Osterhofen: Standort-Boykott mit unerfreulicher Folge (Allgemein)
Auszug aus einem Bericht der Osterhofener Zeitung über einen mitten im Stadtgebiet auf einem Uhrenmuseum errichteten neuen Sendemast:
Wie Bauamtsleiter Christian Moosbauer erklärt, hatte die Telekom Anfang 2013 bei der Stadt bezüglich Standorten für neue Sendemasten nachgefragt. Im Gespräch waren zunächst der Wasserturm in Altenmarkt und das Rettungszentrum. Aufgrund heftiger Bürgerproteste entschied sich der Stadtrat schließlich dafür, kein öffentliches Objekt zur Verfügung zu stellen.
Dieser Schuss aufgebrachter Mobilfunkgegner ging offensichtlich nach hinten los, denn errichtet wurde der Sendemast schließlich auf einem privaten Gebäude. Im Rückblick wäre der Wasserturm für die ortsansässigen Mobilfunkgegner höchstwahrscheinlich das kleinere Übel gewesen. Aufgehetzt durch unqualifizierte Alarmisten wurde diese Chance jedoch leichtfertig verspielt. Auch der Stadtrat muss sich Kritik gefallen lassen, denn er hat auf Druck reagiert, der sich sachlich/fachlich nicht begründen lässt. Die Angst der Leute vor einer "ideellen Immission", also eine nur gefühlte unbegründete Angst, hätte durch eine Informationsveranstaltung mit fachlich kompetenten Referenten (damit scheiden Referenten von Anti-Mobilfunk-Vereinen kategorisch aus) möglicherweise ausgeräumt werden können.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –