Fabrizieren von Weichmachern als Methode (Allgemein)

dlsasv @, Samstag, 23.09.2006, 21:13 (vor 7110 Tagen) @ sleepless

Beziehen Sie sich dabei auf ihre Frage nach der Nichtberücksichtigung von DECT bei der Wiener/Nailia-Studie? Ein Versuch der Erklärung warum dies eine Rolle spielen muss, egal ob ich an eine Wirkung der EMF glaube oder nicht, und daher berücksichtigt werden muss unabhängig davon wie ich die einzelnen Quellen priorisiere.

Beide Quellen emittieren EMF, genau diese EMF will ich nun aber untersuchen. Gehe ich also davon aus, dass es keinen Zusammenhang gibt

Da ist wohl ein 'k' zu viel ?

(als Arbeitshypothese) und stelle fest, dass Menschen in der Nähe einer Antenne vermehrt über Beschwerden klagen, so spielt es natürlich eine Rolle, ob sie evtl. auch einer Belastung durch ihr DECT ausgesetzt waren oder nicht. Gleiches gilt natürlich auch bei der Gegenhypothese, dass es keinen Zusammenhang gibt.

Im letzten Satz geht es um den eigentlich interessanten Fall soweit ich sehe, Sie sollten daher etwas ausführlicher darauf eingehen:-|:-). Und warum sollte das das Gleiche sein? Wenn es keinen Zusammenhang gibt, dann ist es völlig egal, ob man DECT berücksichtigt oder nicht, man erhält immer Zufallsergebnisse! Dann ist DECT auch keine Störvariable, da sie in keiner Beziehung zu Krebs ('Zielgrösse') steht.

Es geht also nicht darum, was nicht sein kann oder darf sondern, schlichtweg um die Beachtung von Störvariablen, und die gehören bei einer sauberen statistischen Analyse nun mal dazu, oder ich schwäche damit die Aussagekraft meines Ergebnisses, egal wie dieses ausfällt oder von welcher Hypothese ich nun ausgegangen bin.

Das sehe ich anders. Wenn ich davon ausgehe, dass es einen Zusammenhang gibt, dann ist DECT eine Störvariable und könnte bestenfalls nichts mit der Exposition durch die Basisstation zu tun haben, so dass evtl. nur schwache Wirkungen der BTS maskiert würden, die man bei Berücksichtigung von DECT vielleicht noch erkennen würde, schlimmstenfalls könnten die Ergebnisse völlig verzerrt werden. Solange aber das Ergebnis 'stimmt', wie in den beiden Studien, macht 'mir' das erstmal nicht so viel aus. Wenn ich aber davon ausgehe, dass es keinen Zusammenhang gibt, ist DECT nicht mehr eine potentielle Störvariable als etwa die CDU/SPD-Präferenz. Ich kann dann nicht kritisieren, dass diese nicht berücksichtigt wurde.


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