kompetenzinitiative” antritt, weckt das hohe Erwartungen. Doch reicht es, Kompetenz zu belegen, indem Vereinsvorstand und wissenschaftlicher Beirat üppig mit Professoren und Doktoren bestückt sind? Ein Physiker machte die Probe aufs Exempel und schaute sich eine Broschüre an, die von der “Kompetenzinitiative” herausgegeben wird, und die eine angebliche Zerstörung der Natur durch Elektrosmog thematisiert. Autor der Broschüre ist der Biowissenschaftler Dr. Ulrich Warnke, über dessen Ausführungen zu Gravitationswellen, dem Erdmagnetfeld und magnetischen Schockwellen der Physiker schier in Verzweiflung gerät. Zum Beitrag ... (31.08.2010/M.H.)

 

Medizinische Universität Wien zahlte REFLEX-Fördermittel an EU zurück

Wenn die EU geleistete Fördermittel für eine wissenschftliche Studie zurückverlangt und die geforderte Summe auch bekommt, so ist dies ein deutliches Signal. Davon betroffen ist die umstrittene REFLEX-Studie aus dem Jahr 2005. Aber: Hat die EU tatsächlich für REFLEX gezahltes Fördergeld wieder einkassiert? Oder ist dies nur ein industriegefälliges Gerücht, um der Alarmstudie die Wirkung zu nehmen? Der vorliegende Beitrag zeigt, wie sich aus dieser eigentlich schon 2009 im Keim erstickten Frage innerhalb eines Jahres ein handfester Streit unter Akademikern entwickeln konnte (25.08.2010).

 

Kalzium und elektromagnetische Felder: Stand des Wissens

Kalzium-Wirkmechanismus (Bild: Wikipedia)Kalzium ist nicht irgendein Stoff in unserem Körper, sondern einer, der für die Kommunikation der Körper- und Nervenzellen maßgebend ist. Von den 1 kg bis 1,5 kg Kalzium im Körper eines Erwachsenen befinden sich 99 Prozent in den Knochen, nur 1 Prozent liegen in Form freier Kalziumionen vor. Und diese sind von größter lebenserhaltender Bedeutung, denn Kalziumionen wirken als Botenstoff zwischen Zellen und sind entscheidende Signalgeber für wichtige Zellfunktionen. Gäbe es eine pathologische Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF) auf die Kalziumfunktionen im Körper, es wäre in Anbetracht der globalen Verbreitung des Mobilfunks eine Katastrophe. Bislang gibt es dafür jedoch keine Anhaltspunkte, auch wenn zuweilen das Gegenteil behauptet wird. Dr. Giulia Ratto gibt einen Überblick, was die Forschung gegenwärtig über die Zusammenhänge zwischen elektromagnetischen Feldern und Kalzium weiß (23.06.2010).

 

Warum Deutschland nicht Fussball-Weltmeister werden darf

Deutschland darf nicht Fussball-Weltmeister werden. Auf keinen Fall, denn das Land ist nach dem famosen Sieg von Lena Mayer-Landrut beim Eurovision Song-Contest in Oslo momentan ohnehin schon im Freudentaumel. Nicht auszudenken, sollte auch noch die Truppe von Bundestrainer Löw im Finale der Fussball-WM triumphieren – das Stimmungsbarometer der Deutschen würde aus den Angeln springen. Doch das wäre schlecht für Mobilfunkgegner. Ein gut gelauntes Volk sorgt sich nämlich messbar weniger vor Elektrosmog. Sichtbar geworden ist dieser Effekt bei der vorangegangenen WM 2006 in Deutschland, als die Umfragewerte der Mobilfunkangst nach Jahren der Stabilität plötzlich nach unten wegknickten. Dies hat Folgen für den Terminkalender von Sendemastengegnern (30.05.2010).

