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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Lidl funkt jetzt mit</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lidl baut Mobilfunkgeschäft aus und beteiligt sich an 1Global. Der Einstieg bei dem Telekomanbieter ist Teil einer breiteren Digitalstrategie. Lidl will seine Reichweite nutzen, um neue Dienste rund um eSIMs und Datenangebote zu etablieren. <a href="https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/mobilfunk-lidl-baut-mobilfunkgeschaeft-aus-und-beteiligt-sich-an-1global-01/100215543.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 21:18:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lennart Hardell: tiefer Kratzer im Lack (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Zwischen 2023 und 2024 haben Lennart Hardell und seine Co-Autorin Mona Nilsson mit sieben Fallstudien untersucht, ob die Inbetriebnahme von 5G-Basisstationen bei Anwohnern unspezifische gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Im Juni 2024 kommen beide in einer zusammenfassenden Review ihrer Fallstudien zu dem Schluss: 5G verursacht das Mikrowellensyndrom, die 5G-Netzverdichtung müsse deshalb gestoppt werden. Dariusz Leszczynski tadelt diesen Befund als &quot;Anfängerfehler&quot; und trifft damit ChatGPT zufolge ins Schwarze.</p>
</blockquote><p>Es kam, was kommen musste: Einer fühlte sich von Dariusz auf den Schlips getreten.</p>
<p>Alasdair Philips, UK, lässt Leszczynski <a href="https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2026/04/09/hardell-and-nilsson-made-a-rookie-mistake-and-didnt-prove-that-5g-caused-ill-health-symptoms/#comment-31074">in dessen Blog</a> u.a. wissen ...:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>However, I judge your criticism of Hardell and Nilsson as unfair. There is no way any medical doctor could judge the factors that together caused the cancer or other ill-health in the participants. Epidemiological and ecological studies can never “prove” causality – we are long past the cholera water-pump days – though, interestingly when the public were stopped using the water pump and the epidemic ceased – but we can’t now do “no RF”. Also, now, there are so many novel chemicals in our food, air, water and our clothes and furnishings – many of which may have synergistic effects.</strong></em></span></p>
<p><span class="underline">Übersetzung</span>: [...] Ich halte Ihre Kritik an Hardell und Nilsson jedoch für unfair. Kein Arzt könnte die Faktoren beurteilen, die gemeinsam den Krebs oder andere Gesundheitsprobleme bei den Teilnehmern verursacht haben. Epidemiologische und ökologische Studien können niemals einen Kausalzusammenhang „beweisen“ – die Zeiten der Cholera-Wasserpumpen sind längst vorbei –, obwohl es interessant ist, dass die Epidemie aufhörte, als die Öffentlichkeit die Wasserpumpen nicht mehr benutzte – aber wir können heute nicht mehr auf „keine HF“ ausweichen. Außerdem gibt es heute so viele neue Chemikalien in unserer Nahrung, Luft, unserem Wasser sowie in unserer Kleidung und unseren Einrichtungsgegenständen – von denen viele synergistische Wirkungen haben könnten. [...]</p>
<p>Leszczynski entgegnet (übersetzt): Ich halte es nicht für „unfair“, auf Fehler oder Mängel im Studiendesign hinzuweisen. Das Fehlen einer Verblindung ist ein schwerwiegender Fehler. Darüber hinaus scheinen Hardell und Nilsson die These zu vertreten, dass 5G eine Rolle spielt. Sie haben jedoch keinerlei Beweise dafür, was die gesundheitlichen Beschwerden verursacht hat.</p>
<p>Und ich meine: Philips wirft einen Stein in Leszczynskis Garten, erklärt aber mit keiner Silbe warum. Stattdessen erzählt er zusammenhanglos Storys vom Pferd. Anscheind wollte sich Philips nur öffentlich als Verteidiger von Hardell und Nilsson positionieren.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 20:25:59 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Claude wird mit der Bewertung durch ChatGPT konfrontiert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die beiden KIs ChatGPT und Claude haben oben im Strang unabhängig voneinander bewertet, wie Selks Pre-Peer-Review-Tool die &quot;Reflex&quot;-Studie (Diem et al., 2005) beurteilt hat. Für jedermann ist ersichtlich, dass die KIs stellenweise zu stark unterschiedlichen Beurteilungen gekommen sind. ChatGPT lässt an Kriterium 1 kein gutes Haar, Claude hingegen hat daran nichts auszusetzen.</p>
<p>Was stimmt denn nun? Um der Antwort näherzukommen, habe ich Claude, nachdem dieser seine Bewertung abgegeben hatte, mit der Bewertung durch ChatGPT konfrontiert, also mit dem <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75539">Text dieses Postings</a>. Mein Begleittext lautete: &quot;Danke für deine Einschätzung. Ein Kollege von dir hat den Text allerdings deutlich kritischer als du eingeschätzt. Schau selbst.&quot; Claude erwiderte nach kurzer Denkpause:</p>
<p><em>Das ist eine substanzielle Kritik, und ich sollte ehrlich sein: in einem zentralen Punkt hat der Kollege recht, wo ich zu nachsichtig war.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wo der Kollege recht hat und ich zu mild war</span></em></p>
<p><em>Der Einwand gegen Kriterium 1 ist stärker als ich ihn formuliert habe. Ich habe die Photonenrechnung als &quot;korrekt und vernichtend&quot; bezeichnet – aber der Kollege trifft einen wichtigen Punkt: HF-Exposition in biologischen Systemen ist kein Einzelphotonen-Prozess. Die Frage, ob klassische elektromagnetische Felder mit makroskopischer Leistungsdichte über indirekte Mechanismen biologische Effekte erzeugen können, ist tatsächlich nicht durch E = h·f allein erledigt. Das hätte ich deutlicher sagen sollen.</em></p>
<p><em>Der Begriff &quot;Kategorienfehler&quot; ist vielleicht etwas scharf – aber die Richtung stimmt.</em></p>
<p><em><span style="font-size:large;">Wo ich dem Kollegen widerspreche</span></em></p>
<p><em>Die Kritik überschießt an zwei Stellen.</em></p>
<p><em>Erstens: Der Kollege behandelt die statistische Kritik (Kriterium 3) als bloßen &quot;Verdachtsmoment&quot;. Aber Varianzen unterhalb des theoretischen Minimums einer Multinomialverteilung sind nicht einfach &quot;unwahrscheinlich&quot; – sie sind bei echten Messdaten mathematisch ausgeschlossen. Das ist ein härterer Befund als der Kollege suggeriert.</em></p>
<p><em>Zweitens: Das Argument, ein strengeres Vorabfilter würde &quot;historische Entdeckungen blockieren&quot; ist ein Standardeinwand gegen jeden Qualitätsstandard und beweist für sich genommen nichts. Die Frage ist, ob das konkrete Framework gut kalibriert ist – nicht ob Qualitätskriterien grundsätzlich Innovationen gefährden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was das zusammen ergibt</span></em></p>
<p><em>Beide Reviews – meines und das des Kollegen – haben denselben blinden Fleck, nur in entgegengesetzte Richtungen. Ich war zu freundlich gegenüber dem physikalischen Argument. Der Kollege ist zu freundlich gegenüber dem Paper selbst: die statistische Kritik an Diem et al. ist real und ernst, unabhängig davon, ob das Framework methodisch sauber operationalisiert ist.</em></p>
<p><em>Das Framework bleibt ein interessanter, aber noch nicht ausgereifter Vorschlag. Aber die Schwächen des Frameworks ändern nichts an den Schwächen des Papers.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75543</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 19:37:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch Claude (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Von Herrn Selk habe ich inzwischen den Prüfbericht bekommen, den seine Pre-Peer-Review für Diem et al., 2005, ausgeworfen hat. Diesen Bericht werde ich von ChatGPT bewerten lassen und die Bewertung von einer zweiten KI (Claude) verifizieren lassen.</p>
</blockquote><p>Zuerst habe ich den Prüfbericht ChatGPT übergeben und die KI um eine fachliche Bewertung gebeten. Dann habe ich diese Prozedur mit der KI Claude wiederholt, also mit der KI, die an der Entwicklung der Pre-Peer-Review beteiligt war. Lesen Sie hier und jetzt, wie die KI Claude ihr eigenes Baby bewertet: </p>
<p><em>Das ist ein bemerkenswerter Text – gut strukturiert, mit echten Stärken, aber auch mit einigen methodischen und argumentativen Schwächen, über die man ehrlich sein sollte.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was gut funktioniert</span></em></p>
