Gigaherz-Jakob sinniert über 6G (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 10.01.2026, 18:54 (vor 1 Tag, 5 Stunden, 49 Min.)

Ex-Elektriker Hans-U. Jakob macht sich ohne Not allein wegen seiner Selbstgefälligkeit wieder zum Gespött. Im Vorfeld von 5G verbreitete Jakob vollendeten Blödsinn darüber, was 5G aus seiner Sicht kann oder nicht kann. Und jetzt fängt der bald 90-Jährige an, den gleichen Blödsinn über 6G zu verbreiten, den er vor acht Jahren über 5G erzählt hat.

Eine Spezialität Jakobs ist sein Hang zur Selbstwiderlegung. Er behauptet aus der Luft gegriffen irgendeinen unzutreffenden Zusammenhang und triumphiert anschließend, wenn er aus eigener Kraft oder mit fremder Hilfe den Zusammenhang als unzutreffend "entlarvt". Paradebeispiel ist seine frei erfundene Behauptung, Icnirp würde sich als Unterorganisation der WHO ausgeben und sein Freudentaumel, nachdem die WHO auf seine Anfrage hin ihm etwas pikiert bestätigte, Icnirp sei keine "Unterorganisation" der Weltgesundheitsorganisation.

[image]◄ Bild: Copilot von Microsoft

Nach dem gleichen Muster widerlegt Jakob sich jetzt in einer technisch anspruchslosen Frage, indem er wortreich und umständlich den Nachweis führt, dass sich eine Signalbandbreite von 1 GHz nicht in einem nur 100 MHz breiten Frequenzband realisieren lässt. Der Haken: Es hat nie jemand behauptet, dass dies mit 6G möglich sei, nicht einmal Jakob! Mit Grundschularithmetik leitet er aus seinem Nachweis messerscharf ab, 6G sei nur auf "Frequenzen im 2-Stelligen Gigaherz-Bereich möglich".

Seufz. Jakob hat nichts dazu gelernt. 2017 behauptete er den gleichen Quatsch, nur noch eine Nummer doller: 5G könne nur auf Frequenzräumen von 30-300 Gigahertz angesiedelt werden, schrieb er damals.

Was Jakobs kognitiven Fähigkeiten strapaziert ist der simple Umstand, dass bislang jedes neue Funksystem von GSM bis 5G mit einem neuen Übertragungsprotokoll verbunden ist. So wird auch 6G ein eigenes Protokoll haben und wer 6G haben will, muss ich dann ein Smartphone kaufen, welches mit dem 6G-Protokoll umgehen kann, völlig egal, ob das dann auf dem flachen Land im 700-MHz-Band mit bescheidenem Datendurchsatz passiert oder in einer Stadt im 3,5-GHz-, 6-GHz- oder meinetwegen 28-GHz-Band mit hohem Datendurchsatz. Wer dann noch ein Smartphone hat, dem das 6G-Protokoll spanisch vorkommt, der bleibt auf 5G oder rüstet auf. So ein neues Protokoll ist somit ein mächtiges Marketinginstrument, um Pseudotechniker unter Mobilfunkgegnern zu verwirren und zugleich den monetären Durchsatz in den Geldkanälen der Industrie und des Handels aufrechtzuerhalten.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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