Löschfunkensender (Elektrosensibilität)

Raylauncher @, Donnerstag, 09.04.2009, 20:40 (vor 6287 Tagen) @ helmut

Man muß sich wundern, daß die Bürgerwelle seinen frühen Tod, als gerademal 36 Jähriger, noch nicht mit dem Elektrosmog, den er produzierte, in Zusammenhang brachte. Die Nachrichtenübertragung damals war nämlich "gepulst"

Gepulst waren die damaligen Aussendungen sogar in zweierlei Weise:

1. Zur Erzeugung der Funkwellen dienten damals Löschfunkensender. Das sind im Prinzip große Funkeninduktoren bei denen durch periodische Unterbrechung des Erregerstromes einer Induktivität Hochspannungsimpulse erzeugt werden, die wiederum über eine Funkenstrecke (daher der Begriff "Funk") zur Entladung gebracht werden und dabei ein breitbandiges Frequenzspektrum erzeugen. Eine gewisse Selektivität kann man durch die Gestaltung der Funkenstrecke und mittels Resonanzkreisen und eine schmalbandige Ankopplung der Antenne erzielen. Alles in allem sind diese Pulse als periodische Anregung einer gedämpften Welle trotzdem recht steilflankig, verglichen mit heutigen Anwendungen.

2. Die damals übliche "Modulation" war der Morsecode, der letztlich ein Tasten des Trägers, und daher ein digitales, die Amplitude des HF-Trägers beeinflussendes Modulationsverfahren darstellte. Hier wurde über die "Pulsung" wirklich noch Information übertragen, während sie bei heutigen Systemen lediglich der Mehrfachausnutzung des Trägers dient.

Raylauncher

Tags:
, Geschichte, Technik


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