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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Was die Schweizer wirklich mobilisiert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gigaherz und der Verein Schutz-vor-Strahlung rühmen sich damit, 12'000 Unterschriften in rund 75 Tagen gesammelt zu haben. Anständige Leistung, könnte man meinen. Jedoch kein Vergleich zu den aktuell fast 190'000 (virtuellen) Unterschriften, die innerhalb von nur zwei Tagen zusammen kamen, damit Patrick Fischer wieder als Eishockey Nationaltrainer eingestellt wird.</p>
<p><br />
Er wurde entlassen, weil er Urkundenfälschung beging, indem er sich ein gefälschtes COVID-Impfzertifikat besorgte, damit er ohne Quarantäne zur Eishockey-WM nach China reisen konnte. Dummerweise erzählte er dies freiwillig und ohne Not einem SRF-Journalisten bei einem Interview.</p>
<p><a href="https://nati-coach.ch/">Lasst Patrick Fischer die WM coachen</a></p>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 06:30:15 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunk frisst Radioastronomie: Protest blieb aus (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nançay hat jetzt eine 4G-Mobilfunkantenne.</p>
</blockquote><p>Weil sich im HF-EMF-Schutzgebiet um das US-amerikanische Radioteleskop &quot;Green Bank&quot; einige &quot;Elektrosensible&quot; <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Green+Bank%22">niedergelassen haben</a>, liegt der Gedanke nahe, dass dies auch in der Region Nançay der Fall ist. Deshalb habe ich ChatGPT beauftragt, ab 2024 gründlich danach Ausschau zu halten, ob überzeugte &quot;Elektrosensible&quot; oder organisierte Mobilfunkgegner gegen die Erschließung der Region mit 4G protestiert haben. Überraschenderweise ist dies nicht der Fall gewesen, ChatGPT konnte nicht die Spur eines Protests finden. Hier der Bericht der KI:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die Quellenlage zeigt folgende Eckdaten: Gemäß ANFR und Observatoire de Paris wurde Anfang März 2026 eine 4G-Antenne am Wasserbehälter („château d’eau“) von Nançay in Betrieb genommen. Betreiber ist Orange (im Auftrag aller Netzbetreiber) im Rahmen des staatlichen „New Deal Mobile“-Programms, um die vormals weiße Funkloch-Zone zu schließen. [...]</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Trotz intensiver Recherche in lokalen/regionalen Medien, Behördenmitteilungen und sozialen Netzwerken ergaben sich keine Hinweise auf Demonstrationen, Petitionen oder rechtliche Schritte gegen die Nançay-Antenne im Zeitraum 2024–2026. Weder die Präfekturankündigung noch Beiträge von Mobilfunkgegnern erwähnen Proteste. Offizielle Mitteilungen preisen stattdessen „mobilisation collective“ und „coopération étroite“ der Beteiligten.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Eine Durchsicht des ANFR-Kartendienstes und der Antennenregistrierung zeigt, die Antenne wurde ordnungsgemäß angemeldet, ohne öffentlich bekannt gewordene Einsprüche. Fehlende Aufrufe von Gesundheits- oder Umwelt-Verbänden (z.B. Robin des Toits) dokumentieren ebenfalls das Ausbleiben von Widerstand in Nançay; die wenigen Publikationen befassen sich zumeist allgemein mit Funklöchern oder Schutzabständen, nicht mit konkreten Protestaktionen. Die Gemeinde Nançay selbst war lange für ihre fehlende Mobilfunkabdeckung bekannt (Bürgermeister klagte über Funkloch, vgl. <a href="https://www.clubic.com/actualite-509560-dans-ce-village-du-cher-les-habitants-manifestent-pour-avoir-une-antenne-relais-4g-mais-un-decret-ministeriel-les-bloque.html">clubic 2023</a>), die Antenne wurde daher in der lokalen Bevölkerung eher begrüßt als kritisiert.</strong></em></span></p>
<p>Nançay spielt allerdings in einer völlig anderen Liga als Green Bank – das Schutzgebiet in Frankreich ist um Größenordnungen kleiner als das in USA. Der Schutzradius (gesetzlich definierte &quot;Radio Quiet Zone&quot;) beträgt in Nançay 1 km (allgemeine elektromagnetische Verträglichkeit) und maximal 3 km Radius (28 km²) für stärkere Sender.</p>
<p>Die Schutzzone Green Bank umfasst hingegen 34'000 km². Innerhalb dieser Zone gelten abgestufte Einschränkungen; im Kernbereich um das Teleskop (etwa 800 km²) sind sie extrem streng.</p>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 15:01:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunk frisst Radioastronomie: Observatorium gibt Frequenz ab</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Nançay hat jetzt eine 4G-Mobilfunkantenne. Das ist schön für die rd. 750 Bewohner des Dorfes in Zentralfrankreich, aber was geht uns das hier an? Die Erschließung des Dorfes im Zuge des Förderprogramms &quot;New Deal Mobile&quot;, das mit 5000 4G-Funkmasten Funklöcher in ländlichen Gebieten Frankreichs schließen will, ist nicht der Grund. Sondern das nahe gelegene Radioteleskop-Obervatorium, das dem Mobilfunk Horchfrequenzen opferte.</strong></span><br />
 <br />
Die Inbetriebnahme des 4G-Standorts in Nançay durch Orange ermöglicht es den vier nationalen Mobilfunknetzbetreibern ihre Mobilfunkdienste im Großteil des Gemeindegebiets von Nançay anzubieten. Dieser Schritt ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung, an der zahlreiche Akteure aus dem öffentlichen Bereich und der Wissenschaft beteiligt waren. Unter der Koordination der Präfektur des Departements Cher haben sich mehrere Partner intensiv dafür eingesetzt, die Verbesserung der Netzabdeckung mit dem Schutz der in Nançay durchgeführten wissenschaftlichen Aktivitäten in Einklang zu bringen.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041612250169e0d51d25f46.jpg" class="left" alt="[image]" width="550" height="323" />◄ Der zwischen 1960 und 1965 errichtete Sekundärspiegel des großen Radioteleskops in Nançay<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Wikipedia</span><br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.<br />
.</span><br />
Die Gemeinde Nançay wurde durch einen Erlass vom 27. Mai 2020 als Gebiet ausgewiesen, das im Rahmen der Maßnahme &quot;gezielte Netzabdeckung&quot; des &quot;New Deal Mobile&quot; von den nationalen Mobilfunkbetreibern versorgt werden soll. Die Errichtung und Inbetriebnahme der Funkanlage erforderte besondere Sorgfalt, um den Schutz der Forschungsaktivitäten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nan%C3%A7ay-Radioobservatorium">Radioastronomischen Observatoriums</a> von Nançay (ORN) zu gewährleisten, einer wissenschaftlichen Einrichtung, für die die Gemeinde Nançay national und international bekannt ist.</p>
<p>Wegen der Empfindlichkeit seiner Instrumente befindet sich das Observatorium in einem durch Ministerialerlass festgelegten Schutzgebiet, das dazu dient, die Qualität der radioastronomischen Beobachtungen zu gewährleisten. Um die Vereinbarkeit des Betriebs der Sternwarte und der Installation einer Mobilfunkantenne zu prüfen, fand am 28. Februar 2024 unter der Leitung des Präfekten des Departements Cher ein Treffen mit den betroffenen Akteuren statt. Diese gemeinsame Initiative führte zu einer eingehenden Studie unter Leitung der staatlichen Frequenzaufsicht ANFR, um die Möglichkeit der Aufstellung einer Mobilfunkantenne an der Südseite des Wasserturms entlang der <em>Route de Souesmes</em> zwischen dem Dorf Nançay und den Einrichtungen des ORN zu prüfen.</p>
<p>ORN hat zugestimmt, die direkt von der 4G-Antenne genutzten Beobachtungsfrequenzbänder freizugeben, unter der Bedingung, dass die Beobachtungen auf den anderen Frequenzen nicht beeinträchtigt werden. Nach einer ersten Phase theoretischer Untersuchung wurde ab April 2025 ein Feldversuch durchgeführt, der zur Installation einer mobilen Anlage auf dem Wasserturm der Gemeinde Nançay mit spezifischen Einstellungen führte. Anschließend wurde eine detaillierte Beobachtungskampagne durchgeführt, gefolgt von einer eingehenden Analyse durch Mitarbeiter des ORN und der beteiligten Forscher. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, Wissenschaftlern, Netzbetreibern und der Gemeinde Nançay verfügt das besagte Gebiet nun über Mobilfunkabdeckung.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.cher.gouv.fr/contenu/telechargement/43492/333494/file/CP-20260401-Telephonie-Mobile-Couverture-Nancay.pdf?_x_tr_sl=auto&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de">Téléphonie mobile : la commune de Nançay est désormais couverte en 4G</a></p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Green+Bank%22">&quot;Elektrosensible&quot; im Schutzgebiet &quot;Green Bank&quot;, USA</a></p>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 14:37:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BNetzA: Messkatalog für Mobilfunk-Minderungsrecht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bei schlechtem Handynetz können Verbraucher künftig Tests durchführen, um vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen oder weniger zu zahlen. <a href="https://www.heise.de/news/Weniger-zahlen-bei-miesem-Handynetz-Staat-legt-Regeln-fest-11257861.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:31:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lidl ist die unterschätzte Macht im Mobilfunk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr Wettbewerb, mehr Preisdruck, mehr Innovation: Der Vorstoß des Handelsriesen könnte eine Branche aus ihrer Komfortzone holen. Dabei hilft ein zentraler Manager. <a href="https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-lidl-ist-die-unterschaetzte-macht-im-mobilfunk/100216489.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 21:55:12 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rosen im HF-EMF-Feld: Studie zeigt Nullbefund</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Saubere Experimente beginnen nicht mit spektakulären Ergebnissen, sondern mit der Frage, ob man überhaupt weiß, was man misst. In der HF-EMF-Forschung wird genau das erstaunlich oft vorausgesetzt statt überprüft. Eine neue Studie dreht den Spieß um: Sie liefert keinen Alarm, sondern etwas deutlich Selteneres – belastbare Expositionsbedingungen. Und unter diesen Bedingungen passiert erst einmal: nichts.</strong></span><br />
 <br />
Wer sich durch die Literatur zu HF-EMF und Biologie arbeitet, stößt immer wieder auf ein Grundproblem: Man weiß oft erstaunlich wenig darüber, was die Versuchsanordnung tatsächlich &quot;gesehen&quot; hat. Feldstärken werden angegeben, aber nicht sauber am Ort des Organismus verifiziert. Expositionen gelten als &quot;kontrolliert&quot;, obwohl sie es physikalisch nur eingeschränkt sind. Kurz: Die Dosimetrie hinkt der biologischen Interpretation hinterher.</p>
<p>Hier setzt die jetzt in Bioelectromagnetics erschienene Arbeit an (<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bem.70036">Volltext</a>). Die Autoren bauen keine neue Wirkungshypothese auf, sondern zunächst einmal etwas viel Profaneres – und zugleich Entscheidendes: eine Expositionsumgebung, die diesen Namen verdient.</p>
<p>Kernstück ist eine sogenannte Vibrating Intrinsic Reverberation Chamber (VIRC), integriert in eine begehbare Pflanzenwachstumskammer. Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein klarer Anspruch: ein elektromagnetisches Feld zu erzeugen, das nicht nur nominell vorhanden ist, sondern sich im relevanten Volumen tatsächlich als räumlich homogen und zeitlich stabil erweist. Genau das wird hier systematisch überprüft und gezeigt. Die Feldverteilung ist isotrop, reproduzierbar und über die gesamte Expositionsdauer hinweg kontrollierbar – auch dann, wenn reale biologische Lasten (also Pflanzen) eingebracht werden.</p>
<p>Das ist mehr als ein technisches Detail. Es ist die Voraussetzung dafür, biologische Effekte überhaupt belastbar diskutieren zu können. Denn ohne verlässliche Kenntnis der einwirkenden Feldparameter bleibt jede Effektaussage methodisch auf Sand gebaut.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wirkt der biologische Teil der Studie fast schon nebensächlich – und ist doch aufschlussreich. In einem ersten Test werden Rosenstecklinge wiederholt kurzzeitig (jeweils 30 Minuten) bei 900 MHz und 5 V/m exponiert. Das Ergebnis: kein Unterschied zu einer Scheinexposition. Weder das Sprosswachstum noch die Blattentwicklung zeigen Auffälligkeiten.</p>
<p>Das ist kein spektakulärer Befund, aber ein sauberer. Und darin liegt seine Stärke. Die Studie behauptet nicht mehr, als sie zeigen kann – und zeigt vor allem, dass sie weiß, wovon sie spricht. Bemerkenswert ist zudem, was die Arbeit implizit offenlegt: Wie selten derartige Versuchsbedingungen bislang sind. Die Autoren selbst weisen darauf hin, dass gut kontrollierte Studien zu HF-EMF an Pflanzen Mangelware sind. Wer das Feld kennt, wird dem kaum widersprechen.</p>
<p>Die VIRC ist damit weniger ein Ergebnis als ein Instrument. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass künftige Studien nicht nur Effekte behaupten, sondern diese auch physikalisch sauber verorten können. Ob dabei Effekte gefunden werden oder nicht, ist eine nachgelagerte Frage.</p>
<p>Oder zugespitzt: Diese Arbeit reduziert nicht die Unsicherheit über biologische Wirkungen – sie reduziert zunächst die Unsicherheit darüber, was überhaupt untersucht wurde. Und das ist ein Fortschritt, der in der EMF-Debatte bislang selten genug ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75553</link>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 19:56:11 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>5G und Mücken: Was eine neue Laborstudie wirklich zeigt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine aktuelle Arbeit aus Scientific Reports (2026) untersucht, ob hochfrequente elektromagnetische Felder bei 3,6 GHz – also im Bereich von 5G – die Entwicklung von Stechmücken beeinflussen. Untersucht wurden Larven der Art Aedes aegypti unter kontrollierten Laborbedingungen.</strong></span><br />
 <br />
Der Clou der Studie &quot;Exposure to 5G-NR electromagnetic fields affects larval development of Aedes aegypti mosquito&quot; (<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-025-32816-y">Volltext</a>) ist nicht der Befund, sondern die Methodik. Die Autoren betreiben für EMF-Verhältnisse ungewöhnlich saubere Dosimetrie: Sie messen nicht nur Feldstärken, sondern berechnen per Simulation auch die tatsächlich von den Tieren absorbierte Leistung. Daran hapert es in vielen älteren Arbeiten.</p>
<p>Im Detail heißt das: Die Berechnungen basieren auf numerischen FDTD-Simulationen unter Verwendung eines µCT-basierten 3D-Modells der Larve. Dabei berücksichtigen die Autoren nicht nur Größe und Form, sondern auch die Lage im Wasser, die Orientierung im Feld sowie die Wechselwirkungen mit dem umgebenden Medium und der Petrischale. Das ist relevant, weil die absorbierte Leistung stark positionsabhängig ist – je nach Aufenthaltsort im Gefäß und Körperhaltung können sich deutliche Unterschiede ergeben.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041512570869df8b24e0126.jpg" class="left" alt="[image]" width="400" height="187" />◄ a) Blick in die Reverberationskammer, oben sind die mechanischen Modenrührer (Stirrer) zu erkennen.<br />
b) Versuchsaufbau<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Studienautoren</span></p>
<p><br />
Hinzu kommt, die Exposition erfolgte (wie bei der bekannten NTP-Studie) in einer <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=62380">Reverberationskammer</a>, die mit Modenverwirbelung  ein statistisch gleichmäßiges Feld erzeugt. Die Wirkung der Modenverwirbelung ist vergleichbar mit dem Drehteller in Mikrowellenöfen: gemittelt über die Zeit soll im Innern der Expositionskammer eine gleichmäßige Befeldung stattfinden. Messung und Simulation greifen ineinander, sodass aus den gemessenen Feldstärken belastbare Abschätzungen der tatsächlich aufgenommenen Leistung im µW-Bereich abgeleitet werden können. Dieser Schritt – weg von der bloßen Feldstärke hin zur biologisch relevanten Energieaufnahme – ist der eigentliche methodische Fortschritt der Arbeit.</p>
<p>Vier Versuchsbedingungen wurden kombiniert:</p>
<p>► niedrige und hohe EMF-Exposition (elektrische Feldstärke)<br />
► gute und schlechte Ernährung der Insekten</p>
<p>Die Exposition erfolgte fünf Tage lang während der Larvenentwicklung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was kam heraus?</span></p>
<p>Bei hoher Exposition (bis etwa 183 V/m) beschleunigte sich die Entwicklung der Larven, gleichzeitig wurden die erwachsenen Tiere kleiner. Das klingt zunächst spektakulär, ist aber biologisch banal: Die elektromagnetischen Felder erwärmten Wasser und Tiere messbar. Die Effekte entsprechen genau dem, was man auch durch erhöhte Temperatur erreicht. Die Autoren sprechen hier selbst von einem thermischen Effekt.</p>
<p>Interessanter ist die niedrige Exposition (ca. 46 V/m). Hier zeigte sich eine leichte Verzögerung der Entwicklung – allerdings nur bei schlecht ernährten Larven. Gut versorgte Tiere blieben weitgehend unbeeinflusst. Die Wirkung ist schwach, kontextabhängig und nicht eindeutig erklärbar.</p>
<p>Weder die Sterblichkeit noch Fehlbildungen oder Asymmetrien wurden durch die Exposition beeinflusst.</p>
<p>Damit fügt sich die Studie in ein bekanntes Muster ein: Bei ausreichend hoher Energieaufnahme wirken HF-Felder schlicht über Erwärmung. Im unteren Expositionsbereich sind Effekte uneinheitlich, klein und stark von Randbedingungen abhängig.</p>
<p>Bemerkenswert ist die Einordnung durch die Autoren selbst. Sie halten es für unwahrscheinlich, dass aquatische Larven in der Umwelt solchen Feldstärken ausgesetzt sind, wie sie im Experiment verwendet wurden. Selbst die niedrigere Exposition liegt am oberen Rand realistischer Szenarien.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was bleibt also?</span></p>
<p>Die Studie zeigt vor allem zweierlei: Erstens, dass saubere Dosimetrie möglich ist – und entscheidend für die Interpretation. Zweitens, dass sich die beobachteten Effekte weitgehend im Rahmen bekannter biologischer Mechanismen bewegen. Für alarmistische Deutungen taugt die Arbeit wenig. Für methodische Standards in der EMF-Bioforschung dagegen umso mehr.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75552</link>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:08:53 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Internetanschlüsse: Dörfer der Ahnungslosen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lücken in der Versorgung mit halbwegs schnellem Internetzugang von 50 Mbit/s klaffen in mehr als 10 000 deutschen Städten und Gemeinden, so das Vergleichsportal Verivox. <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internetzugang-deutschland-glasfaser-regionen-versorgungsluecken-loesungen-li.3466925?utm_source=firefox-newtab-de-de">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 12:05:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Umgang der Wissenschaft mit KI-Tools ist verantwortungslos (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Zusammen mit der KI Claude habe ich einen KI-basierten Pre-Peer-Review entwickelt und bei dem Elsevier Verlag vorgestellt, angewandt auf die in dessen Journal Mutation Research publizierten REFLEX-Studie von Diem et.al. (F. Adlkofer).</p>
</blockquote><p>Generative KI wirkt kompetent und neutral. Sie unterstützt beim Peer-Review-Prozess und steigert die Produktivität. Doch ihr Einsatz höhlt zentrale Prinzipien der Wissenschaft aus, schreibt Jens Foell in einem <a href="https://www.spektrum.de/kolumne/der-umgang-der-wissenschaft-mit-ki-tools-ist-verantwortungslos/2317970?utm_source=firefox-newtab-de-de">Gastkommentar auf spektrum.de</a>. Jens Foell ist promovierter Neuropsychologe, Wissenschaftsredakteur und Spiegel-Bestseller-Autor.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:55:38 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (322): FCB vs. Real (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>München fiebert im April 2026 dem CL-Rückspiel gegen Real Madrid entgegen. Wie immer bei solchen Krachern gibt es mehr oder weniger blöde Fragen, welcher Sender das Spiel überträgt ...</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041510281869df6842d32c5.png" alt="[image]" width="700" height="519" /></p>
<p><span style="font-size:large;">Antwort auf die gelb markierte Frage: <strong>Niemand!</strong></span></p>
<p><span style="font-size:smaller;">Denn das Spiel findet heute, also am Mittwoch statt.</span></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75549</link>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:33:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Frankreich: ANFR nimmt zwei W-Lan-Router vom Markt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die staatliche französische Frequenzaufsicht ANFR hat für zwei W-Lan-Router einen Verkaufsstopp verhängt und zugleich einen Rückruf angeordnet für die Modelle MikroTik mANTBox 52 15s und Wavlink Aerial HD6 AX1800. Hersteller und Vertrieb sind damit verpflichtet, die Geräte nicht nur aus dem Handel zu nehmen, sondern auch bereits ausgelieferte Exemplare zurückzuholen.</strong></span><br />
 <br />
Hintergrund ist ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen im 5-GHz-Band. Die Behörde bleibt in ihrer Mitteilung zwar unspezifisch, nennt aber den entscheidenden Punkt: Die Nutzung dieses Frequenzbereichs setzt Mechanismen zur Koexistenz mit anderen Funkdiensten voraus. Werden diese nicht eingehalten, drohen Störungen – ausdrücklich genannt werden Wetterradare.</p>
<p>Was ist damit gemeint? Im 5-GHz-Band dürfen W-Lan-Geräte nur unter bestimmten technischen Auflagen senden. Zentral ist das sogenannte DFS-Verfahren (Dynamic Frequency Selection). Geräte müssen Radarsignale erkennen, den Kanal sofort räumen und für eine definierte Zeit meiden (typisch 30 Minuten). Diese Schutzmechanismen gelten als neuralgischer Punkt. Wenn sie fehlen oder fehlerhaft arbeiten, kann W-Lan in Frequenzbereiche &quot;hineinstrahlen&quot;, die prioritären Nutzern wie Radarsystemen vorbehalten sind.</p>
<p>ANFR nennt die konkrete Ursache nicht, aber aus der Kombination von Befund und Formulierung ergibt sich ein klares Bild: Die betroffenen Geräte haben die regulatorisch geforderten Koexistenzmechanismen im 5-GHz-Band nicht eingehalten. Ob es sich um fehlendes, fehlerhaftes oder deaktiviertes DFS handelt, bleibt offen – technisch läuft es jedoch auf diesen Problembereich hinaus.</p>
<p>Bemerkenswert ist der Kontext: Bei dem MikroTik-Gerät handelt es sich um eine Outdoor-Basisstation mit integrierter Richtantenne, die für größere Reichweiten und professionelle Anwendungen gedacht ist. Solche Geräte können – bei Fehlfunktion – deutlich größere Störwirkungen entfalten als typische Heimrouter.</p>
<p>Der Fall ist kein &quot;Gesundheitsthema&quot;, sondern ein klassisches Beispiel für Funkregulierung in der Praxis. Wenn Schutzmechanismen im gemeinsam genutzten Spektrum versagen, greift die Aufsicht durch – nicht aus Vorsorgegründen, sondern zur Sicherung der technischen Koexistenz im Frequenzraum.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.anfr.fr/liste-actualites/actualite/retrait-du-marche-et-rappel-des-routeurs-wifi-mikrotik-mantbox-52-15s-et-wavlink-aerialhd6ax1800-a-la-suite-du-constat-dun-non-respect-des-conditions-dutilisation-de-frequences-radioelectriques">Retrait du marché et rappel des routeurs wifi MIKROTIK MANTBOX 52 15S et WAVLINK AERIAL HD6 AX1800 à la suite du constat d’un non-respect des conditions d’utilisation de fréquences radioélectriques</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75548</link>
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<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:12:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Website Ärzte &amp; Mobilfunk vom Netz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Jahrelang dümpelte die 2014 zum Leben erwachte Website <a href="http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu">www.aerzte-und-mobilfunk.eu</a> ungepflegt im www. Erst vor ein paar Monaten kam etwas Leben in die Bude, indem seither mit Content-Rotation hohle Sprüche aus schier unglaublich alten Zitatsammlungen eingespielt werden. Nach geschätzt nur 20 Sprüchen aus der Altsteinzeit des Mobilfunkprotests begann die Rotation schon wieder von vorne.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Momentan ist die Website komplett vom Netz <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/lookaround.gif" alt=":lookaround:" />.</p>
