Ein Problem aus meiner Sicht (Allgemein)
Hier in diesem Memorandum ist er auf Seite 10 "Opfer" von den üblichen Unterstellungen. Nur eines von unzähligen Beispielen.
Zitat:
Der geistig-moralische Zustand des deutschen Strahlenschutzes zeigt sich am deutlichsten dort, wo sich seine Repräsentanten in den Dienst des IZMF, der Interessenvertretung der Mobilfunkindustrie stellen – ob es dabei um die Aufklärung von Kindern, Eltern, Schulen oder Ärzten geht. Fortbildungen von Umweltärzten z. B., die von der Mobilfunkindustrie arrangiert und bezahlt werden und programmatische Entwarnungen zwanglos mit Werbung verbinden, sind für denkende Menschen seit Langem ein Ärgernis. Keiner hat sich bisher distanzloser in den Dienst solcher Veranstaltungen gestellt wie der Biowissenschaftler Prof. A. Lerchl von der Jacobs University Bremen. Just er ist inzwischen aber zu jenem Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission befördert worden, von dem oben die Rede war. Kaum im neuen Amt, fällt er mit seiner alten Gewohnheit auf, an den Veranstaltungen des IZMF mitzuwirken. Gibt es nicht Engagements, die sich auf Grund schwerwiegender Interessenkonflikte wechselseitig ausschließen? Darf ein Wissenschaftler alles machen, was bezahlt wird? Gibt es für den Staat und seine ‚Experten’ nicht wenigstens so etwas wie eine Schamgrenze, die der wachsenden Zahl betroffener Menschen erspart, mit solchen Beweisen machtbewusster und ethikvergessener Arroganz auch noch verhöhnt zu werden?
Sie meinen diese Passage? Mal davon abgesehen, das ein klarer Vorwurf formuliert wird, der im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Dr. Lerchl und öffentlichem Interesse steht (!), sehe ich diesen bei entsprechenden Hinweisen als gerechtfertigt. Denn Fragen dieser Art, so sie sich stellen, müssen problemlos stellbar und zu beantworten sein.
Schließlich geht es um Wissenschaft bzw. das ausräumen von eventuellen Missverständnissen und nicht um Zickenkrieg... auch wenn ich mir da zunehmend unsicher bin.
Zum eigentlichen Punkt. Da ich den Vorwurf ausschließlich diesem Dokument entnehme, ergeben sich mir zwei Möglichkeiten:
a) Ist der Vorwurf der Realität entsprechend, sehe ich ebenfalls einen Interessenkonflikt, wie er gesetzlich verboten werden sollte, insbesondere bei so interessenverknüpften Themen wie diesem, mit der Gesundheit der Bürger.
Auch aufgrund jüngster und vergangenen, nachweislich negativen Entwicklungen, in wohl allen Top- (Management) Bereichen.
b) Entspricht der Vorwurf nicht den Gegebenheiten, "schießt" man nicht aus freien Stücken, also um des persönlichen Angriffs Willen, und der Vorwurf sollte sich entsprechend problemlos dementieren lassen.
Damit wäre als Konsequenz aus meiner Sicht, ein ausräumen des Vorwurfs verbunden und der erneute / beibehaltene Vorwurf gleichen Ursprungs würde sich selbst eliminieren. Eine Entschuldigung wäre angebracht.
Nur um Fragen folgender Art vorzubeugen:
Natürlich müssen/können nicht alle Vorwürfe von Mr.NoName & Co glaubhaft dementiert oder ausgeräumt werden. Doch ist es in dieser Frage noch nicht geschehen, halte ich es für notwendig, denn sonst braucht man sich auch nicht wundern, wenn sich die Spirale immer weiter dreht...
Sie dürfen nicht verkennen, dass das Verhältnis zwischen wuff und Dr. Lerchl nicht gerade das Entspannteste ist. Der Vorwurf ist mehr als naheliegend, dass wuff identisch mit W.K. ist, der praktisch anonym die Arbeit von Dr. Lerchl kritisiert. Seine Arbeit schaffte er auch nicht ohne Pöbeleien, Beleidigungen und Unterstellungen.
Ich kenne dieses "Verhältnis" nicht, doch um so intensiver wiegt jede Provokation. Davon abgesehen habe ich wuff hier noch nie in Pöbeleien erlebt oder als initiativ beleidigend empfunden, im Gegenteil.
Falls es nur eine (angemessene) Reaktion auf Vorwürfe sein sollte, fällt es für mich durchs Raster.
Ich bin erstaunt wie konsequent gelassen man die Situation, von dieser Seite der Medaille doch nehmen kann. Für mich ein Zeichen, das wuff nicht persönlich betroffen ist, umso gewichtiger finde ich das Engagement zur Sache, auch da er sich mit dieser Einstellung nicht auf die Seite der "Gewinner" begibt, wie man es hier schon mal nennt.
--
"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."
gesamter Thread:
- Wo - bitte - ist das Problem? -
Alexander Lerchl,
30.06.2009, 21:55
- Wo - bitte - ist das Problem? - Sektor3, 30.06.2009, 22:31
- ... dort wo das Munkeln und Raunen haust. - H. Lamarr, 30.06.2009, 22:40
- Ein Problem aus meiner Sicht -
ES,
01.07.2009, 14:13
- Ein Problem aus meiner Sicht -
Doris,
01.07.2009, 15:57
- Ein Problem aus meiner Sicht - KlaKla, 01.07.2009, 19:55
- Ein Problem aus meiner Sicht - ES, 03.07.2009, 12:35
- Giftklima -
H. Lamarr,
01.07.2009, 16:52
- Giftklima - ES, 03.07.2009, 13:05
- Ein Scherz aus meiner Sicht - AnKa, 01.07.2009, 18:40
- Ein Problem aus meiner Sicht -
Doris,
01.07.2009, 15:57