Neue Studie beraubt 5G-Gegner ihrer stärksten Argumente (Forschung)

e=mc2, Montag, 18.04.2022, 17:11 (vor 766 Tagen) @ H. Lamarr

Aufschlussreich auch der Ausblick zu Millimeterwellen im englischsprachigen Bericht.
Kuster sieht kaum Anwendungen bei denen Menschen substanziell Millimeterwellen ausgesetzt sein werden. Es wäre langsam an der Zeit, dass diejenigen welche bei der voraussichtlichen Anwendung von höheren 5G-Frequenzen ins Hyperventilieren geraten, ein plausibles Expositionsszenario präsentieren.

Although the frequencies above 6 GHz are not yet available in Switzerland, the study should also include the future use of these frequencies (millimeter waves, in Switzerland probably in the 24.25-27.5 GHz range). At present, the use of millimeter wave technologies in Switzerland cannot be predicted. Therefore, we did not include millimeter waves in our mobile network simulation model. Based on initial roll-outs internationally, the current main application of 5G millimeter links is for the last mile. The last mile application (fixed wireless access) is not strictly limited to mobile communication. Here, wireless point-to-point links would replace copper or fiber links. Based on the point-to-point nature, human exposure to last-mile links is unlikely.
Recently, the first mobile devices (US models of Apple iPhone 12, Samsung S21) with millimeter-wave communication capabilities were placed on the market. This development is driven by the unavailability of the 3.5 GHz band in the United States (US) and the attempt to offload the majority of the data volume over millimeter waves. There is still very little use of millimeter-wave communications in the US [2]. Due to shadowing effects of the human body [3] and the highly directive beam-forming in this frequency range, it can be assumed that the usage of millimeter waves for mobile applications will also mostly be limited to line-of-sight situations. This may lower human exposure due to the highly directive and adaptive nature of the communication links required for signal quality reasons.

Obwohl Frequenzen über 6 GHz in der Schweiz noch nicht verfügbar sind, sollte die Studie auch die künftige Nutzung dieser Frequenzen (Millimeterwellen, in der Schweiz wahrscheinlich im Bereich von 24,25 GHz bis 27,5 GHz) berücksichtigen. Derzeit ist die Nutzung von Millimeterwellen in der Schweiz noch nicht absehbar. Daher haben wir Millimeterwellen nicht in unser Simulationsmodell für Mobilfunknetze aufgenommen. Ausgehend von den ersten internationalen Roll-outs ist die derzeitige Hauptanwendung von 5G-Millimeterverbindungen die letzte Meile. Die Anwendung der letzten Meile (fest zugeordneter Funkzugang) ist nicht strikt auf die mobile Kommunikation beschränkt. Hier würden Punkt-zu-Punkt-Funkverbindungen die Kupfer- oder Glasfaserverbindungen ersetzen. Da es sich um Punkt-zu-Punkt-Verbindungen handelt, ist es unwahrscheinlich, dass Menschen mit den Verbindungen der letzten Meile in Berührung kommen.
Vor kurzem wurden die ersten Smartphones (US-Modelle des Apple iPhone 12, Samsung S21) mit Millimeterwellen-Kommunikationsfähigkeiten auf den Markt gebracht. Grund für diese Entwicklung ist die Nichtverfügbarkeit des 3,5-GHz-Bandes in den Vereinigten Staaten (USA) und der Versuch, den Großteil des Datenvolumens über Millimeterwellen zu übertragen. In den USA wird die Millimeterwellenkommunikation noch sehr wenig genutzt [2]. Aufgrund von Abschattungseffekten des menschlichen Körpers [3] und der stark gerichteten Strahlformung in diesem Frequenzbereich ist davon auszugehen, dass auch die Nutzung von Millimeterwellen für mobile Anwendungen meist auf Sichtliniensituationen beschränkt sein wird. Dies kann die Exposition des Menschen aufgrund der hochdirektiven und adaptiven Natur der Kommunikationsverbindungen, die aus Gründen der Signalqualität erforderlich sind, verringern.


[Admin: Deutsch-Übersetzung angefügt am 18.04.2022, 17:18 Uhr]

Tags:
Kuster, Millimeter-Wellen


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