Freiburger Appell 2002: verhökert und verplant (Allgemein)
Ein Meilenstein bei unserem Einsatz für Anerkennung gesundheitlicher Gefahren durch Elektrosmog war der Freiburger Appell. Dieser wurde inhaltlich durch mich mit geprägt. Er war von ca. 1000 Ärzten und etwa 36.000 Betroffenen und Interessenten unterzeichnet worden. Diese Unterschriften liegen auf Disketten vor und können über Frau Zwetz-Zühlke (Tel. 089-969492) für E 50,- bezogen werden.
Auf den zweiten Blick erkennt man in Frau Stöckers Zeilen wieder eine dieser verstörenden Botschaften aus den Reihen der organisierten Mobilfunkgegnerei. Denn man muss sich doch fragen:
- Wer, wenn nicht kommerziell interessierte Adressensammler, sollte ein Interesse an den ungefähr 37'000 Adressdaten haben?
- Der Preis von 50 Euro ist gewinnorientiert hoch. Wieso eigentlich? Die Knochenarbeit haben doch die frühen Anti-Mobilfunk-Bürgerinitiativen gratis geleistet! Wer verdient hier an der Arbeit anderer, wohin fließt das Geld, was wird damit gemacht? - dazu sagt Frau Stöcker nichts.
- Und wie steht es mit dem Datenschutz? Gut möglich, dass nicht alle Unterzeichner damit einverstanden sind, dass sie, als Unterzeichner dieses Appells von Kreti und Pleti als unkritische "Deppen" oder als potenzielle Kunden mit speziellen Sorgen identifiziert werden können.
Das hantieren mit den Unterschriften des Freiburger Appells ist durchwegs so herzerweichend dilettantisch, dass mMn die ehemalige Vorsitzende des Münchener Elektrosensiblen-Vereins nachträglich von dem Verdacht frei zu sprechen ist, sie sei in der Szene einer der durchtriebenen Drahtzieher mit kommerziellen Interessen gewesen.
Andere, berühmte Dilettanten.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –