Der Mast darf bleiben:
Chronologie eines Streits unter Kritikern

Wer als Mobilfunkkritiker die eigenen Frontleute kritisiert, muss sich auf einiges gefasst machen. Egal ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, Kritiker-Kritiker werden gerne nach allen Regeln der Kunst angefeindet, mundtot gemacht, schlecht geredet, demonstrativ ignoriert oder anderweitig abgestraft. Peter Hensinger, Webmaster der Seite “Der Mast muss weg” hat einen neuen Weg gefunden, unliebsamen Kritikern auf großer Bühne gleich zweisprachig eine reinzuwürgen. Anlass dazu war die begründete Kritik an einer tendenziösen und sachlich falschen Darstellung auf seiner Website. Lesen Sie hier die Chronologie dieses Streits zwischen Kritikern, der beim flüchtigen Hinsehen ein Streit um des Kaisers Bart zu sein scheint, in Wahrheit aber ein Streit um die Glaubwürdigkeit und Wirkung öffentlich wahrgenommener Mobilfunkkritiker ist (04.11.07).

6. Oktober 2007: Peter Hensinger bringt auf seiner Website “Der Mast muss weg” eine Meldung, in der er auf die alarmierende UMTS-Studie der Stiftung Verum (Prof. Franz Adlkofer) aufmerksam machen will. Adlkofer hatte die Studie am 1. Oktober mit einem Vortrag an der “Offenenen Universität” in Gelsenkirchen öffentlich präsentiert, Hensinger war unter den Zuhörern. Alles eigentlich kein Problem, doch die Sensationsmeldung geriet Hensinger zu einem undurchschaubaren Gemisch aus Fakten, Behauptungen und Interpretationen. Zu lesen sind plakative Äußerungen wie “Die Beweiskette ist geschlossen!”, “UMTS und Mobilfunk sind eine der größten Gefährdungen für die Volksgesundheit” oder – angesichts bislang nur als Hypothesen formulierter Wirkungsmodelle besonders irritierend: “Der Wirkungsmechanismus ist bewiesen”. Auslöser dieser tendenziösen Begleittexte sind zwei nur spröde dargebotene und auch nicht weiter begründete Ausführungen zum eigentlichen Ergebnis der Studie:

  • DNA-Strangbrüche treten bereits bei 1/40 des Grenzwertes auf.
  • UMTS-Signale sind damit fast zehnmal wirksamer als GSM-Signale!
  • Die von Hensinger gewählte Darstellung der Studienergebnisse ist sinnentstellend und suggeriert dem Leser, UMTS-Sendemasten könnten bereits bei 1/40 des zulässigen Grenzwerts zu DNA-Stangbrüchen führen. Doch diese Darstellung ist falsch! Sie wird von der Studie nicht im Mindesten gestützt. Und es stellt sich durchaus die Frage, ob der Webmaster einer Seite mit der Bezeichnung “Der Mast muss weg” die Gunst der Stunde nutzen wollte, um mit einer gezielten Fehlinterpretation der Adlkofer-Studie vorrangig seine Ziele zu verfolgen, oder ob schlicht ein banales Kenntnisdefizit zu der fatalen Verdrehung geführt hat, auf die wir weiter unten noch genauer eingehen werden.

    vorherDa die verschwommenen Formulierungen auf der Website offen lassen, welche Äußerungen Studienkoordinator Adlkofer zuzuschreiben sind oder irgendjemand anderem, wurde Hensingers Meldung im IZgMF-Forum noch am Abend des 6. Oktober von einem Forumsteilnehmer angezweifelt, später auch von anderen.

    8. Oktober 2007: Um die Spekulationen zu beenden, bittet das IZgMF Franz Adlkofer um eine Stellungnahme, ob die Darstellung von Hensinger den Inhalt seines Vortrags tatsächlich zutreffend wiedergibt. Am selben Tag speichern wir die Homepage von “Der Mast muss weg”, um einen Beleg dafür zu haben, welchen Inhalt diese Seite am 8. Oktober 2007 gehabt hat. Diese Routinemaßnahme sollte sich später bezahlt machen. Ein Auszug aus der gespeicherten Version ist oben in Abb. 1 dargestellt. Was an der harmlosen Abbildung so bemerkenswert ist erfahren Sie weiter unten.

    10. Oktober 2007: Adlkofer antwortete zwei Tage später aus Südafrika:

    ”Die in ‘Der Mast muss weg’ getroffenen Feststellungen schießen weit über das Ziel hinaus, sind aus dem Zusammenhang gerissen und stammen in dieser Form nicht von mir.”

    Zur Bekräftigung seiner Entgegnung überließ uns Adlkofer unter Auflagen eine 46 Folien umfassende PPT-Datei seines Vortragsskripts und schrieb dazu lakonisch: Überzeugen Sie sich selbst! Haben wir gemacht – und keinen einzigen der oben genannten tendenziösen Begleittexte darin gefunden. Gefunden haben wir in dem PPT die tatsächlich alarmierenden Ergebnisse der Studie, dort freilich fachlich korrekt dargestellt und nicht sinnentstellt wie bei Hensinger.

    “Richtigstellung” von P. Hensinger

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    In Ihrer Infoline 40/2007 brachten Sie folgenden Meldung: "Professor Adlkofer stellt die Ergebnisse seiner UMTS-Studie vor: Professor Franz Adlkofer stellte in seiner Vorlesung am 1.10.2007 auf einem Wissenschaftsforum im Ruhrgebiet, der Offenen Universität in Gelsenkirchen, seine Forschungsergebnisse über die Auswirkungen der UMTS-Strahlung auf menschliche Zellen vor. Sein Fazit laut der Stuttgarter Bürgerinitiative "Der Mast muss weg": "DNA-Strangbrüche treten bereits bei 1/40 des Grenzwertes auf. UMTS-Signale sind damit fast zehnmal wirksamer als GSM-Signale!""

    Sie stellten diese Meldung wie folgt in Frage: "Auf Nachfrage des IZGMF schreibt Prof. Adlkofer in deren Diskussionsforum am 10.10.2007: "Die in "Der Mast muss weg" getroffenen Feststellungen schießen weit über das Ziel hinaus, sind aus dem Zusammenhang gerissen und stammen in dieser Form nicht von mir"."

    Mit dieser Information wird die Glaubwürdigkeit der Presserklärung angezweifelt und unsere Homepage der-mast-muss-weg.de in Frage gestellt. Diese Information stammt aus einem Chat der Homepage des izgmf.de, das wegen seiner anonymen Unseriosität in seinen Chats für uns kein Ansprechpartner ist. Wir sind verwundert, dass eine wissenschaftliche Institution wie das FGF auf anonyme, nicht überprüfbare Quellen zurückgreift. Es wäre ein leichtes gewesen, bei uns, zumal bei einer so wichtigen Meldung, zurückzufragen. Der Presseerklärung liegen die Originalunterlagen von Professor Adlkofer zugrunde. Die Formulierungen sind identisch mit seinen Ausführungen. Diese Ergebnisse sind bereits auf den BEMS Kongressen in Frankreich und Japan vorgestellt worden. In Gelsenkirchen erfolgte die erstmalige Vorstellung in Deutschland. Professor Adlkofer bestätigte inzwischen gegenüber der Leitung der Offenen Universität die Korrektheit der Presseerklärung. Lediglich der pointiert journalistische Touch der Headline gefiel ihm nicht. Das ändert nichts an der Korrektheit des Gesamttextes, der tatsächlich besorgniserregende Forschungsergebnisse korrekt mitteilt.

    Mit diesem Desinformationsdementi des IZGMF wurden europaweit Zweifel geschürt. Deshalb bitte ich Sie im Namen der Bürgerinitiative Mobilfunk Stuttgart West, diese Richtigstellung in Ihrer nächsten Infoline in Deutsch und Englisch in vollem Wortlaut zu veröffentlichen.

    Für die Bürgerinitiative
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Hensinge
    r

    Von den kritischen Anmerkungen im IZgMF-Forum gänzlich unberührt fand Hensingers Sensationsmeldung in Gestalt einer auch in Fremdsprachen übersetzten Presse-Information im Laufe des Oktober bei mobilfunkkritischen Organisationen im In- und Ausland viel Beachtung. Zu den Kritikpunkten im IZgMF-Forum gab Peter Hensinger gegenüber dem IZgMF weder eine Stellungnahme ab noch beteiligte er sich an der Diskussion im Forum. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen wissen wir jedoch, die Diskussion dort soll ihm nicht entgangen sein. Dafür gibt es auch konkrete Anhaltspunkte, auf die wir noch zu sprechen kommen.

