2026-05-18: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung (Allgemein)
Publikationsdatum: Angeblich 18. Mai 2026. Es gibt jedoch deutliche Hinweise, dass die Pressemitteilung erst um den 10. Juni herum ins Presseportal eingestellt und zurückdatiert wurde. Mutmaßlich, weil der Verein den Welt-Bienentag übersehen hatte.
Titel: Weltbienentag am 20. Mai: Bienen leiden auch unter Mobilfunkstrahlung
Inhalt: Anlässlich des Welt-Bienentags am 20. Mai wärmt der Verein seine Tatsachenbehauptung auf, Bienen (und andere Insekten) würden unter Mobilfunkstrahlung in Stress geraten. Dies hätte negative Auswirkungen auf Verhalten, Nahrungssuche und Fortpflanzung der Insekten. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Bundesumweltminister Carsten Schneider sollten die Bekundungen des Vereins bei der aktuell laufenden Ressortabstimmung zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beachten.
Kommentar: Die "Pressemitteilung" arbeitet mit einem bekannten Muster: Aus einzelnen Laborbefunden und wenigen Feldstudien wird ein weitreichendes Bedrohungsszenario zusammen konstruiert. Anschließend werden politische Forderungen serviert, die durch die zitierten Studien nicht gedeckt sind.
► Diagnose-Funk behauptet, Mobilfunkstrahlung sei neben Pestiziden und Lebensraumverlust ein weiterer relevanter Stressfaktor für Insekten. Tatsächlich gibt es bislang keinen belastbaren Nachweis, dass Mobilfunknetze zu einem Rückgang von Bienen- oder Insektenpopulationen beitragen.
► Die zitierte Beefi-Metaanalyse zeigt vor allem, dass unter Laborbedingungen biologische Effekte beobachtet wurden. Aus Laborbefunden folgt jedoch nicht automatisch eine ökologische Relevanz unter realen Umweltbedingungen.
► Die Aussage, nicht-thermische Wirkungen seien "eindeutig nachgewiesen", bezieht sich auf biologische Reaktionen im Labor. Der Verein verschweigt, dass dies kein Nachweis populationsschädlicher Wirkungen ist.
► Die Hohenheimer Studien zu WLAN-Exposition beobachteten Veränderungen im Verhalten von Bienen bzw. Hummeln. Sie zeigen jedoch nicht, dass Bienenvölker geschädigt werden oder Populationen zurückgehen.
► Der Verein setzt W-Lan kurzerhand mit GSM, LTE und 5G gleich. Für diese Verallgemeinerung liefert die "Pressemitteilung" keinen Beleg.
► Der Verweis auf das Urteil zum Parco dei Colli di Bergamo ist irreführend. Das italienische Gericht hat keine wissenschaftliche Feststellung getroffen, wonach Mobilfunkstrahlung Bienen oder andere Insekten schädigt. Verhandelt wurden natur- und planungsrechtliche Fragen, nicht Insektenbiologie.
► Die Forderung, die Mobilfunkversorgung auf 100 µW/m² zu begrenzen, bleibt unbegründet. Die "Pressemitteilung" nennt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass ausgerechnet dieser Wert Insekten schützen würde.
► Besonders auffällig ist die argumentative Schieflage: Aus einigen Laborstudien und wenigen Feldversuchen leitet Diagnose-Funk die Forderung ab, in Naturschutzgebieten keine Mobilfunkmasten mehr zuzulassen und bestehende Anlagen stillzulegen. Zwischen den vorgelegten Befunden und diesen politischen Forderungen klafft eine erhebliche Lücke.
► Während die Ursachen des Insektensterbens seit Jahren intensiv erforscht werden und Faktoren wie Lebensraumverlust, Pestizide, Parasiten und Klimaveränderungen gut dokumentiert sind, präsentiert Diagnose-Funk Mobilfunk als zusätzlichen Hauptverdächtigen, ohne dafür vergleichbar starke Belege vorzulegen.
► Die "Pressemitteilung" verkauft offene Forschungsfragen als gesicherte Erkenntnisse und macht aus biologischen Effekten unter Laborbedingungen ein Argument gegen den Mobilfunkausbau in Naturschutzgebieten. Das ist Kampagne und nicht Wissenschaft.
Google-News: Abfrage am 12.06.2026 mit Suchbegriff "Bienen Mobilfunk diagnose:funk" ergab null relevanten Treffer.
Hinweis: Diese Entgegnung entstand stellenweise unter geprüfter Mitwirkung von ChatGPT.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –
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H. Lamarr,
29.11.2024, 18:14
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H. Lamarr,
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H. Lamarr,
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H. Lamarr,
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hikchr,
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H. Lamarr,
02.12.2024, 16:21
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H. Lamarr,
01.12.2024, 16:12
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H. Lamarr,
12.05.2025, 11:05
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H. Lamarr,
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