Rätselhaftes Rindersterben
auf dem Stengel-Hof im Donau-Ries

Die Rinder auf dem Hof der Familie Stengel sind Ende 1997 gesund, die Kälbernachzucht verläuft ohne Probleme. Dann wird neben dem Stengel-Hof ein Mobilfunkturm errichtet. Kurz darauf erkranken die ersten Kühe und die Nachzucht gerät ins Stocken. Die Blutbilder der Tiere ähneln denen von Krebspatienten mit Strahlentherapie, geben aber keinen Hinweis auf bekannte Krankheiten oder Haltungsfehler. Die Bilanz bis Oktober 2004: 11 tote Kühe, 12 tote Kälber und 37 Fehlgeburten. Nur eine einzige Kuh aus dem Bestand von 1997 lebt heute noch. Die Stengel’s werden auf dem Schaden (50 000 Euro) voraussichtlich sitzen bleiben, denn bislang versandeten alle Hilferufe, auch die ans Bayerische Umweltministerium und an prominente Politiker. Dabei handelt es sich offenbar um keinen Einzelfall, sondern um ein Massenphänomen, denn der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags vertröstet mit dem Hinweis, wegen der “großen Anzahl sachgleicher Eingaben” verzögere sich die Bearbeitung! Lesen Sie alle Details über die Vorgänge am Stengel-Hof in unserer Mobilfunkgeschichte vom November 2004.

Mein Name ist Friedrich Stengel. Seit vielen Jahren betreiben meine Frau Doris und ich am Ortsrand von Oettingen (Bayern) eine kleine Landwirtschaft mit Milchkühen. Unser Viehbestand war gesund und die Kühe kalbten regelmäßig. Dann, Ende 1997, wurde unmittelbar neben unseren Viehweiden ein Funkturm errichtet, der u. a. eine Mobilfunk-Sendeantenne mit Rundstrahlcharakteristik trägt. Die Regulierungsbehörde nennt für den Senderstandort (Nummer 540789) einen Sicherheitsabstand von 4,85 m in horizontaler wie vertikaler Richtung. Da sich die Sendeantenne des Betreibers T-Mobile in rd. 33 m Höhe auf der Turmspitze befindet, sollten Mensch und Tier keinen schädlichen Funkfeldern ausgesetzt sein – dachten wir damals.

Oettingen liegt im Donau-Ries, wo sich einige von Deutschlands bekanntesten Ferienrouten kreuzen. Landschaftlicher Höhepunkt ist das Ries, der besterhaltene und besterforschte Meteoritenkrater der Welt.  Bild: Bayerische VermessungsverwaltungBereits im Frühjahr 1998 fällt uns auf, dass etwas nicht stimmt: Die Schwalben, die sonst unseren Hof jeden Frühling besuchen – sie bleiben plötzlich aus. Bis heute meiden die Zugvögel unser Anwesen, benachbarte Höfe in wenigen 100 Meter Entfernung werden jedoch von den Schwalben wie eh und je bevölkert. Erst später fällt uns auf: Auch Stechmücken und Bremsen meiden die Gegend um den Sendeturm, was eine plausible Erklärung für das Wegbleiben der insektenfressenden Vögel sein könnte.

Im Sommer 1998 erkranken bei uns die ersten Kühe. Auffällig ist, dass sie auf die Behandlung durch den Tierarzt nicht ansprechen. Auch die Anzahl der Totgeburten am Hof beginnt jetzt zu steigen. Zu diesem Zeitpunkt rätseln wir noch über die Ursachen, denn es gab keine nennenswerten Veränderungen in der Tierhaltung und der Fütterung oder offenkundige zusätzliche Umweltbelastungen, etwa in der Art einer benachbarten Sondermüllverwertung. Noch trifft den nahen Funkturm kein Verdacht. Erst zwei, drei Jahr später wird uns die Problematik mit dem Mobilfunksender bewusst: Der Tierarzt, der unseren Hof seit 1984 betreut, gibt uns den entscheidenden Hinweis. Wir fangen an uns zu informieren.

Die Blutbilder der Kühe weisen klar auf Strahlungsbelastung hin

Luftaufnahme vom Stengel-Hof. Das Anwesen liegt im Süden von Oettingen an der Bahnhofstraße und ist von Wohnbebauung umgebenAnfang 2001 lassen wir von unseren Tieren Blutbilder anfertigen. Dabei stellt sich heraus, die Kühe haben eine viel zu geringe Anzahl weißer Blutkörperchen (Lymphozyten), einige Tiere zeigen weniger als rd. 30 % des Sollwerts. Laut Tierarzt deutet dies eindeutig auf eine Strahlenbelastung hin. Die Blutwerte sind vergleichbar mit denen von Aids-Kranken oder von Krebspatienten nach einer Strahlentherapie. Sieben Ärzte haben uns diesen Befund unabhängig voneinander bestätigt. Den Ärzten wurde dazu nur das Blutbild zur Bewertung vorgelegt, von der Mobilfunkantenne berichteten wir nicht. Dennoch lauteten die Befunde stets gleich, nämlich auf akute Immunschwäche, möglicherweise ausgelöst durch eine Strahlenbelastung.

Auch das BVD/MD-Virus scheidet als Krankheitsursache aus. Dieses Virus verursacht Totgeburten und Missbildungen. Bei der 1999 durchgeführten Bayerischen Rinderstudie hatte rd. 1/3 der ausgesuchten Höfe diesen BVD/MD-Virus, was später zum Anlass genommen wurde, die gesamte Studie in Frage zu stellen. Wir waren an der Rinderstudie nicht beteiligt und auf unserem Hof gab und gibt es das Virus nicht: Blutuntersuchungen auf das Vorhandensein von Verwerfungserregern zeigen keinerlei Befund. Verwerfung, ein Begriff aus dem Veterinärwesen, bezeichnet Abgänge, Fehlgeburten und Totgeburten – also Schwangerschaften mit tödlichem Ausgang.

Bayerisches Umweltministerium kann das Rätsel nicht lösen

Als wir unseren Fall schließlich dem Bayerischen Umweltministerium vortragen, unterstellt man uns erst einmal Fehler bei der Viehhaltung. Unangemeldet kommt der Amtstierarzt. Er soll womöglich eindeutige Belege für schlechte Haltung oder schlechte Futterbedingungen finden, stellt jedoch nichts dergleichen fest. Eine Woche später kommt der Amtstierarzt erneut, diesmal nimmt er den Tieren Blut ab. Offenbar will man jetzt anhand der Blutbilder Krankheiten oder Fütterungsfehler nachweisen. Doch auch dies gelingt nicht, obwohl die Blutwerte die geschilderten Defizite zeigen. Im März 2001 kommt der Amtstierarzt im Auftrag des Umweltministeriums ein weiteres mal und nimmt den Tieren wieder Blut ab. Die Blutwerte sehen jetzt besser aus. Aber: Die Tiere waren den Winter über im Stall und sind dort vor den Mobilfunkfeldern besser geschützt sind als auf der Weide. Die Blutentnahmen werden im September 2001 wiederholt. Nun sind, nach etlichen Monaten auf der Weide, die Werte der Tiere wieder deutlich schlechter als im März. Im darauf folgendem Jahr 2002 kommt es zu einer Wiederholung der kompletten Prozedur, mit vergleichbaren Ergebnissen.

Friedrich Stengel - im Hintergrund der AntennenturmBei damals zugekauften Kühen lassen wir gleich nach dem Kauf Blutbilder machen, die alle in Ordnung sind. Nur drei Monate später werden Vergleichsuntersuchungen gemacht. Die Blutwerte sind jetzt noch schlechter als bei unseren Kühen, die mit den Mobilfunkfeldern schon länger leben müssen. Die Anzahl der Lymphozyten z. B. erreicht nur 24 % vom Sollwert. Oder der Wert des Stresshormons Cortisol: Er sollte mindestens 45 erreichen, kommt aber nur noch auf 4. Auch diese Untersuchungen führte übrigens der Amtstierarzt auf Kosten des Umweltministeriums durch.

Der Amtstierarzt meinte nun, es müsse ja eine Ursache für die Blutbildveränderung geben. Und er sagte zu uns, es komme eigentlich nur die Strahlenbelastung als Ursache in Betracht. Andere Faktoren wären ausgeschlossen. Die Tiere seien ansonsten gesund, in guter Haltung und auch die Futterbedingungen wären in Ordnung. Schriftlich hab ich diese Auskunft des Amtstierarztes leider nicht vorliegen. Was uns beunruhigt: Der Amtstierarzt, der beim Landwirt Altenweger im bayerischen Schnaitsee tätig war, wurde nach den Untersuchungen versetzt und die Ergebnisse seiner Untersuchungen sind bis heute unter Verschluss.

Was die Untersuchungen an unseren Tieren anbelangt: Nach langem Drängen wurden mir lediglich die Blutbilder ausgehändigt. Weitere Unterlagen habe ich nicht bekommen. Nur telefonisch hat mir ein junger Mitarbeiter des Umweltministeriums einmal eingestanden, man sei dort höchst interessiert an unserem Fall – dürfe uns aber nicht Recht geben. Selbst T-Mobile erkundigte sich nach den Blutbildern unserer Kühe.

Im Frühjahr 2003 frage ich beim Bayerischen Umweltministerium an, wie es mit weiteren Blutuntersuchungen durch den Amtstierarzt, finanziert vom Ministerium, aussehe. Mein Gesprächspartner reagiert sehr aufgebracht und meint, es bestünde keine Notwendigkeit für weitere Untersuchungen, da sich an den Ergebnissen ohnehin nichts ändern würde. Stimmt, denn die Antenne ist ja nach wie vor hier. Mein Antrag auf Kostenübernahme wird abgelehnt und seitdem haben wir nichts mehr vom Umweltministerium gehört. Ich habe dann auf eigene Kosten (pro Kuh und Blutbild 6 Euro) weitere Blutuntersuchungen machen lassen. Die Ergebnisse sind die gleichen wie zuvor. Dies habe ich dem Bayerischem Umweltministerium auch noch mitgeteilt. Doch bekomme ich seit nunmehr knapp 2 Jahren auf meine Briefe keine Antwort mehr. Das Dilemma wird totgeschwiegen. Von politischer Seite erhoffen wir uns keine Hilfe mehr.

Krankheitssymptome und unser Verlust an Tieren

Antennenturm und Stengel-Viehweide. Die Mobilfunk-Sendeantenne befindet sich auf der Turmspitze, die Stäbe links/rechts sind die Empfangsantennen. Die Anbindung der Mobilfunkantennen ans Netz erfolgt via Richtfunk. Alle anderen Antennen sind laut EMF-Datenbank der RegTP keine Sende-, sondern Empfangsantennen Bei den Frühgeburten kommt es in aller Regel zum Erstickungstod. Die Kälber schreien, da sie vergeblich nach Luft ringen. Weil die Tiere nicht voll entwickelt sind funktioniert die Sauerstoffaufnahme unzureichend und die Tiere ersticken kläglich. In diesem Jahr (2004) hatten wir auch ein zu früh geborenes Kalb ohne Haare. Das Tier brüllt eine Stunde lang, bis es endlich von seinem Leiden befreit war. Dieses Kalb wurde pathologisch untersucht, jedoch ohne klärenden Befund. Eine andere Kuh hat Schwellungen am Maul und am Kopf, versteifte Glieder und leidet unter Erstickungsanfällen. Der Tierarzt musste das Tier einschläfern.

Unsere Mutterkühe verendeten wegen der hohen Anzahl an Fehlgeburten. So haben tot geborene Kälber z. B. zur Folge, dass die Nachgeburt nicht abgeht. Das Immunsystem der Kühe ist so geschwächt, dass ihnen selbst mit  Antibiotika nicht mehr zu helfen ist. Die Tiere verenden dann an einer Infektionen. Dies kann sich über mehrere Wochen hinziehen, bis eine Kuh schließlich an den Folgen der Fehlgeburten stirbt oder eingeschläfert werden muss.

Im Gefolge von Fehlgeburten beobachteten wir bei den Muttertieren weitere Erkrankungen: Nach etwa sechs Wochen kommt es an den Gelenken, am Maul und am Kopf zu unerklärlichen Schwellunge und die Kühe haben Wasser in den Beinen. Die Tiere können letztlich nicht mehr aufstehen, sie müssen eingeschläfert werden oder verenden.

Auf diese Weise haben wir seit Errichtung des Sendemasten bis heute (Oktober 2004) folgenden Tierbestand verloren:

Messwerte und Standorte

Im Januar 2002 wurde am Stengel-Hof die Immission von Prof. M. Wuschek amtlich gemessen. Kurz darauf, im Mai 2002 wurde abermals gemessen, diesmal von der Bürgerwelle Schweiz. Resultat: Im Freien erreichte die Feldstärke auf den beiden Weiden Werte von 0,1 V/m bis 0,4 V/m (27 µW/m² bis 424 µW/m²) im Stall waren es 0,01 V/m bis 0,06 V/m (0,27 µW/m² bis 9,5 µW/m²). Gesetzlich zulässig sind für GSM-900-Sender 41 V/m (4,5 W/m²).

Im Oktober 2004 ermittelte das IZgMF mit einem Breitbandtester in 60 m bis 90 m Abstand zum Sendemasten durchweg Werte  unter 27 µW/m². Auf die geringe Immission angesprochen erklärte Friedrich Stengel, dass in Oettingen mittlerweile mehrere Sender in Betrieb seien. Das Gesprächsaufkommen konzentriere sich nicht mehr allein auf den T-Mobile-Sender, was dem Hof Entlastung brächte.Oettingen aus der Luft, ringsum sind Felder und Grünflächen zu erkennen. Fünf Mobilfunksender versorgen den Ort.

Tatsächlich zeigt die EMF-Datenbank der RegTP für Oettingen (PLZ: 86732) vier weitere Mobilfunksender. Drei davon liegen so dicht zusammen dass wir sie in der Karte zu einem Punkt zusammengefasst haben (gelb ). Dieser Sammelstandort ist vom Stengel-Hof (rot ) etwa 1,3 km entfernt, der blau markierte Standort () ist etwa 2 km weit weg. Zwei der neuen Sender (blauer und einer vom gelben Sammelstandort) gingen laut RegTP frühestens im März 2004 ans Netz. Zu den verbleibenden beiden Sendern (gelb) nennt die RegTP ärgerlicherweise kein Datum. Da die RegTP-Datenbank auch keine Auskunft über den Betreiber eines Senders gibt, bleibt offen, wer sich an den neuen Standorten niedergelassen hat. Tatsache ist, dass alle zusätzlichen Sender weitab vom Stengel-Hof errichtet wurden, was für die Situation dort sicherlich von Nutzen ist.

Im Jahr 1997 hatten wir einen Bestand von 24 Tieren, derzeit sind es 16 (3 Bullen, 9 Milchkühe, 4 Kälber). Im Zeitraum von Ende 1997 bis heute mussten wir wegen Ausfall der Nachzucht 9 Milchkühe nachkaufen.

Nur eine einzige Kuh, die 1994 lange vor Errichtung der Antenne hier auf dem Hof geboren wurde, lebt heute noch. Doch in den vergangenen zwei Jahren sind die Kälber dieser Kuh jeweils nach einem halben Jahr gestorben. Von den Kühen, die nach Errichtung der Antenne hier am Hof geboren wurden, lebt heute keine mehr.

Die Bullen, wir hatten 1997 drei davon, wurden verkauft, da es uns seit Anfang 1998 nicht mehr gelang eigene Kälber groß zu ziehen. Heute haben wir Bullen nicht zur Nachzucht, sondern zur Mast auf dem Hof. Überlebte ein Kalb die Geburt, starb es meist binnen Jahresfrist (Bewegungsstörungen, Steifheit der Glieder). Eine Kuh die am Hof geboren wurde und überlebte, brachte zuerst ein verendetes Kalb auf die Welt, dann hat sie verworfen und anschließend war sie unfruchtbar: 17 Besamungsversuche blieben ohne Erfolg. Die Kuh wurde geschlachtet.

Vor Errichtung der Antenne hatten wir nur eine oder zwei Fehlgeburten im Jahr. Dies ist im so genannten Stallbuch dokumentiert. Im Stallbuch (Musterseite, PDF, 60 KByte) wird festgehalten der Name jeder Kuh, die Ohrmarkennummer, wann und wie oft eine Kuh besamt wurde und wann sie gekalbt hat.

Uns ist bis Oktober 2004 in der Milch- und Viehwirtschaft nachweislich ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden in Höhe von rund 50 000 Euro entstanden. Diese Schadenssumme umfasst Tierarztkosten, verendete Kühe, verendete Kälber, Nachkauf von Tieren, Ausfall in der Milchproduktion und Unfruchtbarkeit der Kühe. Auch die Nachzucht bei unserem Geflügel ist seit der Errichtung des Sendemasten schlecht. Aus den Gelegen schlüpfen kaum noch Kücken. In der Nachbarschaft hat ein Gänsezüchter seine Zucht aufgeben, weil keine Nachzucht mehr möglich ist.

Klageweg schon im Ansatz gescheitert

Wir haben versucht, den entstandenen Schaden und die Demontage des Masten gegenüber T-Mobile einzuklagen, sind aber schon im Ansatz gescheitert: Der beauftragte Rechtsanwalt bekam zwar anfänglich von unserer Rechtsschutzversicherung noch eine Deckungszusage, doch als wir dann ein Gutachten brauchten, kam die fristlose Kündigung des Versicherungsschutzes. Wir hätten einen Präzedenzfall schaffen können. Aber ohne Versicherungsschutz braucht man gar nicht anfangen zu klagen, die Gutachten sind dafür viel zu teuer.

Politprominenz und Petitionsausschuss halten sich zurück

Doris Stengel bei der abendlichen Viehfütterung im Stall. Der Stall ist gemauert und hat deshalb eine gute Abschirmwirkung, hier sind die Tiere vor der Mobilfunkstrahlung geschütztAls uns die Tragweite unserer Misere klar wurde, baten wir nicht allein das Bayerische Umweltministerium um Hilfe. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Umweltminister Jürgen Trittin und den Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber haben wir um Stellungnahmen gebeten. Wir fragten, welche Ursache das Tiersterben auf unserem Hof denn noch haben könnte. Um unsere Tiere und uns vor weiterem Schaden zu bewahren, würden wir dann diese Ursache beseitigen. Zur Bekräftigung unseres Hilferufs wiesen wir auf die vielen tierärztlichen Untersuchungsergebnisse hin, die den Adressaten vorlägen. Doch leider blieben bis heute alle erhofften Stellungnahme von verantwortlicher Stelle aus.

Im September 2003 wandten wir uns an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Das Antwortschreiben (PDF, 20 KByte) macht überraschend deutlich, dass wir mit unserem Problem keineswegs allein auf weiter Flur dastehen. Denn dort heißt es, die Bearbeitung unseres Anliegens würde “zusammen mit einer großen Anzahl sachgleicher Eingaben” erfolgen und sei daher noch nicht abgeschlossen. Greifbare Ergebnisse erbrachte auch der Weg über den Petitionsausschuss bis heute nicht.

Im Jahr 2004 hat sich die Situation gebessert

Zur Prüfung der Strahlungsintensität kauften wir uns einen kleinen Breitbandtester. Dieses Gerät meldete uns vor der amtlichen Messung im Januar 2002 eine deutlich höhere Intensität als nach dieser Messung. Möglicherweise wurde die Sendeleistung reduziert oder es hängt damit zusammen, dass ab 2002 der T-Mobile-Sender neben unseren Weiden nicht mehr der einzige Sender im Ort war. Im Jahr 2004 ging die Belastung weiter zurück. Unsere Tiere reagierten darauf positiv: Wir verloren bisher nur ein Kalb durch Frühgeburt im 7. Monat. Trotz dieser Besserung können wir jedoch nicht zufrieden sein, denn wir haben keinerlei Einfluss darauf, dass die Strahlungsbelastung weiterhin niedrig bleibt. Außerdem ist derzeit nicht abzusehen, wer – außer uns – für den bereits entstandenen Schaden aufkommt.

Nachtrag vom 8. Januar 2005: Nachricht vom Petitionsausschuss

Dr. Karlheinz Guttmacher (FDP) ist Vorsitzender des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag.  Foto: Deutscher BundestagIn unserer Mobilfunkgeschichte über das Rindersterben auf dem Stengel-Hof ist nachzulesen, dass Landwirt Friedrich Stengel eine Eingabe beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages machte und auf eines seiner Mahnschreiben die überraschende Antwort erhielt, die Bearbeitung erfolge “zusammen mit einer großen Anzahl sachgleicher Eingaben” und sei daher noch nicht abgeschlossen. Das war Stand Oktober 2004. Mitte Dezember 2004 kam dann die Nachricht, der Ausschussdienst habe die Überprüfung von Stengel’s Anliegen inzwischen abgeschlossen. In Kürze werde es mit “zahlreichen gleichgerichteten Eingaben” den als Berichterstatter eingesetzten Abgeordneten zugeleitet und dann im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beraten. Einen Beratungstermin dafür könne man zwar nicht nennen, es geschehe aber “schnellstmöglich”.

Nachtrag vom 16. März 2005: Mobilfunk macht Zuchtbullen erfolglos

Ruth Gill aus Bayern verbreitete über den Hartenstein-Newsletter die Meldung: Von der Besamungsstation in Herbertingen wird mir immer wieder erzählt, dass es dort erhebliche Probleme mit der Fertilität (Fruchtbarkeit) der Zuchtbullen gibt, seit ein Mobilfunksender in der Nachbarschaft errichtet wurde. Die Universität Hohenheim wurde meiner Kenntnis nach beauftragt, das Problem zu untersuchen. n

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