Australien: 6 (sechs) "Elektrosmog-Betroffene" in zwei Jahren (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Samstag, 21.07.2012, 22:56 (vor 4323 Tagen)

Neuer Report der Meldestelle für gesundheitliche Beschwerden durch elektromagnetische Strahlung
Die Meldestelle, die von der Australian Radiation Protection and Nuclear Safety Agency (ARPANSA) unterhalten wird, sammelt Berichte über gesundheitliche Bedenken im Zusammenhang mit einer möglichen Exposition in elektromagnetischen Feldern im Bereich von 0 bis 300 GHz. Bürger, die glauben, unter negativen Auswirkungen als Folge der Exposition gegenüber EMF zu leiden, können eine schriftliche Beschwerde bei der Meldestelle einreichen. ARPANSA macht zwar keine Untersuchungen und versucht auch nicht, die individuellen Beschwerden zu beheben, stellt den Betroffenen aber ein Standardformular zur Verfügung, in dem sie die Art der Exposition und die Gesundheitsbeschwerden beschreiben können. Die dadurch gewonnenen Informationen könnten ARPANSA dabei helfen, zukünftige Forschungsschwerpunkte in Bezug auf die Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Mensch und Umwelt zu identifizieren. Im Zeitraum Juli 2010 bis Juni 2012 wurden insgesamt 6 Berichte eingereicht. Der aktuelle Report analysiert diese und wertet darüber hin-aus alle 55 bisher eingegangenen Berichte aus.

Mehr: http://www.arpansa.gov.au/radiationprotection/emr/index.cfm

Quelle: WIK EMF-Brief, Ausgabe 84 | 20. Juli 2012

Kommentar: Die australische Meldestelle für überzeugte Elektrosmog-Betroffene wurde 2003 eingerichtet, also vor rund neun Jahren. Wenn sich seither 55 Personen gemeldet haben, dann ist das für ein Land mit 22 Mio. Einwohnern - so gut wie nichts! Zum Vergleich: Im 8-Mio.-Einwohner-Land Schweiz haben sich nach 2 1/2 Jahren immerhin 155 überzeugte Elektrosmog-Betroffene bei einer Meldestelle gemeldet. Die beiden Meldestellen sind allerdings nicht 1:1 vergleichbar: Die Schweizerische ist anziehender, weil sie eine unentgeltliche ärztliche Beratung bietet. Berücksichtigt man diesen Effekt und die intensive Werbung, die von dem Anti-Mobilfunk-Verein Gigaherz für die dortige Meldestelle gemacht wurde, senden Australien und die Schweiz in etwa die gleiche Botschaft: Es gibt erheblich weniger überzeugte Elektrosmog-Betroffene als Menschen, die fürchten, am 21. Dezember 2012 ginge die Welt planmäßig unter, nur weil ein alter Kalender an diesem Tag enden soll.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Australien, Elektrochonder, WIK


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