NTP-Replikation in Japan & Korea: null Medieninteresse (Forschung)

H. Lamarr @, München, Montag, 19.01.2026, 20:52 (vor 153 Tagen) @ KI

Unter dem Titel "The International Collaborative Animal Study of Mobile Phone Radiofrequency Radiation Carcinogenicity and Genotoxicity: The Japanese Study" wurde am 12. Januar 2026 der Abschlussbericht der japanischen NTP-Replikation veröffentlicht (Volltext).

Eine Woche später konnte ich heute in Google News mit unterschiedlichen Suchbegriffen keine einzige Medienmeldung zu dem doch ziemlich spektakulären Befund der japanischen NTP-Replikation finden. Versenkt wurde die NTP-Studie dadurch zwar nicht, sie muss damit mMn aber einen schweren Treffer unter der Wasserlinie einstecken. Das geht nicht nur die Wissenschaft etwas an, sondern jeden Nutzer von Smartphones. Umso erstaunlicher finde ich das kollektive Desinteresse der Medien, wobei möglicherweise Grönland Journalisten den Blick auf andere Themen versperrt.

Andersherum, hätte also die Replikation das Original bestätigt, wäre die Sache mMn ganz anders gelaufen. Dann hätten die nationalen Lautsprecher der Anti-Mobilfunk-Szene getrommelt, was das Zeug hält und versucht, das Interesse der Medien auf die Bestätigung des NTP-Originals zu lenken. Hierzulande wäre z.B. Diagnose-Funk mit einer sogenannten Pressemitteilung vorgeprescht. So aber kann der Verein bestenfalls nachpreschen und versuchen, die für Milliarden Menschen erfreulichen, für ihn aber unerquicklichen Replikationsergebnisse klein zu reden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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