2028 soll das letzte Funkloch geschlossen werden (Technik)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.04.2026, 16:14 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 57 Min.)

Einer Meldung von finanzen.net zufolge will die Deutsche Telekom ab 2028 mit Starlink als Partner Satelliten-Direktverbindungen für kompatible Smartphones anbieten. Dieser Dienst wäre eine Rückfallebene, wenn terrestrische Mobilfunknetze wegen Naturkatastrophen oder Krieg ausfallen, oder gar nicht vorhanden sind. Im Klartext heißt das: Mit neuen Starlink-Satelliten wird es für neue Smartphones bald keine Funklöcher mehr geben.

Auszüge aus der Meldung: Die Deutsche Telekom bricht in ein neues Zeitalter der Mobilfunkabdeckung auf: Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Satellitendienst Starlink soll das Konzept des "Überall-Netzwerks" Realität werden. Ab dem Jahr 2028 plant der Konzern, in zehn europäischen Märkten - darunter Deutschland - satellitengestützte Direktverbindungen anzubieten. Diese Technologie soll es modernen Smartphones ermöglichen, sich auch in Gebieten ohne herkömmliches Signal automatisch mit den Satelliten der nächsten Generation von Starlink zu verbinden.

Der Dienst nutzt das spezielle MSS-Frequenzband (Mobile Satellite Service) und bietet weit mehr als nur einfache Textnachrichten: Geplant sei laut Pressemitteilung eine vollumfängliche Unterstützung für Daten-, Video- und Sprachdienste. Stephanie Bednarek, Vice President of Starlink Sales, betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: "Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, mit der die V2-Technologie der nächsten Generation von Starlink eingeführt wird, die Daten-, Sprach- und Messaging-Dienste erweitert, indem sie Breitbanddirektverbindungen zu Mobiltelefonen ermöglicht."

Sicherheit und Konnektivität - auch in extremen Lagen

Die Integration der Satellitentechnik diene primär dazu, die topografischen und regulatorischen Grenzen des klassischen Netzausbaus zu überwinden. In schwer zugänglichen Regionen oder Naturschutzgebieten, in denen der Bau von Funkmasten oft unmöglich ist, sorgt die Weltraum-Anbindung künftig für eine lückenlose Versorgung. Neben der geografischen Erweiterung stehe dabei auch die Ausfallsicherheit im Fokus: Das Satellitennetz fungiert als zusätzliche Sicherheitsebene bei Naturkatastrophen oder großflächigen Stromausfällen.

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Während die Telekom bereits heute über 90 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G abdeckt, soll das "Überall-Netzwerk" bis 2028 sicherstellen, dass Funklöcher endgültig der Vergangenheit angehören - egal wie anspruchsvoll das Gelände ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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