Hinterbliebene misstrauen Untersuchung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 01.08.2011, 22:15 (vor 5372 Tagen) @ ES

Schreiben Sie auch für den Spiegel?

Nein, die würden mein Geschreibsel bestimmt Ablage P anvertrauen.

Bei Ihrem Wortschatz und Ihrer Einstellung Betroffenen gegenüber, könnte man fast den Eindruck bekommen...

Hört sich nicht nach Lob an.

Gemeinwohl ist es also, wenn die eigentlichen Ursachen zum schutze der Anbieter und Industrie nicht aufgedeckt werden?

Nein. Denken ans Gemeinwohl liegt mMn vor, wenn man seine persönliche Interessen nicht zum Nachteil aller anderen durchsetzen möchte. Sie können es auch als Verzicht zugunsten anderer betrachten. Und legen Sie mir bitte jetzt nicht in den Mund, ich würde verlangen, dass jeder stets zugunsten anderer, speziell einer Industrie, verzichten müsse. In begründeten Fällen mag Eigennutz durchaus angebracht und durchfechtbar sein. Bei Stuttgart 21 sehe ich das nicht. Bei Sendemastengegnern sehe ich das ebenfalls nicht. In beiden Fällen sehe ich Strippenzieher und zum Herdenvieh instrumentalisierte Bürger. Solche "Graswurzelbewegungen" finden sich auch im Rasen der Politik, in den USA nennt sich die bekannteste dieser Bewegungen "Tea-Party".

Wenn die Messgeräte am Flugzeug vereist waren und keine brauchbaren Daten mehr liefern, kann man wohl kaum den Piloten die alleinige Schuld in die Schuhe schieben...

Ich habe die Blackbox noch nicht mal von weitem gesehen, überlasse solche Wertungen daher lieber denjenigen, die wissen, wovon sie reden.

Aber man sieht hier beispielhaft, wie alles über einen Kamm geschoren wird...zum Nachteil der Betroffenen, in diesem Fall den Angehörigen.

Das sehe ich nicht so. Soweit ich das verstanden habe, haben die deutschen Angehörigen der Unfallopfer eigens einen Verein gegründet, um ihre "Rechte" wahrzunehmen. Womöglich mischen dort gewiefte Anwälte auf dieselbe Weise mit wie beim Streit um Sendemastenstandorte.

Wissen Sie, wieso der Beruf der Hebammen hierzulande am Aussterben ist? Weil die Versicherungsprämien für diesen Beruf so extrem stark gestiegen sind, dass es sich für Hebammen angeblich kaum noch rechnet. Ursache dafür: Wenn bei einer Geburt etwas schief läuft, ergaben sich die Eltern früher in das schwere Schicksal. Heute wird dagegen nicht selten die Schuld bei der Hebamme gesucht und diese verklagt - vermutlich auf Schadenersatz. Entzückend, nicht war?! Ich finde diese Art von Anspruchsdenken zum Ko..en und ich meide Leute, die damit auch noch prahlen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Graswurzelbewegung


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