Trendmelder Elektrosmog
zeigt Entwicklung der Mobilfunkdebatte

Seit jeher wird in Elektrosmog-Foren orakelt und gestritten, wann der Mobilfunkdebatte wohl die Luft ausgehen wird. Mehrfach wurde der Debatte ein sanftes Entschlummern vorausgesagt, ohne dass sich diese Prophezeiung anschließend bewahrheitet hätte. Subjektive Einschätzungen sind als Grundlage solcher Prognosen offensichtlich ungeeignet. Google bietet jedoch mit “Trends” einen Dienst an, der, wenn auch mit Unsicherheiten behaftet, zeigt, dass die Mobilfunkdebatte ihre Blüte längst hinter sich hat. Seit 2004 hat sie mehr als 80 Prozent ihrer ursprünglichen Substanz eingebüßt (17.10.10).

Nach dem für die Mobilfunkdebatte typischen Schlagwort “Elektrosmog” wird gemäß Google-Trends heute weitaus weniger häufig gesucht als noch vor ein paar Jahren. Dies zeigt der unten abgebildete Screenshot der Google-Trends-Grafik mit dem blau eingetragenen Verlauf des öffentlichen Interesses am Begriff “Elektrosmog”. Die Grafik wurde am 16. Oktober 2010 aufgenommen, dieses Datum markiert den rechten Bildrand. Google aktualisiert den Datenbestand täglich, die aktuelle Trendentwicklung lässt sich mit dem Google-Trendmelder Elektrosmog betrachten. Wegen des relativ geringen Interesses an dem Begriff “Elektrosmog” kann es vorkommen, dass die Trendanzeige zeitweise ausfällt.

Trend für den Begriff Elektrosmog

Wie leicht zu erkennen ist fällt die Kurve ab 2004 ausgehend von hohen Werten auf tiefe Werte im Herbst 2010. Der skalierte Höchstwert Anfang 2004 beträgt etwa 2,5, der skalierte Tiefstwert im Herbst 2010 liegt bei nur noch etwa 0,4. In Prozent ausgedrückt erreichte im Herbst 2010 die Anzahl der Suchanfragen mit dem Begriff “Elektrosmog” nur noch 16 % des Wertes, der Anfang 2004 galt, dies ist ein Rückgang um 84 %. Die stärksten Einbußen gab es im Zeitraum von 2004 bis Ende 2008, seither hat sich die Mobilfunkdebatte auf niedrigem Niveau weitgehend stabilisiert und verliert nur noch wenig Substanz. Die gezeigte Kurve gilt für die weltweite Suche nach dem Begriff “Elektrosmog”. Da dieser jedoch ein deutsches Wort ist, das im fremdsprachigen Ausland unbekannt ist, zeigt die Kurve keinen weltweiten Trend, sondern den Trend in den deutschsprachigen sogenannten D-A-CH-Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Was hat es mit der Skalierung der Anzeige auf sich?

Google-Trends analysiert rückwirkend eine Stichprobe seiner gespeicherten Suchanfragen, um für einen gewünschten Suchbegriff zu ermitteln, wie oft nach diesem Begriff über die Jahre hinweg bei Google gesucht wurde.  Das Ergebnis wird skaliert und grafisch mit der Kurve “Search Volume Index” angezeigt. Diese ist ein Gradmesser dafür, wie sich das Interesse der Internetnutzer für den Suchbegriff im Laufe der Zeit geändert hat. Infolge der Skalierung zeigt die Kurve die Anzahl der Suchanfragen nicht mehr in Absolutwerten an, sondern lediglich die relative Abweichung gegenüber der durchschnittlichen Anzahl von Suchanfragen für den untersuchten Begriff. So lässt sich nicht feststellen, ob beispielsweise 2007 nun 100’000 nach einem bestimmten Begriff suchten, oder 500’000. Vielmehr berechnet Google-Trends aus allen gefundenen Werten für den gesamten Betrachtungszeitraum (derzeit maximal sieben Jahre) den Durchschnitt und bezieht alle Werte auf diesen. Lautet der Durchschnitt beispielsweise auf 300’000, würden die beiden zuvor genannten Absolutwerte durch das Skalieren zu den angezeigten Relativwerten 0,33 (100`000) und 1,66 (500’000). Sichtbar ist die Skalierung der vertikalen Achse jedoch nur für diejenigen, die bei Google ein Teilnehmerkonto haben und sich für den Dienst Google-Trends angemeldet haben. Allen anderen bleibt die Skalierung verborgen.

