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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
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<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Jammern auf hohem Niveau - Berichtigung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Eva ist 1940 geboren und hat die mittlere Lebenserwartung ihres Jahrgangs bereits weit überschritten. Den genauen Wert weiß ich nicht, 1950 geborene Frauen aber haben <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/">nach dieser Statistik</a> eine mittlere Lebenserwartung von 68,5 Jahren, bei 1940 geborenen müssen noch ein paar Jahre abgezogen werden.</p>
</blockquote><p>Nein, da habe ich Blödzinn geschrieben!</p>
<p>Besagte Statistik nennt die Lebenserwartung von Neugeborenen unter der Annahme, dass die Sterblichkeit des jeweiligen Jahrgangs konstant geblieben wäre. Heißt: Nur aus Sicht des Jahres 1940 hatte Eva demnach eine Lebenserwartung von 68,5 Jahren. Tatsächlich aber bleibt die Sterblichkeit eines Jahrgangs wegen medizinischer Fortschritte und veränderter Lebensbedingungen <span class="underline">nicht</span> konstant, weswegen Eva heute auch mit 86 Jahren noch unter uns weilt. Die tatsächliche mittlere Lebenserwartung von 1940 in Deutschland geborenen Frauen liegt <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/kohortensterbetafeln.html?utm_source=chatgpt.com">zwischen 76,3 und 76,5 Jahren</a>. Das ist der 2026 erreichte Wert, der sich in den kommenden Jahren etwas nach oben verändern wird, wenn die geschätzt 100'000 bis 140'000 noch lebenden Frauen des Jahrgangs 1940 nach und nach in die ewigen Jagdgründe eingehen werden.</p>
<p>So oder so ist Eva mit ihren 86 Jahren der lebende Beweis, dass man auch als überzeugte Elektrosensible (eigenen Angaben zufolge leidet Eva seit rd. 20 Jahren stark unter HF-EMF-Elektrosmog), die mittlere Lebenserwartung um mindestens zehn Jahre übertreffen kann. Einige Laborstudien wie die Nagerstudie des NTP zeigten eine lebensverlängernde Wirkung von HF-EMF bei befeldeten Tieren im Vergleich zu unbefeldeten Kontrollen. Ob dieser verblüffende Effekt auch bei Eva eine Rolle spielt, – die Antwort weiß momentan nur der Himmel.</p>
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<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 20:24:36 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Landgericht Hamburg: Äußerungen Wiesendangers bleiben untersagt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Zitat: <span style="font-size:large;"><strong>Umstrittenes Gerichtsverfahren Drosten/Wiesendanger</strong></span></p>
</blockquote><p>Die Pressekammer des Landgerichts Hamburg hat mit dem heute (17.04.2026) verkündeten Urteil der Hauptsacheklage von Christian Drosten gegen Roland Wiesendanger (Az. 324 O 518/24) vollumfänglich stattgegeben. Wiesendanger wurden durch das Urteil zwei Äußerungen mit Bezug zu Drosten im Zusammenhang mit dem Ursprung des Coronavirus untersagt, die dieser in einem Interview mit dem Magazin „Cicero“ im Jahre 2022 getätigt hatte. <a href="https://justiz.hamburg.de/gerichte/oberlandesgericht/gerichtspressestelle/landgericht-hamburg-aeusserungen-wiesendangers-bleiben-untersagt--1166230">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 19:12:14 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schweiz: Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios ab 2027</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Biel/Bienne, 21.04.2026 — Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. Die übrigen Frequenzen werden neu vergeben. Die UKW Verbreitung bleibt weiterhin freiwillig. Bewerben sich mehrere Interessenten um dieselben Frequenzen, kommt es zu einer Auktion.</strong></span><br />
 <br />
Im Dezember 2025 entschied das Parlament, die Verbreitung von Radioprogrammen über UKW auch nach dem Auslaufen der UKW-Funkkonzessionen 2026 zu ermöglichen. Das BAKOM hat daraufhin im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die Vergabe der UKW-Konzessionen ab 2027 bis 2034 ausgearbeitet und orientiert sich dabei an der Laufzeit der bestehenden Veranstalterkonzessionen. Demnach können die SRG und die 25 konzessionierten Radios mit Leistungsauftrag die bisherigen Frequenzen ihres Versorgungsgebiets nutzen. Sie müssen dazu beim BAKOM ein Gesuch einreichen. Frequenzen, die bis Ende 2026 nicht beansprucht werden, kann das BAKOM 2027 ausschreiben.</p>
<p>Alle übrigen UKW-Frequenzen, die bislang Radios ohne Leistungsauftrag zugeteilt waren, werden in der bestehenden Form als Frequenzpakete (&quot;Cluster&quot;) angeboten. Alle Radioveranstalter können sich darum bewerben. Das BAKOM wird die Cluster voraussichtlich im Frühjahr 2026 auf seiner Webseite publizieren, Gesuche können bis Ende Juni eingereicht werden. Sollten sich mehrere Veranstalter für ein Cluster interessieren, wird das BAKOM voraussichtlich im Herbst 2026 eine Auktion durchführen.</p>
<p>Die UKW‑Verbreitung bleibt weiterhin freiwillig.</p>
<p>Mit diesem Vorgehen bleibt ein wesentlicher Teil des verfügbaren Frequenzspektrums für die Programme des Service public reserviert, so dass deren Veranstalter diese auch über UKW verbreiten können.</p>
<p>Mit der Festlegung der Rahmenbedingungen für die künftige Verbreitung über UKW setzt das BAKOM die im Dezember 2025 vom Parlament angenommene Motion 25.3950 &quot;Neue Ausschreibung für die UKW‑Funkkonzessionen ab 1. Januar 2027&quot; um.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
► <a href="https://www.bakom.admin.ch/de/ukw-verbreitung">Informationen zur UKW-Verbreitung</a><br />
► <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2025/20251209115542191194158159026_bsd087.aspx">UKW-Sender bleiben über 2026 hinaus in Betrieb</a></p>
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<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 18:52:44 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mess-Apps für Mobilfunk-Minderungsrecht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei schlechtem Handynetz können Verbraucher künftig Tests durchführen, um vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen oder weniger zu zahlen.</p>
</blockquote><p>Für Festnetz-Internetzugänge gibt es schon länger ein amtliches Prüftool. Doch seit heute, dem 20. April 2026, stellt die Bundesnetzagentur auch Mobilfunkkunden eine App zur Verfügung, mit der Sie Ihre mobile Internetgeschwindigkeit rechtlich belastbar prüfen und gegebenenfalls Ihre Zahlungen an den Mobilfunk-Provider senken können. Den Download der App “Nachweisverfahren Mobilfunk” für iOS <a href="https://apps.apple.com/de/app/nachweisverfahren-mobilfunk/id6745507545">finden Sie hier</a>, die entsprechende Android-Version gibt es wiederum <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.zafaco.nachweisverfahren">unter diesem Link</a>. <a href="https://www.pcwelt.de/article/3114710/staatliche-messapp-fuer-zu-langsames-mobiles-internet-jetzt-verfuegbar.html?utm_date=20260420152230&amp;utm_campaign=Best-of%20PC-WELT&amp;utm_content=slotno1-image-https%3A%2F%2Fb2c-contenthub.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2024%2F01%2FHandybesitzerWut.jpg%3Fquality%3D50%26strip%3Dall%26w%3D1024%26w%3D600&amp;utm_term=PC-WELT%20Newsletters&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Adestra&amp;tap=0a93c13d46164955a95e3613608508ed&amp;eh=06923c969be8b1447de5b4446d47986da847971237834f19ec6f44f3cd1a4b8d#">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 15:29:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Voice over NB-IoT: Quadratur des Kreises gelungen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Voice over NB-IoT ist die Bezeichnung für die Übertragung von Sprache über den schmalbandigen IoT-Mobilfunkstandard NarrowBand IoT. Dieser ist eigentlich für die sporadische Übertragung kleiner Datenmengen gedacht und nicht für Echtzeit-Sprachdienste vorgesehen. VoNB-IoT erschließt neue Anwendungsbereiche und wird aktuell im Kontext satellitengestützter NB-IoT-Netze erprobt. <a href="https://www.ip-insider.de/was-ist-voice-over-nb-iot-vonb-iot-a-d855752ac7f46a98b49595e808cab7a6/">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 15:16:35 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Müssen Bullfluencer wirklich widerlegt werden?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein unbekannter Gschaftlhuber erzählt vor laufender Kamera <a href="https://megalodon.jp/2026-0417-2006-52/https://www.instagram.com:443/den417offiziell/tv/DW_Fp6UCLnE/">hanebüchenen Bullshit über E-Autos</a> und erklärt den Mist dann sicherheitshalber auch noch brav für seine persönliche Meinung. Soweit so gut. Doch müssen Faktenchecker von dpa dann wirklich von diesem mMn offensichtlichen Käse mit einem &quot;<a href="https://dpa-factchecking.com/germany/260413-99-113002/">Faktencheck</a>&quot; Notiz nehmen und den Bullfluencer damit aufwerten?</p>
<p>Ich meine: nein. Denn weil der erzählte Bullshit hanebüchen ist, erübrigt sich die Notwendigkeit eines Faktenchecks, eben weil in der unqualifizierten Meinungsäußerung keinerlei Fakt drinsteckt. Wenn dpa trotzdem so tut, als wäre eine Berichtigung notwendig, lässt dies vermuten, die Agentur hält unsere Gesellschaft für schon so verblödet, dass ein nennenswerter Teil davon das Geblödel des Bullfluencers ernst nimmt. Andererseits, mir ließe sich vorwerfen: Du bist doch noch schlimmer! Streitest dich seit mehr als 20 Jahren mit unbelehrbaren Mobilfunkgegnern herum <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/lookaround.gif" alt=":lookaround:" />.</p>
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<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 13:45:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (324): Abens Wasserleiche (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026042012542169e621fd1dbb7.jpg" alt="[image]" width="264" height="409" /><br />
<span style="font-size:smaller;"><strong>Quelle</strong>: Münchner Merkur vom 20.04.2026</span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 12:57:02 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Fast 3000 verstrahlte Wildschweine vernichtet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2927 erlegte Wildschweine wegen überhöhter Strahlenbelastung vernichtet, wie die „Bild“ am Samstag unter Berufung auf Zahlen des Bundesverwaltungsamtes berichtete.</p>
<p>Betroffen sind demnach Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen. Die meisten Fälle wurden in Bayern registriert. Die Zahl geht aber zurück: 2024 gab es bundesweit 3099 verstrahlte Wildschweine, 2022 sogar 7539. Jäger erhalten dem Bericht zufolge für das verstrahlte Wild vom Bundesverwaltungsamt Ausgleichszahlungen – gut 200 Euro für ausgewachsene Wildschweine und gut 100 Euro für Frischlinge. <a href="https://www.deutschlandfunk.de/fast-3000-verstrahlte-wildschweine-wurden-2025-vernichtet-106.html">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 12:30:44 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Projekt &quot;Score&quot;: Vertrauen in Forschungsergebnisse verlieren?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Ein umfangreicher Versuch, an dem 865 Forscherinnen und Forscher beteiligt waren, hat ergeben, inwieweit Menschen und Maschinen vorhersagen können, ob Forschungsergebnisse reproduzierbar sind. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts, das unter dem Titel &quot;Score&quot; (Systematizing Confidence in Open Research and Evidence) bekannt ist, wurde eine riesige Datenbank mit Informationen zur Glaubwürdigkeit einer großen Stichprobe an Forschungsergebnissen zusammengestellt. Die Resultate wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ in Form einer Sammlung aus drei wissenschaftlichen Beiträgen vorgestellt.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Den Zuverlässigkeitscode der Forschung knacken</span></p>
<p>In der <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-026-10203-5">ersten</a> wissenschaftlichen Arbeit wurde die Reproduzierbarkeit bewertet, d. h., ob eine andere Forschungsgruppe, wenn sie die ursprünglichen Daten eines Experiments erneut analysiert, zu denselben Ergebnissen gelangt. Im <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-025-09844-9">zweiten</a> Artikel wurde die Robustheit der Originalstudien untersucht. Dabei wird bewertet, inwieweit die ursprünglichen Daten einer Studie dieselben Ergebnisse liefern, wenn sie mittels alternativen Methoden analysiert werden, die denen des veröffentlichten Experiments entsprechen. In der <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-025-10078-y">dritten</a>Arbeit wurde die Replizierbarkeit betrachtet: Werden andere Forscherinnen und Forscher die Ergebnisse bestätigen, wenn sie das Experiment wiederholen?</p>
<p>Das Team von Score bewertete die Vertrauenswürdigkeit von Forschungsbehauptungen aus 3'900 wissenschaftlichen Arbeiten, die von 2009 bis 2018 in 62 verschiedenen Fachzeitschriften zu Themen von Politikwissenschaft und Bildung bis hin zu Finanzen und Gesundheit veröffentlicht wurden. Das Center for Open Science (Cos) koordinierte die Stichprobenziehung von Behauptungen, die Erhebung von Glaubwürdigkeitsmaßen sowie die Durchführung von Replikations- und Reproduktionsstudien.</p>
<p>„Das ist das bisher weltweit größte Forschungsprojekt, das die Zuverlässigkeit von gemeldeten wissenschaftlichen Ergebnissen untersucht, und ein Beispiel dafür, wie großangelegte Kooperationen Fragen angehen können, die keine einzelne Forschungsgruppe allein beantworten könnte“, erklärte Gustav Nilsonne, außerordentlicher Professor für Neurowissenschaften am Karolinska Institutet in Schweden und Mitautor aller drei Arbeiten, gegenüber <br />
„Forbes“(öffnet in neuem Fenster). „Ich hoffe, dass wir in Zukunft in mehr Forschungsgebiete systematische Replikationsversuche erleben werden.“<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Verborgene Schwächen der Wissenschaft aufdecken</span></p>
<p>Insgesamt ist nur etwa die Hälfte früher veröffentlichter Ergebnisse anhand neuer Studien reproduzierbar. Die Ergebnisse zeigten, dass Reproduzierbarkeit, Robustheit und Replizierbarkeit jeweils unterschiedliche Aspekte der Zuverlässigkeit von Forschung erfassen, wobei veröffentlichte Behauptungen in ihrer Fähigkeit, diesen verschiedenen Formen der Evaluierung standzuhalten, variieren.</p>
