Elektrosmog-Wüterich sucht Betreuer (Allgemein)

spatenpauli @, München, Montag, 30. April 2012, 22:40 (vor 723 Tagen) @ Lilith

Das wäre ein Weg, sich gegen Elektrosmog-Eiferer im persönlichen Umfeld zur Wehr zu setzen. Ich kann mir allerdings nur mühsam vorstellen, dass jemand diesen steinigen Weg geht. Denn parallel dazu führt ein deutlich bequemerer Weg, der über einen Anwalt.

Der Antrag auf Einrichtung einer Betreuung ist kein steiniger Weg. Er kommt in Deutschland wahrscheinlich hunderte Male im Monat vor.

Ja, damit haben Sie wahrscheinlich recht. Zugleich bin ich mir jedoch sicher: Da ist kein einziger Elektrosmog-Wüterich darunter.

Steinig meine ich ist der Weg zu Betreuung von Elektrosmog-Wüterichen deshalb, nicht weil der Antrag so schwierig ist, sondern weil die "Betroffenen" eine solche Betreuung als "Psychiatrisierung" sehen und sich deshalb mit aller Kraft dagegen sträuben werden.

Wahrscheinlich mit guten Erfolgsaussichten, denn Elektrosmog-Eiferer mögen als Sonderlinge, Esoteriker, Nervensägen oder als Phobiker gesehen werden, eine gerichtlich angeordnete Betreuung wäre aber doch der Kanonenschuss auf eine Fliege. Wenn das Wüten wegen Elektrosmog eine Betreuung auslösen könnte, müssten mMn auch alle betreut werden, die sich im festen homöopathischen Aberglauben für teures Geld wertlose Zuckerkügelchen kaufen und schlucken. Anhänger der Homöopathie pöbeln und diffamieren zwar nicht, das an Schwachsinn grenzende Verdünnungsmodell ist jedoch noch viel absurder als der unbeirrbare Glaube an die krankmachende Wirkung selbst schwächster Funkimmission. Doch Homöopathen werden nicht betreut, sie schleichen sich mittlerweile sogar in die medizinischen Fakultäten von Universitäten.

Wie sollte überhaupt die Betreuung eines Elektrosmog-Wüterichs vonstatten gehen. Ein Miteinander im Sinne von sanft helfender Hand ist mMn mit diesem Personenkreis nicht möglich, zu stark sind Blocker wie Lernresistenz und Wahrnehmungsverzerrung. Nichts vom dem was <hier> steht, passt ohne Wenn & Aber auf Elektrosmog-Wüteriche.

Vielleicht reden wir aber auch nur aneinander vorbei. Frau W. z.B. zieht sich den Schuh, den "Anka" hingestellt hat, bereitwillig an. Dabei war sie wahrscheinlich gar nicht gemeint. Wer aber ist dann gemeint? Betreuungsreife Elektrosmog-Wüteriche sind nach meinem Verständnis an einer Hand abzuzählen, ganz vorne für mich mit dabei HUJ. Der ist eine Klasse für sich. Dann wüsste ich da noch einen in Hamburg, ein anderer wütet in Hessen. Aber danach wird's schon eng. Meiner Meinung nach.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Aberglaube, Phobiker, Wahrnehmungsverzerrung


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