</blockquote><p>Auf EU-Ebene wird das mit <a href="http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu">www.aerzte-und-mobilfunk.eu</a> wohl nichts mehr werden, die Website ist seit Wochen nicht mehr erreichbar. Mausetot ist die Website der fünf Ärzt (Markus Kern, Joachim Mutter, Cornelia Waldmann-Selsam, Horst Eger und Wolf Bergmann aber nicht. Denn die angeblich im Aufbau befindliche deutsche Variante <a href="http://www.aerzte-und-mobilfunk.de">www.aerzte-und-mobilfunk.de</a> strahlt schwache Lebenszeichen aus.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75547</link>
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<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 14:25:42 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (321): entweder ... oder (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041413451969de44ef1f1a0.jpg" alt="[image]" width="277" height="599" /></p>
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<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 14:00:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lidl funkt jetzt mit</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lidl baut Mobilfunkgeschäft aus und beteiligt sich an 1Global. Der Einstieg bei dem Telekomanbieter ist Teil einer breiteren Digitalstrategie. Lidl will seine Reichweite nutzen, um neue Dienste rund um eSIMs und Datenangebote zu etablieren. <a href="https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/mobilfunk-lidl-baut-mobilfunkgeschaeft-aus-und-beteiligt-sich-an-1global-01/100215543.html">weiter ...</a></p>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 21:18:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lennart Hardell: tiefer Kratzer im Lack (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Zwischen 2023 und 2024 haben Lennart Hardell und seine Co-Autorin Mona Nilsson mit sieben Fallstudien untersucht, ob die Inbetriebnahme von 5G-Basisstationen bei Anwohnern unspezifische gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Im Juni 2024 kommen beide in einer zusammenfassenden Review ihrer Fallstudien zu dem Schluss: 5G verursacht das Mikrowellensyndrom, die 5G-Netzverdichtung müsse deshalb gestoppt werden. Dariusz Leszczynski tadelt diesen Befund als &quot;Anfängerfehler&quot; und trifft damit ChatGPT zufolge ins Schwarze.</p>
</blockquote><p>Es kam, was kommen musste: Einer fühlte sich von Dariusz auf den Schlips getreten.</p>
<p>Alasdair Philips, UK, lässt Leszczynski <a href="https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2026/04/09/hardell-and-nilsson-made-a-rookie-mistake-and-didnt-prove-that-5g-caused-ill-health-symptoms/#comment-31074">in dessen Blog</a> u.a. wissen ...:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>However, I judge your criticism of Hardell and Nilsson as unfair. There is no way any medical doctor could judge the factors that together caused the cancer or other ill-health in the participants. Epidemiological and ecological studies can never “prove” causality – we are long past the cholera water-pump days – though, interestingly when the public were stopped using the water pump and the epidemic ceased – but we can’t now do “no RF”. Also, now, there are so many novel chemicals in our food, air, water and our clothes and furnishings – many of which may have synergistic effects.</strong></em></span></p>
<p><span class="underline">Übersetzung</span>: [...] Ich halte Ihre Kritik an Hardell und Nilsson jedoch für unfair. Kein Arzt könnte die Faktoren beurteilen, die gemeinsam den Krebs oder andere Gesundheitsprobleme bei den Teilnehmern verursacht haben. Epidemiologische und ökologische Studien können niemals einen Kausalzusammenhang „beweisen“ – die Zeiten der Cholera-Wasserpumpen sind längst vorbei –, obwohl es interessant ist, dass die Epidemie aufhörte, als die Öffentlichkeit die Wasserpumpen nicht mehr benutzte – aber wir können heute nicht mehr auf „keine HF“ ausweichen. Außerdem gibt es heute so viele neue Chemikalien in unserer Nahrung, Luft, unserem Wasser sowie in unserer Kleidung und unseren Einrichtungsgegenständen – von denen viele synergistische Wirkungen haben könnten. [...]</p>
<p>Leszczynski entgegnet (übersetzt): Ich halte es nicht für „unfair“, auf Fehler oder Mängel im Studiendesign hinzuweisen. Das Fehlen einer Verblindung ist ein schwerwiegender Fehler. Darüber hinaus scheinen Hardell und Nilsson die These zu vertreten, dass 5G eine Rolle spielt. Sie haben jedoch keinerlei Beweise dafür, was die gesundheitlichen Beschwerden verursacht hat.</p>
<p>Und ich meine: Philips wirft einen Stein in Leszczynskis Garten, erklärt aber mit keiner Silbe warum. Stattdessen erzählt er zusammenhanglos Storys vom Pferd. Anscheind wollte sich Philips nur öffentlich als Verteidiger von Hardell und Nilsson positionieren.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75544</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 20:25:59 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Claude wird mit der Bewertung durch ChatGPT konfrontiert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die beiden KIs ChatGPT und Claude haben oben im Strang unabhängig voneinander bewertet, wie Selks Pre-Peer-Review-Tool die &quot;Reflex&quot;-Studie (Diem et al., 2005) beurteilt hat. Für jedermann ist ersichtlich, dass die KIs stellenweise zu stark unterschiedlichen Beurteilungen gekommen sind. ChatGPT lässt an Kriterium 1 kein gutes Haar, Claude hingegen hat daran nichts auszusetzen.</p>
<p>Was stimmt denn nun? Um der Antwort näherzukommen, habe ich Claude, nachdem dieser seine Bewertung abgegeben hatte, mit der Bewertung durch ChatGPT konfrontiert, also mit dem <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75539">Text dieses Postings</a>. Mein Begleittext lautete: &quot;Danke für deine Einschätzung. Ein Kollege von dir hat den Text allerdings deutlich kritischer als du eingeschätzt. Schau selbst.&quot; Claude erwiderte nach kurzer Denkpause:</p>
