Bayern hängt Baden-Würtemberg
im Grenzwertunterbieten ab

Das bayerische Elektrosmog-Beobachtungssystem umfasst 400 Messpunkte im Freistaat. Bild: Umweltministerium BayernDie Südallianz zwischen Bayern und Baden-Württemberg funktioniert prima: Zuerst verkündete Bayerns Umweltminister Schappauf im Herbst 2002, sein “weltweit einmaliges Elektrosmog-Beobachtungssystem” habe gezeigt, im schönen Bayern sei der Elektrosmog auf harmlosen Niveau. Mitte Juli 2003 legte dann die baden-württembergische Landesregierung schon merklich präziser nach. Denn auch sie hatte ein landesweites Elektrosmog-Beobachtungssystem eingerichtet, und das fand heraus: Höchste Strahlenbelastung bleibt unter 10 % des zulässigen amtl. Grenzwerts. Jetzt, im Oktober 2003 sind wieder die Bayern dran und Minister Schnappauf lässt in einer Pressemeldung vom 8.10.03 verlauten: “Elektrosmog weit unter Grenzwert”. Keiner der bislang erfassten Messwerte hätte 4 % des amtl. Grenzwerts auch nur erreicht. Gebetsmühlenartig kann das IZgMF dazu nur anmerken: Solange auch bei dichter Bebauung stets nur direkt am Erdboden gemessen wird und nicht in den Obergeschossen, wo die Strahlenbelastung unstrittig erheblich höher ist, solange werden sich Mobilfunkgegner selbst dann nicht überzeugen lassen, wenn ihnen derartige Messresultate in schöner Regelmäßigkeit präsentiert werden. Wenn Sie uns nicht glauben wollen, Herr Schnappauf, probieren Sie doch mal den Online-Feldsimulator des IZMF aus. Selbst dieses Vehikel der Gegenseite macht keinen Hehl daraus, dass die Post oben und nicht unten abgeht (9.10.03-ll).

 

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