<p><em>Der stärkste Punkt ist Kriterium 1. Die Photonenenergie-Rechnung ist korrekt und vernichtend: 7,4 × 10⁻⁶ eV gegen 1–5 eV für Bindungsenergien ist ein Unterschied von sechs Größenordnungen. Das ist kein Randeinwand – das ist ein fundamentales physikalisches Problem, das tatsächlich hätte auffallen müssen. Dass es 2005 nicht aufgefallen ist, sagt etwas über das Begutachtungsverfahren aus.</em></p>
<p><em>Kriterium 3 (statistische Integrität) steht auf solidem Boden, weil es sich auf nachprüfbare Publikationen stützt – die Lerchl-Analyse ist real und peer-reviewed.</em></p>
<p><em>Kriterium 4 (Interessenkonflikte) ist inhaltlich gut belegt, aber der Ton kippt hier von Analyse in Anklage – mehr dazu unten.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Methodische Schwächen</span></em></p>
<p><em>Das Scoring-System ist nicht nachvollziehbar kalibriert. Warum −100 für COI, aber nur −10 für fehlende klinische Relevanz? Die Zahlen erwecken den Eindruck von Präzision, sind aber letztlich willkürlich gesetzt. Ein Trust Index von 3/100 klingt exakt, ist es aber nicht.</em></p>
<p><em>Das Framework nennt sich &quot;AI-assisted&quot;, behandelt KI aber im Wesentlichen als Textgenerator für vorgefertigte Kriterien. Das ist nicht falsch – aber der Name verspricht mehr als die Methode hält. Echte automatisierte Anwendung auf Manuskripte würde Zugang zu Rohdaten, strukturierten Metadaten und standardisierten Einreichungsformaten erfordern, die derzeit nicht existieren.</em></p>
<p><em>Kriterium 2 (Schwelleneffekt) ist das schwächste. Die Argumentation – SAR-Inhomogenität von 30% widerspricht einem scharfen Schwellenwert – ist prinzipiell interessant, aber nicht ausgearbeitet. Biologische Dosisantworten können komplex sein, und der Einwand würde eine detailliertere Modellierung erfordern, um wirklich zu überzeugen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Ein grundsätzlicheres Problem</span></em></p>
<p><em>Das Framework wird als präventives Instrument vorgestellt, aber die Anwendung auf Diem et al. ist retrospektiv und hat einen erkennbar <strong>adversarialen Charakter</strong> [siehe <span class="underline">Nachfrage</span> unten; Anm. Postingautor]. Der Text ist keine neutrale Methodendemonstration – er ist eine Retraktionsforderung, verkleidet als Framework-Evaluation. Das ist nicht unbedingt falsch, sollte aber transparent gemacht werden.</em></p>
<p><em>Die Verknüpfung von Kriterium 4 (Tabaklobby) mit dem Mobiltelefonpapier ist historisch interessant, aber argumentativ heikel. Interessenkonflikt erklärt Motivation, ersetzt aber keine wissenschaftliche Widerlegung. Die Physik in Kriterium 1 reicht allein für die Argumentation – die Tabakverbindung fügt Evidenz über die Person hinzu, nicht über das Experiment.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></em></p>
<p><em>Als Argumentation für eine Retraktion ist der Text stärker als die meisten Post-publication-Kommentare, die man sieht. Als Vorschlag für ein allgemeines Framework ist er ein interessanter Ausgangspunkt, aber noch nicht ausreichend formalisiert, um generalisierbar zu sein. Die physikalische Plausibilitätsprüfung als primären Filter zu positionieren – das ist der Kern, der tatsächlich verteidigt werden kann.</em><br />
 <br />
<span style="font-size:large;"><strong>Nachfrage Postingautor</strong></span></p>
<p><span style="font-size:large;">Was bitte ist ein &quot;adversarialer Charakter&quot;?</span></p>
<p>Claude beantwortete meine Frage wie folgt:</p>
<p><em>Ein schlechtes Wort von mir – Fachjargon, der nichts verdient.</em></p>
<p><em>Ich meinte: Der Text tut so, als würde er ein neutrales Prüfwerkzeug vorführen, hat aber von Anfang an ein Ziel: dieses eine Paper zu Fall zu bringen. Das Ergebnis stand vor der Analyse fest. Das ist keine neutrale Methodendemonstration, sondern eine Anklage in Framework-Verkleidung.</em></p>
<p><em>Das muss nicht falsch sein – wenn das Paper tatsächlich schlecht ist, kann man das auch offen so sagen. Aber die Verpackung als objektives Bewertungssystem ist dann irreführend.</em></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75542</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 19:06:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk mit weißer Weste (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p><a href="https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&amp;newsid=1662">Das Hanseatische Oberlandesgericht Bremen verurteilt Professor Alexander Lerchl zur Rücknahme seiner Fälschungsbehauptung gegenüber der REFLEX-Studie</a></p>
</blockquote></blockquote><p><span style="font-size:large;">Schau mal einer an!</span></p>
<p>Der Link oben ist tot. Diagnose-Funk hat den indiskutablen Schmähartikel gegen Alexander Lerchl verschwinden lassen. Das gelingt dem Verein mit dem kleinen Trick, in der URL das Wort &quot;artikel&quot; gegen &quot;artikel-archiv&quot; zu ersetzen. Auf diese Weise wird der Originallink getötet, der Schmähartikel bleibt unter diesem Link <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=1662">https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=1662</a> aber weiter erreichbar. Auf den Diagnose-Funk-Seiten wird diese Linkänderung intern wahrscheinlich automatisch berücksichtigt, sodass alle Links intakt bleiben. Das Nachsehen haben alle Externen, die Links auf Seiten von Diagnose-Funk setzen. </p>
<p>Wann der Artikel von Diagnose-Funk ins Archiv verschoben wurde kann ich nicht sagen, mutmaßlich irgendwann nach Adlkofers Ableben im Juni 2022.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75541</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 18:24:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch ChatGPT (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Aber: Die Diskussion wurde wissenschaftlich geführt (Kommentare, Replikationen etc.), genau dafür ist Peer Review + Post-Publication-Debatte da. Das Framework ersetzt diesen Prozess durch eine Vorab-Eliminierung.</p>
</blockquote><p>Diese Einschätzung von ChatGPT teile ich nicht. Die Diskussion wurde zum überwiegenden Teil von einer Partei gerade <span class="underline">nicht</span> wissenschaftlich geführt. Lerchl versuchte seine Fälschungsvorwürfe tatsächlich mit Sachargumenten zu stützen. Adlkofer hingegen verließ die Sachebene schon früh und bediente sich eines cleveren Rechtsanwalts, um seinen Widersacher auf juristischem Parkett in die Knie zu zwingen. Parallel dazu griff Adlkofer Lerchl mit zahlreichen Artikeln heftig persönlich an, dabei assistierten ihm seine Sprachrohre in der Szene organisierter Mobilfunkgegner (z.B. Diagnose-Funk). Dies führte zu einer starken Asymmetrie der Wirkmächte zugunsten Adlkofers. Nein, alles was recht ist, aber der &quot;Reflex&quot;-Streit wurde mMn nur zum kleinen Teil wissenschaftlich geführt, dominant waren der juristische Part und die fortwährenden persönlichen Angriffe auf Lerchl.</p>
<p>Bekanntlich unterlag Lerchl letztinstanzlich am OLG Bremen. Adlkofer ließ daraufhin die Falschmeldung verbreiten, die &quot;Reflex&quot;-Ergebnisse seien gerichtlich für richtig befunden worden. Von alledem scheint ChatGPT nichts zu wissen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75540</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 17:38:50 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review: Bewertung durch ChatGPT (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Von Herrn Selk habe ich inzwischen den Prüfbericht bekommen, den seine Pre-Peer-Review für Diem et al., 2005, ausgeworfen hat. Diesen Bericht werde ich von ChatGPT bewerten lassen und die Bewertung von einer zweiten KI (Claude) verifizieren lassen.</p>
</blockquote><p>Den Prüfbericht (reiner Text) habe ich unverändert ChatGPT übergeben und die KI um eine fachliche Bewertung gebeten. Lesen Sie hier und jetzt, wie die KI die Pre-Peer-Review bewertet: </p>
<p><em>Der Text ist rhetorisch stark, aber methodisch an mehreren entscheidenden Stellen unpräzise bis unhaltbar. Er wirkt weniger wie ein Pre-Peer-Review-Werkzeug als wie ein normatives Ausschlussinstrument mit vorab feststehendem Ergebnis.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Grundproblem: Verwechslung von Plausibilitätsprüfung und Falsifikation</span></em></p>
<p><em>Der zentrale Hebel des Frameworks ist Kriterium 1 („physikalische Unmöglichkeit“). Hier liegt der gravierendste Fehler. Die Argumentation basiert implizit auf dem Ein-Photonen-Modell („E = h·f“) und setzt daraus direkt die Unmöglichkeit biologischer Effekte ab. Das ist in dieser Allgemeinheit jedoch nicht haltbar. Die Berechnung ist formal korrekt – aber die Schlussfolgerung ist es nicht. Denn: </em></p>
<p><em>- HF-Exposition in biologischen Systemen ist kein Ein-Photon-Prozess, sondern ein klassisches elektromagnetisches Feld mit makroskopischer Leistungsdichte (SAR).</em></p>
<p><em>- Biologische Effekte (sofern vorhanden) wären nicht über direkte Bindungsbruch-Photonik, sondern über indirekte, kollektive oder sekundäre Mechanismen zu diskutieren (z.B. oxidative Prozesse, Signaltransduktion, thermische Mikrogradienten etc.).</em></p>
<p><em>- Die wissenschaftliche Debatte um HF-EMF dreht sich genau um diese Frage: gibt es nicht-thermische Effekte trotz fehlender Ionisationsenergie? – sie ist nicht trivial durch eine Energieabschätzung „erledigt“.</em></p>
<p><em>Kurz: Der Schritt „Photonenergie zu klein → Effekt unmöglich → Auto-Reject“ ist ein Kategorienfehler.</em></p>
<p><em>Das allein disqualifiziert das Framework in seiner jetzigen Form als allgemeines Prüfwerkzeug.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 1: zu stark, falsch operationalisiert</span></em></p>
<p><em>Das Kriterium „physikalische Plausibilität“ ist sinnvoll – aber: Es wird hier als harte Ausschlussregel verwendet („automatic rejection“) und basiert auf einer zu simplifizierten Modellannahme. Das führt zu einem systematischen Bias: Alles, was nicht in ein etabliertes mechanistisches Raster passt, wird eliminiert. Eben solche Arbeiten sind aber oft der Ausgangspunkt wissenschaftlicher Klärung.</em></p>
<p><em>In der Praxis würde das Framework:<br />
- historische Entdeckungen mit unklarer Mechanistik blockieren<br />
- interdisziplinäre Forschung systematisch benachteiligen<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 2 („biological window“) – teilweise valide, aber überzogen</span></em></p>
<p><em>Die Kritik an „Fenstereffekten“ ist nicht aus der Luft gegriffen:<br />
- Solche Effekte sind schwer reproduzierbar<br />
- oft ein Hinweis auf experimentelle Artefakte</em></p>
<p><em>Aber:<br />
- Sie sind nicht per se unmöglich<br />
- die Ableitung („müsste binäre Zellpopulation erzeugen → daher unmöglich“) ist eine Modellannahme, keine zwingende Konsequenz</em></p>
<p><em>Das Argument ist also heuristisch, nicht falsifizierend.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 3: statistische Forensik – der stärkste Teil</span></em></p>
<p><em>Hier wird es interessant: Die genannten Punkte entsprechen tatsächlich der Kritik, die u.a. von Alexander Lerchl vorgebracht wurde.</em></p>
<p><em>Wichtige Aspekte:<br />
- ungewöhnlich geringe Varianz<br />
- auffällige Ziffernverteilungen<br />
- Inkonsistenzen zwischen Publikationen</em></p>
<p><em>Das sind legitime Red Flags. Aber auch hier gilt:<br />
- „statistisch extrem unwahrscheinlich“ ≠ „unmöglich“<br />
- solche Tests liefern Verdachtsmomente, keine automatischen Schuldsprüche</em></p>
<p><em>Die Umdeutung zu „Auto-Reject“ ist methodisch zu hart.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Kriterium 4: COI / Tabakindustrie – relevant, aber rhetorisch übersteuert</span></em></p>
<p><em>Die Verbindungen rund um Franz Adlkofer und die REFLEX-Strukturen sind dokumentiert und wissenschaftshistorisch relevant.</em></p>
<p><em>Aber im Text passiert Folgendes:<br />
- COI wird nicht nur als Kontext, sondern als quasi-deterministischer Beweis für Unzuverlässigkeit verwendet<br />
- Formulierungen wie „tobacco industry vehicle“ sind wertend, nicht analytisch</em></p>
<p><em>Sauber wäre:<br />
- COI als Bias-Risiko<br />
- nicht als automatische Disqualifikation<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">„Trust Index“ – Scheingenauigkeit</span></em></p>
<p><em>Die numerische Bewertung (3/100) suggeriert Objektivität, ist aber:<br />
- nicht kalibriert<br />
- nicht validiert<br />
- nicht intersubjektiv reproduzierbar</em></p>
<p><em>Das ist ein klassischer Fall von Quantifizierung ohne Messmodell.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Systemischer Einwand: Gefahr eines Gatekeeping-Algorithmus</span></em></p>
<p><em>Das Framework hätte – konsequent angewendet – folgende Effekte:<br />
- starke Konservierung des Status quo<br />
- Ausschluss von Hypothesen außerhalb etablierter Modelle<br />
- mögliche algorithmische Verstärkung bestehender Paradigmen</em></p>
<p><em>Das steht im Spannungsfeld zu wissenschaftlicher Praxis, die gerade auch von Anomalien lebt.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was daran dennoch brauchbar ist</span></em></p>
<p><em>Trotz der Kritik enthält der Ansatz verwertbare Elemente:<br />
- strukturierte Vorprüfung (Checklistenlogik)<br />
- automatisierte Statistik-Forensik<br />
- systematische COI-Recherche<br />
- Reviewer-Entlastung</em></p>
<p><em>Das ist im Kern sinnvoll – aber als Assistenzsystem, nicht als Entscheidungsautomat<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Einordnung speziell zur REFLEX-/Diem-Arbeit</span></em></p>
<p><em>Ohne hier ins Detail der gesamten Kontroverse zu gehen:<br />
- Die Studie ist tatsächlich stark umstritten<br />
- es gibt Replikationsprobleme<br />
- es existiert methodische Kritik</em></p>
<p><em>Aber: Die Diskussion wurde wissenschaftlich geführt (Kommentare, Replikationen etc.), genau dafür ist Peer Review + Post-Publication-Debatte da. Das Framework ersetzt diesen Prozess durch eine Vorab-Eliminierung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></em></p>
<p><em>Die Arbeit ist ein interessantes Gedankenexperiment, aber kein belastbares Werkzeug.</em></p>
<p><em>Hauptprobleme:<br />
- falsche physikalische Grundannahme (Photonmodell)<br />
- unzulässige Umwandlung von Plausibilität in Ausschluss<br />
- Übergewicht normativer Kriterien (COI)<br />
- Scheinquantifizierung durch „Trust Index“</em></p>
<p><em>Wenn man es zuspitzt: Das Papier kritisiert die Schwächen des Peer Reviews – und führt gleichzeitig ein System ein, das noch weniger fehlertolerant und noch stärker voreingenommen wäre.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75539</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 16:50:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Norderstedt will nach 24 Jahren Sicherheitsabstände abschaffen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bislang müssen in der Stadt Sender 200 Meter Abstand zu Kitas und Schulen halten. Regelung basiere auf einem &quot;Wissensdefizit&quot; und kann weg, <a href="https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/norderstedt/article411071824/sendemasten-fuer-5g-netz-norderstedt-will-sicherheitsabstaende-abschaffen-1.html">sagt das Rathaus</a>.</p>
</blockquote><p>Am 15.05.2025 wurde dem Gemeinderat durch einen Vertreter der Telekom über die aktuellen <a href="https://buergerinfo.norderstedt.de/ratsinfo/sessionnet/buergerinfo/getfile.php?id=209923&amp;type=do">Entwicklungen und Zukunftsaussichten</a> im Bereich Mobilfunk berichtet. Der Grundsatzbeschluss der Stadt wurde als Hindernis für den Mobilfunkausbau dargestellt (u.a. geforderte Abstände zu Kitas und Schulen).</p>
<p>Im Ausschuss am 04.12.2025 wurde die Verwaltung um eine Einschätzung gebeten.</p>
<p>Am 15.01.2026 wurde der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr informiert: Aus Sicht des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Bundesamtes für Strahlenschutz liegen keine Erkenntnisse auf eine Gesundheitsgefährdung durch den Betrieb des Mobilfunknetzes (auch Ausbau auf 5G) vor. Demzufolge sieht die Verwaltung keinen zwingenden Grund die Einschränkungen weiterhin aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Die Einschränkungen wurden am 18.04.2002 vom Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr wie folgt definiert:</p>
<p>1. Keine Standorte von Mobilfunkanlagen innerhalb eines Vorsorgeradius von 200 m um Schulen und Kindergärten, ausgenommen vorhandene Anlagen und deren Auf-/Nachrüstung;<br />
2. Standorte für Mobilfunkanlagen sind weiterhin so zu wählen, dass der größtmögliche Abstand zu den Aufenthaltsorten von Menschen im Rahmen der Möglichkeiten erreicht wird;<br />
3. Keine Standorte von Masten in naturräumlich sensiblen und das Landschaftsbild prägenden Bereichen;<br />
4. Keine Masten und Antennen in Bereichen und auf Gebäuden, durch die eine erhebliche Beeinträchtigung des Ortsbildes entsteht.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75538</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 16:13:59 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Touché!</p>