    11. Oktober 2007: In ihrem Newsletter Infoline, Ausgabe 40/2007 (bei Abonnenten: Ausgabe 41/2007) weist die Forschungsgemeinschaft Funk (FGF)  mit einer kurzen Meldung auf die jüngste Studie von Adlkofer hin, und auf dessen Distanzierung gegenüber der Darstellung auf der Website “Der Mast muss weg”.

    29. Oktober 2007: Auf die kurze Meldung der FGF reagiert der Webmaster von “Der Mast muss weg”, mit einer “Richtigstellung” (siehe Textkasten). Hensingers    “Richtigstellung” macht in den üblichen Kommunikationskanälen der mobilfunkkritischen Szene die Runde, dem IZgMF sendet der Verfasser kein Exemplar seines Textes.

    31. Oktober 2007: Über Umwege erlangen auch wir Kenntnis von der “Richtigstellung”. Die dort getroffenen Unterstellungen veranlassen uns zu dieser Streitchronologie und der folgenden Entgegnung.

    Telefonat mit Franz Adlkofer

    In seiner “Richtigstellung” bezweilfelt Hensinger, dass sich Franz Adlkofer gegenüber dem IZgMF von der Sensationsmeldung auf der Website “Der Mast muss weg” distanziert hat. Ohne es auszusprechen unterstellt er  damit, a) dass wir Adlkofers Distanzierung frei erfunden haben, oder b) dass Adlkofer den Vorgang mal so und mal so kommentiert hat. Wir wollten nun wissen, was Franz Adlkofer selbst dazu sagt und führten deshalb am 31. Oktober 2007 ein Telefonat mit ihm.

    Franz Adlkofer bestätigt in dem Gespräch seine Distanzierung vom 10. Oktober, ergänzt jedoch, dass in dem Artikel von Hensinger auch vieles richtig sei. Hensinger habe ihn unmittelbar nach der Vorlesung in Gelsenkirchen angesprochen, von der Veröffentlichung des Artikel habe er jedoch erst in Südafrika erfahren.

    Auf das Dementi seitens der Offenen Universität, Gelsenkirchen, angesprochen konnte sich Adlkofer erinnern, mit einem Vertreter der Uni gesprochen zu haben, Hensinger selbst hätte sich wegen des Dementis bei ihm jedoch nicht gemeldet.

    Aus Sicht des IZgMF ist dies alles andere als guter Stil: Uns indirekt vorzuwerfen, wir würden eine erfundene Distanzierung von Franz Adlkofer verbreiten, aber dann noch nicht einmal bei dem Wissenschaftler selbst nachzufragen, wie dieser zu der Sache steht! Hensingers “Richtigstellung” beruht nicht etwa auf Informationen aus erster Hand, sondern auf der Stellungnahme eines anonymen unbeteiligten Dritten (Offene Universität). Dem IZgMF ohne jede Rücksprache aufgrund einer derart diffusen Faktenlage dennoch ein “Desinformationsdementi” zu unterstellen, zeigt, wie wenig Greifbares Hensinger bereits genügte, um haltlose Anschuldigungen in die Welt zu setzen. Dass ausgerechnet er sich darüber beklagt, die FGF habe sich nicht bei ihm rückversichert, ist angesichts eigener Unterlassung nur eines: unverständlich.

    Im Laufe unseresTelefonats wies Franz Adlkofer darauf hin, dass er am selben Tag die Zusammenfassung seines Vortrags vom 1. Oktober 2007 fertiggestellt und der Offenen Universität, Gelsenkirchen, übergeben habe. Und die Uni habe ihm zugesichert, diese Zusammenfassung noch vor Weihnachten 2007 zu veröffentlichen. Da die Uni als Veranstalter der Vortragsreihe das Exklusivrecht an der Veröffentlichung habe, könne er, Adlkofer, den Text von seiner Seite aus nicht weiter in Umlauf bringen.