 

Aufbruch ins Ganzheitliche: Eindrücke vom Mobilfunksymposium 2010 des BUND

bund_symposium_3_k„Bewusst werden in diesem Jahr mit dem Programm neue Wege beschritten“ – so die Begrüßung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) an die Teilnehmer seines jüngsten Mainzer Mobilfunksymposiums. Es wurde diesmal am Himmelfahrtstag abgehalten und zog rund 100 Besucher an, darunter viele Aktive aus mobilfunkkritischen Bürgerinitiativen. Unser Berichterstatter resümiert: Mag der BUND 2010 auch neue Wege probieren – ohne inhaltliche Klärung werden es jedoch die alten bleiben. Und von so einer Klärung scheint der BUND weit entfernt. Mehr ... (23.05.10).

 

Vom Ozonloch bis zum Elektrosmog: Die Gesundheitssorgen der Deutschen

Bei den Gesundheitssorgen der Deutschen führen unerwartet das Ozonloch und Antibiotika im Essen die Rangfolge von 26 repräsentativ abgefragten Sorgen an. Ebenfalls unerwartet: Trotz großer Präsenz in den Medien liegen Sorgen wegen Elektrosmog weit abgeschlagen hinten. Am allerwenigsten sorgen sich die Deutschen – so eine kürzlich publizierte Erhebung aus dem Jahr 2008 – um die Handynutzung. Mehr ... (02.05.2010).

 

Wie Elektrosmog von Energiesparlampen dramatisch groß gerechnet wird

Trick 17 - Ein Schweizer Baubiologe schnappt sich mit der TCO'03 einen unpassenden Grenzwert, mit dem sich bei Energiesparlampen prima Alarm schlagen lässt. Energiesparlampen haben seit etwa 1985 den Glühlampen einen Marktanteil nach dem anderen weggeschnappt. Groß ins Gerede kamen negative Eigenschaften dieser Leuchtmittel jedoch erst 2009 mit dem Glühlampenverbot der EU. Ein nur am Rande, dort aber um so lauter vorgebrachter Vorwurf lautet: Energiesparlampen erzeugten Elektrosmog, der weit über den Grenzwertempfehlungen des schwedischen Gewerkschafts-Dachverbands TCO liege. Doch woher kommt diese Warnung eigentlich, ist sie das Papier wert, auf dem sie steht, oder ist sie womöglich nur so ein Windei, wie der Großalarm vor der sogenannten Schweinegrippe im Herbst 2009? Wir haben die Spur der Warnung zurückverfolgt und als Quelle einen Schweizer Baubiologen gefunden (23.04.2010).

 

Wie WIK das Erbe der FGF antreten will

Nach gut 17 Jahren reger Aktivität löste sich die FGF (Forschungsgemeinschaft Funk e.V.) zum Jahresende 2009 per Mitgliederbeschluss selbst auf. Der Verein sägte förmlich an dem Ast auf dem er saß, denn je erfolgreicher er war, desto mehr entglitten mögliche gesundheitliche Risiken von Funkfeldern in die unattraktiven Regionen der Restrisiken. Da aber nicht völlig auszuschließen ist, dass sie sich dort noch einmal wie Phönix aus der Asche erheben werden, wird jetzt das WIK-Institut, Bad Honnef, geraume Zeit in die Fußstapfen der FGF steigen und über den Stand des Wissens in der EMF-Forschung in komprimierter Form berichten. Mehr ... (19.04.10).

 

Wie die “EU-Bürgerinitiative” in der Praxis funktionieren soll

Foto: EU-KommissionMit der “Europäischen Bürgerinitiative” (EBI) hat die Öffentlichkeit zum ersten Mal die Möglichkeit, an der europäischen Gesetzgebung mitzuwirken. Die EU-Kommission hat jetzt Vorschläge zur Ausgestaltung der EBI vorgelegt. Maroš Šefcovic, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für Interinstitutionelle Beziehungen und Verwaltung stellt die Pläne der Kommission vor. Sie will ein einfaches, benutzerfreundliches, allen zugängliches und nicht zu bürokratisches Verfahren geschaffen haben. Von zentraler Bedeutung sei es, dass dieser revolutionäre neue Bestandteil des demokratischen Prozesses glaubhaft ist, den Datenschutz gewährleistet und gegen Missbrauch und Betrug immun ist (02.04.2010).

