Soll Forschungsbetrug strafbar werden? (Forschung)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 17.07.2014, 00:28 (vor 3629 Tagen) @ Radioburst

Ich bin ein juristischer Laie und weiß nicht, ob meine obigen Ausführungen zutreffend sind. Sie sind nur eine nicht abgesicherte momentane Meinung und in diesem Sinne auch nur als Forenbeitrag zur Anregung einer Diskussion zu verstehen. Ich lasse mich gerne Besseren belehren.

Wäre unser exmatrikulierter Studienkritiker ähnlich selbstkritisch, er hätte sich zum Rufen nicht in die Wüste zurückziehen müssen.

Ebenfalls Rechtslaie kann ich nichts Substanzielles beitragen. Ich fürchte jedoch, wer es drauf anlegt, wird sich auch als Wissenschaftler erfolgreich vor der Verantwortung drücken können. Zum Beispiel durch Publikationen in zwielichtigen Journalen, die ihren Autoren im Kleingedruckten eine Haftungsausschlussklausel einräumen.

Modellbeispiel einer Klausel, mit der es z.B. möglich ist, sündhaft teuren Plunder ungestraft zu verkaufen:

Rechtlicher Hinweis: Das FOSTAC® Verfahren ist wissenschaftlich noch nicht gesichert anerkannt und soll, nach dem aktuellen Stand der westlichen Wissenschaft, nur zufällige Schwingungsmuster erzeugen. Die von uns beschriebenen Wirkungen werden derzeit nicht als gesichert betrachtet und bleiben vorerst fachlich umstritten. Unsere Produkte können damit bei gesundheitlichen Problemen den Arztbesuch nicht ersetzen.

Noch stärker sichert sich Bioprotect ab. Wer da klickt, um eine Bioprotect-Karte, auf die übrigens "Charles" schwört, erwerben zu dürfen - dem ist mMn sowieso nicht mehr zu helfen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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