Strukturänderungen im Hoch- und Höchstspannungsnetz (Allgemein)

ama, Montag, 11.07.2011, 12:18 (vor 5352 Tagen) @ Kuddel

"Hmmm...bei Solarwechselrichtern liegt der Wirkungsgrad (inkl "Synchronisation auf die Netzfrequenz) bei >95%."

Solaranlagen sind Kleinkram. Hier gibt es Saft:

[*QUOTE*]
---------------------------------------------
Kleinwindanlagen
maximale Leistung ca. 70 kW
bei derzeit marktgängigen Anlagen liegt die Leistung i. d. R. bei 5 - 10 kW
Turmhöhe i. d. R. ≤ 20 m; Rotordurchmesser i. d. R. < 10 m

Großwindanlagen
maximale Leistung inzwischen bis 6 MW
bei derzeit marktgängigen Anlagen liegt die Leistung i. d. R. zwischen 1,5 - 2,5 MW
Turmhöhe bis 140 m (heute meist 80 - 100 m); Rotordurchmesser 30 - 125 m (heute meist 70 - 100 m)
Deutlich niedrigere Erzeugungskosten für Strom als bei Kleinwindanlagen
---------------------------------------------
[*/QUOTE*]

Für diese großen Leistungen Wechselrichter zu bauen ist SEHR teuer. Bei härterem Wind unmöglich.

"Läßt man die Elektronik weg, kann man viel mehr Energie ernten, hat dann aber keine Synchronisierung mehr."

"Wieviel mehr ?

5%..10% ?"

Ich nehme an; mindestens doppelt soviel (also 100-200 Prozent)!

"Aber wie sieht es mit Licht, Kühlschrank, Fernseher und PC aus. Da kann man nicht mal eben für ein paar Stunden auf die Energie warten."

Gerade der Kühlschrank läßt sich anders betreiben. Bei Kühlhäusern kühlt man ein paar Grad tiefer. Sind die besser isoliert, kommt man auch bei Unterbrechungen gut zurecht. Bekommt man den Strom zu Zeiten, wo er billiger ist, kann man die teureren zeiten überbrücken.


"Wenn man einem Kühlschrank eine beliebige, ungeregelte "Roh-Energie" beliebiger Frequenz aus dem Windrad vorsetzt, bräuchte dieser einen verlustbehafteten Wechselrichter. Was ist dann gewonnen ?"

Man muß den KLEINEN (!) Motor anders auslegen und mit einer KLEINEN (!) Elektronik ansteuern. Klein = preiswert, leicht zu bauen, hohe Ausbeute in der Herstellung.

Die bisherigen Motore sind doch bloß das, was der Hersteller gerade günstig eingekauft hat. Aber ist es wirklich EFFIZIENT?

"Wenn es z.B. in Hessen Nacht ist und kein Wind weht, während in Niedersachsen die volle Brise bläst, mehr als die Niedersachsen verbrauchen können, dann wäre es Verschwendung die Energie nicht weiter zu leiten."

Richtig. Deswegen braucht man eine INTELLIGENTE Stromverteilung. Man braucht MEHRERE, sich überlappende Netze.

"Natürlich ist diese Idee NICHT als ALLEINIGE Energiequelle gedacht. Wir werden uns mit einer Mischung verschiedener Verteilernetze versorgen müssen."

"Dann braucht man eben ein Verbundnetz."

Nein, DAS eben nicht. Das Verbundnetz beruht auf 50-Hertz-Synchronisation.

"Man muß die Spannungen aber hochtransformieren und runter transformieren, damit die Übertragungsverluste über lange Strecken im Rahmen bleiben."

Auch das braucht man nicht. Es gibt HGÜ, Hochspannungsgleichstromübertragung.


""Dafür benötigt man ein synchronisiertes Wechselstromnetz oder eine Art HGÜ Verbundnetz, was aber ebenfalls nicht ohne Wechselrichter auskäme und noch in den Kinderschuhen steckt."

Eben. Deswegen sind kleinere, sich überlappende Netze viel sinnvoller. Geringere Kosten und höhere Betriebssicherheit.

Man hat sich von den Konzernen in eine Gigantomanie treiben lassen. Das war falsch.

Zurück zur Scholle!


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum