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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Icnirp mit neuer Satzung 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Mitgliederversammlung 2025 hat Icnirp eine <a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/ICNIRPStatutes.pdf">neue Satzung</a> bekommen. Zuletzt wurde die Satzung 2023 aktualisiert.</p>
<p>Was ist neu an der Satzung 2025 gegenüber der von 2023? ChatGPT hat es herausgefunden und schreibt:</p>
<p><em>Ich habe beide Satzungen eingelesen und bereits grob verglichen.  </em></p>
<p><em>Mein erster Eindruck: Es handelt sich nicht um eine bloße redaktionelle Überarbeitung. Die Satzung 2025 enthält zahlreiche inhaltliche Änderungen. Einige davon sind aus Sicht der Vereinsorganisation durchaus bemerkenswert.</em></p>
<p><em>Die wichtigsten Änderungen sind:</em></p>
<p><em><strong>1. Vereinszweck vollständig neu gefasst</strong><br />
Der Zweck wird nun ausdrücklich an der deutschen Abgabenordnung (§ 52 AO) ausgerichtet (&quot;Förderung von Wissenschaft und Forschung&quot;). Außerdem wird erläutert, wie der Satzungszweck verwirklicht wird.  </em></p>
<p><em><strong>2. Bezug zur IRPA deutlich reduziert</strong><br />
In der Präambel entfällt die Passage, wonach die Charter die Beziehung zur IRPA regelt und Änderungen der Charter einer Zweidrittelmehrheit der IRPA-Generalversammlung bedürfen. Ebenfalls verschwindet der Hinweis, ICNIRP setze die Arbeit des INIRC fort. Stattdessen bleibt praktisch nur noch die historische Gründungserwähnung.  </em></p>
<p><em><strong>3. Beziehungen nach außen neu organisiert</strong><br />
Der bisherige § 5 &quot;Relationship with IRPA&quot; wird zu &quot;External relations&quot;. Die Pflicht, Entwürfe vor Veröffentlichung der IRPA und deren Mitgliedsgesellschaften vorzulegen, entfällt. Stattdessen führt ICNIRP ein offenes Konsultationsverfahren ein, zu dem IRPA, WHO, ILO, EU-Kommission und weitere von ICNIRP selbst ausgewählte öffentliche Stellen eingeladen werden.  </em></p>
<p><em>Das ist meines Erachtens eine der wichtigsten Änderungen.</em></p>
<p><em><strong>4. Deklaration von Interessenkonflikte erheblich ausgeweitet</strong><br />
2023 ging es nur um Beschäftigungsverhältnisse. 2025 werden zusätzlich &quot;any other interest&quot; beziehungsweise &quot;irgendeine Interessenslage&quot; aufgenommen. Außerdem wird für Kandidaten nun ausdrücklich eine &quot;Declaration of Interests (DOI)&quot; verlangt.  </em></p>
<p><em><strong>5. Wahlverfahren modernisiert</strong><br />
Neu sind unter anderem:</em></p>
<p><em>► elektronische Abstimmungen,<br />
► elektronische Einreichung von Unterlagen,<br />
► Verkürzung der Einreichungsfrist von acht auf vier Wochen,<br />
► Erweiterung des Kreises der Vorschlagsberechtigten um nationale Strahlenschutzbehörden, internationale Strahlenschutzorganisationen und weitere Kooperationspartner. </em></p>
<p><em><strong>6. Amtszeiten völlig neu geregelt</strong><br />
Bisher orientierte sich alles am vierjährlichen IRPA-Kongress. Jetzt gilt eine feste vierjährige Amtszeit, unabhängig vom IRPA-Kongress. Wahl- und Amtsbeginn werden an die ICNIRP-Hauptversammlung gekoppelt. Auch das ist eine strukturell bedeutsame Änderung.</em></p>
<p><em><strong>7. Ausschluss von Mitgliedern vereinfacht</strong><br />
2023 konnte ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn es zweimal unentschuldigt an ICNIRP-Aktivitäten nicht teilnahm. 2025 genügt wesentlich allgemeiner, dass sich ein Mitglied &quot;nicht ausreichend an der Arbeit der Kommission beteiligt&quot;. Der Vorstand erhält dadurch größeren Beurteilungsspielraum.</em></p>
<p><em><strong>8. Digitalisierung der Vereinsarbeit</strong><br />
Neu aufgenommen wurden zahlreiche Regelungen zu</em></p>
<p><em>► Online- und Hybridversammlungen,<br />
► elektronischen Abstimmungen,<br />
► E-Mail-Kommunikation,<br />
► elektronischer Beschlussfassung,<br />
► elektronischer Vertretungsvollmacht. </em></p>
<p><em><strong>9. Vorstand rechtlich abgesichert</strong><br />
Neu ist die Bestimmung, dass Vorstandsmitglieder bis zur Eintragung ihrer Nachfolger im Vereinsregister im Amt bleiben. Das entspricht einer heute üblichen vereinsrechtlichen Absicherung. </em></p>
<p><em><strong>Mein Eindruck</strong></em></p>
<p><em>Die Satzung 2025 verfolgt drei erkennbare Ziele:</em></p>
<p><em>1. Anpassung an das deutsche Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht.</em></p>
<p><em>2. Modernisierung der Vereinsorganisation durch Einführung digitaler Verfahren.</em></p>
<p><em>3. Stärkere Eigenständigkeit von ICNIRP gegenüber der IRPA. Der Bezug zur IRPA wird deutlich reduziert; gleichzeitig definiert ICNIRP seine Verfahren, etwa das Konsultationsverfahren, eigenständig.</em></p>
<p><em>Eine Anmerkung noch: Beim ersten Vergleich sind mir vor allem die strukturellen Änderungen aufgefallen. Für eine belastbare Aussage, ob sich daraus auch Änderungen der tatsächlichen Machtverhältnisse innerhalb von ICNIRP ergeben, wäre eine paragraphenweise Synopse sinnvoll. Dabei lassen sich auch kleinere, aber möglicherweise folgenreiche Änderungen identifizieren, die in einer ersten Übersicht leicht übersehen werden.<br />
</em></p>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:18:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Einnahmen &amp; Ausgaben: Icnirp vs Diagnose-Funk (Stand 2025)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp (ins Vereinsregister eingetragen 1994) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit mindestens 2009 öffentlich bekannt. Diagnose-Funk (ins Vereinsregister eingetragen 2010) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit 2022 öffentlich bekannt.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607241154026a63525adbe36.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="605" height="340" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Grafik: IZgMF; Alle Angaben sind Selbstauskünfte der beiden Vereine</span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 11:55:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Finanzüberraschung: Icnirp vs Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Quer über den Globus hinweg echauffieren sich organisierte Mobilfunkgegner über die Finanzierung des Vereins Icnirp durch z.B. das BfS. Manchen Kritikern steht da fast schon der Schaum vor dem Mund. Die nackten Zahlen stützen die Kritik indes nicht. Im Gegenteil, vergleicht man die Einnahmen eines so bedeutenden Vereins wie Icnirp mit den Einnahmen eines Vereins wie Diagnose-Funk, traut man seinen Augen kaum. Und man muss sich tatsächlich fragen: Was gibt es da zu meckern?</p>
<p>Im Geschäftsjahr 2025 nahm Icnirp 142&#039;836 Euro ein, Diagnose-Funk hingegen 253&#039;158 Euro.</p>
<p>Beide Werte beruhen auf Selbstauskünften der Vereine.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75772</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 10:49:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was 97 tote Schwarznasenschafe mit Mobilfunkgegnern zu tun haben</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Bei einem Blitzschlag im Schweizer Kanton Wallis sind in den Bergen 97 Schwarznasenschafe ums Leben gekommen. Da hat Elon Musk Glück gehabt, dass seine 40 Satellitenantennen im benachbarten Leuk noch nicht montiert sind, sonst hätten fanatische Mobilfunkgegner behauptet, der Antennenpark hätte den Blitz angezogen. Wir schauen uns an, warum die vielen Schafe sterben mussten und was das Drama im Nachtpferch auf der Alp Eggerhorn mit der Anti-Mobilfunkszene in Deutschland zu tun hat.</strong></span><br />
 <br />
Die Berichterstattung über das Unglück in den Schweizer Bergen <a href="https://www.google.com/search?num=10&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=9HJq&amp;sca_esv=37d9874a1f73b5fd&amp;sxsrf=APpeQnuEx0kCZT5AjN6ZdulnZdP81OJV7Q:1784798197515&amp;q=Schweiz+97+Schwarznasenschafe+Blitzschlag&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyMR8w0Sa3EKhitO8imv1Qllx5J4Nd3Uqe0J7K-zxE_vN1FKsaCG3fge_zdm56BdIFOiRwmBgg6ZFKUqvPV1BPH0CDE5ptxaRroxjFSWNHF_ZAUDdL&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjR1Lu0u-iVAxWESfEDHWbFNDcQ0pQJegQIExAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">ist vielfältig</a>, eine technische Erklärung für die Todesursache der vielen Schafe habe ich jedoch nicht gesehen. Ein wesentlicher Grund für die große Anzahl getöteter Tiere ist der Umstand, dass, als das Unwetter aufzog, die Schafe dicht gedrängt in einem <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Nachtpferch">Nachtpferch</a> standen. Dem Vernehmen nach sollte der Nachtpferch die Schafe vor Großraubtieren wie dem Wolf schützen. Prompt wird in der Schweiz jetzt erbittert darum gestritten, ob der Tod der Schafe indirekt dem Wolf anzulasten ist, denn ohne den schützenden Nachtpferch wäre die Anzahl der vom Blitz getöteten Schafe deutlich niedriger gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Auf den Spannungsunterschied kommt es an</span></p>
<p>Trifft ein Blitz auf den Erdboden auf, ist die Einschlagstelle für Millisekunden der Mittelpunkt eines &quot;Spannungstrichters&quot;. Im Zentrum ist die elektrische Spannung am höchsten, zu den Rändern des Trichters fällt die Spannung linear mit dem Abstand zum Zentrum ab. Ein Spannungstrichter entsteht, weil bei einem Blitzeinschlag kurzzeitig ein starker elektrischer Strom im Erdboden fließt. Stromstärken bis 30&#039;000 A sind keine Seltenheit, bei starken Blitzen können es laut ChatGPT auch 200&#039;000 A sein. Elektrische Spannung entsteht, wenn elektrischer Strom durch einen elektrischen Widerstand fließt. Je höher der Widerstand, desto höher die Spannung. Erdboden hat je nach Beschaffenheit einen spezifischen Widerstand von 10 Ωm bis 1000 Ωm. Schon bei einem Durchschnittsblitz und Durchschnittsboden können so am Einschlagpunkt Spannungen von etlichen 100&#039;000 V bis zu mehr als 1 Mio. V entstehen. In 10 Meter Abstand zum Zentrum können noch 20&#039;000 V bis 50&#039;000 V herrschen in 50 Meter Abstand nur noch einige tausend Volt. Die genannten Werte klingen gefährlich hoch, sind es selbst aber nicht, da sie lediglich das Spannungspotenzial an einem Punkt des Erdbodens beziffern. Gefährlich werden erst Spannungsunterschiede zwischen zwei Spannungspotenzialen, denn dadurch kann ein tödlicher Stromstoß verursacht werden, wenn ein Lebewesen mit seinem Körper einen Potentialausgleich bewirkt.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Gefährliche Schrittspannungen</span></p>
<p>Stünde ein Mensch auf einem Bein nahe dem Zentrum eines Spannungstrichters, kann er den Blitzschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben. Denn mit nur einem Bein am Erdboden kann sich selbst im steilen Teil des Spannungstrichters am Menschen keine gefährlich hohe Spannung aufbauen. Stünde der Mensch hingegen breitbeinig entlang einer Linie zum Zentrum des Spannungstrichters, kann sich zwischen den beiden Beinen eine &quot;Schrittspannung&quot; aufbauen, deren Stromstoß den Menschen tötet. Stünde der Mensch im gleichen Abstand wie zuvor breitbeinig entlang eines konzentrisch ums Zentrum verlaufenden Kreisrings, könnte er überleben, da die Beine dann theoretisch auf gleichem Spannungspotenzial sind und so keine Schrittspannung entstehen kann. Ausprobieren würde ich dies aber nicht wollen.</p>
<p>ChatGPT behauptet, für Lebewesen gefährlich sind Abstände von weniger als 10 bis 20 Meter zum Einschlagpunkt eines Blitzes. Spüren würde man einen Blitzschlag aber auch noch in 100 Meter Abstand, bei hohem Bodenwiderstand auch noch darüber hinaus. Entgegen der Erwartung ist trockener Erdboden  blitztechnisch daher gefährlicher als von Regen durchnässter.</p>
<p>Zurück zu den Schafen. Da die Schrittspannung mit dem Abstand der Beine wächst, sind Vierbeiner grundsätzlich stärker gefährdet als Zweibeiner.  Etwa 80 Tiere haben den Blitzschlag im Wallis überlebt. Sie standen entweder weit genug vom Zentrum des Blitzeinschlags entfernt oder hatten eine günstige Ausrichtung ihrer Beine zum Spannungstrichter. Ohne Nachtpferch hätten sich die Tiere möglicherweise nicht so dicht gedrängt und die Zahl der Opfer wäre kleiner gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Von Vielfalt zur Einfalt</span></p>
<p>Was aber hat das Unglück im Wallis mit deutschen Mobilfunkgegnern zu tun? Als ich 2003 unversehens in die Anti-Mobilfunkszene stolperte, gab es ein großes Gewimmel an Websites, Bürgerinitiativen und Sprachrohren. Die Szene boomte. Platzhirsch war damals die &quot;Bürgerwelle&quot;. Mit dem unspektakulären, weil entwarnenden Abschluss des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms begann 2008 der Niedergang der Szene. Viele Vereine und Bürgerinitiative lösten sich in den Folgejahren auf, die verbliebenen flüchteten sich mehrheitlich in den &quot;Nachtpferch&quot; des jungen Vereins Diagnose-Funk. Der Stuttgarter Verein träumte damals noch von &quot;Landesverbänden&quot;, musste diesen Traum jedoch alsbald mangels Masse zu Grabe tragen.</p>
<p>Der &quot;Nachtpferch&quot; von Diagnose-Funk aber wurde angenommen, denn er bietet den Insassen Sicherheit: Sie müssen sich selbst um nichts mehr kümmern, die Stuttgarter füttern die Insassen regelmäßig mit Gruselgeschichten aus der Forschung, mit Unmengen an &quot;Informationsmaterial&quot; zum Auslegen auf Tapeziertischen und mit mehr oder weniger glaubwürdigen Erfolgsmeldungen aus der Welt des Elektrosmogs. Für die Insassen ist der &quot;Nachtpferch&quot; eine wirklich bequeme Sache. </p>
<p>Doch wie den Schwarznasenschafen im Wallis kann auch den &quot;Stopfgänsen&quot; im &quot;Nachtpferch&quot; der Stuttgarter das plötzliche Aus drohen: Diese Zukunft winkt, wenn es Diagnose-Funk derbröselt und der Verein sich auflöst. Dann ist Schluss mit lustig. Weil die Fütterungen ausbleiben und kein zweiter Versorger mehr da ist, droht den Insassen des &quot;Nachtpferchs&quot; der Hungertod. Denn selber recherchieren haben sie verlernt und unzumutbar anstrengend ist es außerdem auch noch. Und so endet, was einst mit quirliger Vielfalt begonnen hat, in trister Einfalt.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75771</link>
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<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:30:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Wissenschaftlerappell&quot; von Hardell/Nyberg vom Netz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.5gappeal.eu/signatories-to-scientists-5g-appeal/">große &quot;Wissenschaftlerappell&quot;</a> von Lennart Hardell und Rainer Nyberg ist gegenwärtig beim Stand von 438 Mitzeichnern vom Netz. Zuletzt sichtbar war der Appell im April 2026.</p>
<p>Der 2017 gestartete Appell beschwor die EU-Kommission, 5G in Europa nicht zuzulassen. Wie wir inzwischen alle wissen, verhallte der Appell ohne die gewünschte Wirkung zu entfalten. In Deutschland z.B. wurden die 5G-Lizenzen 2019 versteigert. Dessen ungeachtet blieb der Appell bis zuletzt am Netz und konnte selbst dann noch mitgezeichnet werden, als 5G in den meisten EU-Ländern bereits flächendeckend verfügbar war.</p>
<p>Wissenschaftlerappell steht in Anführungszeichen, weil die Betrachtung der Teilnehmer aus Deutschland zeigte, dass den Appell keineswegs nur anerkannte Wissenschaftler unterschrieben haben, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&amp;id=67049">sondern ein bunter Mix</a> aus Privatpersonen, Ärzten und Pseudowissenschaftlern, deren gemeinsamer Nenner die kritische Haltung gegenüber Mobilfunk war.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=64499">Kritische Betrachtung des &quot;Wissenschaftlerappells&quot; von Lennart Hardell und Rainer Nyberg</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75770</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 20:25:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Icnirp-Jahresbericht 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp hat den Jahresbericht 2025 veröffentlicht (<a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/Annual_Report2025.pdf">PDF, 11 Seiten, englisch</a>). Darin wird deutlich, dass die Kommission derzeit an zahlreichen Projekten arbeitet, darunter die Überarbeitung der Niederfrequenz-Leitlinien, die Bewertung von EMF-Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere sowie die Aktualisierung der Laser-Leitlinien. Veröffentlicht wurden außerdem Finanzdaten des Vereins im Berichtsjahr sowie eine Stellungnahme zu den Wissenslücken bei den HF-EMF-Leitlinien.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75769</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:30:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwurbeln mit Klaus &amp; Wilhelm: Wie EMF wirklich auf uns wirkt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oNp7L3Kh2qw" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw">https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw</a>.</iframe></p>
<p>Ist der Ruf erst ruiniert, tourt es sich ganz ungeniert durch die Programme des Schwurbelsenders QS24. Icnirp und Klaus Buchner kommen ab Minute 7:52 in dem Märchen von Harry &amp; Diana vor, später folgen Athem-3 und Wilhelm Mosgöller. <em>It&#039;s coming home</em>: Die &quot;Kompetenzinitiative&quot; ist jetzt unfreiwillig dort angekommen, wo sie aus meiner Sicht hingehört <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/RJqimlFcJsM" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM">https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM</a>.</iframe></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75768</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:47:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wir üben Desinformieren (21): Desinformation durch Weglassung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine der beliebtesten und auch simpelsten Desinformationspraktiken ist die Weglassung. So berichten organisierte Mobilfunkgegner liebend gerne über alarmierende Studien, die einem Gänsehaut bereiten können, entwarnende Studien, die zu einer ausgewogenen Meinungsbildung beitragen könnten, werden hingegen weggelassen. Auch Beschlüsse aller Art sind häufig Opfer von Weglassung. Was damit gemeint ist, schauen wir uns an einem konkreten Beispiel aus der Schweiz an. Akteure sind der Verein Gigaherz und die Stadt Bern.</strong></span><br />
 <br />
Am 30. April 2011 begrüßte der damalige Gigaherz-Präsiden Hans-U. Jakob im Hotel Kreuz zu Bern die Teilnehmer am 8. Nationalen Elektrosmog-Kongress seines Vereins. Ein Video seiner Begrüßungsrede kann man sich <a href="https://www.gigaherz.tv/08er-kongress.php"><span class="underline">hier</span></a> anschauen. Jakob bedauert zunächst, dass die Stadt Bern keinen Vertreter zu seinem Kongress entsandt hat, verkündet dann aber die gute Nachricht (Minute 2:55), Bern habe sich geweigert, das seit 2005 bestehende Errichtungsverbot für Mobilfunkantennen auf städtischen Gebäuden aufzuheben. Der Saal honorierte diese für Mobilfunkgegner begrüßenswerte Verkündung mit Beifall.</p>
<p>So weit, so gut.</p>
<p>Danach war von dem Antennenverbot in Bern <a href="https://www.google.com/search?q=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;num=10&amp;lr=&amp;sca_esv=83e64d13dadc637d&amp;authuser=0&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;sxsrf=APpeQntOBZbo2BchzFPdUSFbCwp0dNMIYQ%3A1784721408110&amp;ei=ALBgauCfBtiM9u8P7_qjkAI&amp;ved=0ahUKEwjgn7asneaVAxVYhv0HHW_9CCIQ4dUDCBA&amp;uact=5&amp;oq=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiNkJlcm4gTW9yYXRvcml1bSBBbnRlbm5lbiBMaWVnZW5zY2hhZnQgc2l0ZTpnaWdhaGVyei5jaEjtE1CmDlimDnACeACQAQCYAS6gAS6qAQExuAEDyAEA-AEBmAIAoAIAmAMAiAYBkgcAoAcMsgcAuAcAwgcAyAcAgAgB&amp;sclient=gws-wiz-serp">bei Gigaherz nie wieder die Rede</a>. Also ist anzunehmen, dass sich nichts geändert hat und das Verbot nach wie vor gilt. Das aber ist so ein Trugschluss, der aufgrund von Weglassung entsteht, weil Gigaherz eben nur die Aufrechterhaltung des Errichtungsverbots 2011 als &quot;gute Nachricht&quot; verbreitete, nicht aber die &quot;schlechte Nachricht&quot; von der Aufhebung dieses Verbots (das eigentlich ein Moratorium war) 13 Jahre später.</p>
<p>Das 2005 in Bern eingeführte Moratorium gilt seit dem 21. November 2024 nicht mehr.</p>
<p>Am 16. November 2005 beschloss der Berner Gemeinderat ein Moratorium für neue Mobilfunkanlagen auf stadteigenen Liegenschaften. Es handelte sich ausdrücklich nicht um ein allgemeines Bauverbot für das gesamte Stadtgebiet, sondern lediglich um eine Selbstbeschränkung der Stadt als Grundeigentümerin. Ausnahmen galten etwa für Sicherheitsdienste und den Betriebsfunk von Bernmobil. Der Gemeinderat betonte damals, dass den Gemeinden im Mobilfunkrecht nur ein sehr geringer Handlungsspielraum zukommt und ein generelles Bewilligungsmoratorium wegen des Bundesrechts unzulässig wäre.</p>
<p>Am 21. November 2024 hob der Gemeinderat das seit 2005 bestehende Moratorium mit sofortiger Wirkung auf. Anlass war eine <a href="https://stadtrat.bern.ch/de/geschaefte/detail.php?gid=fdafdceefaa34ac68724749275374347">Motion des Stadtrats</a>.</p>
<p>Es gibt also kein generelles Errichtungsverbot mehr für Mobilfunkantennen auf öffentlichen bzw. stadteigenen Gebäuden in Bern. Ob eine städtische Liegenschaft für eine Mobilfunkanlage zur Verfügung gestellt wird, entscheidet nun die jeweils zuständige Verwaltungseinheit im Einzelfall.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%C3%BCben+desinformieren+%28&amp;page=1">Alle Folgen der Reihe &quot;Wir üben Desinformieren&quot;</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</guid>
