Wie Herr Maes den Beweisdruck umschifft hat (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 5557 Tagen) @ KlaKla

Im Nov. 1995 behauptet er: "Ich selbst war vor über 15 Jahren ein 'Elektrosmog-Opfer'...

Diese Aussage hat mMn drei bemerkenswerte Bedeutungen:

  • Durch sein "Outing" signalisiert Herr Maes allen überzeugten Elektrosmog-Opfern, er sei einer von Ihnen gewesen. Dies ist gut fürs Geschäft.
  • Weil er ein "Elektrosmog-Opfer" war, und jetzt (1995) kein's mehr ist, muss er einen Weg gefunden haben, der Opferrolle zu entrinnen. Dies ist ebenfalls gut fürs Geschäft
  • Weil er ein "Elektrosmog-Opfer" war, und jetzt (1995) kein's mehr ist, ist Herr Maes sicher vor jedweden "spatenpaulis", die ihn damit quälen könnten, seine ungewollte Fähigkeit unter Elektrosmog zu leiden, nicht nur zu behaupten, sondern objektiv unter Beweis zu stellen.

Am besten gefällt mir der Trick, sich rückwirkend befristet für elektrosensibel zu erklären, und damit keinerlei Beweisdruck mehr zu haben. "Fee", Frau W., Frau S. und natürlich Uli W. können als überzeugte Gegenwarts-EHS von so einer Beweisdruckentlastung nur träumen. Herr Maes dagegen ist fein raus. Selbst wenn er nie elektrosensibel war und dies nur frei erfunden hat, wird ihm keiner mehr das Gegenteil nachweisen können. Sowas nennt man clever, eine Eigenschaft, die bei erfolgreichen Geschäftsleuten häufiger als üblich anzutreffen ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Manipulation, Meinungsbildung, Frontmann, Nutznießer


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