<p>„Die Hauptbotschaft von Score ist simpel: Forschung ist schwierig. Und in gewisser Weise beginnt die harte Arbeit erst, nachdem eine Entdeckung verkündet wurde“, kommentierte Tim Errington, leitender Forschungsdirektor des Cos und einer der Leiter des Projekts Score, in einer <a href="https://www.cos.io/about/news/large-scale-collaboration-releases-new-findings-on-research-credibility">Pressemitteilung</a>. „Es bedarf enormer Anstrengungen, um neue Erkenntnisse zu verifizieren und ihnen genügend Vertrauen entgegenzubringen, damit die Grundlagen für weitere Entdeckungen geschaffen werden können.“</p>
<p>„Es gibt viele offene Fragen zu den Faktoren, die die Glaubwürdigkeit und Wiederholbarkeit von Forschungsergebnissen fördern“, fügte Fiona Fidler, eine weitere Leiterin des Projekts Score und Professorin an der Universität Melbourne in Australien, hinzu. „Wie viele produktive Forschungsbemühungen hat auch die Arbeit von Score Erkenntnissen erbracht und noch mehr Fragen darüber aufgeworfen, wie Forschung in der Praxis zu bewerten ist.“</p>
<p>Sarah Rajtmajer, ebenso Score-Projektleiterin und außerordentliche Professorin an der Pennsylvania State University in den Vereinigten Staaten, erklärte: „Mit Beiträgen von fast 900 Forscherinnen und Forschern bietet das Score-Programm eine enorme Menge an Erkenntnissen, die zur Erkundung und Erarbeitung von Hypothesen für die nächste Forschungsrunde beitragen. Die Daten und Materialien werden öffentlich zugänglich sein, damit andere auf dieser Arbeit aufbauen können.“</p>
<p>Mit der Arbeit von Score sollte dazu beigetragen werden, die Interpretation und Vermittlung von Forschungsergebnissen zu verbessern, und somit Autorinnen und Autoren, Beteiligte aus den Bereichen Gutachten, Finanzierung und politische Entscheidungen sowie Leserinnen und Leser dabei zu unterstützen, wissenschaftliche Erkenntnisse besser zu verstehen und anzuwenden. Durch verbesserte Glaubwürdigkeitsevaluierungen werden Schwerpunkte und Ressourcen auf Bereiche mit hoher Wirkung gelenkt und auf diese Weise die Wissensgenerierung und Lösungsfindung beschleunigt.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://cordis.europa.eu/article/id/464710-will-world-s-largest-probe-make-us-lose-trust-in-research-findings/de?WT.mc_id=email-Notification">Cordis - Forschungsergebnisse der EU</a></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75564</link>
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<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 21:02:37 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>www.mast-victims.org ist vom Netz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dem Webarchiv zufolge wurde mast-victims.org zuletzt im September 2024 lebend angetroffen, mit dem seit 2023 unveränderten Stand von 354 Fallgeschichten.</p>
</blockquote><p>Seit September 2025 herrscht Gewissheit: Die (unbekannten) Betreiber der Website <a href="http://www.mast-victims.org/">mast-victims.org</a> haben die Konsequenzen aus dem Niedergang der letzten Jahre gezogen und ihre Website vom Netz genommen. Zu sehen gibt es unter der URL gegenwärtig nur einen Platzhalter (plesk).</p>
<p>Die erste Archivierung durch das Webarchiv fand im Mai 2006 statt, womit mast-victims.org im 19 Lebensjahr das Lebenslicht ausgeblasen wurde. Dieser Umstand konterkariert die durchsichtigen Bemühungen interessierter Kreise, die angebliche Anzahl &quot;elektrosensibler&quot; Personen in schwindelerregende Höhen zu treiben. Angetreten war das Projekt mit dem Motto: &quot;A website dedicated to a international community of people suffering adverse health effects from cellphone masts in the vicinity of their homes.&quot;</p>
<p>Nach 19 Jahren gab es 354 Fallgeschichten aus aller Welt. Zum Vergleich: In den USA ergab eine YouGov-Umfrage (2018), dass etwa 2 Prozent der US-Amerikaner überzeugt sind, die Erde sei flach. Das sind bei einer Bevölkerung von 376 Mio. allein schon rd. 6,7 Mio. Amerikaner, die den Quatsch (angeblich) für bare Münze nehmen. Die 354 Fallgeschichten überzeugter Elektrosensibler sind hierzu eine Bagatelle, die sich auf der fünften Nachkommastelle abspielt. Damit will ich nicht die fatale Überzeugung &quot;Elektrosensibler&quot; bagatellisieren, sondern nur verlogene Versuche, die Anzahl der Betroffenen maßlos zu überhöhen, um aus einer Mücke einen Elefanten zu zaubern. Beispiele für solche Versuche finden sich hier im Forum haufenweise.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75563</link>
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<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 20:42:44 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wirkung von Fern-UVC-Strahlung auf sensitive menschliche Haut</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Fern-UVC-Strahlung (222 nm) wird als innovative Möglichkeit zur Desinfektion in öffentlichen Räumen diskutiert – auch bei Anwesenheit von Menschen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat daher ein Forschungsvorhaben zur Wirkung dieser Strahlung auf empfindliche menschliche Haut initiiert. In ihrem Online-Vortrag am 30. April 2026, präsentiert Dr. Sarah Degenhardt (Elbe Kliniken Stade-Buxtehude) die Ergebnisse des Forschungsvorhabens. <a href="https://www.bfs.de/SharedDocs/Termine/BfS/DE/2026/0430-wirkung-fern-uvc-strahlung-menschliche-haut.html">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75562</link>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 22:18:40 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Krankenversicherung: Mehr als 20'000 Fälle von Abrechnungsbetrug</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Berlin: (hib/PK) Die Bundesregierung will Fehlverhalten im Gesundheitswesen noch effektiver bekämpfen. Dies sei ein wichtiges und dauerhaft im Fokus stehendes Thema, heißt es in der Antwort (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/051/2105114.pdf">21/5114</a>) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.</strong></span><br />
 <br />
Mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) von 2003 sei festgelegt worden, dass Stellen einzurichten sind, um Fällen nachzugehen, die auf Unregelmäßigkeiten oder rechtswidrige oder zweckwidrige Nutzung von Finanzmitteln im Zusammenhang mit den Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) hindeuten.</p>
<p>Seit Inkrafttreten des GMG seien die Regelungen regelmäßig angepasst oder überarbeitet worden. Eine weitere Effektivierung sei geplant.</p>
<p>Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, wurden 2024 insgesamt 20'553 mutmaßliche Fälle von Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen erfasst. 2023 waren es 2'169 Fälle, 2022 insgesamt 2'744 Fälle, wie die Bundesregierung unter Verweis auf die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) schreibt. Der Fallzahlanstieg 2024 ist demnach maßgeblich auf ein Verfahren aus Schleswig-Holstein zurückzuführen, das die Bereiche Wirtschaftskriminalität bei Betrug und Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen betraf.</p>
<p>Seit 2016 werden den Angaben zufolge mit regelmäßigen Qualitätsprüfungen bei ambulanten Pflegediensten vom Medizinischen Dienst oder dem Prüfdienst der privaten Krankenversicherung auch Abrechnungen geprüft. In Form eines Screenings würden Leistungen kontrolliert, die die Pflegedienste den Kranken- und Pflegekassen in Rechnung stellen.</p>
<p>Dabei werten Prüfer die Pflegedokumentation und sonstige Unterlagen wie Rechnungen, Tourenpläne oder Qualifikationsnachweise aus und berücksichtigen Auskünfte der pflegebedürftigen Personen, von An- und Zugehörigen, von Mitarbeitern der Pflegedienste sowie Informationen aus der Inaugenscheinnahme der Pflegebedürftigen.</p>
<p>Würden dabei Auffälligkeiten festgestellt, erhielten die betroffenen Kranken- und Pflegekassen eine Information. Die Kassen entschieden dann über das weitere Vorgehen. Nicht jede Auffälligkeit sei auf Abrechnungsbetrug zurückzuführen. Laut dem 8. Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes Bund gab es 2023 insgesamt 10'954 Abrechnungsprüfungen im Rahmen von Qualitätsprüfungen.</p>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 22:07:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (323): Der helle Walsinn (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der gestrandete Wal in der Ostsee sorgt für Aufregung. Nicht etwa, weil er plötzlich wieder schwimmt oder schließlich doch gestorben ist. Eine Verschwörungstheoretikerszene formiert sich unter dem Deckmantel, dem Meeressäuger beistehen zu wollen. Sie betreten nicht nur von der Polizei gesperrtes Gelände, sondern wünschen auch Politikern den Tod. Das machen sie mal anonym im Internet, mal ganz öffentlich auf Demonstrationen.</p>
<p>Ein Mann auf einer solchen Demo in Mecklenburg-Vorpommern sagt dem &quot;Spiegel&quot;, er glaube, der Wal sei bewusst in die Ostsee getrieben worden. &quot;Das weiß ich aus mehreren Quellen. Die wollen Experimente mit dem machen.&quot; Er bekommt Zuspruch: &quot;Endlich mal jemand, der hier Tacheles redet&quot;, sagt ein Umstehender. Auf den Demonstrationen gäbe es viele Teilnehmer, die diese These teilen. Die teilweise weit angereisten Experten, die Regierungen und Umweltorganisationen würden alle unter einer Decke stecken. <a href="https://www.n-tv.de/panorama/Verschwoerungsglaeubige-bemaechtigen-sich-des-Wals-id30721112.html?utm_source=firefox-newtab-de-de">mehr Schwachfug ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 14:23:14 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was die Schweizer wirklich mobilisiert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Jedoch kein Vergleich zu den aktuell fast 190'000 (virtuellen) Unterschriften, die innerhalb von nur zwei Tagen zusammen kamen, damit Patrick Fischer wieder als Eishockey Nationaltrainer eingestellt wird.</p>
</blockquote><p>Jetzt sind es schon mehr als 225'000 ...</p>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 11:56:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Was die Schweizer wirklich mobilisiert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gigaherz und der Verein Schutz-vor-Strahlung rühmen sich damit, 12'000 Unterschriften in rund 75 Tagen gesammelt zu haben. Anständige Leistung, könnte man meinen. Jedoch kein Vergleich zu den aktuell fast 190'000 (virtuellen) Unterschriften, die innerhalb von nur zwei Tagen zusammen kamen, damit Patrick Fischer wieder als Eishockey Nationaltrainer eingestellt wird.</p>
<p>Er wurde entlassen, weil er Urkundenfälschung beging, indem er sich ein gefälschtes COVID-Impfzertifikat besorgte, damit er ohne Quarantäne zur Eishockey-WM nach China reisen konnte. Dummerweise erzählte er dies freiwillig und ohne Not einem SRF-Journalisten bei einem Interview.</p>
<p><a href="https://nati-coach.ch/">Lasst Patrick Fischer die WM coachen</a></p>
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<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 06:30:15 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunk frisst Radioastronomie: Protest blieb aus (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nançay hat jetzt eine 4G-Mobilfunkantenne.</p>
</blockquote><p>Weil sich im HF-EMF-Schutzgebiet um das US-amerikanische Radioteleskop &quot;Green Bank&quot; einige &quot;Elektrosensible&quot; <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Green+Bank%22">niedergelassen haben</a>, liegt der Gedanke nahe, dass dies auch in der Region Nançay der Fall ist. Deshalb habe ich ChatGPT beauftragt, ab 2024 gründlich danach Ausschau zu halten, ob überzeugte &quot;Elektrosensible&quot; oder organisierte Mobilfunkgegner gegen die Erschließung der Region mit 4G protestiert haben. Überraschenderweise ist dies nicht der Fall gewesen, ChatGPT konnte nicht die Spur eines Protests finden. Hier der Bericht der KI:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die Quellenlage zeigt folgende Eckdaten: Gemäß ANFR und Observatoire de Paris wurde Anfang März 2026 eine 4G-Antenne am Wasserbehälter („château d’eau“) von Nançay in Betrieb genommen. Betreiber ist Orange (im Auftrag aller Netzbetreiber) im Rahmen des staatlichen „New Deal Mobile“-Programms, um die vormals weiße Funkloch-Zone zu schließen. [...]</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Trotz intensiver Recherche in lokalen/regionalen Medien, Behördenmitteilungen und sozialen Netzwerken ergaben sich keine Hinweise auf Demonstrationen, Petitionen oder rechtliche Schritte gegen die Nançay-Antenne im Zeitraum 2024–2026. Weder die Präfekturankündigung noch Beiträge von Mobilfunkgegnern erwähnen Proteste. Offizielle Mitteilungen preisen stattdessen „mobilisation collective“ und „coopération étroite“ der Beteiligten.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Eine Durchsicht des ANFR-Kartendienstes und der Antennenregistrierung zeigt, die Antenne wurde ordnungsgemäß angemeldet, ohne öffentlich bekannt gewordene Einsprüche. Fehlende Aufrufe von Gesundheits- oder Umwelt-Verbänden (z.B. Robin des Toits) dokumentieren ebenfalls das Ausbleiben von Widerstand in Nançay; die wenigen Publikationen befassen sich zumeist allgemein mit Funklöchern oder Schutzabständen, nicht mit konkreten Protestaktionen. Die Gemeinde Nançay selbst war lange für ihre fehlende Mobilfunkabdeckung bekannt (Bürgermeister klagte über Funkloch, vgl. <a href="https://www.clubic.com/actualite-509560-dans-ce-village-du-cher-les-habitants-manifestent-pour-avoir-une-antenne-relais-4g-mais-un-decret-ministeriel-les-bloque.html">clubic 2023</a>), die Antenne wurde daher in der lokalen Bevölkerung eher begrüßt als kritisiert.</strong></em></span></p>
<p>Nançay spielt allerdings in einer völlig anderen Liga als Green Bank – das Schutzgebiet in Frankreich ist um Größenordnungen kleiner als das in USA. Der Schutzradius (gesetzlich definierte &quot;Radio Quiet Zone&quot;) beträgt in Nançay 1 km (allgemeine elektromagnetische Verträglichkeit) und maximal 3 km Radius (28 km²) für stärkere Sender.</p>
<p>Die Schutzzone Green Bank umfasst hingegen 34'000 km². Innerhalb dieser Zone gelten abgestufte Einschränkungen; im Kernbereich um das Teleskop (etwa 800 km²) sind sie extrem streng.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 15:01:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunk frisst Radioastronomie: Observatorium gibt Frequenz ab</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Nançay hat jetzt eine 4G-Mobilfunkantenne. Das ist schön für die rd. 750 Bewohner des Dorfes in Zentralfrankreich, aber was geht uns das hier an? Die Erschließung des Dorfes im Zuge des Förderprogramms &quot;New Deal Mobile&quot;, das mit 5000 4G-Funkmasten Funklöcher in ländlichen Gebieten Frankreichs schließen will, ist nicht der Grund. Sondern das nahe gelegene Radioteleskop-Obervatorium, das dem Mobilfunk Horchfrequenzen opferte.</strong></span><br />
 <br />
Die Inbetriebnahme des 4G-Standorts in Nançay durch Orange ermöglicht es den vier nationalen Mobilfunknetzbetreibern ihre Mobilfunkdienste im Großteil des Gemeindegebiets von Nançay anzubieten. Dieser Schritt ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung, an der zahlreiche Akteure aus dem öffentlichen Bereich und der Wissenschaft beteiligt waren. Unter der Koordination der Präfektur des Departements Cher haben sich mehrere Partner intensiv dafür eingesetzt, die Verbesserung der Netzabdeckung mit dem Schutz der in Nançay durchgeführten wissenschaftlichen Aktivitäten in Einklang zu bringen.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041612250169e0d51d25f46.jpg" class="left" alt="[image]" width="550" height="323" />◄ Der zwischen 1960 und 1965 errichtete Sekundärspiegel des großen Radioteleskops in Nançay<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Wikipedia</span><br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.<br />
.</span><br />
Die Gemeinde Nançay wurde durch einen Erlass vom 27. Mai 2020 als Gebiet ausgewiesen, das im Rahmen der Maßnahme &quot;gezielte Netzabdeckung&quot; des &quot;New Deal Mobile&quot; von den nationalen Mobilfunkbetreibern versorgt werden soll. Die Errichtung und Inbetriebnahme der Funkanlage erforderte besondere Sorgfalt, um den Schutz der Forschungsaktivitäten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nan%C3%A7ay-Radioobservatorium">Radioastronomischen Observatoriums</a> von Nançay (ORN) zu gewährleisten, einer wissenschaftlichen Einrichtung, für die die Gemeinde Nançay national und international bekannt ist.</p>
<p>Wegen der Empfindlichkeit seiner Instrumente befindet sich das Observatorium in einem durch Ministerialerlass festgelegten Schutzgebiet, das dazu dient, die Qualität der radioastronomischen Beobachtungen zu gewährleisten. Um die Vereinbarkeit des Betriebs der Sternwarte und der Installation einer Mobilfunkantenne zu prüfen, fand am 28. Februar 2024 unter der Leitung des Präfekten des Departements Cher ein Treffen mit den betroffenen Akteuren statt. Diese gemeinsame Initiative führte zu einer eingehenden Studie unter Leitung der staatlichen Frequenzaufsicht ANFR, um die Möglichkeit der Aufstellung einer Mobilfunkantenne an der Südseite des Wasserturms entlang der <em>Route de Souesmes</em> zwischen dem Dorf Nançay und den Einrichtungen des ORN zu prüfen.</p>
<p>ORN hat zugestimmt, die direkt von der 4G-Antenne genutzten Beobachtungsfrequenzbänder freizugeben, unter der Bedingung, dass die Beobachtungen auf den anderen Frequenzen nicht beeinträchtigt werden. Nach einer ersten Phase theoretischer Untersuchung wurde ab April 2025 ein Feldversuch durchgeführt, der zur Installation einer mobilen Anlage auf dem Wasserturm der Gemeinde Nançay mit spezifischen Einstellungen führte. Anschließend wurde eine detaillierte Beobachtungskampagne durchgeführt, gefolgt von einer eingehenden Analyse durch Mitarbeiter des ORN und der beteiligten Forscher. Aufgrund dieser engen Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, Wissenschaftlern, Netzbetreibern und der Gemeinde Nançay verfügt das besagte Gebiet nun über Mobilfunkabdeckung.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.cher.gouv.fr/contenu/telechargement/43492/333494/file/CP-20260401-Telephonie-Mobile-Couverture-Nancay.pdf?_x_tr_sl=auto&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de">Téléphonie mobile : la commune de Nançay est désormais couverte en 4G</a></p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Green+Bank%22">&quot;Elektrosensible&quot; im Schutzgebiet &quot;Green Bank&quot;, USA</a></p>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 14:37:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BNetzA: Messkatalog für Mobilfunk-Minderungsrecht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bei schlechtem Handynetz können Verbraucher künftig Tests durchführen, um vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen oder weniger zu zahlen. <a href="https://www.heise.de/news/Weniger-zahlen-bei-miesem-Handynetz-Staat-legt-Regeln-fest-11257861.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:31:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
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<title>Lidl ist die unterschätzte Macht im Mobilfunk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr Wettbewerb, mehr Preisdruck, mehr Innovation: Der Vorstoß des Handelsriesen könnte eine Branche aus ihrer Komfortzone holen. Dabei hilft ein zentraler Manager. <a href="https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-lidl-ist-die-unterschaetzte-macht-im-mobilfunk/100216489.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 21:55:12 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rosen im HF-EMF-Feld: Studie zeigt Nullbefund</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Saubere Experimente beginnen nicht mit spektakulären Ergebnissen, sondern mit der Frage, ob man überhaupt weiß, was man misst. In der HF-EMF-Forschung wird genau das erstaunlich oft vorausgesetzt statt überprüft. Eine neue Studie dreht den Spieß um: Sie liefert keinen Alarm, sondern etwas deutlich Selteneres – belastbare Expositionsbedingungen. Und unter diesen Bedingungen passiert erst einmal: nichts.</strong></span><br />
 <br />
Wer sich durch die Literatur zu HF-EMF und Biologie arbeitet, stößt immer wieder auf ein Grundproblem: Man weiß oft erstaunlich wenig darüber, was die Versuchsanordnung tatsächlich &quot;gesehen&quot; hat. Feldstärken werden angegeben, aber nicht sauber am Ort des Organismus verifiziert. Expositionen gelten als &quot;kontrolliert&quot;, obwohl sie es physikalisch nur eingeschränkt sind. Kurz: Die Dosimetrie hinkt der biologischen Interpretation hinterher.</p>
<p>Hier setzt die jetzt in Bioelectromagnetics erschienene Arbeit an (<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bem.70036">Volltext</a>). Die Autoren bauen keine neue Wirkungshypothese auf, sondern zunächst einmal etwas viel Profaneres – und zugleich Entscheidendes: eine Expositionsumgebung, die diesen Namen verdient.</p>
<p>Kernstück ist eine sogenannte Vibrating Intrinsic Reverberation Chamber (VIRC), integriert in eine begehbare Pflanzenwachstumskammer. Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein klarer Anspruch: ein elektromagnetisches Feld zu erzeugen, das nicht nur nominell vorhanden ist, sondern sich im relevanten Volumen tatsächlich als räumlich homogen und zeitlich stabil erweist. Genau das wird hier systematisch überprüft und gezeigt. Die Feldverteilung ist isotrop, reproduzierbar und über die gesamte Expositionsdauer hinweg kontrollierbar – auch dann, wenn reale biologische Lasten (also Pflanzen) eingebracht werden.</p>
<p>Das ist mehr als ein technisches Detail. Es ist die Voraussetzung dafür, biologische Effekte überhaupt belastbar diskutieren zu können. Denn ohne verlässliche Kenntnis der einwirkenden Feldparameter bleibt jede Effektaussage methodisch auf Sand gebaut.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wirkt der biologische Teil der Studie fast schon nebensächlich – und ist doch aufschlussreich. In einem ersten Test werden Rosenstecklinge wiederholt kurzzeitig (jeweils 30 Minuten) bei 900 MHz und 5 V/m exponiert. Das Ergebnis: kein Unterschied zu einer Scheinexposition. Weder das Sprosswachstum noch die Blattentwicklung zeigen Auffälligkeiten.</p>
<p>Das ist kein spektakulärer Befund, aber ein sauberer. Und darin liegt seine Stärke. Die Studie behauptet nicht mehr, als sie zeigen kann – und zeigt vor allem, dass sie weiß, wovon sie spricht. Bemerkenswert ist zudem, was die Arbeit implizit offenlegt: Wie selten derartige Versuchsbedingungen bislang sind. Die Autoren selbst weisen darauf hin, dass gut kontrollierte Studien zu HF-EMF an Pflanzen Mangelware sind. Wer das Feld kennt, wird dem kaum widersprechen.</p>
<p>Die VIRC ist damit weniger ein Ergebnis als ein Instrument. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass künftige Studien nicht nur Effekte behaupten, sondern diese auch physikalisch sauber verorten können. Ob dabei Effekte gefunden werden oder nicht, ist eine nachgelagerte Frage.</p>
<p>Oder zugespitzt: Diese Arbeit reduziert nicht die Unsicherheit über biologische Wirkungen – sie reduziert zunächst die Unsicherheit darüber, was überhaupt untersucht wurde. Und das ist ein Fortschritt, der in der EMF-Debatte bislang selten genug ist.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75553</link>
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<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 19:56:11 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
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