Finnland: Hirntumorrate steigt steil an, aber ... (Forschung)

H. Lamarr, München, (vor 5365 Tagen) @ Doris

Da habe ich ja eine Seite gefunden, die meine Frage beantwortet.

http://www-dep.iarc.fr/NORDCAN/english/frame.asp

Da lese ich mich jetzt mal rein.

Da haben Sie ja eine sprudelnde Quelle mit richtig frischem Wasser gefunden!

[image]

Das Bild zeigt den Verlauf der altersstandardisierten Inzidenzrate für Hirntumoren in Finnland.

  • Zur großen Begeisterung einiger Mobilfunkgegner steigt die Inzidenzrate ziemlich steil an.
  • Zur großen Enttäuschung einiger Mobilfunkgegner ist keinerlei Korrelation des Anstiegs mit der Einführung der Mobilfunksysteme NMT450 (1982) und GSM (1991) erkennbar.

Ich sehe sogar eher das Gegenteil: Würde sich infolge wachsender Handynutzung bei den Finnen im Hirn etwas tun, müsste die Steigung der Kurve nach rechts hin zunehmen. Dies aber ist nicht der Fall, die Steigung nimmt vielmehr ab, d.h. der Anstieg der Inzidenz wird seit Einführung der Mobilfunknetze in Finnland nicht größer, sondern kleiner. Womit wir wieder einmal vor der Frage stehen: Geht von Mobilfunktelefonaten - wie auch in einigen Bereichen der Interphone-Studie ersichtlich - eine ganz und gar unerklärliche Heil- und Schutzwirkung gegenüber Hirntumoren aus?

Zur Erinnerung, warum ausgerechnet Finnland so interessant ist: Rund 80 Prozent der Finnen haben heute kein Festnetz mehr, nur noch Mobilfunk (Quelle: BitKom). Die Nordlichter liegen damit mit ihrem EMF-Konsumverhalten in Europa an der Spitze.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Hirntumor, Inzidenzrate, Finnland

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