    Nachgeschobener Zweizeiler nimmt der Kritik die Spitze

    Hensinger spricht in seiner “Richtigstellung”, von einem “Chat der Homepage des izgmf.de, das wegen seiner anonymen Unseriosität in seinen Chats für uns kein Ansprechpartner ist.” Abgesehen davon, dass es sich nicht um einen Chat, sondern um ein Forum handelt, abgesehen davon, dass der Forumsteilnehmer spatenpauli keineswegs ein Anonymer ist, abgesehen davon, dass in einem offenen Forum auch Meinungen vertreten werden, die nicht unbedingt die Meinung des Forenbetreibers wiedergeben und abgesehen von dem Verdacht, dass der Verfasser des Textes mit dem Fantasiebegriff der “anonymen Unseriosität” sprachlich überfordert gewesen ist, zweifeln wir an, dass wir kein Ansprechpartner für Hensinger sind. Aus gutem Grund. Denn ein wesentlicher Kritikpunkt an dem Sensationsartikel war die sinnentstellende Darstellung, die den Trugschluss zugelassen und sogar gefördert hat, die Funkfelder von UMTS-Sendemasten könnten bereits bei 1/40 des zulässigen Grenzwerts zu DNA-Stangbrüchen führen.

    Am 17. Oktober 2007 wurde im IZgMF-Forum darauf hingewiesen, dass die Darstellung auf Hensingers Website “Der Mast muss weg” möglicherweise falsch sei, weil sich die Adlkofer-Studie überhaupt nicht mit den geringen Feldintensitäten befasst hat, wie sie bei UMTS-Basisstationen außerhalb des Sicherheitsabstandes unter realistischen Bedingungen vorkommen können. Vielmehr wurde mit hohen Feldintensitäten geforscht, wie sie nur bei UMTS-Handys gang und gäbe sind. Inzwischen ist klar: Was am 17. Oktober im Forum noch spekulativ geäußert wurde entspricht voll und ganz der Realität.

    nachherWir gehen davon aus, dass das Posting vom 17. Oktober an Hensinger nicht spurlos vorübergegangen ist. Denn bei einem Blick auf die Leitseite von “Der Mast muss weg” stellte sich am 31. Oktober 2007 heraus, dass der Text der umstrittenen Sensationsmeldung nachträglich stillschweigend verändert worden war. Mit einem unauffälligen Sternchen an der entsprechenden Textstelle, übernahm Hensinger nachträglich den Standpunkt des IZgMF und macht deutlich: “der oben genannte Grenzwert bezieht sich auf den Handy SAR-Wert von 2 W/kg “ (siehe Abb. 2 gelb hervorgehobene Passage). Mehr als ein Alibi ist diese notdürftig über dem Bild eingeschobene Textpassage zwar nicht, aber immerhin ist der bis dahin möglich gewesenen ungehinderten Verwechslung zwischen Sendemast und Handy ein Steinchen in den Weg gelegt worden. Ein wichtiges Steinchen, denn es ist nun einmal etwas völlig anderes, ob eine Studie DNA-Schäden im Umkreis von Sendemasten befürchten lässt, oder – wie bei Adlkofer – beim Gebrauch von Handys.

    Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir bemängeln nicht die nachträgliche Ergänzung der Meldung. Da diese ein Missverständnis vermeiden hilft, begrüßen wir den Erkenntniszuwachs bei Peter Hensinger. Anzukreiden ist ihm jedoch, dass er sich Positionen zueigen macht, die allem Anschein nach direkt oder indirekt dem IZgMF-Forum entnommen sind, aber nur, um danach zu versuchen, dem IZgMF erfolgreich die Verbreitung eines “Desinformationsdementis” unterzuschieben (was immer dies auch sein mag). Erst nach der beschriebenen Textergänzung kann es sich Hensinger erlauben, in seiner “Richtigstellung” aufzutrumpfen: “Das ändert nichts an der Korrektheit des Gesamttextes, der tatsächlich besorgniserregende Forschungsergebnisse korrekt mitteilt.

    Presseerklärung ohne Presseecho

    Hensingers allmählicher Wissenszuwachs anhand ungenannter Quellen ist noch an einem anderen Detail in seiner “Richtigstellung” erkennbar. Gemeint ist diese Passage: “Diese Ergebnisse sind bereits auf den BEMS Kongressen in Frankreich und Japan vorgestellt worden. In Gelsenkirchen erfolgte die erstmalige Vorstellung in Deutschland.” Ursprünglich aber hieß es selbstbewußt in Hensingers Presseerklärung: “In seiner Vorlesung am 1.10.2007 im Rahmen der Offenen Universität, eines Wissenschaftsforums kritischer Wissenschaftler in Gelsenkirchen, legte Professor Adlkofer erstmalig seine Forschungsergebnisse über die Auswirkungen der UMTS-Strahlung auf menschliche Zellen vor.” Wie kommt es zu dem Eingeständnis in der “Richtigstellung”, die Studie sei im Ausland bereits vorgestellt worden? Und wieder führt eine Spur ins IZgMF-Forum, denn dort wurde am 25. Oktober 2007 eben jener Umstand zur Sprache gebracht und auch ordentlich, wie sich das gehört, auf die Quelle der Information verlinkt.

