Wie besoffen (Allgemein)

Helmut Breunig, Mittwoch, 12.07.2006, 19:00 (vor 7289 Tagen)

Wie besoffen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.07.2006, 19:12 (vor 7289 Tagen) @ Helmut Breunig

Studie: Wer am Steuer telefoniert, fährt wie besoffen

Ein konstruktiver Beitrag, Franz wird sich über die unerwartete Schützenhilfe bestimmt freuen :yes:

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Verminderte Reaktionsbereitschaft

Helmut Breunig, Mittwoch, 12.07.2006, 20:31 (vor 7289 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 12.07.2006, 21:19

Studie: Wer am Steuer telefoniert, fährt wie besoffen


Ein konstruktiver Beitrag, Franz wird sich über die unerwartete Schützenhilfe bestimmt freuen :yes:

Verlängerte Reaktionszeit ... wie bei Betrunkenheit

Gibt es eine Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit durch gepulste elektromagnetische Felder? im Original.

Dr. rer.nat. et med.habil. PD Rüdiger Maier Klinik für Kommunikationsstörungen, Universität Mainz

Editiert um 21.12 Uhr:
Da ich im Moment nicht den Fehler, den spatenpauli angezeigt hat, nachsuchen kann, nehme ich einstweilen meinen Text wieder heraus und verweise auf den Originaltext.
Man kann auch so seine Schlüsse ziehen.

Verminderte Reaktionsbereitschaft

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.07.2006, 20:48 (vor 7289 Tagen) @ Helmut Breunig

In der Versuchsdurchführung wurden die Versuchspersonen über 50 Minuten einer Bestrahlung mit einer Feldstärke von 10 mW/m, ausgesetzt, wie sie im Abstand von Mobilfunksendern des D-Netzes vorkommt.

Da kann etwas nicht stimmen, bitte prüfen!

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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Verminderte Reaktionsbereitschaft

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 13.07.2006, 00:38 (vor 7289 Tagen) @ Helmut Breunig

Man kann auch so seine Schlüsse ziehen.

Also gut, 9 von 11 Probanden zeigten also in einer Pilotstudie, dass bei ihnen unter Einwirkung elektromagnetischer Felder, wie sie bei Mobiltelefonen auftreten, der Regenerationsprozess kognitiver Prozesse beeinträchtigt war.

Eine wie Sie schreiben "Verminderte Reaktionsbereitschaft" kann ich daraus jedoch nicht ableiten. Der Verfasser der Studie tut dies freilich ebensowenig, zumindest taucht das Wort "Reaktionsbereitschaft" im Text kein einziges mal auf.

Außerdem berichtet Dr. Warnke (im Tagungsband des 1. Bamberger Mobilfunk-Syposiums) unter Bezugnahme auf die Original-TNO-Studie auf Seite 6 anscheinend das Gegenteil:
Für die derzeitigen GSM-Sender fand die Studie solche negativen Effekte nicht. Allerdings führten sowohl GSM- als auch UMTS-Felder zur Beeinflussung von kognitiven Funktionen wie Erinnerungsvermögen und Reaktionszeit, welche sich bei kurzfristiger Einwirkung erhöhten. Anmerkung: Diese Formulierung lässt durchaus Interpretationsspielraum zu, unter einer Erhöhung verstehe ich ein besseres Erinnerungsvermögen und eine kürzere Reaktionszeit.

Solange solche Widersprüche nicht beseitigt sind, bleibe ich in abwartender Haltung. Die selektive Verwendung einer einzelnen Studie zur gezielten Untermauerung einer Behauptung halte ich jedenfalls nicht für zweckmäßig wenn es zum relevanten Thema mehrere sich widersprechende Studien gibt.

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Link zum Volltext der Studie

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.07.2006, 20:41 (vor 7289 Tagen) @ Helmut Breunig

Studie: Wer am Steuer telefoniert, fährt wie besoffen

Den Volltext der Studie gibt's hier gratis als englischsprachiges PDF

Hab's noch nicht gelesen, wichtig scheint mir der Punkt zu sein, welcher Typ von Freisprechanlage verwendet wurde:

a) Gesprächsabwicklung über Antenne des Handys
b) Gesprächsabwicklung über externe Außenantenne

Ohne Freisprecheinrichtung (Handy am Ohr) kriegt der Fahrer das meiste ab, mit a) schon deutlich weniger und mit b) praktisch nichts mehr.

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Plantronics M135

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 12.07.2006, 20:58 (vor 7289 Tagen) @ H. Lamarr

Hab's noch nicht gelesen, wichtig scheint mir der Punkt zu sein, welcher Typ von Freisprechanlage verwendet wurde:

a) Gesprächsabwicklung über Antenne des Handys
b) Gesprächsabwicklung über externe Außenantenne

Die haben mit einem Headset Plantronics M135 gearbeitet, das wäre ein Modell gemäß Definition a)

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Wie besoffen

KlaKla, Donnerstag, 13.07.2006, 07:56 (vor 7289 Tagen) @ Helmut Breunig

Studie: Wer am Steuer telefoniert, fährt wie besoffen

Kernaussage: "Wenn der Gesetzgeber wirklich das Autofahren sicherer machen möchte, sollte er das Telefonieren komplett verbieten", meint Drews.
Sowohl Freisprechanlage als auch Handy beeinflussten den Fahrstil und zeigten keinen Unterschied im Grad der Ablenkung.