<p><em>Das ist eine substanzielle Kritik, und ich sollte ehrlich sein: in einem zentralen Punkt hat der Kollege recht, wo ich zu nachsichtig war.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wo der Kollege recht hat und ich zu mild war</span></em></p>
<p><em>Der Einwand gegen Kriterium 1 ist stärker als ich ihn formuliert habe. Ich habe die Photonenrechnung als &quot;korrekt und vernichtend&quot; bezeichnet – aber der Kollege trifft einen wichtigen Punkt: HF-Exposition in biologischen Systemen ist kein Einzelphotonen-Prozess. Die Frage, ob klassische elektromagnetische Felder mit makroskopischer Leistungsdichte über indirekte Mechanismen biologische Effekte erzeugen können, ist tatsächlich nicht durch E = h·f allein erledigt. Das hätte ich deutlicher sagen sollen.</em></p>
<p><em>Der Begriff &quot;Kategorienfehler&quot; ist vielleicht etwas scharf – aber die Richtung stimmt.</em></p>
<p><em><span style="font-size:large;">Wo ich dem Kollegen widerspreche</span></em></p>
<p><em>Die Kritik überschießt an zwei Stellen.</em></p>
<p><em>Erstens: Der Kollege behandelt die statistische Kritik (Kriterium 3) als bloßen &quot;Verdachtsmoment&quot;. Aber Varianzen unterhalb des theoretischen Minimums einer Multinomialverteilung sind nicht einfach &quot;unwahrscheinlich&quot; – sie sind bei echten Messdaten mathematisch ausgeschlossen. Das ist ein härterer Befund als der Kollege suggeriert.</em></p>
<p><em>Zweitens: Das Argument, ein strengeres Vorabfilter würde &quot;historische Entdeckungen blockieren&quot; ist ein Standardeinwand gegen jeden Qualitätsstandard und beweist für sich genommen nichts. Die Frage ist, ob das konkrete Framework gut kalibriert ist – nicht ob Qualitätskriterien grundsätzlich Innovationen gefährden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was das zusammen ergibt</span></em></p>
<p><em>Beide Reviews – meines und das des Kollegen – haben denselben blinden Fleck, nur in entgegengesetzte Richtungen. Ich war zu freundlich gegenüber dem physikalischen Argument. Der Kollege ist zu freundlich gegenüber dem Paper selbst: die statistische Kritik an Diem et al. ist real und ernst, unabhängig davon, ob das Framework methodisch sauber operationalisiert ist.</em></p>
<p><em>Das Framework bleibt ein interessanter, aber noch nicht ausgereifter Vorschlag. Aber die Schwächen des Frameworks ändern nichts an den Schwächen des Papers.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75543</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 19:37:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch Claude (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Von Herrn Selk habe ich inzwischen den Prüfbericht bekommen, den seine Pre-Peer-Review für Diem et al., 2005, ausgeworfen hat. Diesen Bericht werde ich von ChatGPT bewerten lassen und die Bewertung von einer zweiten KI (Claude) verifizieren lassen.</p>
</blockquote><p>Zuerst habe ich den Prüfbericht ChatGPT übergeben und die KI um eine fachliche Bewertung gebeten. Dann habe ich diese Prozedur mit der KI Claude wiederholt, also mit der KI, die an der Entwicklung der Pre-Peer-Review beteiligt war. Lesen Sie hier und jetzt, wie die KI Claude ihr eigenes Baby bewertet: </p>
<p><em>Das ist ein bemerkenswerter Text – gut strukturiert, mit echten Stärken, aber auch mit einigen methodischen und argumentativen Schwächen, über die man ehrlich sein sollte.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was gut funktioniert</span></em></p>
<p><em>Der stärkste Punkt ist Kriterium 1. Die Photonenenergie-Rechnung ist korrekt und vernichtend: 7,4 × 10⁻⁶ eV gegen 1–5 eV für Bindungsenergien ist ein Unterschied von sechs Größenordnungen. Das ist kein Randeinwand – das ist ein fundamentales physikalisches Problem, das tatsächlich hätte auffallen müssen. Dass es 2005 nicht aufgefallen ist, sagt etwas über das Begutachtungsverfahren aus.</em></p>
<p><em>Kriterium 3 (statistische Integrität) steht auf solidem Boden, weil es sich auf nachprüfbare Publikationen stützt – die Lerchl-Analyse ist real und peer-reviewed.</em></p>
<p><em>Kriterium 4 (Interessenkonflikte) ist inhaltlich gut belegt, aber der Ton kippt hier von Analyse in Anklage – mehr dazu unten.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Methodische Schwächen</span></em></p>
<p><em>Das Scoring-System ist nicht nachvollziehbar kalibriert. Warum −100 für COI, aber nur −10 für fehlende klinische Relevanz? Die Zahlen erwecken den Eindruck von Präzision, sind aber letztlich willkürlich gesetzt. Ein Trust Index von 3/100 klingt exakt, ist es aber nicht.</em></p>
<p><em>Das Framework nennt sich &quot;AI-assisted&quot;, behandelt KI aber im Wesentlichen als Textgenerator für vorgefertigte Kriterien. Das ist nicht falsch – aber der Name verspricht mehr als die Methode hält. Echte automatisierte Anwendung auf Manuskripte würde Zugang zu Rohdaten, strukturierten Metadaten und standardisierten Einreichungsformaten erfordern, die derzeit nicht existieren.</em></p>
<p><em>Kriterium 2 (Schwelleneffekt) ist das schwächste. Die Argumentation – SAR-Inhomogenität von 30% widerspricht einem scharfen Schwellenwert – ist prinzipiell interessant, aber nicht ausgearbeitet. Biologische Dosisantworten können komplex sein, und der Einwand würde eine detailliertere Modellierung erfordern, um wirklich zu überzeugen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Ein grundsätzlicheres Problem</span></em></p>
<p><em>Das Framework wird als präventives Instrument vorgestellt, aber die Anwendung auf Diem et al. ist retrospektiv und hat einen erkennbar <strong>adversarialen Charakter</strong> [siehe <span class="underline">Nachfrage</span> unten; Anm. Postingautor]. Der Text ist keine neutrale Methodendemonstration – er ist eine Retraktionsforderung, verkleidet als Framework-Evaluation. Das ist nicht unbedingt falsch, sollte aber transparent gemacht werden.</em></p>
<p><em>Die Verknüpfung von Kriterium 4 (Tabaklobby) mit dem Mobiltelefonpapier ist historisch interessant, aber argumentativ heikel. Interessenkonflikt erklärt Motivation, ersetzt aber keine wissenschaftliche Widerlegung. Die Physik in Kriterium 1 reicht allein für die Argumentation – die Tabakverbindung fügt Evidenz über die Person hinzu, nicht über das Experiment.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></em></p>
<p><em>Als Argumentation für eine Retraktion ist der Text stärker als die meisten Post-publication-Kommentare, die man sieht. Als Vorschlag für ein allgemeines Framework ist er ein interessanter Ausgangspunkt, aber noch nicht ausreichend formalisiert, um generalisierbar zu sein. Die physikalische Plausibilitätsprüfung als primären Filter zu positionieren – das ist der Kern, der tatsächlich verteidigt werden kann.</em><br />
 <br />
<span style="font-size:large;"><strong>Nachfrage Postingautor</strong></span></p>
<p><span style="font-size:large;">Was bitte ist ein &quot;adversarialer Charakter&quot;?</span></p>
<p>Claude beantwortete meine Frage wie folgt:</p>
<p><em>Ein schlechtes Wort von mir – Fachjargon, der nichts verdient.</em></p>
<p><em>Ich meinte: Der Text tut so, als würde er ein neutrales Prüfwerkzeug vorführen, hat aber von Anfang an ein Ziel: dieses eine Paper zu Fall zu bringen. Das Ergebnis stand vor der Analyse fest. Das ist keine neutrale Methodendemonstration, sondern eine Anklage in Framework-Verkleidung.</em></p>
<p><em>Das muss nicht falsch sein – wenn das Paper tatsächlich schlecht ist, kann man das auch offen so sagen. Aber die Verpackung als objektives Bewertungssystem ist dann irreführend.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75542</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75542</guid>
<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 19:06:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk mit weißer Weste (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p><a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1662">Das Hanseatische Oberlandesgericht Bremen verurteilt Professor Alexander Lerchl zur Rücknahme seiner Fälschungsbehauptung gegenüber der REFLEX-Studie</a></p>
</blockquote></blockquote><p><span style="font-size:large;">Schau mal einer an!</span></p>
<p>Der Link oben ist tot. Diagnose-Funk hat den indiskutablen Schmähartikel gegen Alexander Lerchl verschwinden lassen. Das gelingt dem Verein mit dem kleinen Trick, in der URL das Wort &quot;artikel&quot; gegen &quot;artikel-archiv&quot; zu ersetzen. Auf diese Weise wird der Originallink getötet, der Schmähartikel bleibt unter diesem Link <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=1662">https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=1662</a> aber weiter erreichbar. Auf den Diagnose-Funk-Seiten wird diese Linkänderung intern wahrscheinlich automatisch berücksichtigt, sodass alle Links intakt bleiben. Das Nachsehen haben alle Externen, die Links auf Seiten von Diagnose-Funk setzen. </p>
<p>Wann der Artikel von Diagnose-Funk ins Archiv verschoben wurde kann ich nicht sagen, mutmaßlich irgendwann nach Adlkofers Ableben im Juni 2022.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75541</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75541</guid>
<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 18:24:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch ChatGPT (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Aber: Die Diskussion wurde wissenschaftlich geführt (Kommentare, Replikationen etc.), genau dafür ist Peer Review + Post-Publication-Debatte da. Das Framework ersetzt diesen Prozess durch eine Vorab-Eliminierung.</p>
</blockquote><p>Diese Einschätzung von ChatGPT teile ich nicht. Die Diskussion wurde zum überwiegenden Teil von einer Partei gerade <span class="underline">nicht</span> wissenschaftlich geführt. Lerchl versuchte seine Fälschungsvorwürfe tatsächlich mit Sachargumenten zu stützen. Adlkofer hingegen verließ die Sachebene schon früh und bediente sich eines cleveren Rechtsanwalts, um seinen Widersacher auf juristischem Parkett in die Knie zu zwingen. Parallel dazu griff Adlkofer Lerchl mit zahlreichen Artikeln heftig persönlich an, dabei assistierten ihm seine Sprachrohre in der Szene organisierter Mobilfunkgegner (z.B. Diagnose-Funk). Dies führte zu einer starken Asymmetrie der Wirkmächte zugunsten Adlkofers. Nein, alles was recht ist, aber der &quot;Reflex&quot;-Streit wurde mMn nur zum kleinen Teil wissenschaftlich geführt, dominant waren der juristische Part und die fortwährenden persönlichen Angriffe auf Lerchl.</p>
<p>Bekanntlich unterlag Lerchl letztinstanzlich am OLG Bremen. Adlkofer ließ daraufhin die Falschmeldung verbreiten, die &quot;Reflex&quot;-Ergebnisse seien gerichtlich für richtig befunden worden. Von alledem scheint ChatGPT nichts zu wissen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75540</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75540</guid>
<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 17:38:50 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch ChatGPT (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Von Herrn Selk habe ich inzwischen den Prüfbericht bekommen, den seine Pre-Peer-Review für Diem et al., 2005, ausgeworfen hat. Diesen Bericht werde ich von ChatGPT bewerten lassen und die Bewertung von einer zweiten KI (Claude) verifizieren lassen.</p>
</blockquote><p>Den Prüfbericht (reiner Text) habe ich unverändert ChatGPT übergeben und die KI um eine fachliche Bewertung gebeten. Lesen Sie hier und jetzt, wie die KI die Pre-Peer-Review bewertet: </p>
<p><em>Der Text ist rhetorisch stark, aber methodisch an mehreren entscheidenden Stellen unpräzise bis unhaltbar. Er wirkt weniger wie ein Pre-Peer-Review-Werkzeug als wie ein normatives Ausschlussinstrument mit vorab feststehendem Ergebnis.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Grundproblem: Verwechslung von Plausibilitätsprüfung und Falsifikation</span></em></p>
<p><em>Der zentrale Hebel des Frameworks ist Kriterium 1 („physikalische Unmöglichkeit“). Hier liegt der gravierendste Fehler. Die Argumentation basiert implizit auf dem Ein-Photonen-Modell („E = h·f“) und setzt daraus direkt die Unmöglichkeit biologischer Effekte ab. Das ist in dieser Allgemeinheit jedoch nicht haltbar. Die Berechnung ist formal korrekt – aber die Schlussfolgerung ist es nicht. Denn: </em></p>
<p><em>- HF-Exposition in biologischen Systemen ist kein Ein-Photon-Prozess, sondern ein klassisches elektromagnetisches Feld mit makroskopischer Leistungsdichte (SAR).</em></p>
<p><em>- Biologische Effekte (sofern vorhanden) wären nicht über direkte Bindungsbruch-Photonik, sondern über indirekte, kollektive oder sekundäre Mechanismen zu diskutieren (z.B. oxidative Prozesse, Signaltransduktion, thermische Mikrogradienten etc.).</em></p>
<p><em>- Die wissenschaftliche Debatte um HF-EMF dreht sich genau um diese Frage: gibt es nicht-thermische Effekte trotz fehlender Ionisationsenergie? – sie ist nicht trivial durch eine Energieabschätzung „erledigt“.</em></p>
<p><em>Kurz: Der Schritt „Photonenergie zu klein → Effekt unmöglich → Auto-Reject“ ist ein Kategorienfehler.</em></p>
<p><em>Das allein disqualifiziert das Framework in seiner jetzigen Form als allgemeines Prüfwerkzeug.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 1: zu stark, falsch operationalisiert</span></em></p>
<p><em>Das Kriterium „physikalische Plausibilität“ ist sinnvoll – aber: Es wird hier als harte Ausschlussregel verwendet („automatic rejection“) und basiert auf einer zu simplifizierten Modellannahme. Das führt zu einem systematischen Bias: Alles, was nicht in ein etabliertes mechanistisches Raster passt, wird eliminiert. Eben solche Arbeiten sind aber oft der Ausgangspunkt wissenschaftlicher Klärung.</em></p>
<p><em>In der Praxis würde das Framework:<br />
- historische Entdeckungen mit unklarer Mechanistik blockieren<br />
- interdisziplinäre Forschung systematisch benachteiligen<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 2 („biological window“) – teilweise valide, aber überzogen</span></em></p>
<p><em>Die Kritik an „Fenstereffekten“ ist nicht aus der Luft gegriffen:<br />
- Solche Effekte sind schwer reproduzierbar<br />
- oft ein Hinweis auf experimentelle Artefakte</em></p>
<p><em>Aber:<br />
- Sie sind nicht per se unmöglich<br />
- die Ableitung („müsste binäre Zellpopulation erzeugen → daher unmöglich“) ist eine Modellannahme, keine zwingende Konsequenz</em></p>
<p><em>Das Argument ist also heuristisch, nicht falsifizierend.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 3: statistische Forensik – der stärkste Teil</span></em></p>
<p><em>Hier wird es interessant: Die genannten Punkte entsprechen tatsächlich der Kritik, die u.a. von Alexander Lerchl vorgebracht wurde.</em></p>
<p><em>Wichtige Aspekte:<br />
- ungewöhnlich geringe Varianz<br />
- auffällige Ziffernverteilungen<br />
- Inkonsistenzen zwischen Publikationen</em></p>
<p><em>Das sind legitime Red Flags. Aber auch hier gilt:<br />
- „statistisch extrem unwahrscheinlich“ ≠ „unmöglich“<br />
- solche Tests liefern Verdachtsmomente, keine automatischen Schuldsprüche</em></p>
<p><em>Die Umdeutung zu „Auto-Reject“ ist methodisch zu hart.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 4: COI / Tabakindustrie – relevant, aber rhetorisch übersteuert</span></em></p>
<p><em>Die Verbindungen rund um Franz Adlkofer und die REFLEX-Strukturen sind dokumentiert und wissenschaftshistorisch relevant.</em></p>
<p><em>Aber im Text passiert Folgendes:<br />
- COI wird nicht nur als Kontext, sondern als quasi-deterministischer Beweis für Unzuverlässigkeit verwendet<br />
- Formulierungen wie „tobacco industry vehicle“ sind wertend, nicht analytisch</em></p>
<p><em>Sauber wäre:<br />
- COI als Bias-Risiko<br />
- nicht als automatische Disqualifikation<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">„Trust Index“ – Scheingenauigkeit</span></em></p>
<p><em>Die numerische Bewertung (3/100) suggeriert Objektivität, ist aber:<br />
- nicht kalibriert<br />
- nicht validiert<br />
- nicht intersubjektiv reproduzierbar</em></p>
<p><em>Das ist ein klassischer Fall von Quantifizierung ohne Messmodell.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Systemischer Einwand: Gefahr eines Gatekeeping-Algorithmus</span></em></p>
<p><em>Das Framework hätte – konsequent angewendet – folgende Effekte:<br />
- starke Konservierung des Status quo<br />
- Ausschluss von Hypothesen außerhalb etablierter Modelle<br />
- mögliche algorithmische Verstärkung bestehender Paradigmen</em></p>
<p><em>Das steht im Spannungsfeld zu wissenschaftlicher Praxis, die gerade auch von Anomalien lebt.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was daran dennoch brauchbar ist</span></em></p>
<p><em>Trotz der Kritik enthält der Ansatz verwertbare Elemente:<br />
- strukturierte Vorprüfung (Checklistenlogik)<br />
- automatisierte Statistik-Forensik<br />
- systematische COI-Recherche<br />
- Reviewer-Entlastung</em></p>
<p><em>Das ist im Kern sinnvoll – aber als Assistenzsystem, nicht als Entscheidungsautomat<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Einordnung speziell zur REFLEX-/Diem-Arbeit</span></em></p>
<p><em>Ohne hier ins Detail der gesamten Kontroverse zu gehen:<br />
- Die Studie ist tatsächlich stark umstritten<br />
- es gibt Replikationsprobleme<br />
- es existiert methodische Kritik</em></p>
<p><em>Aber: Die Diskussion wurde wissenschaftlich geführt (Kommentare, Replikationen etc.), genau dafür ist Peer Review + Post-Publication-Debatte da. Das Framework ersetzt diesen Prozess durch eine Vorab-Eliminierung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></em></p>
<p><em>Die Arbeit ist ein interessantes Gedankenexperiment, aber kein belastbares Werkzeug.</em></p>
<p><em>Hauptprobleme:<br />
- falsche physikalische Grundannahme (Photonmodell)<br />
- unzulässige Umwandlung von Plausibilität in Ausschluss<br />
- Übergewicht normativer Kriterien (COI)<br />
- Scheinquantifizierung durch „Trust Index“</em></p>
<p><em>Wenn man es zuspitzt: Das Papier kritisiert die Schwächen des Peer Reviews – und führt gleichzeitig ein System ein, das noch weniger fehlertolerant und noch stärker voreingenommen wäre.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75539</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75539</guid>
<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 16:50:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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