9. Deutsche Empörungsszene: Querdenker 107:1 Diagnose-Funk (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 27.06.2026, 21:41 (vor 2 Tagen) @ H. Lamarr

Die Antwort des Intendanten sei am 23.08.2023 an den Beschwerdeführer versandt worden.

Mittlerweile schreiben wir den 27. Juni 2026 und Diagnose-Funk konnte sich noch immer nicht dazu durchringen, in den seither verstrichenen 1039 Tagen die Antworten des Intendanten sinngemäß preiszugeben. Mittlerweile ist das auch egal, es zeigt lediglich, wie hartnäckig der Verein für ihn unerquickliche Vorkommnisse unter den Teppich kehrt.

Doch es gibt zu der beanstandeten ZDF-Sendung neu gefundene Details.

Diagnose-Funk war mit seiner Programmbeschwerde vom 1. August 2023 nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Post ging erst später richtig ab, denn es hagelte 107 weitere Beschwerden gegen die Sendung. Inhaltlich waren diese so ähnlich, dass eine Programmbeschwerde vom 8. August 2023 als Leitbeschwerde stellvertretend für die 106 ähnlichen Beschwerden behandelt wurde. Inhaltlich hatte diese Leitbeschwerde nicht das Geringste mit den spirituellen Blähungen zu tun, die den Verein Diagnose-Funk anlässlich seiner Beschwerde plagten.

Der Text der Leitbeschwerde wurde vom ZDF nicht veröffentlicht, wohl aber das Antwortschreiben des Intendanten. Daraus lässt sich unschwer entnehmen, dass der Schuh, der die 107 Querdenker drückte, der Behandlung eines der ihren gilt, eines gewissen Boris Reitschuster, der in der Sendung angeblich unverdient schlecht wegkam. Zugunsten von Reitschuster gab es also 107 Eingaben, zugunsten der von Diagnose-Funk beklagten angeblichen Verfälschungen gab es nur die eine Eingabe des Stuttgarter Vereins. Die Kräfteverteilung in der bundesdeutschen Empörungsszene ist damit leidlich klargestellt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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