Verwandter Thread
Handyverbot beim Auto fahren

Verwandter Beitrag
Handy in Bus und Bahn
US-Firmen verbieten Handys am Steuer

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Meine Meinungsäußerung

Thread-Fazit

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.07.2006, 21:05 (vor 7285 Tagen) @ KlaKla

Sowohl Freisprechanlage als auch Handy beeinflussten den Fahrstil und zeigten keinen Unterschied im Grad der Ablenkung.

Bisherige Studien, die bei Autofahrern den Grad der Ablenkung wegen Telefonierens während der Fahrt erkunden, berücksichtigen anscheinend nicht elektromagnetische Feldeinwirkungen auf die Fahrzeuglenker!

Untersucht wurde lediglich die Ablenkung durch Gespräche via Handy und Freisprecheinrichtung, wobei kein Unterschied zwischen Handy und Freisprechen festgestellt werden konnte. Dies deutet darauf hin, dass für die Ablenkung die elektromagnetischen Felder eines Mobiltelefons nicht verantwortlich gemacht werden können.

Wenn jemand eine relevante Studie kennt, bei der auch die Feldeinwirkung berücksichtigt (gemessen) wurde, möge er bitte einen Link zu dieser Information geben.

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Ergänzung

Helmut Breunig, Montag, 17.07.2006, 11:27 (vor 7285 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn jemand eine relevante Studie kennt, bei der auch die Feldeinwirkung berücksichtigt (gemessen) wurde, möge er bitte einen Link zu dieser Information geben.

Der besoffene Fahrer fährt besser Auto als der Handytelefonierer

Einspruch

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.07.2006, 01:02 (vor 7284 Tagen) @ Helmut Breunig

Wenn jemand eine relevante Studie kennt, bei der auch die Feldeinwirkung berücksichtigt (gemessen) wurde, möge er bitte einen Link zu dieser Information geben.


Der besoffene Fahrer fährt besser Auto als der Handytelefonierer

Einspruch: Die unter dem Link nachlesbaren Ausführungen von Dr. Scheiner geben keinen belastbaren Anhaltspunkt dafür, dass die unstrittige unfallträchtige Ablenkung von Autofahrern durch Telefongespräche (mit Handy oder via Freisprecheinrichtung) auf dem elektromagnetischen Funkfeld der Handys beruht. Links zu den genannten Studien wären hilfreich gewesen, die vagen Quellenangaben zu recherchieren kostet unverhältnismäßig viel Zeit.

Dr. Scheiner: "Jedes Handytelefonat aus einem Auto ist gleichbedeutend mit einem Telefonat aus einem nur an den Fenstern offenen Faradayschen Käfig. Das Handy muss demnach auf maximale Leistung schalten, um den nächsten Funkturm zu erreichen!". Klingt plausibel, ist es aber nicht, zumindest nicht immer. Handys schalten in Autos nicht grundsätzlich auf die höchste Leistungsstufe. Bei Autos mit großen Fensterflächen (z. B. Eurovan) passiert praktisch gar nichts, kein Unterschied der Sendeleistung zwischen drinnen und draußen. Hätte ich auch nicht gedacht, weil einem stets das Gegenteil erzählt wird. Bei einem Ford-Fiesta stieg dagegen die Sendeleistung drinnen gegenüber draußen deutlich an. Mit einem Handy im Monitormodus, etwa ein altes Siemens S4, lässt sich die aktuell am Handy wirkende Sendeleistungsstufe (und damit die Sendeleistung) relativ leicht überprüfen - Tests, die ich uneingeschränkt jedem empfehlen kann, weil man mit eigenen Augen sieht, was Sache ist und niemand anderem auf Gedeih und Verderben glauben muss!

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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Tags:
Monitormodus

Einspruch

Helmut Breunig, Dienstag, 18.07.2006, 09:17 (vor 7284 Tagen) @ H. Lamarr

Einspruch: Die unter dem Link nachlesbaren Ausführungen von Dr. Scheiner geben keinen belastbaren Anhaltspunkt dafür, dass die unstrittige unfallträchtige Ablenkung von Autofahrern durch Telefongespräche (mit Handy oder via Freisprecheinrichtung) auf dem elektromagnetischen Funkfeld der Handys beruht. Links zu den genannten Studien wären hilfreich gewesen, die vagen Quellenangaben zu recherchieren kostet unverhältnismäßig viel Zeit.

Einfach blöd, wenn man nicht richtig bedient wird.

Klingt plausibel, ist es aber nicht, zumindest nicht immer. Handys schalten in Autos nicht grundsätzlich auf die höchste Leistungsstufe.

Ja , es gibt verschiedene Käfige und unterschiedlich ausgestattete Insassen.

Einspruch

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.07.2006, 12:58 (vor 7284 Tagen) @ Helmut Breunig

Einfach blöd, wenn man nicht richtig bedient wird ...

... im Media-Markt der Fachinformationen.

Klingt plausibel, ist es aber nicht, zumindest nicht immer. Handys schalten in Autos nicht grundsätzlich auf die höchste Leistungsstufe.

Ja , es gibt verschiedene Käfige und unterschiedlich ausgestattete Insassen ...

... und deshalb sollten wir beim Füttern nicht pauschal Gummibärchen reichen, sondern immer schön auseinanderhalten, wer was und wieviel verträgt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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