EU-Politiker streben ICD-Klassifikation für EHS und MCS an (Allgemein)
Laut hese-Forum streben einige EU-Politiker die Aufnahme von EHS und MCS in die ICD an (Internationales Klassifizierungsschema für Krankheiten). Um das Vorhaben durch zu bringen, können sich Lobbyisten aus der EHS/MCS-Szene bis 14. Juni 2012 bei der EU für diese Deklaration stark machen.
Aus meiner Sicht sollte diese Deklaration unbedingt unterstützt werden.
Begründung: Bislang gibt es für EHS und MCS keine ICD-10-Klassifizierungsnummer. Dies bedeutet: Ärzte, die einen EHS- oder MCS-Phobiker vor sich haben, müssen auf Ersatzdiagnosen ausweichen, die nach Gutdünken getroffen werden können.
Gäbe es für EHS und MCS eine dezidierte ICD-10-Diagnose, ließe sich erstmals die Anzahl dieses Personenkreises präzise erfassen, mit all den statistischen Auswertungen, die dann möglich sind. Die "Elektrosmog-Betroffenen" sehen im Ergattern einer ICD-10-Nummer vermutlich irrtümlich eine Art von Anerkennung ihrer Phobie, ich sehe darin ein probates Mittel, die Diagnose zu vereinheitlichen und anhand der mittel- bis langfristigen Auswertung geeignete medizinische Maßnahmen für diese Sonderformen von Technophobien zu entwickeln. Sagen darf man das den "Betroffenen" so natürlich nicht.
Hintergrund
Bereits existierende ICD-Klassifizierungen für "Phobien"
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –