Mobilfunkgegner
machen gegen Handys in Bus & Bahn mobil

Im Informationsblatt der Münchener Bürgerinitiativen wird Bus- und Trambahnfahrern sowie Fahrgästen die Problematik vor Augen geführtAm 3. November 2003 begannen in München Aktionen, mit denen Mobilfunkgegner in der bayerischen Landeshauptstadt die Wiedereinführung des Handy-Telefonierverbots in öffentlichen Verkehrsmitteln herbeiführen wollen. Die Aussichten auf Erfolg stehen nicht einmal schlecht: Denn die Ende August von der Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG) verkündete probeweise Aufhebung des Telefonierverbots ist ein klarer Verstoß gegen das “Minimierungsgebot”, das sich die Stadtoberen am 2. Juli 2003 an die Fahnen geheftet haben. An diesem Tag nahm der Stadtrat die Beschlussvorlage für das Münchener Mobilfunk-Vorsorgemodell 2003 an. Und darin heißt es unmissverständlich: “Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, der Stadtverwaltung sowie der Netzbetreiber, muss es sein eine weitest gehende Strahlenminimierung für die Bevölkerung zu erreichen.” Sobald aus Bussen und Bahnen telefoniert wird, kann von Strahlenminimierung jedoch keine Rede mehr sein, da sowohl Handys als auch Basisstationen deutlich mehr Sendeleistung benötigen, um die Barriere der metallischen Fahrgastzelle zu überwinden. Schon ein einziger Handytelefonierer belastet innerhalb einer Fahrgastzelle seine Sitznachbarn mit bis zu 132 mW/m². Mit geltendem Telefonierverbot hätten besorgte Passagiere gute Chancen, sich erfolgreich gegen Handytelefonierer zur Wehr zu setzen. Andere aber sind völlig wehrlos: Denn jede Basisstation, die ein Gespräch aus Bus & Bahn abwickelt, sendet ebenfalls mit deutlich mehr Leistung und belastet dadurch Hunderte ahnungslose Anwohner unnötig stark (2.11.03-ll).

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