<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:12:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Hansueli Stettler berichtet vom Neustart des Vereins Gigaherz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: Am 27. Juni hat der Verein Gigaherz seine Präsidenten Vital Burger und Josef Schlumpf in die Wüste geschickt. Der neue Präsident ist Hansueli Stettler, Vizepräsident ist Christian Sedlmair. Doch die neuen Besen kehren nicht gut, die Intransparenz des Vereins wird unverändert weiter gepflegt. Wäre das neue Personal nicht im Impressum der Website aufgetaucht, wüsste man von dem Machtwechsel gar nichts, da keinerlei öffentliche Verlautbarung gebracht wurde. Was ist das nur für ein armseliger Haufen! Oder erwarte ich von den Neuen zu viel?</p>
<p><span style="font-size:large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Wenn der Sachverhalt so ist, wie du ihn schilderst – also ein Führungswechsel mit neuem Präsidenten und Vizepräsidenten, der lediglich im Impressum bzw. auf der Kontaktseite auftaucht, ohne Mitteilung an Mitglieder oder Öffentlichkeit –, dann halte ich die Erwartung einer offiziellen Bekanntgabe keineswegs für überzogen.</p>
</blockquote><p>Am 21. Juli 2026 hat Hansueli Stettler, neuer Präsident von Gigaherz, auf der Website des Vereins <a href="https://www.gigaherz.ch/bericht-von-der-ausserordentlichen-generalversammlung/">Auskunft gegeben</a> über die außerordentliche Generalversammlung vom 27. Juni 2026. Die beiden bisherigen Co-Präsidenten Vital Burger und Josef Schlumpf werden in dem Beitrag mit keinem Wort erwähnt. Bemerkenswert war hingegen:</p>
<p>► Auf der außerordentlichen Versammlung waren 41 Vereinsmitglieder zugegen.<br />
► Ins Zentrum seiner Schutzbemühungen stellt Stettler &quot;Elektrosensible&quot; (sowohl Mitglieder wie Nichtmitglieder).<br />
► Der Vorstand wird jetzt jedes Jahr neu gewählt.<br />
► Zu den bereits benannten Vorstandsmitgliedern hinzu kommen <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Marcel+Hofmann%22">Marcel Hofmann</a> und <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Mobilfunk+%22Andi+Pestalozzi%22">Andi Pestalozzi</a>.<br />
► Das Ausgabenlimit von 15&#039;000 CHF für den Vorstand ist vom Tisch.<br />
► Die Vereine Gigaherz und Schutz vor Strahlung (SvS) fusionieren (noch) nicht.<br />
► Gigaherz wird Mitglied bei SvS und SvS wird Mitglied bei Gigaherz.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75766</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 08:04:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-07-20: Neue Studien entschlüsseln Wirkmechanismen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: 20. Juli 2026<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6317556">Mobilfunkforschung an Wendepunkt: Neue Studien entschlüsseln Wirkmechanismen</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Diagnose-Funk sieht die Mobilfunkforschung an einem Wendepunkt. Neue Studien würden den biologischen (nicht-thermischen) Wirkmechanismus von Mobilfunkstrahlung aufklären und zeigen, dass gepulste Mobilfunksignale weit unterhalb der geltenden Grenzwerte schädliche Wirkungen auf Gehirn und Fortpflanzungssystem hervorrufen können. Daraus leitet der Verein die Forderung nach einer Neubewertung der Mobilfunkgrenzwerte ab.<br />
<strong>Kommentar</strong>: Die &quot;Pressemitteilung&quot; greift mehrere interessante neuere Arbeiten auf, misst ihnen jedoch eine Bedeutung bei, die über den wissenschaftlichen Kenntnisstand hinausgeht. Bereits bei einer ersten Prüfung fallen mehrere systemische Schwachpunkte in dem Text auf:</p>
<p>► Die Überschrift &quot;Mobilfunkforschung an Wendepunkt&quot; ist keine wissenschaftliche Feststellung, sondern eine euphorische Bewertung durch den Verein (siehe auch das traurige Ende eines &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74161">bahnbrechenden Urteils</a>&quot;). Ob sich tatsächlich ein grundlegender Wandel in der Mobilfunkforschung vollzieht, wird sich erst zeigen, wenn die beschriebenen Befunde von unabhängigen Arbeitsgruppen repliziert und anschließend von wissenschaftlichen Expertengremien bei ihrer Risikobewertung berücksichtigt werden.<br />
► Die in der Fachzeitschrift Cell veröffentlichte Studie von Kim et al. beschreibt nach Darstellung der &quot;Pressemitteilung&quot; einen experimentell untersuchten molekularen Signalweg, über den elektromagnetische Felder biologische Prozesse beeinflussen könnten. Daraus folgt jedoch weder der Nachweis gesundheitsschädlicher Wirkungen noch die Unzulänglichkeit der geltenden Grenzwerte. Der Nachweis eines biologischen Wirkmechanismus beantwortet noch nicht die Frage, ob daraus unter realistischen Expositionsbedingungen eine gesundheitlich relevante Beeinträchtigung entsteht.<br />
► Diagnose-Funk erweckt den Eindruck, der Wirkmechanismus sei nun &quot;entschlüsselt&quot;. Formulierungen wie &quot;entscheidender Entwicklungsschritt&quot;, &quot;nun ist auch klar, warum&quot; oder &quot;entschlüsselt&quot; setzen einen wissenschaftlichen Konsens voraus, der gegenwärtig nicht besteht. Die zitierten Arbeiten stellen neue Forschungsbeiträge dar, deren Bedeutung sich erst durch unabhängige Bestätigung und Einordnung in den Gesamtkontext der Forschung erweisen muss.<br />
► Einen zentralen Stellenwert erhält der Review von Panagopoulos et al., wonach insbesondere Pulsung und Modulation realer Mobilfunksignale biologisch bedeutsam seien. Diese Hypothesen werden in der Fachwelt seit Jahren kontrovers diskutiert. Diese wissenschaftliche Kontroverse verschweigt die &quot;Pressemitteilung&quot;.<br />
► Die Arbeiten von Kim et al. und Panagopoulos et al. werden zu einer vermeintlich schlüssig erscheinenden Erklärungskette verknüpft, wonach nun auch der Wirkmechanismus nicht-thermischer Wirkungen geklärt sei. Ob diese Interpretation zutrifft, muss sich jedoch erst durch unabhängige Bestätigungen und die wissenschaftliche Einordnung der neuen Befunde erweisen.<br />
► Einzelne Studien sollen außerdem der Eindruck vermitteln, reale Mobilfunksignale handelsüblicher Smartphones seien grundsätzlich biologisch wirksamer als standardisierte Laborsignale. Doch eine so weitreichende Verallgemeinerung geben einzelne Untersuchungen nicht her.<br />
► Die angeführten Arbeiten zu Spermien und Gehirn werden ausschließlich als Bestätigung einer Gesundheitsgefährdung präsentiert. Nicht erwähnt wird, dass die internationale Studienlage zu diesen Themen weiterhin uneinheitlich ist und systematische Übersichtsarbeiten bislang keine einheitliche Bewertung zulassen.<br />
► Die &quot;Pressemitteilung&quot; setzt biologische Wirkungen weitgehend mit biologischen Schädigungen gleich. Tatsächlich sind biologische Reaktionen zunächst lediglich Veränderungen biologischer Prozesse. Ob daraus eine gesundheitlich relevante Beeinträchtigung entsteht, muss in jedem Einzelfall gesondert nachgewiesen werden.<br />
► Die Forderung nach einer Neubewertung der Mobilfunkgrenzwerte ist legitim und steht bei Iarc auch schon lange auf der Agenda. Sie ergibt sich jedoch nicht zwangsläufig aus den wenigen von Diagnose-Funk gefeierten Studien, sondern müsste sich auf die Gesamtheit der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz stützen.<br />
► Diagnose-Funk verweist darauf, dass die vereinseigene Datenbank inzwischen 762 Studien mit biologischen Effekten dokumentiere. Diese Zahl allein erlaubt jedoch keine Aussage über die Stärke der wissenschaftlichen Evidenz. Entscheidend sind unter anderem Studienqualität, Reproduzierbarkeit, Auswahlkriterien sowie die Berücksichtigung von Studien ohne entsprechende Effekte. Daran aber krankt es bei der Datenbank von Anfang an.<br />