 

Die Wahrheit über die Grenzwertsenkung in Belgien auf 3 V/m

formel_luxBelgien hat den Grenzwert für Mobilfunkfelder auf 3 V/m gesenkt. Diese Botschaft wurde 2009 auf etlichen Webseiten verbreitet und zuweilen irrtümlich in Verbindung gebracht mit einer belgischen Alarmstudie über die Sterblichkeit von Ratten unter Funkfeldeinwirkung. Aber: So einfach ist das nicht. Die Studie hat mit der Grenzwertsenkung nichts zu tun, dies ist nur eine Falschmeldung. Schwieriger wird es bei der Betrachtung des neuen Grenzwerts von 3 V/m, denn dieser gilt nur mit erheblichen Einschränkungen und selbst das nur in bislang zwei der drei Regionen Belgiens (01.11.09).

 

Athermische Effekte: Was ist das eigentlich?

Auf den ersten Blick sind athermische oder nicht-thermische Effekte leicht zu erklären: Es sind biologische Wirkungen, die z.B. unter Einwirkung schwacher Funkfelder auftreten aber nicht mit einer Gewebeerwärmung erklärt werden können, weil dafür das Funkfeld zu schwach ist. Was sich so schön einfach und plausibel liest, hat in der Realität freilich Haken und Ösen. So kann es passieren, dass Experten einen Effekt als klar athermisch einstufen, während andere Experten diese Klarheit nicht sehen und demselben Effekt eine thermische Ursache zuschreiben. Dieser Beitrag zeigt, wie es zu solchen Diskrepanzen kommen kann und welche Definitionen für athermische Effekte Laien, Physiker und Biologen zur Hand haben (20.09.09).

 

Schulprojekt Goldau: Misston ums iPhone

Bild aus der Projektpräsentation von Prof. Dr. Beat Döbeli HoneggerDer Diplom-Informatiker Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger von der Pädagogische Hochschule Zentralschweiz leitet an der Projektschule Goldau ein Projekt, bei dem es um die Folgen einer Einbindung von Mobiltelefonen in den Schulbetrieb geht. Die Schweizer Vereinigung Elektrosmog-Betroffener (Gigaherz.ch) betrachtet das Projekt als Unfug und hat eigenen Angaben zufolge Aufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen eingelegt. Auch Diagnose-Funk beklagt die Initiative in Goldau mit der unbelegten Behauptung, elektromagnetische Strahlung wirke nachweislich gesundheitsbeeinträchtigend. Aber: Mit Döbeli Honegger selbst hat bislang noch kein Mobilfunkgegner aus der Schweiz gesprochen (07.09.09).

 

Parteien zur Bundestagswahl 2009: Vier haben Mobilfunkkritik im Wahlprogramm

Sechs von 93 politischen Parteien in Deutschland haben mobilfunkkritische Passagen in ihren Grundsatzprogrammen. Aber: Grundsatzprogramme werden nur selten revidiert, schneller fließen aktuelle Themen in die Wahlprogramme von Parteien ein. Wir haben die auffindbaren Wahlprogramme aller 29 zur Bundestagswahl 2009 zugelassen Parteien geprüft und viermal Mobilfunkkritisches gefunden (25.07.09).

 

SAR-Wert umrechnen in Feldstärke oder Leistungsdichte: geht das?

Prof. Dr. Jürgen Bernhardt im Winter 2006 auf einer Veranstaltung des Tollwood-FestivalsSie ist die große Unbekannte in der Mobilfunkdebatte, die Spezifische Absorptionsrate (SAR), die Mutter aller Grenzwerte für Funkfelder beliebiger Art. Mobilfunkkritiker hantieren nur ungern mit SAR-Werten, im Gegensatz zu Feldstärke und Leistungsdichte lassen diese sich nicht mit günstigen Bordmitteln messen, sondern nur mit aufwendigen Algorithmen berechnen oder teuren Laborapparaturen sondieren. Doch nicht selten wird in wissenschaftlichen Studien die Funkfeldbelastung, die Immission, nur als SAR-Wert angegeben. Dann ist guter Rat teuer, denn Außenstehenden fehlt jedes Gefühl dafür, was an elektrischer Feldstärke oder Leistungsdichte erforderlich ist, um einen SAR-Wert von z.B. 1,4 W/kg zu bewirken. Wir haben bei Experten nachgefragt, auch beim ehemaligen ICNIRP-Vorsitzenden Jürgen Bernhardt, wie es um die gegenseitige Umrechnung eines SAR-Werts in Feldstärken oder Leistungsdichte steht (11.07.09).

 

Sechs von 93 Parteien in Deutschland haben Mobilfunkkritik im Programm

Eine Mücke macht noch keinen Sommer: Setzt sich ein Politiker für die Forderungen von Mobilfunkkritikern ein, jedoch allein aus eigenem Antrieb heraus, so hat dies mit der Haltung seiner Partei zur Mobilfunktechnik herzlich wenig zu tun. Berechenbarer sind Parteien, die Mobilfunkkritisches zur Orientierung im Parteiprogramm stehen haben. Dies hat ohne Frage höhere Bedeutung, wenn Mobilfunkkritiker sich die Frage stellen, welcher Partei sie ihre Stimme geben sollen. Alle großen Parteien meiden auch nach 15 Jahren Mobilfunkkritik das Thema in ihren Programmen. Nur bei sechs kleinen Parteien spielt es eine Rolle, wobei einer der beiden Platzhirsche vergangener Jahre überraschenderweise 2009 nicht mehr antritt (06.06.09).

 

Elektrosensible scheitern im Schweizer Bundesrat

Der Schweizer Bundesrat stellt die RegierungsmitgliederDie Partei der Arbeit (PdA) entsendet ins Schweizer Bundesparlament, den Nationalrat, nicht mehr sieben Abgeordnete wie zu ihrer Glanzzeit 1947, sondern nur noch einen einzigen. Gut möglich, dass PdA-Mann Josef Zisyadis deshalb die Nöte und Sorgen von Minderheiten wie den Elektrosensiblen besonders am Herzen liegen. Um staatliche Maßnahmen bei Elektrosensibilität zu erzielen braucht es jedoch mehr als nur freundliche Anteilnahme und eine eingeflüsterte aber alles andere als überzeugende Begründung. Und so scheiterte Zisyadis’ Eingabe kürzlich im Schweizer Bundesrat sang und klanglos (31.05.09).

 

Verschwörungstheorien unter Mobilfunkgegnern

Unter Mobilfunkgegnern gibt es unübersehbar die Lust am Basteln von Verschwörungstheorien. Es ist ein therapeutisches Basteln. Denn die so gefundenen Theorien geben einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Antworten, die gut tun und das Gefühl vermitteln, Teil einer verschworenen Gemeinschaft zu sein. Dagegen gäbe es nicht viel einzuwenden, wären die Verschwörungstheorien der Mobilfunkgegner faktenorientiert und dadurch glaubwürdig. Dies aber sind sie nicht. Sie sind eher wahnhaft, wie hier an einem Beispiel gezeigt wird, das sich um 2004 herum tatsächlich wie beschrieben zugetragen hat (19.05.09).

