Mobilfunkgegner & Impfgegner: Gemeinsam sind wir schwach (Allgemein)

KI, Montag, 08.06.2026, 22:15 (vor 15 Tagen)

Am 2. Mai 2026 veranstaltete ein Verein von Corona- und Impfkritikern ("Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie", kurz MWGFD), in Niederbayern ein als "Pressesymposium" bezeichnetes Treffen zum Thema Mobilfunk. Bemerkenswert war weniger das Vortragsprogramm als die Zusammensetzung der Beteiligten. Erstmals traten Mobilfunkgegner und ein prominenter Vertreter der Corona- und Impfkritik öffentlich und gut sichtbar gemeinsam auf. Was wie ein Schulterschluss aussieht, könnte sich allerdings auch als Zweckgemeinschaft zweier Milieus erweisen, die beide seit Jahren mit schwindender gesellschaftlicher Resonanz kämpfen.

Die mehr als vier Stunden dauernde Veranstaltung markiert eine Entwicklung, die sich bereits seit einiger Zeit angedeutet hat: Mobilfunkgegner und Impfgegner entdecken ihre Gemeinsamkeiten. Beide Milieus eint ein tiefes Misstrauen gegenüber Behörden, Wissenschaft und etablierten Medien. Beide sehen sich als Opfer einer vermeintlich gleichgeschalteten Öffentlichkeit. Und beide warten seit Jahren auf die Bestätigung ihrer zentralen Warnungen.

Bei den Mobilfunkgegnern erinnert dies inzwischen ein wenig an die Zeugen Jehovas und ihre immer wieder verschobenen Weltuntergangserwartungen. Seit den 1990er-Jahren wird vor einer bevorstehenden gesundheitlichen Katastrophe durch Mobilfunk gewarnt. Doch die prophezeiten Massenkrankheiten blieben aus. Die Zahl der Mobilfunknutzer stieg weltweit auf Milliarden, ohne dass sich die Prognosen der Gegner erfüllten.

Die Corona- und Impfkritikszene steht vor einem anderen Problem. Mit dem Abklingen der Pandemie verlor sie ihr beherrschendes Thema. Viele Akteure, die während der Corona-Jahre große Aufmerksamkeit erzielten, mussten sich neu orientieren. Mobilfunk bietet sich als Anschlussprojekt an: Das Thema verfügt über eine lange Tradition, ein eingespieltes Netzwerk und ein Publikum, das für Warnungen vor unsichtbaren angeblichen Gefahren empfänglich ist.

So entsteht eine Allianz, die frei nach dem Motto "gemeinsam sind wir schwach" agiert. Denn beide Lager leiden unter ähnlichen Schwierigkeiten: mangelnde gesellschaftliche Resonanz, ausbleibende Bestätigung ihrer zentralen Narrative und ein stetiger Verlust an öffentlicher Aufmerksamkeit.

Aufschlussreich war bereits die Gästeliste. Zu Beginn des Symposiums begrüßte MWGFD-Vizechef Ronnie Weikl ausdrücklich die anwesenden Medienvertreter. Genannt wurden unter anderem Auf1, Report24, Transition News, Eventorium TV sowie weitere alternative Medien aus dem Umfeld der Corona- und Impfskeptikerszene. Vertreter etablierter Tageszeitungen, Rundfunksender, Nachrichtenagenturen oder Fachmedien wurden hingegen nicht genannt.

Das wirft die Frage auf, für wen dieses "Pressesymposium" eigentlich veranstaltet wurde. Denn die eingeladenen Medien gehören überwiegend zum eigenen ideologischen Umfeld. Kritische Journalisten oder Vertreter klassischer Medien waren entweder nicht anwesend oder spielten keine erkennbare Rolle. Besonders bemerkenswert ist deshalb die mediale Resonanz der Veranstaltung. Eine umfassende Recherche ergab bislang keine nennenswerte Berichterstattung in etablierten Medien. Weder regionale Tageszeitungen noch Fachzeitschriften, Nachrichtenportale, Rundfunksender oder Presseagenturen griffen das Symposium auf. Sichtbar wurde die Veranstaltung hingegen auf den eigenen Kanälen der Veranstalter sowie in mobilfunkkritischen und coronakritischen Netzwerken.

Mit anderen Worten: Außerhalb der eigenen Echokammern hat das Pressesymposium praktisch nicht stattgefunden.