► Der Verein wirft dem Bundesamt für Strahlenschutz gebetsmühlenartig vor, nicht-thermische Wirkungen zu ignorieren. Tatsächlich vertritt das BfS die Position, dass die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen hinreichend belastbaren Nachweis gesundheitlich relevanter Wirkungen unterhalb der geltenden Grenzwerte liefern. Diese differenzierte Bewertung verschweigt der Verein gerne.</p>
<p><strong>Google-News</strong>: Die Abfrage der Trefferanzahl bei der Nachrichtensuchmaschine von Google wird in einigen Tagen nachgeholt, wenn Medien ausreichend Zeit hatten, sich der &quot;Pressemitteilung&quot; des Vereins zu bedienen.<br />
<strong>Hinweis</strong>: Diese Kritik entstand unter Mitwirkung der KI ChatGPT.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75765</link>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 20:09:14 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Gigaherz-Jakobs Albtraum: Roboterarm richtetet Antenne aus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Gigaherz-Jakob ist stets beunruhigt, ob Mobilfunkantennen denn auch genau nach Bewilligung ausgerichtet in die Landschaft strahlen. Den Qualitätssicherungssystemen der Mobilfunknetzbetreiber, die u.a. auch die Ausrichtung dokumentieren, misstraut der Ex-Elektriker seit eh und je. Doch was Vodafone jetzt ankündigt, nämlich einen Roboterarm, der eine Mobilfunkantenne KI-gesteuert in unterschiedliche Richtungen schwenken und kippen kann, dürfte Jakob zum Albtraum gereichen.</strong></span><br />
 <br />
<img src="https://assets.mediathek.vodafone.de/6XP8TinBwKtjrWRHg0RQG/large.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]"  /><br />
<strong>Sektorantenne mit Roboterarm</strong><br />
<span style="font-size:smaller;">(Bild: Vodafone)</span><br />
 <br />
Künstliche Intelligenz wird eine wichtige Rolle spielen, um Mobilfunknetze noch leistungsfähiger zu machen. Vodafone testet nun erstmals einen <a href="https://newsroom.vodafone.de/vodafone-testet-mobilfunkmasten-mit-ki-gehirn-und-roboter-arm?c_id=email_VKE_newsletter_main">Mobilfunk-Mast mit KI-Gehirn und Roboterarm</a>. Gesteuert durch die KI kann der Roboterarm die Funkantennen an Masten innerhalb kürzester Zeit automatisch neu ausrichten. Zweck: Auf kurzfristige Ereignisse – etwa schwierige Wetterverhältnisse oder die Auslastung in einer Mobilfunk-Zelle – zu jeder Zeit schnell reagieren zu können, um die Netzabdeckung für die jeweiligen Bedingungen zu optimieren.</p>
<p>Mithilfe eines von Vodafone-Ingenieuren entwickelten Algorithmus steuert die KI den Roboterarm des südkoreanischen Unternehmens Humax Networks. Dieser ist nahe der Mobilfunkantennen angebracht und dreht oder neigt sie. Das System lernt und passt sich zudem kontinuierlich an und trifft Entscheidungen nahezu in Echtzeit ohne menschliches Eingreifen. Dadurch dauert ein Ausrichtungsvorgang nur 20 bis 30 Minuten.</p>
<p>Das Zusammenspiel aus KI und Roboterarm erprobt Vodafone derzeit an einem Mobilfunkstandort in Tirana, Albanien, mit Blick auf ein belebtes Einkaufszentrum. Tagsüber versorgt die Antenne die Menschen beim Einkaufen. Nachts verlagert sie die Abdeckung automatisch in ein nahegelegenes Wohngebiet. Dort schafft sie zusätzliche Kapazität, wenn die Internet-Nutzung am Abend steigt. Vodafone prüft derzeit, wo sich die Technik in Deutschland versuchsweise einsetzen lässt. </p>
<p>Im Alltag klettern Techniker auf einen Mobilfunk-Mast, um die dortigen Antennen händisch zu justieren – ein Vorgang, der von der Planung bis zur Umsetzung oft Tage dauert. Der Einbau einer zusätzlichen Antenne zieht sich sogar noch länger hin: Behördliche Genehmigungen und Vereinbarungen mit Standort-Eigentümern müssen vorliegen, Straßensperrungen für schweres Gerät eingerichtet und geeignete Wetterbedingungen vorherrschen. Das kann Wochen dauern.</p>
<p>Für Vodafone ist der KI-gesteuerte Roboterarm ein Ansatz, um eine dynamische und autonome Antennen-Steuerung in die unternehmensweite Plattform zur Automatisierung von Komponenten des Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, RAN) zu integrieren. Ähnliche Lösungen werden in den kommenden Monaten folgen. Einige davon bewegen beispielsweise nur kleine Komponenten im Inneren der Antenne. Das spart Energie ein und schont die Technik. Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone damit begonnen, satellitengestützte Sensoren in Mobilfunkantennen einzuführen. Per GPS lässt sich so aus der Ferne prüfen, ob Antennen korrekt ausgerichtet sind.</p>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 13:34:39 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>&quot;Kompetenzinitiative&quot;: viele Worte, wenig Substanz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Unter den jetzt <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-4924">79 Stellungnahmen</a> sind mit &quot;Gesund vernetzt&quot; und der sogenannten Kompetenzinitiative noch zwei weitere Anti-Mobilfunk-Vereine vertreten, deren Stellungnahmen mit je vier Seiten auskommen (<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_gesund_verNETZt.pdf">Gesund vernetzt</a>, &quot;<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_Kompetenzinitiative.pdf">Kompetenzinitiative</a>&quot;).</p>
</blockquote><p>Für die &quot;Kompetenzinitiative&quot; ergriff Wilfried Kühling das Wort und ließ das verdutzte BMDS im Brustton der Überzeugung u.a. wissen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Zur Bedeutung dieser Aspekte sei der Hinweis auf das rechtskräftige Verfahren in den USA gegeben, in dem der U.S. Court of Appeals for the District of Columbia Circuit (2021) feststellt, dass die FCC (Federal Communications Commission) bei der Berücksichtigung des gesundheitlichen Schutzes nicht ausreichend auf vorgelegte wissenschaftliche Evidenz (u. a. zu athermischen Wirkungen, Vulnerabilität von Kindern, Langzeitexposition) einging, also wesentliche Aspekte der wissenschaftlichen Literatur und der öffentlichen Kommentare nicht berücksichtigt hat. [...]</strong></em></span></p>
<p>Mit seiner Darstellung des Sachverhalts schrammt Kühling gekonnt an den <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71099">hier vorgetragenen</a> nackten Tatsachen vorbei. </p>
<p>Wenn organisierte Mobilfunkgegner nachprüfbare Tatsachen zu ihren Gunsten verdrehen (im Sinne von Dramatisieren), und das tun sie meiner Erfahrung nach so gut wie immer, hat das zur Folge, dass die Drama-Queens der Szene außerhalb ihrer Echokammern nicht mehr für voll genommen werden. Selbst dann nicht, wenn sie ausnahmsweise einmal einen Sachverhalt nicht verdrehen. Andererseits: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.</p>
<p>Was Kühling nicht erwähnt, in meinen Augen aber interessant ist: Das besagte Urteil erging schon 2021, also vor derzeit fünf Jahren und bis heute ist die FCC den Auflagen des Gerichts nicht nachgekommen!</p>
<p>Um nichts anbrennen zu lassen und den aktuellen Stand der FCC-Geschichte mit einzubeziehen, habe ich Kühlings Text von ChatGPT auf Astreinheit prüfen lassen. Hier der Befund der KI:</p>
<p><em>Der Text ist sprachlich gut, aber nicht ganz astrein. Ich sehe zwei Punkte:</em></p>
<p><em>1. &quot;<strong>rechtskräftige Verfahren</strong>&quot; ist problematisch. Das Urteil des U.S. Court of Appeals ist zwar rechtskräftig, aber es stellte nicht selbst fest, dass die FCC-Grenzwerte unzureichend seien. Das Gericht hob die Entscheidung der FCC auch nicht auf, sondern verwies sie zur besseren Begründung zurück (remand without vacatur). &quot;Rechtskräftig&quot; ist hier daher entbehrlich und kann missverstanden werden.<br />
2. &quot;<strong>bei der Berücksichtigung des gesundheitlichen Schutzes</strong>&quot; klingt sperrig. Gemeint ist wohl die Berücksichtigung gesundheitlicher Risiken oder gesundheitlicher Auswirkungen.</em></p>
<p><em>Außerdem ist der Schlussteil stilistisch etwas redundant: &quot;nicht ausreichend einging&quot; und &quot;nicht berücksichtigt hat&quot; sagen nahezu dasselbe.</em></p>
<p><em>Falls Sie den Sachverhalt juristisch möglichst präzise wiedergeben möchten, würde ich ergänzen, dass das Gericht die FCC verpflichtete, ihre Entscheidung nachvollziehbarer zu begründen. Das entspricht dem Inhalt des Urteils genauer als der Eindruck, das Gericht habe über die wissenschaftliche Evidenz selbst entschieden.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75763</link>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 12:38:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>2026: 15 Jahre Europarat-Falschmeldung von Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Über folgendes Kontaktformular habe ich nun Diagnose-Funk direkt in Kenntnis gesetzt: <a href="http://www.diagnose-funk.org/kontakt.php">http://www.diagnose-funk.org/kontakt.php</a></p>
<p><em>Sehr geehrte Damen und Herrn,</em></p>
<p><em>unter dem Link ...<br />
<a href="http://www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/europarat-fordert-kurswechsel.php">http://www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/europarat-fordert-kurswechsel.php</a><br />
publizieren Sie anstelle der Resolution 1815 nur deren Entwurf vom 6. Mai 2011. Resolution und Entwurf unterscheiden sich substanziell in Absatz 8.3.2. Details dazu sind unter dem Link ...<br />
<a href="http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_12/resolution_1815/resolution_1815.html">http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_12/resolution_1815/resolution_1815.html</a><br />
nachzulesen.<br />
Ich fände es den Lesern Ihrer Website gegenüber fair, den veralteten Text des Entwurfs schnellstmöglich gegen den tatsächlich verabschiedeten Text der Resolution zu ersetzen.</em></p>
<p><em>Mit freundlichen Grüßen</em></p>
<p>Abgeschickt am 22.07.2012 um 18 Uhr, allgemeines Formular, Quittung mit: <em>&quot;Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir werden diese umgehend bearbeiten.&quot;</em></p>
<p>Bemerkenswert finde ich, dass zur Kontaktaufnahme die komplette Adresse inklusive Telefonnummer und (natürlich) E-Mail-Adresse eingegeben werden muss - und zwar lückenlos. Fehlt nur eine dieser Pflichtangaben, lässt sich das Formular nicht absenden. So viel Neugier hätte ich bei einem Verein, der staatlichen Institutionen alles mögliche an Gemeinheiten unterstellt, jetzt nicht erwartet. Wieso genügt dem Verein beim Erstkontakt als Pflichtfeld nicht die E-Mail-Adresse? Ich wollte doch nur einen Fehler melden und will weder als Mitglied geworben werden, noch möchte ich nach einer Pietätsphase im Briefkasten Werbematerial der nächstgelegenen Baubiologen vorfinden <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/frown.png" alt=":-(" />.</p>
</blockquote><p>Seit nunmehr 15 Jahren lässt der Verein Diagnose-Funk <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=50496">die Falschmeldung</a> über die Resolution 1815 des Europarats unberichtigt <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=352">auf seiner Website</a> stehen.</p>
<p>Das auf der Webseite angebotene PDF mit dem &quot;Brennpunkt&quot; über die, wie wir heute wissen, ziemlich folgenlose Resolution des Europarats, hat Diagnose-Funk jedoch irgendwann nach 2012 und vor Januar 2021 berichtigt. Allerdings wirkt die Berichtigung reichlich gequält, denn der Verein wollte sich einerseits nicht von seiner liebgewonnenen Falschmeldung trennen, andererseits aber nicht weiter Angriffsfläche bieten. Die krampfhafte Lösung für diese divergierenden Interessen: Im PDF stehen unter Punkt 8.3.2 jetzt beide Versionen: Zuerst der völlig überflüssige, weil nicht verabschiedete Entwurfstext, und danach der tatsächlich verabschiedete entschärfte Text. Das sieht dann so aus:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>8.3.2. alle Handys, DECT-Telefone, WLAN-oder WLAN-Systemen an Schulen und in den Klassenräumen verbieten, wie es von einigen regionalen Behörden, medizinischen Verbänden sowie bürgerlichen Vereinen und Initiativen gefordert wird. (Fassung Ständiger Ausschuss, 27.05.2011: Verkabelte Internetverbindungen sollen für Kinder im Allgemeinen bevorzugt werden und im Besonderen in Schulen und Klassenräumen. Der Gebrauch von Mobiltelefonen durch Schüler sollte auf dem Schulgelände streng geregelt werden.)</strong></em></span></p>
<p>Wer das liest und nicht weiß, was der &quot;Ständige Ausschuss&quot; des Europarats ist, kann nicht erkennen, welche der beiden Textversionen die gültige ist. Da die zugehörige Webseite des Vereins nach wie vor nur die ungültige Textfassung zeigt, unterstützt dies die falsche Interpretation der Passage 8.3.2 im PDF.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75762</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75762</guid>
<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:43:10 +0000</pubDate>
<category>Berichtigungen</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Erwachet!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die hausbackenen Aktivitäten restlos überzeugter Mobilfunkgegner haben manchmal, <a href="https://www.nussbaum.de/entdecken/news/wir-informieren-42-dorffest-neckartenzlingen-mit-den-fingern-sehen-am-infostand-von-infomobilfunk-neckartenzlingen-und-umgebung-3573965">so wie hier</a>, etwas Possierliches an sich.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75761</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75761</guid>
<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:33:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bundestag sieht Diagnose-Funk nicht als relevanten Stakeholder</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Wie ein roter Faden zieht sich durch viele Texte von Diagnose-Funk unübersehbar eine große Sehnsucht nach Anerkennung. Die &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=74363">Pressemitteilungen</a>&quot; des Vereins bestätigen dies regelmäßig auf plakative Weise. Auf politischem Parkett ist der Drang der Stuttgarter sich in Szene zu setzen hingegen eher subtil. Ein Beispiel dafür ist ihre Stellungnahme zum TKG-Änderungsgesetz 2026.</strong></span><br />
 <br />
Der Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze in Deutschland soll weiter forciert werden. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) arbeitet derzeit an weiteren Anpassungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG), um dieses Ziel zu unterstützen. Der Referentenentwurf des Gesetzes war am 2. März 2026 fertig und Diagnose-Funk reichte mit Datum 27. März 2026 <a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_diagnose-funk.pdf">eine 17 Seiten lange Stellungnahme</a> zu dem Entwurf beim BMDS ein. Der erste Absatz des Papiers lautet:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Nach Aufforderung durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS)¹ nimmt Diagnose-Funk e.V. im Folgenden Stellung. Diagnose-Funk e.V. (kurz: diagnose:funk) wird im Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung vom 14.2.2023 zur Technikfolgenabschätzung „Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)“² als relevanter Stakeholder genannt.</strong></em></span></p>
<p>¹ <span style="font-size:smaller;"><a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026">https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026</a></span><br />
² <span style="font-size:smaller;">Grünwald R, Revermann C, Riousset P, Deutscher Bundestag (Hrsg.) (2023). Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung: Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF). <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/056/2005646.pdf">https://dserver.bundestag.de/btd/20/056/2005646.pdf</a></span></p>
<p>► Wer jetzt glaubt, Diagnose-Funk sei vom BMDS aufgefordert worden, eine Stellungnahme zu dem fraglichen Referentenentwurf einzureichen, der irrt.<br />
► Und wer weiter glaubt, Diagnose-Funk werde von einem Bundestagsausschuss als relevanter Stakeholder in HF-EMF-Sachfragen angesehen, der irrt ebenfalls.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Nein, das BMDS hat Diagnose-Funk nicht eingeladen</span></p>
<p>Fangen wir mit dem ersten Irrtum an. Das BMDS hat nicht Diagnose-Funk um seine geschätzte Stellungnahme gebeten, sondern ganz allgemein mit folgender Formulierung alle möglichen Interessenvertreter eingeladen, sich zum Referentenentwurf zu erklären. (<a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026">Quelle</a>).</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Länder, Verbände und weitere Betroffene können Stellungnahmen bis zum 27. März 2026 an DI3@bmds.bund.de senden.</strong></em></span></p>
<p>Das vor dem Referentenentwurf ab Juli 2025 mit Stakeholdern verhandelte <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-1407">Eckpunktepapier</a> hatte der Verein verschlafen. Unter den <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-1421">44 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier</a> fehlt Diagnose-Funk. Die Stuttgarter traten erst auf den letzten Drücker mit ihrer Stellungnahme vom 27. März 2026 zum Referentenentwurf in Erscheinung. Unter den jetzt <a href="https://bmds.bund.de/service/gesetzgebungsverfahren/tkg-aenderungsgesetz-2026#accordion-4924">79 Stellungnahmen</a> sind mit &quot;Gesund vernetzt&quot; und der sogenannten Kompetenzinitiative noch zwei weitere Anti-Mobilfunk-Vereine vertreten, deren Stellungnahmen mit je vier Seiten auskommen (<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_gesund_verNETZt.pdf">Gesund vernetzt</a>, &quot;<a href="https://bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Gesetzesvorhaben/Stellungnahmen_TKG_2026/StN_Kompetenzinitiative.pdf">Kompetenzinitiative</a>&quot;).</p>
<p>Mobilfunkkritische Vereine beteiligen sich regelmäßig an Anhörungen, obwohl ihre Chancen, den Inhalt von Gesetzesänderungen maßgeblich zu beeinflussen, erfahrungsgemäß null sind. Die Beteiligung dient daher aus meiner Sicht viel eher dazu, sich vorsorglich so häufig wie möglich als Ansprechpartner in politischen Sachfragen des Mobilfunks zu positionieren, um im Ernstfall nicht übersehen zu werden. Da kommt dann mangels Erfahrung schlimmstenfalls z.B. anlässlich einer Anhörung nicht der Kompetenteste zu Wort, sondern der Aufdringlichste, der Lauteste oder pauschal einer mit Professortitel.<br />
 <br />
Nein, Bundestag sieht Diagnose-Funk nicht als relevanten Stakeholder</p>
<p>Mit vielen Worten behauptet Diagnose-Funk umständlich, im Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung vom 14.2.2023 zur Technikfolgenabschätzung „Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)“, als relevanter Stakeholder genannt zu werden. Das wäre auch kürzer gegangen, denn bei dem Papier handelt es sich um nichts anderes als den hier im Forum gut bekannten Arbeitsbericht Nr. 196 des <a href="https://www.tab-beim-bundestag.de/projekte_mogliche-gesundheitliche-auswirkungen-verschiedener-frequenzbereiche-elektromagnetischer-felder-hf-emf.php">Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)</a> aus dem Jahr 2022.</p>
<p>Dieser Bericht beruft sich wiederum stellenweise auf eine Arbeit aus der Schweiz (<a href="https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2017050314269/3/BfS_2017_FM8865.pdf">Divergierende Risikobewertungen im Bereich Mobilfunk</a>). Das Schweizer Papier geht auf wissenschaftlichem Niveau systematisch der Frage nach, wieso es zum Mobilfunk derart unterschiedliche Risikobewertungen gibt, obwohl doch allen dieselben wissenschaftlichen Studien für die Bewertung zur Verfügung stehen. Die Autoren beurteilten 53 Stakeholder zum Themenkomplex &quot;Risiko Mobilfunk&quot; auf ihre Bedeutung und wählten 15 für die detaillierte Betrachtung ihrer Risikobewertungen aus. Diagnose-Funk war einer dieser 15, die Autoren bescheinigten dem Verein &quot;mittlere&quot; Bedeutung in der Debatte und bewerteten seine Eignung für die Detailanalyse mit &quot;ja&quot;. Von einem &quot;relevanten Stakeholder&quot; ist jedoch an keiner Stelle die Rede, diese Formulierung hat sich der Verein selber ausgedacht. Unter den 15 ausgewählten Interessenvertretern waren aus dem Bereich der risikoorientierten &quot;Zivilgesellschaft&quot; noch vertreten: der BUND, das Ecolog-Institut und die sogenannte Kompetenzinitiative.</p>
<p>Im Klartext: Nur weil der Arbeitsbericht Nr. 196 des TAB sich stellenweise der Erkenntnisse einer Schweizer Untersuchung aus dem Jahr 2017 bedient, taucht der Verein Diagnose-Funk in dem Arbeitsbericht überhaupt namentlich auf. Weder das TAB noch ein Ausschuss des Deutschen Bundestags werteten den Verein als &quot;relevanten Stakeholder&quot;. Dies taten einzig und allein die Autoren der Schweizer Untersuchung und auch diese nur sinngemäß!</p>
<p>Diagnose-Funk auf die Schliche zu kommen ist nicht einfach und für Außenstehende mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden. Vielleicht deshalb geht der Verein immer wieder das Risiko ein, sich mit fremden Federn zu schmücken. Möglicherweise sind die oben gezeigten Zusammenhänge für einige Leser schon zu verschachtelt, um sie Schritt-für-Schritt nachzuvollziehen. Dabei handelt es sich hier nur um die Spitze eines Eisbergs. Denn wenn Diagnose-Funk heute den TAB-Arbeitsbericht dazu benutzt, sich der deutschen Bundespolitik als einzig wahren &quot;relevanten Stakeholder&quot; zu empfehlen, kann ich nur müde lächeln. Wieso? Weil der Verein 2021 dem TAB in vorauseilender Empörung, also noch <span class="underline">vor</span> Veröffentlichung des Arbeitsberichts, wütend &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70860">unübertroffene politische Dreistigkeit</a>&quot; unterstellte.</p>
<p>Ach so, vielleicht das noch: Wer in aller Kürze das Ergebnis der Schweizer Untersuchung wissen will, also warum Diagnose-Funk das Risiko Mobilfunk um Größenordnungen dramatischer sieht als z.B. das Bundesamt für Strahlenschutz, dem wird <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=64038"><span class="underline">hier</span></a> geholfen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75760</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75760</guid>