 

Kampf gegen Sendemasten: Der Pyrrhussieg von Bruchköbel

Bruchköbeler Außenstandort MichelsbergIn seinem Erfahrungsbericht beschreibt der Journalist Jürgen Dick einen Kampf gegen Mobilfunkmasten. Einen bizarren Kampf, wie er mancherorts seit einigen wenigen Jahren in unterschiedlicher Intensität und Verbissenheit geführt wird. Für seinen Bericht zieht Dick das Beispiel Bruchköbel heran, eine unauffällige, angenehm zu bewohnende Kleinstadt in Hessen. Dennoch ist vieles von dem, was er beschreibt, exemplarisch für die Mastenkämpfe in deutschen Kommunen. Ungewöhnlich am Mastenkampf von Bruchköbel ist dessen Ausgang: Denn als Sieger ging nach jahrelangem Ringen – eine Seltenheit – die örtliche Bürgerinitiative vom Platz. Doch was ist das für ein teuer erkaufter glanzloser Sieg! Er beruht auf einer betreiberunabhängig durchgeführten Standortplanung, die bereits überholt war, noch bevor der Planungsingenieur zu planen begann. Und als ob dieser Fehler nicht genug wäre, wurde in der schließlich vorgelegten Planung von den kommunalen Auftraggebern auch noch ein Kirchturm-Standort im Ortsgebiet kassiert. Zur hellen Freude der Bürgerinitiative, die ihn unbedingt weg haben wollte, aber im Widerspruch zur Standortplanung, die eben diesen Kirchturm als belastungsmäßig günstig gelegenen Standort einstufte. Dieser und anderer Schrammen wegen geriet der Sieg nur zum Pyrrhussieg von Bruchköbel (07.05.09).

 

Deutsches DVB-H-Funknetz seit 1. Juni 2008 im Testbetrieb

Rundfunk- & Mobilfunkantenne auf dem Münchener Olympiaturm - Foto: IZgMFNach einigen vorangegangenen mühsamen Pilotversuchen, z.B. bei der Fussball-WM 2006, hat am 1. Juni 2008 nun in vier deutschen Großstädten der DVB-H-Testbetrieb begonnen. DVB-H ist technisch mit DVB-T verwandt, jedoch für den bundesweiten Empfang von TV- und Rundfunkprogrammen mit mobilen Endgeräten optimiert (z.B. Handy, PDA). Die Ausstrahlung der DVB-H-Programme erfordert ein eigenes Funknetz mit leistungsstarken Hauptsendern und leistungsschwachen Füllsendern. DVB-H nutzt aber nicht nur das eigene Funknetz, sondern auch die Mobilfunknetze. Über diese soll ein Rückkanal vom Zuschauer zum Programmanbieter geschaltet werden, z.B. um bei Abstimmungen seine Stimme einzubringen oder bei Gewinnspielen mitzumachen. Zum Beitrag bitte hier entlang.

 

DECT-Zulassung bis 2013 verlängert

In letzter Zeit häufen sich beim IZgMF die Anfragen, ob DECT-Anlagen über das Jahr 2008 hinaus betrieben werden dürfen. Ursache solcher Anfragen ist unsere Meldung aus dem Jahr 2003: “Auch DECT-Zulassung läuft Ende 2008 aus”. Inzwischen ist diese Meldung jedoch überholt. Den momentan aktuellen Stand beschreibt eine Meldung, die wir von der Website der Bundesnetzagentur (BNetzA) übernommen haben (07.05.08).

 

Maximaler Profit mit minimaler Funkstrahlung

Wenn ein neuer Mobilfunkmast errichtet wird sind Bürger im Nahbereich des Masten häufig ebenso stark beunruhigt wie ihre Ratsherren darüber ratlos sind, was nun zu tun ist. Als Ventil für den kollektiven Frust über den ungebetenen neuen Nachbarn haben sich Informationsveranstaltungen etabliert, auf denen mehr oder weniger kompetente Referenten das Thema ventilieren. Standortkonzepte zur Strahlungsminimierung erfreuen sich dabei wachsender Beliebtheit: Bürgern versprechen sie weniger Strahlung, Ratsherren ein gutes Gewissen. Das Geschäft mit der Strahlungsminimierung kann jedoch auch seltsame Blüten treiben. Erfahren Sie am Beispiel eines fiktiven Beraters, wo Fußangeln lauern und wie Sie sich dagegen wehren können. Und los geht’s (27.04.08).

 

BMW gibt DECT den Laufpass und setzt ab 2008 voll auf Mobilfunk

Bald ohne DECT: BMW-Forschungszentrum FIZ in MünchenBMW hat damit begonnen firmenintern DECT abzuschaffen. Fast alle Mitarbeiter werden zukünftig nicht mehr mit DECT-Mobilteilen oder Festnetzapparaten telefonieren, sondern mit Handys. Die Umrüstung der Kommunikationsinfrastruktur begann im März 2008. Wegen günstiger Konditionen des Betreibers O2 sind Mobiltelefonate für die Münchener Autobauer erstmals billiger als Festnetztelefonate. Der Umstieg von DECT und Festnetztelefon zum Handy ist mit der Errichtung von GSM-Hausantennen verbunden, so dass die Mitarbeiter im Vergleich zu DECT in aller Regel weniger stark mit EMF belastet werden (22.04.08).

 

Bundesfinanzhof schiebt Gesundheitsämtern “Schwarzen Peter” zu

Am 29. Januar 2007 fällte der 3. Senat des Bundesfinanzhofes in München ein Urteil (III B 137/06), das Steuerzahlern nahezu jegliche Hoffnung nimmt, Aufwendungen für Schirmmaßnahmen gegen elektromagnetische Felder bei Finanzämtern als außergewöhnliche Belastung erfolgreich geltend machen zu können. Wer nicht abgewiesen werden möchte, muss ein amtsärztliches Gutachten beibringen, demzufolge gesundheitliche Beeinträchtigungen des Antragstellers durch die Strahlung einer Mobilfunkanlage verursacht worden sind. Mit dieser Forderung verlangt der BFH von den Gesundheitsämtern die Quadratur des Kreises, denn sie sollen nun etwas leisten, was noch nicht einmal der wissenschaftliche Forschung bislang gelungen ist, nämlich einen Kausalzusammenhang herzustellen zwischen den schwachen Funkfeldern von Mobilfunkanlagen und darauf zurückgeführten Gesundheitsstörungen von Anwohnern. Ärger zwischen Bürgern und Gesundheitsämtern ist so programmiert und bereits da. Lesen Sie hier das BFH-Urteil im Wortlaut (03.02.08).

 

Boykottiert Gesundheitsamt Sonthofen Blutuntersuchungen in Kempten?

Im Landratsamt Oberallgäu ist auch das Gesundheitsamt untergebrachtDas Verhältnis zwischen Mobilfunkkritikern und Behörden ist nicht immer spannungsfrei. So beklagte der “Arbeitskreis Mobilfunk und Gesundheit", Kempten, Anfang 2008 in einer Meldung, dass das zuständige Gesundheitsamt seine Mithilfe an einer Blutuntersuchungsreihe verweigere, die der Arbeitskreis Ende 2006 in eigener Regie gestartet hat. Die Spekulation, dem Amt seien wegen einer Weisung “von oben” die Hände gebunden, wurde gleich mitgeliefert. Aber: Was ist dran, an dem Verdacht? Steckt eine Verschwörungstheorie dahinter oder vielleicht doch mehr? Das IZgMF bat das Gesundheitsamt Sonthofen um Stellungnahme (13.01.08).

 

Der Mast darf bleiben: Chronologie eines Streits unter Kritikern

Wer als Mobilfunkkritiker die eigenen Frontleute kritisiert, muss sich auf einiges gefasst machen. Egal ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, Kritiker-Kritiker werden gerne nach allen Regeln der Kunst angefeindet, mundtot gemacht, schlecht geredet, demonstrativ ignoriert oder anderweitig abgestraft. Peter Hensinger, Webmaster der Seite “Der Mast muss weg” hat einen neuen Weg gefunden, unliebsamen Kritikern auf großer Bühne gleich zweisprachig eine reinzuwürgen. Anlass dazu war die begründete Kritik an einer tendenziösen und sachlich falschen Darstellung auf seiner Website. Lesen Sie hier die Chronologie dieses Streits zwischen Kritikern, der beim flüchtigen Hinsehen ein Streit um des Kaisers Bart zu sein scheint, in Wahrheit aber ein Streit um die Glaubwürdigkeit und Wirkung öffentlich wahrgenommener Mobilfunkkritiker ist (04.11.07).

 

Mobilfunkantennen auf dem Dach: Gericht lässt 10 % Mietzinsminderung zu

Sind die in der 26. BImSchV genannten Grenzwerte (deutlich) unterschritten, rechtfertigt der aufgrund des Restrisikos begründete Mangel der Mietsache eine Minderung in Höhe von 10 % der Brutto-Warmmiete. So entschied im Januar 2007 das Amtsgericht Hamburg-Harburg (Az: 644 C 334/05). Die Richter verurteilten eine Hausbesitzerin, die auf dem Dach ihres Hauses mehrere Mobilfunkanlagen errichten ließ, zur Mietrückzahlung an einen Mieter, dessen Wohnung direkt unterhalb des Antennen-Ensembles liegt (06.09.07).

 

Bayerische Landesärztekammer dementiert Behauptungen über Mobilfunkrisiken

blaekWer in der Zeitung liest, die Bayerische Landesärztekammer hätte schon 2005 bekundet, der medizinische Beweis für Gesundheitsschäden durch Mikrowellen weit unterhalb gültiger Grenzwerte sei erbracht, der sollte dieses vermeintlich schlagende Argument für die Mobilfunkdebatte tunlichst gleich wieder vergessen. Denn wer damit arbeitet, verbreitet nur eine Falschmeldung. Wie die Bayerische Landesärztekammer auf Anfrage bestätigt, hat sie zu keiner Zeit eine derartige Aussage getroffen (18.08.07).

 

Mehrhausanlage: Alle Miteigentümer müssen Mobilfunkanlage zustimmen

Auf einer Eigentümerversammlung, zu der nur die Bewohner des Hochhauses einer Wohnungseigentumsanlage eingeladen waren, wurde mehrheitlich beschlossen, auf dem Hochhaus eine Mobilfunkanlage zuzulassen. Ein Mobilfunkbetreiber errichtete daraufhin auf dem Dach des Hauses vier Mobilfunkantennen. Eigentümer einer vermieteten Wohnung in einem anderen, aber ebenfalls zu der Wohnungseigentumsanlage gehörenden Gebäude, verlangten im Jahr 2005 die Beseitigung der Anlage. Der Antrag wurde vom Amtsgericht Wunsiedel jedoch abgewiesen, ebenso wie vom Landgericht Hof die Beschwerde gegen diesen Beschluss. Die Kläger, hieß es, seien für Entscheidungen bezüglich des Hochhauses in der Eigentumsanlage nicht stimmberechtigt. Dies sah das OLG München in seinem Beschluss vom 13. Dezember 2006 – Az.: 34 Wx 109/06 – jedoch anders (12.08.07).

 

Deutsche Rentenversicherung kennt keine Abrechnungsziffer für Elektrosensibilität

Dem Zitat von Frau Dr. pol. Birgit Stöcker, politische Sprecherin des Bundesverbandes Elektrosmog e. V., im Protokoll der siebenten Sitzung des Runden Tisches zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (RTDMF) vom 8.5.2007 im Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg bei München (Seite 3 des Protokolls) kann vonseiten der Deutschen Rentenversicherung Bund inhaltlich nicht gefolgt werden (20.7.07).