<p>Ich meinte mit meinem Einwand aber nicht die Hintergründe der &quot;Reflex&quot;-Studie, sondern einführende Worte zur Funktionensweise dessen, was Sie &quot;Pre-Peer-Review&quot; nennen. Ihre E-Mail an den Verlag Elsevier (Startposting) gibt dazu nur sehr wenig preis. Soweit ich das überblicke haben Sie mit der KI Claude eine automatisierte Vorprüfung für wissenschaftliche Manuskripte der Bioelektromagnetik geschaffen (ein Algorithmus), welche die Qualität eines Manuskripts anhand von acht Bewertungskriterien prüft und im besten Fall (bestmögliche Qualität) 100 Punkte vergibt.</p>
<p><strong>Prüfkriterien</strong><br />
► physical plausibility<br />
► statistical data integrity<br />
► funding history<br />
► pre-registration compliance<br />
► endpoint quality<br />
► independent replication<br />
► image integrity<br />
► biological plausibility of reported threshold effects</p>
<p>Der Studie von Diem et al., 2005, hat der Algorithmus nur drei von 100 Punkten zuerkannt, was die automatisierte Ablehnung des Manuskripts zur Folge gehabt hätte, wäre diese Pre-Peer-Review seinerzeit angewendet worden.</p>
<p>Von Herrn Selk habe ich inzwischen den Prüfbericht bekommen, den seine Pre-Peer-Review für Diem et al., 2005, ausgeworfen hat. Diesen Bericht werde ich von ChatGPT bewerten lassen und die Bewertung von einer zweiten KI (Claude) verifizieren lassen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75537</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 15:12:47 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich habe den Eindruck, Herr Selk, Sie beschreiben momentan Details einer Kurbel- oder Nockenwelle, ohne zuvor den Lesern die Funktionsweise des Ottomotors näher gebracht zu haben <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />.</p>
</blockquote><p>Da haben Sie natürlich Recht, denn beim IZgMF ist von Adlkofers berühmter REFLEX-Studie nicht mehr viel zu sehen. Vielleicht gelingt es den Betreibern, einige der früher verfügbaren Informationen wieder zugänglich zu machen.</p>
<p>Ansonsten: Adlkofers REFLEX-Studie ist die vermutlich wichtigste Studie derer, die an die Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk glauben, denn sie ist die einzige wissenschaftlich (bislang) ernst zu nehmende Studie, die ionisierende (krebserregende) Wirkung durch nichtionisierende Strahlung (Mobilfunk) gefunden haben will. </p>
<p>Adlkofers Stiftung VerUm (Verhalten und Umwelt) hat die Studie von Diem et. al. koordiniert. Adlkofer war lange Zeit der führende Forscher der deutschen Tabakindustrie, die insbesondere die gefahren des Passivrauchens negieren wollte und die daz die Stiftung Verhalten und Umwelt (VerUm) gründete, deren Hauptanliegen es war, allgemeine Gesundheitsgefahren zu finden, mit denen die Gefahren des Passivrauchens relativiert werden konnten. <a href="https://www.industrydocuments.ucsf.edu/all-industries/documents/?q=null%2Call%2Ccontains%2Cadlkofer&amp;db-set=documents&amp;industry=all-industries&amp;sort=relevance&amp;pg=1&amp;npp=20">Siehe Adlkofer in den Dokumenten der tobacco-Library</a></p>
<p>Die Studie wurde im IFgMF breit diskutiert. Sie wurde von Prof. A. Lerchl wegen Verdachts auf Datenmanipulation angegriffen und konnte von Speit et. al. nicht repliziert werden. Ein Hauptpunkt war immer, das oben erwähnte angebliche Potential des Mobilfunks als nichtionisierende Strahlung ionisierende Wirkung zu haben. Dazu kamen scharfe Schwellwerte in Abhängigkeit von der Intensität der Strahlung, obwohl die Strahlung im Versuchsaufbau nicht homogen war, sowie ein angeblicher Fenstereffekt, der die Gefährlichkeit nur innerhalb zweier Schwellwerte sah.</p>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 13:22:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>HPSelk</dc:creator>
</item>
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<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Zusammen mit der KI Claude habe ich einen KI-basierten Pre-Peer-Review entwickelt und bei dem Elsevier Verlag vorgestellt, angewandt auf die in dessen Journal Mutation Research publizierten REFLEX-Studie von Diem et.al. (F. Adlkofer).</p>
<p>REFLEX ist mit Pauken und Trompeten durchgefallen, allerdings könnte das Ergebnis noch dadurch verifiziert werden, dass man den Pre-Peer-Review mit einer anderen KI (z.B. ChatGPT) wiederholt (Quality-Loop) und dann Claude zu einer Stellungnahme des Chats mit der anderen KI auffordert. Im Pre-Peer-Review noch gar nicht enthalten ist die Implausibilität des angeblichen Fenstereffektes bei REFLEX.</p>
</blockquote><p>Ich habe den Eindruck, Herr Selk, Sie beschreiben momentan Details einer Kurbel- oder Nockenwelle, ohne zuvor den Lesern die Funktionsweise des Ottomotors näher gebracht zu haben <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />.</p>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 12:39:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Korrektur / Ergänzung</p>
<p>Den REFLEX-Pre-Peer-Review der KI Claude (These 1) habe ich in die KI ChatGPT eingegeben und eine Zweitmeinung abgefragt (These 2). ChatGPT hat daraus eine Synthese gemacht. </p>
<p>Das Ergebnis der synthese von Claude und ChatGPT ist klar:</p>
<p><em>Applied to Diem et al. (2005), all four criteria are met. The photon energy argument establishes an extreme mechanistic gap that is not addressed by the authors. The reported window effect is incompatible with the documented SAR inhomogeneity. Statistical analyses reveal patterns inconsistent with genuine biological data. Independent replication attempts fail to confirm the findings. The presence of documented conflicts of interest further reinforces the overall assessment.<br />
<strong>The conclusion is therefore robust across both evaluation models: the study does not meet the minimum standards required for reliable scientific evidence.</strong></em></p>
<p>Untenstehend sind nun die Korrektur zu These 1, sowie die Synthese.</p>
<p><strong>Correction / Addendum for Elsevier (Following Submission of These 1)</strong><br />
Subject: Methodological Clarification and Extension of the AI-Assisted Pre-Peer Review Framework Applied to Diem et al. (2005)<br />
Following submission of the original manuscript, we provide a methodological clarification based on an independent second AI-assisted assessment.<br />
The initial version applied a strict primary rejection criterion based on physical mechanism plausibility, concluding that the reported DNA strand breaks under non-ionizing radiation were physically impossible due to photon energy constraints. While this argument remains valid as a strong negative indicator, we refine the interpretation as follows:<br />
The central issue is not solely the absence of sufficient photon energy, but the absence of any plausible alternative mechanism capable of bridging the approximately six orders of magnitude energy gap. This distinction shifts the argument from absolute impossibility to unfulfilled explanatory burden.<br />
More importantly, the revised assessment identifies an additional independent inconsistency not fully developed in the original manuscript: the incompatibility between the reported “window effect” and the documented ~30% SAR non-uniformity of the exposure system. Under such conditions, a sharp threshold response would necessarily produce heterogeneous outcomes within the same sample, which contradicts the reported low-variance aggregate data.<br />
When combined with previously identified statistical anomalies (variance below theoretical limits, non-random digit distributions) and the failure of independent replication (Speit et al. 2007), the conclusion of non-reliability is supported by multiple independent lines of evidence.<br />
We therefore propose a refined decision logic for the framework: automatic rejection should not rely on a single criterion, but on the convergence of at least two independent high-severity violations. The Diem et al. (2005) study meets this condition robustly.<br />
This clarification strengthens the methodological foundation of the framework and reinforces the validity of the original conclusion while improving its epistemic robustness.</p>
<p><br />
<strong>Synthesis – Integrated Assessment</strong><br />
The comparison between the original framework application (These 1) and the independent second opinion (These 2) reveals a constructive tension between two evaluation philosophies.<br />
These 1 adopts a strict hierarchical approach in which violation of fundamental physical plausibility constitutes sufficient grounds for automatic rejection. Its strength lies in its clarity and efficiency: physically incompatible claims are filtered out early, preventing unnecessary downstream analysis.<br />
These 2 emphasizes evidentiary robustness through convergence. It avoids reliance on a single decisive criterion and instead evaluates whether multiple independent lines of evidence consistently point toward the same conclusion.<br />
The integrated synthesis combines the strengths of both approaches. Physical plausibility remains a critical filter, but not an absolute one in isolation. Instead, automatic rejection is justified when at least two independent high-severity criteria are violated. These include: (1) absence of a plausible mechanism under well-established physical constraints, (2) internal inconsistency between experimental conditions and reported data behavior, (3) statistically implausible data structures, and (4) failure of independent replication.<br />
Applied to Diem et al. (2005), all four criteria are met. The photon energy argument establishes an extreme mechanistic gap that is not addressed by the authors. The reported window effect is incompatible with the documented SAR inhomogeneity. Statistical analyses reveal patterns inconsistent with genuine biological data. Independent replication attempts fail to confirm the findings. The presence of documented conflicts of interest further reinforces the overall assessment.<br />
The conclusion is therefore robust across both evaluation models: the study does not meet the minimum standards required for reliable scientific evidence. The case illustrates not a single point of failure, but a systemic breakdown across multiple validation layers.<br />
For the proposed AI-assisted pre-peer review framework, the implication is clear: its effectiveness lies not in absolute exclusion rules, but in structured multi-layer validation. A hybrid decision rule—combining strong primary filters with cross-confirmation by independent criteria—provides both rigor and resilience against false positives and false negatives.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75534</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 11:39:12 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>HPSelk</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Norderstedt will Sicherheitsabstände abschaffen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang müssen in der Stadt Sender 200 Meter Abstand zu Kitas und Schulen halten. Regelung basiere auf einem &quot;Wissensdefizit&quot; und kann weg, <a href="https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/norderstedt/article411071824/sendemasten-fuer-5g-netz-norderstedt-will-sicherheitsabstaende-abschaffen-1.html">sagt das Rathaus</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75533</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 09:08:26 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>REFLEX-Studie im Pre-Peer-Review</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit der KI Claude habe ich einen KI-basierten Pre-Peer-Review entwickelt und bei dem Elsevier Verlag vorgestellt, angewandt auf die in dessen Journal Mutation Research publizierten REFLEX-Studie von Diem et.al. (F. Adlkofer).</p>
<p>REFLEX ist mit Pauken und Trompeten durchgefallen, allerdings könnte das Ergebnis noch dadurch verifiziert werden, dass man den Pre-Peer-Review mit einer anderen KI (z.B. ChatGPT) wiederholt (Quality-Loop) und dann Claude zu einer Stellungnahme des Chats mit der anderen KI auffordert. Im Pre-Peer-Review noch gar nicht enthalten ist die Implausibilität des angeblichen Fenstereffektes bei REFLEX.</p>
<p>Nachfolgend die Email an Elsevier:</p>
<p><em>Dear Editors,</em></p>
<p><em>I submit the following manuscript for your consideration: &quot;AI-Assisted Pre-Peer Review: A Proposed Framework and Its Application to Diem et al. (2005), Mutation Research 583:178–183.&quot;</em></p>
<p><em>Together with the AI system Claude (Anthropic, claude-sonnet-4-6, April 2026), I developed a systematic framework for AI-assisted pre-peer review of biomedical publications and applied it retrospectively to the paper by Diem, Schwarz, Adlkofer, Jahn and Rüdiger published in this journal in 2005. The framework integrates eight evaluation criteria covering physical plausibility of the proposed mechanism, statistical data integrity, funding history, pre-registration compliance, endpoint quality, independent replication, image integrity and biological plausibility of reported threshold effects. When applied to the Diem et al. paper, the framework assigns a Trust Index of 3 out of 100, with automatic rejection triggered by the primary filter: the proposed mechanism violates established physics by six orders of magnitude. Secondary filters independently confirm data fabrication signals previously reported by Lerchl and Wilhelm. The paper remained unchallenged for five years and has been cited over 200 times in the scientific literature. This case demonstrates both the need for and the feasibility of systematic AI-assisted pre-peer review.</em></p>
<p><em>We respectfully request that the editors consider this manuscript as a methodological contribution to the ongoing discussion of research integrity and peer review reform.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>With best regards</em></p>
<p><em>Hans-Peter Selk, Ludwigstr. 72, 87437 Kempten (Allgäu), Germany.</em></p>
<p><em>Developed in collaboration with Claude (Anthropic AI), April 2026.</em></p>
<p><br />
Die medizinischen Studien, für die der Pre-Peer-Review eigentlich entwickelt wurde, finden Sie <a href="https://hansikspost.substack.com/archive">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75532</link>
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<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:12:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>HPSelk</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Deutschland: Projekt &quot;5G am Gleis&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Das Projekt &quot;5G am Gleis&quot; ist ein gemeinsames Vorhaben von u.a. Deutsche Bahn, Netzbetreibern und der Bundesregierung, um entlang von Bahnstrecken eine lückenlose 5G-Mobilfunkversorgung zu schaffen. Ziel ist vor allem, die Datenverbindung für Fahrgäste deutlich zu verbessern und zugleich digitale Anwendungen im Bahnbetrieb (z. B. Echtzeitüberwachung, automatisiertes Fahren) zu ermöglichen. Technisch werden dafür Funkmasten entlang der Gleise errichtet bzw. bestehende Infrastruktur genutzt und speziell auf die hohen Geschwindigkeiten im Zugverkehr optimiert. Das Projekt gilt als Baustein für die Digitalisierung des Schienenverkehrs in Deutschland.</strong></span><br />
 <br />
Im Jahr 2024 unterzeichneten die Deutsche Bahn, der Bund sowie die Mobilfunkanbieter 1&amp;1, Deutsche Telekom, O2 Telefónica und Vodafone eine gemeinsame Absichtserklärung, um die Strecke Hamburg–Berlin zur Innovationsstrecke für eine lückenlose 5G-Mobilfunkversorgung auszubauen. Ziel ist es, Reisenden künftig Gigabit Datenraten und stabile Verbindungen während der Zugfahrt zu ermöglichen. Die geplante Umsetzung erfolgt im Zuge der Generalsanierung der Strecke zwischen August 2025 und Frühjahr 2026, wobei neue, gleisnahe Funkmasten installiert und für Mobilfunkanwendungen mitgenutzt werden sollen.</p>
<p>Eine im September 2025 vorgelegte Studie von WIK-Consult zeigt, dass der Aufbau von 5G-Infrastruktur – auch entlang der Bahnstrecken – stark durch komplexe rechtliche Vorgaben geprägt ist. Dazu gehören insbesondere umfangreiche prozessuale Anforderungen des Mobilfunk- und Breitbandausbaus, baurechtliche sowie planungsrechtliche Bestimmungen und Genehmigungsverfahren, die den Infrastrukturaufbau gegebenenfalls verlangsamen können. Die Analyse betont, dass rechtliche Hürden und föderale Zuständigkeiten zu Verzögerungen führen können und daher klare, vereinfachte und einheitliche Regelwerke notwendig sind, um innovative Projekte wie 5GamGleis effizient umzusetzen.<br />
    <br />
Die Kurzstudie &quot;Lineare Mobilfunkversorgungsinfrastruktur entlang von Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken&quot; von Aconium zeigt, dass auch international bereits vielfältige Aktivitäten zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung im Bahnverkehr unternommen werden. In Ländern wie der Schweiz, Japan, China, Spanien und Österreich werden unterschiedliche Ansätze – von Antennenkorridoren über dedizierte 5G-Infrastrukturen bis hin zu kooperativen Sharing-Modellen – erprobt oder umgesetzt, um leistungsfähige Konnektivität auch bei hohen Geschwindigkeiten in den Zügen zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://bmds.bund.de/themen/digitale-infrastrukturen/mobilfunk/5gamgleis">Webseite des Ministeriums für Digitalisierung und Staatsmodernisierung</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75531</link>
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<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 14:28:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2028 soll das letzte Funkloch geschlossen werden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Einer Meldung von <a href="https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/34-everywhere-network-34-netz-aus-dem-all-deutsche-telekom-aktie-im-fokus-neuer-starlink-deal-soll-die-letzten-funkloecher-schliessen-15603813">finanzen.net</a> zufolge will die Deutsche Telekom ab 2028 mit Starlink als Partner Satelliten-Direktverbindungen für kompatible Smartphones anbieten. Dieser Dienst wäre eine Rückfallebene, wenn terrestrische Mobilfunknetze wegen Naturkatastrophen oder Krieg ausfallen, oder gar nicht vorhanden sind. Im Klartext heißt das: Mit neuen Starlink-Satelliten wird es für neue Smartphones bald keine Funklöcher mehr geben.</strong></span><br />
 <br />
Auszüge aus der Meldung: Die Deutsche Telekom bricht in ein neues Zeitalter der Mobilfunkabdeckung auf: Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Satellitendienst Starlink soll das Konzept des &quot;Überall-Netzwerks&quot; Realität werden. Ab dem Jahr 2028 plant der Konzern, in zehn europäischen Märkten - darunter Deutschland - satellitengestützte Direktverbindungen anzubieten. Diese Technologie soll es modernen Smartphones ermöglichen, sich auch in Gebieten ohne herkömmliches Signal automatisch mit den Satelliten der nächsten Generation von Starlink zu verbinden.</p>
<p>Der Dienst nutzt das spezielle MSS-Frequenzband (Mobile Satellite Service) und bietet weit mehr als nur einfache Textnachrichten: Geplant sei laut Pressemitteilung eine vollumfängliche Unterstützung für Daten-, Video- und Sprachdienste. Stephanie Bednarek, Vice President of Starlink Sales, betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: &quot;Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, mit der die V2-Technologie der nächsten Generation von Starlink eingeführt wird, die Daten-, Sprach- und Messaging-Dienste erweitert, indem sie Breitbanddirektverbindungen zu Mobiltelefonen ermöglicht.&quot;<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Sicherheit und Konnektivität - auch in extremen Lagen</span></p>
<p>Die Integration der Satellitentechnik diene primär dazu, die topografischen und regulatorischen Grenzen des klassischen Netzausbaus zu überwinden. In schwer zugänglichen Regionen oder Naturschutzgebieten, in denen der Bau von Funkmasten oft unmöglich ist, sorgt die Weltraum-Anbindung künftig für eine lückenlose Versorgung. Neben der geografischen Erweiterung stehe dabei auch die Ausfallsicherheit im Fokus: Das Satellitennetz fungiert als zusätzliche Sicherheitsebene bei Naturkatastrophen oder großflächigen Stromausfällen.</p>
<p>[...]</p>
<p>Während die Telekom bereits heute über 90 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G abdeckt, soll das &quot;Überall-Netzwerk&quot; bis 2028 sicherstellen, dass Funklöcher endgültig der Vergangenheit angehören - egal wie anspruchsvoll das Gelände ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75530</link>
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<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 14:08:14 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Lennart Hardell: tiefer Kratzer im Lack</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Zwischen 2023 und 2024 haben Lennart Hardell und seine Co-Autorin Mona Nilsson mit sieben Fallstudien untersucht, ob die Inbetriebnahme von 5G-Basisstationen bei Anwohnern unspezifische gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Im Juni 2024 kommen beide in einer zusammenfassenden Review ihrer Fallstudien zu dem Schluss: 5G verursacht das Mikrowellensyndrom, die 5G-Netzverdichtung müsse deshalb gestoppt werden. Dariusz Leszczynski tadelt diesen Befund als &quot;Anfängerfehler&quot; und trifft damit ChatGPT zufolge ins Schwarze.</strong></span><br />
 <br />
Im <a href="https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2026/04/09/hardell-and-nilsson-made-a-rookie-mistake-and-didnt-prove-that-5g-caused-ill-health-symptoms/">April 2026</a> berichtet Leszczynski, er sei kürzlich um seine Meinung zu der <a href="https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/reveh-2024-0017/pdf?licenseType=open-access">fraglichen Review</a> gebeten worden. Einleitend macht er deutlich, die sieben Fallstudien wurden zusammengefasst, um ihre Beweiskraft zu erhöhen. Doch leider führe die Zusammenfassung von sieben qualitativ minderwertigen Studien nicht zu einer besseren Beweislage. Leszczynski zeigt sich überrascht, dass Hardell, ein erfahrener Wissenschaftler, bei der Durchführung dieser Studie einen derart eklatanten Anfängerfehler begangen habe; das Paper wirke wie eine misslungene Provokationsstudie.<br />
 <br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026041212044269db8a5a14bec.jpg" alt="[image]" width="740" height="493" /><br />
<strong>So könnte es ausgesehen haben</strong>, hätten Hardell und Nilsson (links) die Review ihrer Fallstudien öffentlich präsentiert und Dariusz Leszczynski (rechts) wäre dabei gewesen<br />
<span style="font-size:smaller;">Symbolbild: Microsoft Copilot</span><br />
 <br />
Die Probleme aller sieben Studien und ihrer zusammenfassenden Analyse sind dem finnischen Wissenschaftler zufolge:</p>
<p>► Die Autoren beobachteten über 40 verschiedene Symptome bei den untersuchten Fällen und bezeichneten diese ohne weitere Begründung als eindeutige Symptome der Mikrowellenkrankheit. Allerdings könnten alle diese Symptome auch durch eine Vielzahl anderer Erkrankungen verursacht werden. Als Erstes fielen einem erhöhter Stress und Angstzustände ein. Die untersuchten Personen hätten zwar gesundheitliche Beschwerden gehabt, aber wodurch wurden diese verursacht?</p>
<p>► Keine der gesundheitlichen Beschwerden wurde durch eine klinische Untersuchung bestätigt. Warum nicht? Hardell sei doch ausgebildeter Arzt.<br />
 <br />
► Es traten Symptome auf, gleichzeitig hätten die Betroffenen aber gewußt, dass sie 5G ausgesetzt waren. Es habe keine verblindete Versuchsdurchführung gegeben, um zu beweisen, dass 5G die Ursache war.</p>
<p>► Die Symptome seien verschwunden oder hätten sich in ihrer Schwere verringert, sobald die Betroffenen den Ort mit den stärksten Symptomen verlassen und sich an einen Ort mit geringerer 5G-Exposition begeben hätten. Die Betroffenen hätten gewusst und erwartet, dass sich ihr Zustand an weniger belasteten Orten bessern würde. Auch hier habe es keine Verblindung gegeben, die einen ursächlichen Zusammenhang mit 5G hätte untermauern können.</p>
<p>► Zu den Messungen von 5G gebe er keinen Kommentar ab, da er kein Experte auf diesem Gebiet sei.</p>
<p>Leszczynski fasst zusammen: Die Ursache der Krankheitssymptome sei ungewiss. Es sei möglich, dass 5G die Symptome ausgelöst habe, aber ebenso gut könnten Stress oder andere Faktoren eine Rolle gespielt haben. Hardell und Nilsson konnten nichts beweisen. Insbesondere hätten sie, entgegen ihren Behauptungen in den Schlussfolgerungen, nicht beweisen können, dass 5G-Strahlung die Ursache der Symptome war, da die Studien äußerst mangelhaft und naiv konzipiert waren. Die Probanden wussten, wann sie der Strahlung ausgesetzt waren und wann die Belastung geringer war. Vielleicht lag es an 5G, vielleicht auch nicht. Ein klassischer Fehler aufgrund fehlender Verblindung!<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Bewertung von ChatGPT</span></p>
<p>Die Review basiert auf sieben zuvor publizierten Fallstudien der Autoren selbst. Diese werden zusammengeführt und hinsichtlich Symptommustern ausgewertet. Formal ist das zulässig, wissenschaftlich jedoch heikel: Es handelt sich nicht um eine unabhängige Review, sondern um eine narrative Eigenaggregation. Die Autoren sind zugleich Datenlieferanten, Auswerter und Interpreten. Eine externe Validierung findet nicht statt.</p>
<p><strong>Der methodische Knackpunkt</strong><br />
Der zentrale Fehler liegt nicht darin, dass eigene Daten zusammengefasst werden – das ist gängige Praxis. Problematisch wird es dort, wo aus dieser Zusammenfassung Schlussfolgerungen gezogen werden, die das zugrunde liegende Studiendesign nicht hergibt.</p>
<p>Fallberichte können:<br />
► Auffällige Beobachtungen dokumentieren<br />
► Hypothesen generieren</p>
<p>Sie können nicht:<br />
► Kausalität nachweisen<br />
► konkurrierende Erklärungen ausschließen</p>
<p>Diese Grenze wird in der Review jedoch überschritten. Aus der zeitlichen Abfolge &quot;Erst 5G-Installation, dann Beschwerden&quot; wird implizit eine Ursache-Wirkung-Beziehung abgeleitet. Das ist ein klassischer <em>post hoc ergo propter hoc</em>-Fehlschluss.</p>
<p><strong>Selbstselektion und Erwartungseffekte</strong><br />
Hinzu kommt ein strukturelles Problem der Datengrundlage: Die Fälle entstanden durch Meldungen Betroffener. Damit ist ein erheblicher Selektionsbias eingebaut. Personen ohne Beschwerden tauchen in der Stichprobe gar nicht erst auf. Zudem bleiben Erwartungseffekte unkontrolliert. Ohne Verblindung oder Vergleichsgruppe lässt sich nicht unterscheiden, ob Symptome durch Exposition oder durch Erwartungshaltungen beeinflusst sind.</p>
<p><strong>Mehr Fälle, aber keine bessere Evidenz</strong><br />
Die &quot;Review&quot; bündelt mehrere Fallberichte und erzeugt damit den Eindruck erhöhter Aussagekraft. Tatsächlich ändert sich am Evidenzniveau jedoch nichts. Mehrere methodisch schwache Beobachtungen ergeben in der Summe keine starke Evidenz. Sie bleiben das, was sie sind: Hinweise, nicht Belege.</p>
<p><strong>Warum Leszczynskis Kritik trifft</strong><br />
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, was Dariusz Leszczynski mit &quot;Anfängerfehler&quot; meint. Gemeint ist kein formaler Regelverstoß, sondern ein grundlegender Denkfehler: Deskriptive Beobachtungen werden wie Belege behandelt, die einen ursächlichen Zusammenhang zeigen. Oder anders gesagt: Hypothesenbildung wird mit Hypothesenbestätigung verwechselt.</p>
<p><strong>Ist der Vorwurf zu scharf?</strong><br />
In der Wortwahl vielleicht. In der Sache nicht. Denn der Fehler liegt auf einem methodischen Niveau, das in der wissenschaftlichen Ausbildung früh vermittelt wird. Gerade deshalb wiegt er hier schwer: Die Autoren, besonders Hardell, sind keine Neulinge, sondern erfahrene Akteure im EMF-Diskurs.</p>
<p><strong>Wie es korrekt gewesen wäre</strong><br />
Eine saubere Einordnung hätte die Grenzen der eigenen Daten klar benannt:<br />
► Die Fallberichte liefern Hinweise, keine Beweise<br />
► Kausalität ist mit dem gewählten Design nicht prüfbar<br />
► Kontrollierte Studien sind erforderlich</p>
<p>Stattdessen entsteht der Eindruck, die aggregierten Fälle würden die behauptete Wirkung stützen.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Die Publikation ist formal zulässig, wissenschaftlich jedoch schwach abgesichert. Sie illustriert ein bekanntes Problem: Wenn Hypothesen allzu früh als Bestätigung gelesen werden, verliert die Methodik ihre Schutzfunktion. Leszczynskis Diagnose trifft daher den Kern. Nicht weil hier etwas Verbotenes geschieht, sondern weil ein elementares Prinzip wissenschaftlichen Arbeitens missachtet wird: Die Trennung von Beobachtung und Beweis.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75529</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75529</guid>
<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 12:06:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 neue Ohren für Elon Musk: Clivaz lässt nicht locker (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seit 1974 stehen im Oberwallis am Nordhang des Tals oberhalb von Leuk riesige Satellitenschüsseln, von den Einheimischen die &quot;großen Ohren&quot; genannt. Früher von der Swisscom betrieben, wurde die Erdfunkstelle in den 2000er Jahren an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft. Jetzt will Elon Musk an Ort und Stelle 40 weitere Antennen für Starlink errichten lassen, was der Bevölkerung gar nicht passt. Am 25. September kam der Unmut im Nationalrat an.</p>
</blockquote><p>Nach zwei Fragenkatalogen im September 2025 legte Nationalrat Christophe Clivaz am 19. März 2026 noch einmal nach und stellte dem Bundesrat mit <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20263282">Interpellation 26.3282</a> fünf weitere Fragen zu den 40 neuen Ohren für Elon Musk:<br />
 <br />
<span style="color:#399;"><em><strong>1) Da die 40 Hightech-Antennen adaptiv in einem wenig erforschten Frequenzband von 25–30 GHz und mit einer deutlich höheren Leistung in einem breiten Abstrahlwinkel von 140 Grad (ab 20 Grad über der Horizontalen) senden, könnte die Bevölkerung der Strahlung der Antennen direkt ausgesetzt sein, insbesondere oberhalb der Bodenstation von Brentjong. Welche Massnahmen zur Umweltverträglichkeitsprüfung hat das BAKOM vor der Erteilung der Versuchskonzession hinsichtlich der Risiken für Menschen, Tiere, Pflanzen und deren Ökosysteme in der Region Leuk getroffen? </strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>2) Stand das BAKOM in dieser Angelegenheit mit den Walliser Kantonsbehörden in Kontakt, und wenn ja, mit welcher Stelle oder welchen Stellen?</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>3) Welche anderen Bundesämter wurden vom BAKOM in dieser Angelegenheit konsultiert?</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>4) Das Starlink-Netzwerk ist eine sogenannte strategische Satellitenkonstellation. Mehrere Grossmächte richten derzeit aus strategischen Gründen solche Satellitenkonstellationen ein. Ist sich das BAKOM der Auswirkungen auf die Neutralität bewusst, wenn dieses Netz und die Bodenstation in Leuk gezielt genutzt werden können, um militärische Ziele in Europa und im Mittelmeerraum zu erreichen, und die Hoheit über die Daten bei einem amerikanischen Unternehmen liegt?</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>5) Welche Überlegungen wurden angestellt und welche Schutzmassnahmen wurden vorgesehen, um einem möglichen Drohnen- oder Raketenangriff auf die Starlink-Bodenstation in Leuk vorzubeugen?</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:50:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>40 neue Ohren für Elon Musk: Antworten des Bundesrats (II) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254239">Interpellation 25.4239</a> richtete der grüne Nationalrat Clivaz vier weitere Fragen an den Bundesrat, welche dieser am 19. November 2025 beantwortete.<br />
 </p>
<blockquote><p>1. Wenn ein privates ausländisches Unternehmen eine Infrastruktur für satellitengestützte Telekommunikation errichtet, stellen sich dann nicht drängende Fragen in Bezug auf die Souveränität und die digitale Unabhängigkeit der Schweiz?</p>
</blockquote><p>Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes in den 1990er Jahren werden die meisten Telekommunikationsinfrastrukturen von privaten Unternehmen gebaut und betrieben. Die Errichtung physischer Telekommunikationsinfrastruktur und damit weiterer Kapazitäten in diesem Bereich führt zu einer zusätzlichen Diversifizierung des Angebots. Angesichts dessen, dass die Schweiz sich nicht selbständig via Tiefseekabel international vernetzen kann, sind zusätzliche Anschlüsse an Satellitennetzwerke zu begrüssen. Solche Installationen schränken die Kontroll- und Handlungsfähigkeiten der Schweiz bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben im digitalen Raum nicht ein, sondern erweitern sie und stärken damit die digitale Souveränität.<br />
 </p>
<blockquote><p>2. Beabsichtigt der Bundesrat, für den Bau dieser Anlage spezifische Bedingungen vorzugeben, insbesondere was die Unternehmensführung, die Transparenz und die Kontrolle über die Daten betrifft?</p>
</blockquote><p>Das BAKOM erteilt eine Funkkonzession unter Berücksichtigung der fernmelderechtlichen Grundlagen. Diese sehen keine Kontrolle bezüglich Governance, Transparenz und des Inhaltes von Datenströmen vor.<br />
 </p>
<blockquote><p>3. Wie schätzt der Bundesrat das Risiko ein, dass diese Antennen für Abhör- oder Überwachungsaktionen oder für das Abfangen sensibler Daten verwendet werden? Öffnet dieses Projekt nicht Tür und Tor für ausländische Spionagetätigkeiten oder für Cyberangriffe?</p>
</blockquote><p>Satellitenkommunikation kann mit geeigneten Empfangsstationen abgehört werden. Um die Vertraulichkeit der Kommunikation zu sichern, wird Satellitenkommunikation deshalb gewöhnlich verschlüsselt. Die Errichtung von Empfangsstationen stellt deshalb kein erhöhtes Risiko zum Abfangen sensibler Daten dar.</p>
<p>Genau wie bodengestützte Kommunikationsinfrastruktur, wie beispielsweise Glasfaserkabel, können auch Satellitenverbindungen für Cyberangriffe genutzt werden. Die Art der zugrundeliegenden Kommunikationsinfrastruktur hat dabei keinen nennenswerten Einfluss auf das Risiko von Cyberangriffen.<br />
 </p>
<blockquote><p>4. Welche Haltung hat der Bundesrat in Bezug auf die Risiken, die mit einer militärischen Nutzung einer solchen Infrastruktur verbunden sind, und in Bezug auf die Gefahr, dass die Region Leuk ein militärisches Ziel werden könnte? Werden die Aspekte, die mit der Neutralitätspolitik der Schweiz in Zusammenhang stehen, berücksichtigt?</p>
</blockquote><p>Prinzipiell kann jede Netzwerkinfrastruktur auch zur Übermittlung militärischer Daten genutzt werden. Dies gilt sowohl für bodengestützte als auch für satellitengestützte Kommunikationsinfrastrukturen. SpaceX betreibt auch in verschiedenen anderen europäischen Staaten ähnliche Anlagen. Weltweit sind es über 150 Stationen. Starlink funktioniert zudem auch mit Intra-Satelliten-Kommunikation (direkte Kommunikation zwischen Satelliten). Diese Funktion macht das Netzwerk extrem robust gegenüber dem Ausfall einer oder mehrerer Bodenstationen. Vor diesem Hintergrund erscheint es äusserst unwahrscheinlich, dass die geplante Anlage in Leuk einem speziellen Risiko ausgesetzt wäre.</p>
<p>Die Anlage wird von einem privaten Unternehmen errichtet und betrieben. Das Neutralitätsrecht sieht explizit keine Pflicht des neutralen Staates vor, die Übertragung von militärischen Daten über Netzwerkinfrastruktur auf seinem Gebiet zu unterbinden. Auch das Fernmelderecht sieht keine Inhaltskontrolle der übermittelten Informationen vor.</p>
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<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:37:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>40 neue Ohren für Elon Musk: Antworten des Bundesrats (I) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seit 1974 stehen im Oberwallis am Nordhang des Tals oberhalb von Leuk riesige Satellitenschüsseln, von den Einheimischen die &quot;großen Ohren&quot; genannt. Früher von der Swisscom betrieben, wurde die Erdfunkstelle in den 2000er Jahren an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft. Jetzt will Elon Musk an Ort und Stelle 40 weitere Antennen für Starlink errichten lassen, was der Bevölkerung gar nicht passt. Am 25. September kam der Unmut im Nationalrat an.</p>
</blockquote><blockquote><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten: </p>
</blockquote><p><span class="underline">Anmerkung Postingautor</span>: Auf die Fragen des Abgeordneten antwortete der Bundesrat am 12. November 2025. Untenstehend sind die Antworten den Fragen zugeordnet.</p>
<blockquote><p>1. Welche strahlungsbedingten Risiken bestehen für Menschen, Tiere und die Vegetation? Wird dem Vorsorgeprinzip Rechnung getragen?</p>
</blockquote><p>Feste Satellitenbodenstationen, wie diejenigen in Leuk, senden äusserst zielgerichtet von Punkt zu Punkt nach oben in Richtung der Satelliten. Sie sind mit Richtfunkstrecken vergleichbar. Richtfunkantennen sind gemäss Anhang 1 Ziffer 61 der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) von den vorsorglichen Emissionsbegrenzungen ausgenommen. Die Immissionsgrenzwerte nach Anhang 2 NISV gelten jedoch weiterhin. Daher gilt es sicherzustellen, dass Personen nicht direkt vor die Sendeanlage gelangen. Ausserdem ist die Möglichkeit einer Exposition für Menschen nicht gegeben, da das Gelände in Leuk durch bauliche Massnahmen (Umzäunung) nicht öffentlich zugänglich ist. Der Schutz der NISV beschränkt sich auf Menschen. Tiere und Pflanzen sind davon ausgenommen.<br />
 </p>
<blockquote><p>2. Warum stellt das BAKOM das Antennendiagramm nicht zur Verfügung, damit sich die Intensität der Strahlung und der Strahlungsbereich berechnen lassen?</p>
</blockquote><p>Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) erteilt auf Gesuch hin Auskunft über die Konzession und gewährt Zugang, sofern keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen dagegensprechen (vgl. Art. 24f des Fernmeldegesetzes [FMG; SR 784.10]) respektive keine Ausnahmegründe (vgl. Art. 7 des Öffentlichkeitsgesetzes [BGÖ; SR 152.3]) vorliegen. Solange es sich um ein hängiges Verfahren handelt, wird kein Zugang gewährt (vgl. Art. 8 Abs. 2 BGÖ). Zum Zeitpunkt der Einreichung der Interpellation war das Konzessionsgesuch noch hängig. Nach der Erteilung der Funkversuchskonzession können allfällige Zugangsgesuche behandelt werden.<br />
 </p>
<blockquote><p>3. Auf welche Entscheidgrundlagen stützt sich das BAKOM bei der Konzessionserteilung? Werden die Gesundheits- und Umweltrisiken beurteilt? Welche Frist besteht für die Erteilung einer endgültigen Funkkonzession? </p>
</blockquote><p>Das BAKOM erteilt Funkkonzessionen auf Grundlage des Fernmelderechts. Eine Bewertung der Gesundheits- und Umweltrisiken durch das BAKOM ist fernmelderechtlich nicht vorgesehen. Die Überprüfung der Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen obliegt den Kantonen. Sie wird im Rahmen der Baubewilligungsverfahren geprüft.</p>
<p>Die Behandlungsdauer von Konzessionsgesuchen hängt von der Komplexität des Geschäfts ab und kann bei internationalen Abklärungen längere Zeit in Anspruch nehmen. Eine definitive Funkkonzession wird erst dann erteilt, wenn sämtliche Konzessionsvoraussetzungen erfüllt sind.<br />
 </p>
<blockquote><p>4. Falls eine Konzession erteilt wird, werden dann Kontrollen durchgeführt? Wird das BAKOM einen Abbau der Anlage verlangen, falls die Bevölkerung übermässiger Strahlung ausgesetzt ist? Wird die Bevölkerung im Umkreis entschädigt, wenn gesundheitliche Probleme auftreten?</p>
</blockquote><p>Das BAKOM wacht als Aufsichtsbehörde im Fernmeldebereich darüber, dass das internationale Fernmelderecht, das Fernmeldegesetz, die Ausführungsvorschriften und die Konzessionen eingehalten werden (Art. 58 FMG). Es ergreift im Verletzungsfall die geeigneten Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Dabei können Massnahmen bis hin zu einem Konzessionsentzug ausgesprochen werden. Die Aufsicht über die Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen obliegt jedoch den Kantonen.</p>
<p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Interpellation Munz (<a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193113">19.3113</a>) dargelegt hat, könnte Schadenersatz wegen Gesundheitsschädigung infolge von Funkstrahlung gestützt auf verschiedene Gesetzesbestimmungen verlangt werden, sofern der Nachweis des Schadens durch die Funkstrahlung erbracht wird.<br />
 </p>
<blockquote><p>5. Ist angesichts der Tatsache, dass belastbare Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen einer solchen Infrastruktur auf lange Sicht angelegt sind, nicht eine Umkehr der Beweislast nötig?</p>
</blockquote><p>Eine Beweislastumkehr erscheint aus Sicht des Bundesrates nicht sachgerecht. Der Nachweis der völligen Unschädlichkeit ist wissenschaftlich nicht möglich, da sich negative Wirkungen grundsätzlich nicht vollständig ausschliessen lassen. Eine solche Regelung würde daher faktisch auf ein Verbot der entsprechenden Technologie hinauslaufen.<br />
 </p>
<blockquote><p>6. Wie schätzt der Bundesrat die energetischen Auswirkungen einer solchen Infrastruktur ein? Ist eine solche Anlage mit den Zielen in Bezug auf die Energiesuffizienz vereinbar?</p>
</blockquote><p>Bei der Satellitenkommunikation handelt es sich um eine komplexe Spitzentechnologie. Funktechnologien zur Sprach- und Datenübertragung haben einen gewissen Energiebedarf. Aus ökonomischen Gründen besteht seitens der Betreiberinnen ein erhebliches Interesse, den Energieverbrauch ihrer Systeme so weit wie möglich zu minimieren.</p>
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<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:21:06 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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