Vernehmlassung zur FMG-Teilrevision: Teilnehmer & Schwänzer (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 26.04.2026, 18:25 (vor 3 Tagen) @ Gustav

Mich wundert es ja, das Gigaherz.ch und der Verein Schutz-vor-Strahlung regulär zu einer Stellungsnahme eingeladen waren, diese jedoch nicht genutzt wurde. Zumindest ich finde in dem Dokument keine Stellungsnahme dieser beiden Vereine.

Die machen lieber alberne Postkarten Aktionen.

Ja, so sieht es auf den ersten Blick aus. Doch ganz so ist es nicht. Strahlenschutzpräsidentin Rebekka Meier ist nebenbei auch noch Präsidentin des sogenannten Dachverbands funkstrahlung.ch und hat in dieser Funktion im Abschnitt 09 der Vernehmlassungsergebnisse eine ellenlange Stellungnahme abgegeben. Es wäre sinnlos gewesen, hätte sie den Text wortgleich noch einmal als Präsidentin von Schutz vor Strahlung vorgetragen. Der hohle "Dachverband" gibt zumindest als Papiertiger mehr Prestige her.

Etwas verwickelter ist es bei Gigaherz. Das "neue" Präsidium hat die Arbeit nicht erfunden, z.B. daran erkennbar, dass es sich bis heute nicht dazu aufraffen konnte, einen Bericht der Jahresversammlung vom 28. März auf gigaherz.ch zu veröffentlichen. Ich kenne die Satzung des Vereins nicht, üblicherweise ist dort festgelegt, wer den Verein nach außen vertreten darf (Sprecher). Selbst wenn Hans-U. Jakob gewollt hätte, er hätte mutmaßlich nicht als Vertreter von Gigaherz an der Vernehmlassung teilnehmen dürfen. Also tritt er dort als Privatmann Hans-U. Jakob in Erscheinung, aber nicht nur als Versender einer albernen Postkarte, sondern zusätzlich als Privatperson im Abschnitt "12 Weitere Vernehmlassungsteilnehmende Privatpersonen" unter "Jakob Hansueli". Der dusselige Text den er dort abgedrückt hat, ist zum Fremdschämen und wäre mMn vereinsschädigend, stünde er als Stellungnahme des Vereins im Abschnitt 09. Gigaherz kann sich Jakob nicht mehr leisten.

In der letzten Arena Sendung vom SRF ging es um die Regulierung der letzten Schweizer Grossbank und diese verschickte im Vorfeld einen Brief an alle National- und Ständeräte. Ein Nationalerat in der Sendung erzählte, er hat sich mal die Mühe gemacht und derartige Briefe gezählt. Letztes Jahr waren es ca. 150 Briefe, angefangen bei der IG Mineralwasser bis zur Bankiervereinigung. In Anbetracht der Menge solcher Lobby-Briefe dürfte deren Wirkung doch recht beschränkt sein.

Gut zu wissen!

Generationen von Kindern wurden von den Eltern rd. 100 Jahre lang mit bitterem aber angeblich stark eisenhaltigen und deshalb gesunden Spinat gequält, bis sich herausstellte, der besonders hohe Eisengehalt des Spinats beruht auf einem Irrtum :-).

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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