 

Mobilfunkgeschichte: Unsichtbare Schranke stoppt Vodafone

Hagens Bürgermeister nimmt eine Unterschriftenliste in EmpfangIn unseren Mobilfunkgeschichten hatten die Betroffenen bislang nicht viel zu lachen. Anders bei der jüngsten Geschichte, die sich im niedersächsischen Hagen zugetragen hat. Die 14 000 Seelen umfassende Gemeinde ist mit Mobilfunkmasten längst nicht so stark zugepflastert wie das 10 km entfernte Osnabrück. Der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur zufolge ist der Nordrand der Gemeinde mobilfunktechnisch praktisch unerschlossen. Dort aber liegt nahe dem Landschaftsschutzgebiet Am Bückersberg auch ein Sport- und Schulzentrum. Dies weckte bei Vodafone Begehrlichkeiten. Und Ende Ende 2004 willigt die Gemeinde prompt ein, dass der Betreiber Am Bückersberg eine Mobilfunk-Basisstation auf Pachtgrund errichten darf. Zwei Jahre lang leistet eine Bürgerinitiative gegen das Bauvorhaben Widerstand und findet schließlich im sogenannten Wegerecht den entscheidenden Hebel, um Vodafone zur Kündigung des Pachtvertrages zu bewegen, noch bevor mit dem Bau des Masten überhaupt begonnen wurde. Mehr ... (16.06.07).

 

Verdacht verdichtet sich:  In Sendernähe bekommen Kälber eher Grauen Star

Im Rahmen einer noch bis Dezember 2007 andauernden Studie untersuchen Wissenschaftler der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich die Krankheitshäufigkeit für “Grauen Star” bei Schlachtkälbern (Linsentrübung, auch nuklearer Katarakt genannt). In dieser Studie wurden bei 253 zufällig ausgesuchten Kälbern beiderlei Geschlechts 81-mal (32 %) Linsentrübungen in unterschiedlicher Ausprägung gefunden. Gemäß Literatur besteht der Verdacht, dass die Funkfelder von Mobilfunkantennen im Auge oxidativen Stress auslösen. Aufgrund der Ohrmarke wurden daher die Koordinaten sämtlicher Standorte eines Kalbes bestimmt, vom Besamungszeitpunkt des Muttertiers bis zur Schlachtung des Kalbes. Auch wurden Koordinaten und Standorte der umliegenden Mobilfunkantennen erfasst und Zusammenhänge gesucht. Erste Resultate zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Standort erkrankter Kälber im 1. Drittel der Trächtigkeit und der Sendeleistung der nächststehenden Mobilfunkantenne, sowie der Gesamtsendeleistung aller umliegenden Antennen. Diese Resultate müssen noch auf Evidenz überprüft werden.

Linsentrübung bei Kälbern entsteht hauptsächlich in den ersten beiden Dritteln der Trächtigkeit, in der Zeit der embryonalen Entwicklung der Linse. Die Kälber wurden kurz nach der Schlachtung mit einer Spaltlampe ophthalmoskopisch untersucht sowie Kammerwasser- und Hautbiopsien entnommen. Die Kammerwasserproben kataraktöser Augen wiesen eine signifikant schwächere Aktivität des Enzyms Glutathionperoxidase auf, was auf erhöhten oxidativen Stress im Auge hindeutet. Die Aktivität des Enzyms Katalase war statistisch tendenziell ebenfalls schwächer, jene der Superoxiddismutase wies keine Veränderungen auf. Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren alle Kälber zwischen drei und sechs Monate alt. Rasseabhängige Neigungen zu Grauem Star konnten nicht nachgewiesen werden, jedoch waren signifikant mehr männliche Kälber betroffen. BVDV (Bovine Virusdiarrhoe-Virus) als bekannteste infektiöse Ursache für Grauen Star beim Rind ließ sich mittels Immunhistologie aus Hautbiopsien ausschließen. Auch waren keine Antikörper gegen Neospora und Toxoplasma im Kammerwasser nachzuweisen, ebensowenig statistischen Zusammenhänge zwischen dem Alter der Mütter und der Wahrscheinlichkeit der Kataraktogenese bei den Kälbern (05.05.07).

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