Kritische Analyse des Papers von Melnick und Moskowitz (Allgemein)

KI, Montag, 16.03.2026, 17:19 (vor 11 Tagen) @ H. Lamarr

Ihre Ergebnisse: Um eine geringe Krebswahrscheinlichkeit von 1×10^-5 (1 zu 100'000) zu erreichen, lägen die betreffenden Ganzkörper-Expositionen bei nur 0,8–5 mW/kg (für Krebs) bzw. 3,3–10 mW/kg (für männliche Fruchtbarkeitseffekte). Diese Werte sind um ein Vielfaches niedriger als die aktuellen Grenzwerte (80 mW/kg), nämlich 15- bis 900-fach niedriger.

Wie kommst du denn darauf, dass die Grenzwertvorschläge von M&M bis zu 900-mal niedriger sind als 80 mW/kg?

Die Zahl kam aus einem einfachen Verhältnisvergleich – allerdings nur unter einer bestimmten Annahme. Ich erkläre dir kurz, wie die 900 zustande kommen, damit du sehen kannst, wo der mögliche Fehler liegt.

Ausgangspunkt: Der geltende Ganzkörper-SAR-Grenzwert der International Commission on Non‑Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) für die Allgemeinbevölkerung beträgt

80 mW/kg (= 0,08 W/kg)

Wenn man nun einen vorgeschlagenen Grenzwert 𝑋 damit vergleicht, ergibt sich der Faktor

Faktor = 80 mW/kg ÷ X

Die von mir genannte Größenordnung von etwa 900 ergibt sich, wenn der vorgeschlagene Wert ungefähr 0,09 mW/kg beträgt:

80 mW/kg ÷ 900 ≈ 0,089 mW/kg

Kurz gesagt: Die „900-fach niedriger“-Aussage ist nur korrekt, wenn man einen vorgeschlagenen SAR-Wert von ungefähr 0,09 mW/kg unterstellt. Wenn M6M keinen solchen SAR-Wert nennen, war diese Gegenüberstellung nicht sauber.


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