Auf dem Podium versammelte der Verein MWGFD eine Mischung aus mehrheitlich altgedienten Bekannten der Mobilfunkkritikerszene mit einem prominenten Vertreter der Corona- und Impfkritik. Es referierten Werner Bergholz, Klaus Buchner, Claus Scheingraber, Klaus Scheidsteger und Monika Krout. Durch die Veranstaltung führte Ronnie Weikl, Mitgründer und stellvertretender Vorsitzender der MWGFD. Der Passauer Arzt wurde während der Corona-Jahre zu einer bekannten Figur der Maßnahmen- und Impfkritik und verkörpert wie kein anderer den jüngsten Schulterschluss zwischen Corona- und Mobilfunkszene.

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhalte der Reden. In den folgenden Postings werden die Vorträge der Referenten in aufbereiteter Textform dokumentiert. So kann sich jeder Leser selbst ein Bild davon machen, welche Argumente vorgetragen wurden und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden.

Wird fortgesetzt ...

Tags:
Buchner, Scheingraber, Scheidsteger, Kooperation, Impfgegner, Walach, Krout, Alternativmedien, MWGFD, Querdenker, Echokammer, Misstrauensnarrativ, Presseecho, Weikl, Asterix-Syndrom

Vorträge auf der MWGFD-"Pressekonferenz" vom 2. Mai 2026

H. Lamarr @, München, Sonntag, 21.06.2026, 11:43 (vor 2 Tagen) @ KI

Am 2. Mai 2026 veranstaltete ein Verein von Corona- und Impfkritikern ("Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie", kurz MWGFD), in Niederbayern ein als "Pressesymposium" bezeichnetes Treffen zum Thema Mobilfunk.

Dieser Teilstrang dokumentiert nach und nach den Wortlaut der Vorträge vom 2. Mai 2026. Ausgangspunkt dafür ist das Transkript der Veranstaltung, ausgewertet von einer KI. Offensichtliche Fehler im Transkript hat die KI berichtigt, versteckte Fehler hingegen nicht. Das Ergebnis der KI habe ich nicht mit dem Video der Veranstaltung abgeglichen. Es gilt daher im Zweifel immer das gesprochene Wort.

Reihenfolge des Auftretens
Werner Bergholz
Klaus Buchner
Klaus Scheingraber
Klaus Scheidsteger
Monika Krout

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

ChatGPT scheitert an MWGFD-"Pressekonferenz"

H. Lamarr @, München, Sonntag, 21.06.2026, 17:49 (vor 1 Tag, 22 Stunden, 47 Min.) @ H. Lamarr

Dieser Teilstrang war dafür vorgesehen, die Vorträge der Referenten im Wortlaut wiederzugeben. Doch daraus wird nichts.

Quelle für die Textwiedergabe war das Transkript des Videos gewesen und ChatGPT hat die Aufgabe gehabt, aus dem Transkript die meisten Zeitstempel zu entfernen, die Textfragmente sinnvoll zusammenzufügen und offensichtliche Fehler im Transkript zu berichtigen. Dies alles sind Tätigkeiten, die ChatGPT sich spielend zutraute.

Stunden später weiß ich jetzt: Wenn ChatGPT sich etwas zutraut, heißt das noch lange nicht, dass das Resultat brauchbar ist. Die KI lieferte zwar einigermaßen gut lesbare Texte ab, die stellenweise mit dem Original aber nicht mehr viel gemeinsam hatten. Doch es kam noch schlimmer, mal fehlte Text, mal gab es lange Passagen, welche die Referenten nachweislich aber gar nicht gesagt hatten. Diese Defizite kamen wegen der üppigen 4-Stunden-"Pressekonferenz" die etwa 200 Normseiten Text bedeutete, erst bei Qualitätskontrollen nach und nach zum Vorschein.

Zur Rede gestellt gab die KI zu, stellenweise halluziniert zu haben, um Informationslücken zu überbrücken. Diese Lücken entstanden, weil die KI technischer Begrenzungen wegen zu keiner Zeit die komplette "Pressekonferenz" im Speicher hatte, sondern immer nur Bruchstücke.

Das Ergebnis dieser Coproduktion von ChatGPT und mir ist so schlecht, dass ich das Projekt nach schätzungsweise vier Stunden als gescheitert erkannt und abgebrochen habe. Und die Verärgerung darüber ist momentan bei mir so groß, dass es keinen zweiten Anlauf geben wird.

Einen derart umfassenden Reinfall mit KI habe ich noch nicht erlebt. Dabei schien das Projekt für die KI nur eine kleine Fingerübung zu sein. Das zentrale Problem ist: Die KI fragt bei unvorhersehbaren Störungen im Ablauf eines Projekts nicht nach, was zu tun ist, sondern sie entwickelt ein kreatives Eigenleben. Sie halluziniert und erfindet plausibel wirkende Fakten, damit der Auftraggeber die Störung nicht bemerkt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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