Unerlaubte Krankheit: Call for stories (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.09.2022, 13:02 (vor 624 Tagen) @ KlaKla

Lange geplant aber nun sind sie da ...

Schade, Frau Haidlauf hat aus dem Schicksal ihrer "elektrosensiblen" Zwillingsschwester mMn die falschen Schlüsse gezogen. Sie tut nichts, um labile Personen davor zu bewahren, sich ausweglos in die Phobie "Elektrosensibilität" zu flüchten und alle Therapieversuche zu boykottieren, sondern sie spinnt sich ein Netz verschwörerischer Erklärungsmotive zusammen und lockt Betroffene in die Abgründe restloser Überzeugung. Nach dem Freitod des ehemaligen Pfarrers von Oberammergau zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Szene, die den "elektrosensiblen" Pfarrer emsig in seiner Phobie bestärkt hatte, zeigte sich kurz bestürzt – und hetzte dann weiter gegen Funk, als ob nichts gewesen sei. Nur ganz wenige sahen bei sich eine Mitverantwortung und zogen sich ganz oder teilweise aus der Szene zurück. Ob die jetzt ruhiger schlafen können weiß ich nicht, Renate Haidlauf ist jedenfalls zu wünschen, dass es nach Erscheinen ihres Buches keinen weiteren Freitod eines EHS geben wird. Sollte es anders kommen, wird auch sie sich unbequeme Fragen stellen müssen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Verschwörung, EHS, Buch, Inszenierung, Phobie, Suizid, Haidlauf, Messkirch, Rengetsweiler, Pädagogin


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