Wer zuletzt lacht ... (II) (Elektrosensibilität)

Schmetterling @, Mittwoch, 21.01.2009, 09:19 (vor 5562 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Schmetterling, Mittwoch, 21.01.2009, 10:46

Die Kinderstudie hat nichts mit Elektrosensibilität zu tun.

Was sonst? Sie sehen das in meinen Augen viel zu abstrakt.
ES ist doch nichts anderes, als dass durch E-smog auftretende Effekte erkannt und zugeordnet werden. Ein Teil der Effekte kann bestimmt durch eine Veränderung im med.-klin. Bereich belegt werden. Manche E. sind gewiss sehr schwer nachzuweisen (z.B. Kopfschmerzen), anderes, wie Veränderungen des Hormonspiegels oder Blutdruckentgleisungen lassen sich jedoch nachweisen.

Es geht nur darum, gibt es Symptome bzw. Reaktionen bei Menschen, die Funktechnik nutzen und dieser ausgesetzt sind.

Sie wissen doch, dass es sie gibt.

Und ich finde es sehr wichtig, dass Studien an Kindern vorgenommen werden.

Das finde ich auch und ich habe das nie bestritten. Sie haben über meine Kritik der Studie nicht richtig nachgedacht oder ich habe zu unverständlich geschrieben.

Der Ansatz die Expositionen zu messen, denen Kindern ausgesetzt sind, finde ich gut, sie nach Auffälligkeiten zu fragen ebenfalls.

Aber ja! Nur darf man nicht die Hälfte der Fakten weglassen. Nach Auffälligkeiten zu fragen, kann man ja begleitend machen, med.-klin. Parameter wären objektiver! Das was in der Studie gemacht wurde, ist Kaffesatzleserei in Tabellenform.

Ich wüsste keine bessere Methode. So höre ich zwar immer, auch von Ihnen, dass dies falsch ist, aber leider sagt niemand, wie es denn richtig gemacht werden soll und kann.

Doch, das habe ich!
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=28007
Ich habe zwar meine Kritik in Form von Fragen geschrieben, aber meine Vorstellung, wie es besser hätte gemacht werden können, ist in den Fragen enthalten.

Insgesamt fällt mir unter den Kritikern auf, dass es immer Vorwürfe und Anschuldigungen gegen die "Gegenseite" gibt, aber Ideen und brauchbare Vorschläge haben sie auch keine. Da wird von der Wissenschaft was verlangt, was man selber auch nicht besser macht. Und bei den Kritikern sind die Betroffenen angesiedelt, da müsste doch was Brauchbares auf die Beine gestellt werden können. Und wenn jetzt jemand die wissenschaftliche Akzeptanz bemängelt, die diese Tests nie erhalten würden, nicht mal intern versuchen die was Ordentliches auf die Beine zu stellen.

Ich habe wirklich noch nie gehört, dass ein Wissenschaftler um Mithilfe bei einer Studiendesignfindung gebeten hätte.

Bis auf die unzähligen Kasuistiken von Frau Dr. Waldmann-Selsam, die in dieser Form nicht brauchbar sind, gibt es nichts und es gibt unzählige Ärzte bei den Mobilfunkkritikern.

Ich muss mir "das rote Heftchen" wirklich mal kaufen, damit ich mitreden kann!

Und Ihr Einwand oben gilt m.M.n. deshalb nicht, weil die Kinder sehr wohl rückblickend Veränderungen feststellen könnten, was m.E. sowieso objektiver ist.

Was ist, wenn Verzögerungen eintreten von Ursache bis zur Auswirkung? Die Studie trägt dem nicht Rechnung.
Eine ganze Reihe von Kindern sitzt in der Schule entlang der Kabelkanäle. Was ist, wenn z.B. ein Kind nach 2 oder 3 Stunden an so einem Sitzplatz Kopfschmerzen bekommt, dessen Ursache der Sitzplatz ist. Wie wollen Sie, ohne dass das auch gemessen wurde, zuordnen können? Schließlich ist das auch E-smog. Es sind bestimmt > 10 Prozent der Kinder, die davon betroffen sind (kommt drauf an, wie die Raumgestaltung ist, manchmal sind es auch 2 Stränge.) Dann sitzen die Kinder in den Computerräumen häufig mit ihrem Rücken an den Netzteilen der hinter ihnen sitzenden Reihe.
Bei so einem Studiendesign können nur verwaschene, nichtssagende Ergebnisse rauskommen. Eine Studie, die das nicht mitmisst, ist Pfusch.

Meine Bekannte hat ein ganzes Jahr lang massive Beschwerden gehabt und war teilweise deswegen in ärztlicher Behandlung und hat diese nicht ansatzweise mit ihrem Telefonieren in Verbindung gebracht, weil uns zum damaligen Zeitpunkt das ganze Thema gar nicht bekannt war. Das Telefon war halt ein Telefon und zwar ein sehr praktisches. Und nicht mal als sie das Telefon abgeschafft hat, was sie nicht wegen den Beschwerden sondern wegen der Glaubwürdigkeit nach außen tat, stellte sie dann rückblickend fest, dass ihre Beschwerden weg waren und praktisch nie mehr aufgetaucht sind.

Und mit diesem Hintergrund bezeichnen Sie Menschen, die aufklären, die andere vor einem solchen Schicksal bewähren wollen, als Angstschürer?


der Schmetterling


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