ÖDP: Zurück in die Steinzeit der Mobilfunkkritik (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 3 Tagen) @ H. Lamarr

... einen bitteren Vorgeschmack auf das, was Kapitel 4 demnächst an haltlosen Behauptungen verbreiten wird.

Das aktuelle bundespolitische Programm der Partei (Stand: 25.04.2026) übertrifft in Kapitel 4 die Befürchtungen. Da meine Enttäuschung über den Rückschritt der ÖDP einen wahrscheinlich polemischen Verriss des Mobilfunkkapitels bewirkt hätte, habe ich nicht selbst zur Feder gegriffen, sondern ChatGPT angewiesen, seine Sicht des Kapitels zum Besten zu geben. Und so hat die KI gewertet:

Das ÖDP-Papier ist im Kern ein politisches Anti-Mobilfunk-Papier, das seine Forderungen mit einer wissenschaftlich überdehnten und teilweise falschen Gefahrenargumentation absichert.

Es übernimmt weitgehend die bekannten Topoi der Anti-Mobilfunk-Szene: "Strahlenbelastung", athermische Wirkungen, DNA-Schäden, Fruchtbarkeit, EHS, funkfreie Zonen, "Kabel statt Funk", verpflichtendes Netz-Sharing und möglichst weitgehende kommunale Einflussnahme.

Besonders problematisch ist, dass Unsicherheiten und einzelne biologische Befunde regelmäßig zu gesicherten Gesundheits- und Umweltschäden hochgestuft werden. Gleichzeitig werden ICNIRP und der etablierte Strahlenschutz mit schweren, im Papier nicht belegten Vorwürfen diskreditiert.

Auch die vermeintlich "technischen" Forderungen sind keineswegs neutral: Ein genereller Vorrang von Kabel vor Funk ist technologisch unsinnig, verpflichtendes Netz-Sharing ist ein erheblicher Eingriff in den Infrastrukturwettbewerb, und zusätzliche kommunale Eingriffsmöglichkeiten können den Mobilfunkausbau weiter erschweren.

Mein Fazit: Man kann über Vorsorge, Datenschutz, Ressourcenverbrauch oder Infrastrukturpolitik diskutieren. Das Papier tut dies aber nicht ergebnisoffen. Es setzt die gesundheitliche Gefährlichkeit von Funk im Wesentlichen voraus und leitet daraus seine politischen Forderungen ab.

Als wissenschaftliche Begründung der ÖDP-Position ist das Papier daher nicht überzeugend. Als politisches Positionspapier der organisierten Anti-Mobilfunk-Szene ist es dagegen ziemlich eindeutig.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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