REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch ChatGPT (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 13.04.2026, 19:44 (vor 12 Tagen) @ H. Lamarr

Aber: Die Diskussion wurde wissenschaftlich geführt (Kommentare, Replikationen etc.), genau dafür ist Peer Review + Post-Publication-Debatte da. Das Framework ersetzt diesen Prozess durch eine Vorab-Eliminierung.

Diese Einschätzung von ChatGPT teile ich nicht. Die Diskussion wurde zum überwiegenden Teil von einer Partei gerade nicht wissenschaftlich geführt. Lerchl versuchte seine Fälschungsvorwürfe tatsächlich mit Sachargumenten zu stützen. Adlkofer hingegen verließ die Sachebene schon früh und bediente sich eines cleveren Rechtsanwalts, um seinen Widersacher auf juristischem Parkett in die Knie zu zwingen. Parallel dazu griff Adlkofer Lerchl mit zahlreichen Artikeln heftig persönlich an, dabei assistierten ihm seine Sprachrohre in der Szene organisierter Mobilfunkgegner (z.B. Diagnose-Funk). Dies führte zu einer starken Asymmetrie der Wirkmächte zugunsten Adlkofers. Nein, alles was recht ist, aber der "Reflex"-Streit wurde mMn nur zum kleinen Teil wissenschaftlich geführt, dominant waren der juristische Part und die fortwährenden persönlichen Angriffe auf Lerchl.

Bekanntlich unterlag Lerchl letztinstanzlich am OLG Bremen. Adlkofer ließ daraufhin die Falschmeldung verbreiten, die "Reflex"-Ergebnisse seien gerichtlich für richtig befunden worden. Von alledem scheint ChatGPT nichts zu wissen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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