Prof. i. R. Helmuth Kern (Allgemein)
Ein Verzeichnis von Bildungsverfechtern nennt ihn ausdrücklich als "Prof. a.D. Fachdidaktik Bildende Kunst und Kunstwissenschaft am staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymn.) Esslingen".
Frage an ChatGPT: Wieso Prof. a.D. und nicht Prof. i.R.?
Antwort der KI: Beides ist grundsätzlich möglich, aber "i. R." wäre bei einem Professor der üblichere und präzisere Zusatz.
► Bedeutung der beiden Zusätze
a. D. – außer Dienst
Bedeutet wörtlich: nicht mehr im aktiven Dienst. Wird traditionell vor allem bei Beamten in bestimmten Funktionen verwendet, z.B.
- Minister a. D.
- Botschafter a. D.
- Präsident a. D.
Der Zusatz wird häufig benutzt, um eine frühere Amtsfunktion zu kennzeichnen.
i. R. – im Ruhestand
Bedeutet: offiziell pensioniert. Das ist die klassische Bezeichnung für Professoren, Richter, Beamte usw., die regulär in Pension gegangen sind.
Beispiele:
- Prof. Dr. X i. R.
- Oberstudienrat i. R.
► Bei Hochschulprofessoren
Der Professorentitel ist kein Amt mit Amtszeit, sondern ein akademischer Titel, der auch nach der Pensionierung weitergeführt wird. Im akademischen Umfeld sind deshalb üblich:
- Prof. Dr. X (i. R.)
- Prof. Dr. X, emeritiert (bei Universitätsprofessoren)
- Prof. Dr. X, em.
Der Zusatz a. D. wirkt bei Professoren deshalb leicht schief, auch wenn er nicht falsch ist, weil er eher zu politischen oder administrativen Ämtern passt.
► Spezieller Fall Kern
Bei Helmuth Kern kommt noch ein Detail hinzu: Er war Professor am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Lehrerausbildung), also kein Universitätsprofessor. Daher passt
Prof. ... i. R. sprachlich und institutionell am besten.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –