Mobilfunkgeschichten

Bürgerinitiativen gegen Mobilfunk-Sendemasten erzählen in den Mobilfunkgeschichten, wie es ihnen bei den Auseinandersetzungen mit Mobilfunkern und Behörden ergangen ist. Die Geschichten bieten eine Fülle an nützlichen Informationen, die von Ihnen entdeckt werden wollen: Womit waren andere erfolgreich, wo sind sie ins Stolpern geraten, wie reagierte die Gegenseite, wieviele Besucher kamen zu Infoveranstaltungen oder wie oft treffen sich andere BIs, um neue Schlachtpläne auszuhecken. Es gibt viel zu entdecken. Was für Sie nützlich ist, wissen Sie selber am besten. Doch wer mag und kann schon alles lesen! Unten sehen Sie deshalb als Orientierungshilfe den Extrakt jeder einzelnen Mobilfunkgeschichte. Interesse erwacht? Dann den angebotenen Link anklicken und Sie bekommen die Langfassung der ausgewählten Mobilfunkgeschichte serviert. Wir wünschen spannende Lektüre!

Gemeinderat verwehrt Baugenehmigung für Sendemast

Sachverhalt

Netzbetreiber Vodafone beantragte die Errichtung einer Mobilfunk-Basisstation auf einem Berggrundstück (Landschaftsschutzgebiet) am Ortsrand der Gemeinde Vogt. Auf Betreiben einer rasch gegründeten Bürgerinitiative verwehren die Behörden Vodafone die (noch) erforderliche Baugenehmigung.

Bundesland

Baden-Württemberg

Ort

Gemeinde Vogt (3000 bis 5000 Einwohner), Landkreis Ravensburg

Beteiligte

Bürgerinitiative kontra Elektrosmog e.V. (BikE), Vodafone, Bürgermeister und Gemeinderäte von Vogt, Landratsamt Ravensburg.

Erzählerin

Heike Veser-Herrmann (im September 2003): Telefon 07529-1824 oder -1246

Beginn

Anfang September 2002 (Eintreffen des Baugesuchs)

Ende

Nicht abgeschlossen, da Landesbauordnung in Baden-Württemberg Sendemasten unter 10 m Baulänge ab 2004 baugenehmigungsfrei stellen will.

zur Geschichte

Fehlerhafte Bauausführung: Betreiber musste Einlenken

Sachverhalt

Auf einem privaten Gebäude wurde ein Sendemast mit zwei Antennengruppen nicht ordnungsgemäß errichtet. Durch Sichtung von Bauzeichnungen entdeckt eine Bürgerinitiative den Montagefehler und meldet diesen an die Regulierungsbehörde. Der Betreiber muss daraufhin die untere der beiden Antennengruppen demontieren, was den Anwohnern eine deutlich reduzierte Strahlenbelastung einbrachte.

Bundesland

Bayern

Ort

München

Beteiligte

Vodafone, Regulierungsbehörde RegTP in Landshut, Münchener Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), Firma Lehmer Group (Montagebetrieb), Lieselotte und Karl Eisenrieder (Vermieter des Standortes), Bürgerinitiative “Informationszentrum gegen Mobilfunk”.

Erzählerin

Heidrun Schall (im Oktober 2003), Telefon: 089-32450363

Beginn

Januar 2002

Ende

Nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Mittel gegen die Basisstation in vollem Umfang ausgeschöpft wurden.

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Keine Mietminderung bei neun Antennen in 35 m Abstand

Sachverhalt

Auf einem elfstöckigen Wohnblock wird eine Basisstation errichtet. Die Mieter der obersten Wohnung eines benachbarten 13-stöckigen Wohnblocks bekommen nach der Inbetriebnahme der Anlage Gesundheitsprobleme, sie klagen deshalb auf Mietminderung. Zwei Messungen vor Ort erbringen höchst unterschiedliche Werte. Da jedoch keine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt werden konnte, wird die Klage zuletzt auch in zweiter Instanz abgewiesen.

Bundesland

Hessen

Ort

Frankfurt am Main

Beteiligte

Vodafone, Wohnheim GmbH Frankfurt (Vermieter der Wohnblocks), TÜV-Süddeutschland (erste Messung), Prof. Dr. Ing. M. Wuschek (zweite Messung), Ehepaar Ute und Gerhard Kampschulte

Erzähler

Gerhard Kampschulte (im Dezember 2003), Telefon: 069-679889

Beginn

November 2000

Ende

März 2003

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Flucht vor dem Elektrosmog in die Wälder Schwedens

Sachverhalt

Erst nach zwei Jahren wird deutlich, warum Carola Cederth schmerzhafte Gesundheitsprobleme bekommen hat. Als auch E-Plus am Wohnort einen Mobilfunksender montiert, eskaliert die Situation, andere Familienmitglieder werden ebenfalls krank. Um dem Elektrosmog zu entgehen flüchtet die Familie zunächst an einen anderen Wohnort. Als selbst dort keine Besserung eintritt, wird die Flucht fortgesetzt, diesmal in die unberührten Wälder Schwedens.

Bundesland

Baden-Württemberg

Ort

Gemeine Bitz (3000 bis 5000 Einwohner), Regierungsbezirk Tübingen

Beteiligte

E-Plus, Familie Tröster-Cederth (2 Erwachsene, 3 Kinder), Baubiologe Klemens Jakob (Hausuntersuchung), Bürgermeister Hubert Schiele

Erzähler

Klaus Tröster-Cederth, eMail: ktccc_2@hotmail.com

Beginn

Januar 2000

Ende

offen

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Rätselhaftes Rindersterben auf dem Stengel-Hof

Sachverhalt

Die Rinder auf dem Hof der Familie Stengel sind Ende 1997 gesund, die Kälbernachzucht verläuft ohne Probleme. Dann wird neben dem Stengel-Hof ein Mobilfunkturm errichtet. Kurz darauf erkranken die ersten Kühe und die Nachzucht gerät ins Stocken. Die Blutbilder der Tiere ähneln denen von Krebspatienten mit Strahlentherapie, geben aber keinen Hinweis auf bekannte Krankheiten oder Haltungsfehler. Die Bilanz bis Oktober 2004: 11 tote Kühe, 12 tote Kälber und 37 Fehlgeburten. Nur eine einzige Kuh aus dem Bestand von 1997 lebt heute noch. Die Stengel’s werden auf dem Schaden (50 000 Euro) voraussichtlich sitzen bleiben, denn bislang versandeten alle Hilferufe, auch die ans Bayerische Umweltministerium und an prominente Politiker. Dabei handelt es sich offenbar um ein Massenphänomen, denn der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vertröstet mit dem Hinweis, wegen der “großen Anzahl sachgleicher Eingaben” verzögere sich die Bearbeitung!

Bundesland

Bayern

Ort

Gemeinde Oettingen (3000 bis 5000 Einwohner), Regierungsbezirk Schwaben

Beteiligte

T-Mobile, Doris und Friedrich Stengel, Bayerisches Umweltministerium, örtlicher Tierarzt und Amtstierarzt, Gerhard Schröder, Jürgen Trittin, Edmund Stoiber, Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags.

Erzähler

Friedrich Stengel (im Oktober 2004), Telefon: 09082-2148

Beginn

November 1997

Ende

offen

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Sankt Florian spaltet Bürgerinitiative in zwei Lager

Sachverhalt

Das friedliche Städtchen Bad Wünnenberg liegt idyllisch im nördlichen Sauerland. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft die Bewohner des Ortsteils Fürstenberg die Nachricht, dass mitten im Ort ein Mobilfunksendemast errichtet werden soll. Eilends formiert sich unter den unmittelbar betroffenen Anwohnern eine Bürgerinitiative (BI), die das Unheil abwenden will. Die Arbeit der BI hat Erfolg: Anstelle des geplanten Standorts wird ein 500 Meter weiter weg liegender Alternativstandort angeboten. Doch auch dieser liegt in einem Wohngebiet. Soll die BI zustimmen oder ablehnen? Die BI zerbricht an dieser Frage in zwei Lager.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Ort

Bad Wünnenberg, Ortsteil Fürstenberg (2650 Einwohner), Kreis Paderborn

Beteiligte

Bürgermeister Winfried M. und Gisela W. (beide CDU), Netzbetreiber E-Plus und eine Bürgerinitiative aus der im Verlauf der Auseinandersetzung eine weitere (Interessengemeinschaft, IG) hervorgeht.

Erzähler

Regina Franz, Sprecherin der IG (im Februar 2005), Telefon: 02953-964189

Beginn

Juni 2004

Ende

offen

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Unsichtbare Schranke stoppt Vodafone

Sachverhalt

Dies ist die Erfolgsgeschichte einer Bürgerinitiative aus dem niedersächsischen Hagen. Die Gemeinde ist mit Mobilfunkmasten längst nicht so stark zugepflastert wie das 10 km entfernte Osnabrück, der EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur zufolge ist der Nordrand der Gemeinde praktisch unerschlossen. Dort aber liegt nahe dem Landschaftsschutzgebiet Am Bückersberg auch ein Sport- und Schulzentrum. Dies weckt bei Vodafone Begehrlichkeiten. Und Ende Ende 2004 willigt die Gemeinde ein, dass der Betreiber Am Bückersberg eine Mobilfunk-Basisstation auf Pachtgrund errichten darf. Zwei Jahre lang leistet eine Bürgerinitiative gegen das Bauvorhaben Widerstand und findet schließlich im sogenannten Wegerecht den entscheidenden Hebel, um Vodafone zur Kündigung des Pachtvertrages zu bewegen, noch bevor mit dem Bau des Masten überhaupt begonnen wurde.

Bundesland

Niedersachsen

Ort

Hagen am Teutoburger Wald (rd. 14 000 Einwohner, Kreis Osnabrück

Beteiligte

Bürgerinitiative, der Bürgermeister von Hagen, Dr. H.-Peter Neitzke vom Ecolog-Institut, Hannover, der Netzbetreiber Vodafone.

Erzähler

Georg Hehemann, Sprecher der Bürgerinitiative (im Mai 2007), Telefon: 05401-90603

Beginn

November 2004

Ende

Dezember 2006

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