<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 18:17:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-07-01: National Roaming im Schatten der Mobilfunkmesswoche (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: 1. Juli 2026<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6314146">Hallo Bundesnetzagentur, wie wäre es mit #RoamingJetzt?</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Anlässlich der zweiten bundesweiten Mobilfunkmesswoche, welche die Bundesnetzagentur (BNetzA) zusammen mit Ländern, Kommunen und der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft im Juni 2026 veranstaltete, schlägt Diagnose-Funk erneut nationales Roaming als Lösung gegen &quot;graue Versorgungsflecken&quot; vor. Im Gegensatz zu &quot;weißen Flecken&quot; (keine Mobilfunkversorgung) ist in &quot;grauen Flecken&quot; eine Mobilfunkversorgung gegeben, jedoch nur eingeschränkt (z.B. nur ein Netzbetreiber, kein 4G/5G, Empfang nur im Freien).<br />
<strong>Kommentar:</strong> Der Verein hatte erst rd. drei Wochen zuvor erfolglos versucht, mit <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75665">einer Pressemitteilung zum gleichen Thema</a> die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen. Die Idee, im Kielwasser der zweiten Mobilfunkmesswoche (24. Juni bis 1. Juli 2026) es noch einmal zu versuchen, erwies sich als Fehlschlag. Denn die zweite Messwoche stieß 2026 auf <a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mobilfunk-messwoche-interesse-an-funkloch-tests-sackt-ab-15822447.html">erheblich weniger Resonanz</a> in der Öffentlichkeit als die erste Messwoche im Jahr zuvor. Abseits von Google News wurde zwar ein Webportal auf Diagnose-Funk aufmerksam, allerdings ganz anders, als der Verein sich das erhofft hatte.<br />
<strong>Google-News</strong>: Am 19. Juli ergab die Abfrage bei der Nachrichten-Suchmaschine Google-News mit <a href="https://www.google.com/search?num=10&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=FBx&amp;sca_esv=813e191b57523132&amp;sxsrf=APpeQnvL6neJKjbKqNXN08q517gkYvaEew:1784464814090&amp;q=%23RoamingJetzt+Bundesnetzagentur+Diagnose-Funk&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9IZ-OcP6xq64A4yNP8lBdpbTupudBqidne2pweOCd3nKYUC1dsYufcMzPZP1QtBU-HEt75r-0aiGhqngflpDyM0npV3MPAmIGxgUe4C7ZWXSwupRy3j_u4idXhWEgYXf0y4idJX_MDGabB12JBg6zPY0wymo&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwilmO664d6VAxUwSfEDHVc3POwQ0pQJegQIFRAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">diesem Suchbegriff</a> null relevante Treffer. Offensichtlich ist die Website teletarif.de bei Google News nicht als Newsquelle gelistet, denn am 01. Juli 2026 <a href="https://www.teltarif.de/funklochmesswoche-diagnose-funk-nationales-roaming-netzausbau/news/104461.html">griff dieses Portal</a> von Google News unbemerkt die &quot;Pressemitteilung&quot; von Diagnose-Funk auf. Nicht wohlwollend, sondern kritisch. Ab der Zwischenüberschrift &quot;<em>Wie sich diagnose:funk das vorstellt</em>&quot;, gibt Henning Gajek, Autor des Artikels, dem Stuttgarter Verein Zunder.</p>
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<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 12:15:52 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>HUJs Irrtümer (24): Neue App misst 5G-Strahlung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Besorgniserregend falsch ist auch Jakobs Quellenangabe &quot;<em>die Wirtschaftsredaktion von srf</em>&quot;, denn die von ihm angegriffene SRF-Redakteurin Anita Vonmont arbeitet nicht im Ressort <em>Wirtschaft</em>, sondern im Ressort <em>Wissenschaft</em>! (<a href="https://www.srf.ch/wissen/weltraum/moegliches-leben-auf-der-venus-wissenschaftsredaktorin-das-sind-keine-kleinen-maennchen?utm_source=chatgpt.com">Quelle</a>)</p>
</blockquote><p>Anita Vonmont hat mit ihrem Podcast über die App &quot;Etain&quot; Hansueli Jakob spontan zum Glühen gebracht. Dieser frappierenden Lichterscheinung wegen ist Vonmonts Text <a href="https://www.srf.ch/wissen/forschung/elektrosmog-neue-app-misst-5g-strahlung">Neue App misst 5G-Strahlung</a> unter dem Podcast gar nicht gewürdigt worden. Das hole ich mit der Verlinkung hiermit nach <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />.</p>
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<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 14:32:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Falsche Schlüsse (331): Hochwasserschutz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Bayerischen Landtag von Hochwasserschutz redet, <a href="https://www.bayern.landtag.de/parlament/dokumente/drucksachen/?wahlperiodeid%5b%5d=19&amp;dknr=12298&amp;dokumentenart=Drucksache">will nicht das Hochwasser schützen</a>.</p>
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<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 13:50:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Nur verhaltenes Interesse an 2. Mobilfunk-Messwoche (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die zweite bundesweite Mobilfunk-Messwoche, eine Aktion von Bund, Ländern und Kommunen, findet 2026 vom 24. Juni bis 1. Juli statt.</p>
</blockquote><p>Bei der diesjährigen Mobilfunk-Messwoche haben deutlich weniger Menschen teilgenommen als zuvor. Waren es vor einem Jahr noch mehr als 150&#039;000 Nutzer, die mit einer App 146 Millionen Messpunkte erfasst haben, so waren es dieses Jahr nur gut 60&#039;000 Nutzer mit knapp 20 Millionen Messpunkten, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. <a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/mobilfunk-messwoche-interesse-an-funkloch-tests-sackt-ab-15822447.html">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 13:42:21 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
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<title>Stromnetz mit neuer Schaltanlagentechnik dekarbonisieren</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>SF6-Gas wird seit über 50 Jahren als Isolier- und Lichtbogenlöschmittel in Hochspannungsschaltanlagen für Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) eingesetzt. Allerdings besitzt es ein hohes Treibhauspotenzial, das über einen Zeitraum von 100 Jahren etwa 24&#039;300-Mal so hoch ist wie das von CO2. Darüber hinaus hat die Tatsache, dass es Jahrtausende lang in der Atmosphäre verbleibt, die EU dazu veranlasst, mit seiner schrittweisen Abschaffung zu beginnen. Zur Unterstützung der Dekarbonisierungsziele Europas entwickelt das EU-Forschungsprojekt &quot;<a href="https://cordis.europa.eu/article/id/466252-switching-gears-to-emission-free-power-transmission/de?WT.mc_id=email-Notification">Mission</a>&quot; Schaltanlagentechnologien, bei denen SF6 durch ein Gemisch aus 80 % Stickstoff und 20 % Sauerstoff ersetzt wird. Diese Mischung wird zur Isolierung in Mittel- und Hochspannungs-Wechsel- und Gleichstromschaltanlagen verwendet und ermöglicht so eine emissionsfreie Energieübertragung.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 13:29:23 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
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