Die untere Kurve zeigt das Interesse der Medien an

Zusätzlich zum Interesse der Bevölkerung an einem Suchbegriff gibt Google-Trends auch Auskunft, wie häufig der Suchbegriff über die Zeit hinweg in Google-News aufgetaucht ist. Google-News ist ein Dienst, der Schlagzeilen und Beiträge aus mehr als 700 deutschsprachigen Nachrichtenquellen weltweit sammelt und zum Durchsuchen bereitstellt. Google-News kann daher gut als Indikator fürs Vorkommen eines Suchbegriffs in deutschsprachigen Medien angesehen werden. Google-Trends skaliert auch diese Ergebnisse und zeigt das Vorkommen als zweite Kurve “News Reference Volume” unterhalb der Kurve “Search Volume Index” an. Eine Skala für diese Kurve gibt es nicht (auch nicht für registrierte Teilnehmer), eine qualifizierte Auswertung, die über viel/wenig Medienecho hinausgeht, scheidet daher aus. Immerhin zeigt die Kurve im Bild oben einen weitgehend unspektakulären Verlauf, die Nadel am Beginn der 2. Quartals 2010 wurde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von der Publikation des Interphone-Abschlussberichts verursacht, der auf großes Medieninteresse stieß. Der Zacken im Jahr 2005 dürfte auf die wissenschaftliche Publikation der Reflex-Studienresultate zurückzuführen sein.

Bis zu fünf Trends vergleichen

Mit Google-Trends lassen sich auch die Trends für bis zu fünf unterschiedliche Suchbegriffe in der selben Grafik anzeigen, so dass direkte Vergleiche möglich sind.

Trend für die Begriffe Rauchen und Elektrosmog

Die Grafik zeigt die Trends für die Begriffe “Elektrosmog” (blaue Kurven) und “Rauchen” (rote Kurven). Der Vergleich zeigt, nach “Rauchen” wird im Schnitt rund 11-mal häufiger gesucht als nach “Elektrosmog”. Und, nach einem Kurzzeithoch Anfang 2004 stabilisierte sich das Interesse an “Rauchen” auf Werte um 10, wogegen das Interesse an “Elektrosmog” seit 2004 kontinuierlich nachgelassen hat und im Vergleich zu “Rauchen” gegen Null strebt. Ein ähnliches Bild zeigen auch die Kurven des News-Aufkommens, “Rauchen” war in den Medien stets stärker vertreten als “Elektrosmog”, selbst dessen einsame Interphone-Spitze am Beginn der 2. Quartals 2010 ist im Vergleich zu den Aufmerksamkeitsspitzen bei “Rauchen” eher belanglos.

Besser als der feuchte Finger im Wind

Zu der Frage, wie genau die Trendanzeige ist, äußert sich Google diplomatisch. Die Daten, aus denen die Trends berechnet werden, könnten mit Ungenauigkeiten behaftet sein, die aus der Auswahl der Daten-Stichproben resultieren. Auch würden zur Trendberechnung Näherungsverfahren eingesetzt. Google rät deshalb, seine Trendanzeigen besser nicht zur Grundlage eine Doktorarbeit zu machen. Stattdessen sieht das Unternehmen u.a. Anwendungen für Lehr- und Forschungszwecke. Google hat für den Dienst, der ab 2006 lange Zeit eine experimentelle Betaphase hatte, eine Diskussionsplattform eingerichtet, die gegenwärtig gut 2100 Teilnehmer umfasst.

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