    Zum Schluss noch ein Satz zu Hensingers Presseerklärung, die in mobilfunkkritischen Kreisen tatsächlich als Sondermeldung gehandelt wurde. Offenbar jedoch nur dort. Google-News sammelt Schlagzeilen aus 700 deutschsprachigen Nachrichtenquellen. Unter dem Suchbegriff “Adlkofer UMTS” fördert der Dienst zwar tatsächlich einige Fundstellen zutage, keine einzige davon verweist oder beruht jedoch auf Hensingers Presseerklärung (Stand: 03.11.2007), sondern auf anderen Quellen. Mit der aufgeregten übertriebenen Aufmachung hat Hensinger allem Anschein nach nicht den Ton getroffen, den Journalisten mögen. Aus Kritikersicht schade, denn Adlkofers UMTS-Studie hätte unbedingt mehr Beachtung in der Öffentlichkeit verdient, bleibt zu hoffen, dass nun Profis dieses Versäumnis nachholen, vielleicht TV-Journalisten des SWR, zu denen Adlkofer ohnehin einen guten Draht hat.

    Warum das IZgMF Panikmachern auf die Finger schaut

    Mit ziemlicher Sicherheit wird dem IZgMF jetzt vorgeworfen, dass der Streit mit Hensinger besser unter Ausschluß der Öffentlichkeit hätte ausgetragen werden sollen. Dazu sagen wir: Diese Entgegnung hier hat nicht das Ziel, die Person Peter Hensinger in ein schiefes Licht zu stellen, dies hat er mit seiner tendenziösen Sensationsmeldung und der unglücklichen “Richtigstellung” bereits ganz allein selber geschafft. Wir reagieren hier lediglich auf die Anwürfe, die er gegen das IZgMF vorbringt. Aber auch dies ist nicht der Hauptgrund unserer Entgegnung, die weitaus umfassender ist, als es der Anlass auf den ersten Blick verdient. Wir möchten mit diesem Beitrag vielmehr zeigen, dass mit zu dick aufgetragener polemischer Mobilfunkkritik niemandem geholfen ist und nur irrationale unbegründete Ängste in der Bevölkerung geschürt werden.

    Kein Wunder, dass sich Mobilfunkkritiker immer wieder – und teilweise völlig zurecht – dem Vorwurf der Panikmache ausgesetzt sehen. Realistische Mobilfunkkritik ist ein mühsamer Prozess, der viel mit Genauigkeit, Lernbereitschaft und Selbstkritik zu tun hat. So gibt die jüngste Adlkofer-Studie ohne jeden Zweifel keinerlei Anlass zu fordern, dass ein UMTS-Mast wegen Krebsrisiko weg muss. Die ursprüngliche Darstellung auf der Website “Der Mast muss weg” suggerierte dem Leser jedoch das glatte Gegenteil. Dagegen musste etwas unternommen werden, um den Panikfraktionären auf Seiten der Kritiker Einhalt zu gebieten.

    Aus Sicht des IZgMF ein dringend nötiger Einhalt, denn wir treffen immer wieder auf völlig verängstigte Menschen, die unter einer irrationalen Furcht vor Sendemasten leiden, und die sich deshalb teilweise gravierende Einbußen an Lebensqualität selbst auferlegen – völlig grundlos! Die Panikmacher, die diese Menschen auf dem Gewissen haben, kümmern sich nicht um diese, sie kennen sie noch nicht einmal, wenn sie dumpfe Ängste massiv auf Webseiten schüren, die von den bedauernswerten Opfern gelesen und für bare Münze genommen werden. Traffic, Szenenapplaus oder Profilgewinn um jeden Preis – auf Kosten namenloser Opfer – dies hat nichts mehr mit ehrlicher Mobilfunkkritik zu tun. Das haben wir begriffen. Und deshalb kritisieren wir sie, die Panikmacher, wenn sie Panik schüren.

     

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