Bayern: Grüne sägen wieder an den Grenzwerten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 23.10.2009, 01:07 (vor 5992 Tagen)

Welche Argumente die Landtagsgrünen diesmal aufbringen, damit die Bayerische Staatsregierung sich im Bundesrat für eine HF-Grenzwertsenkung einsetzt, lässt sich hier erforschen.

Neu ist, dass diesmal in einem separaten Antrag auch eine Senkung der NF-Grenzwerte gefordert wird. Die Begründung der Forderung beginnt freilich wenig verheißungsvoll mit: Mehr und mehr Ärzte und andere Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren und Monaten mit großer Besorgnis zur Thematik „niederfrequente Strahlung und Gesundheit“ zu Wort gemeldet. Danach wird als Begründung nur noch die inzwischen auch nicht mehr taufrische Schüz-Studie genannt, so dass man sich fragen muss: Wieso fordern die Gründen dies ausgerechnet jetzt? Wurde die Schüz-Studie (Kinderleukämie) erst jetzt entdeckt?

Mehr und mehr?
Ärzte und andere Wissenschaftler?
letzten Jahren und Monaten?

O Mann, der Landtag möge bitte eine Strafgebühr von 2000 Euro für jeden mit erfundener Dramatik begründeten parlamentarischen Antrag festsetzen. Haben die im Maximilianeum wirklich nichts besseres zu tun, als die Parolen der EMF-Reichsbedenkenträger nur 1:1 als Sprachrohr von draußen nach drinnen zu transportieren?

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Die Grünen, Drucksache, Bündnis, Fördern

Ach ja, DIE GRÜNEN...

AnKa, Freitag, 23.10.2009, 07:29 (vor 5992 Tagen) @ H. Lamarr

Die Begründung der Forderung beginnt freilich wenig verheißungsvoll mit: Mehr und mehr Ärzte und andere Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren und Monaten mit großer Besorgnis zur Thematik „niederfrequente Strahlung und Gesundheit“ zu Wort gemeldet.

Das Lebensthema der Partei DIE GRÜNEN ist die Angst: Vordergründig vor hysterisch beschriebenen Gefahren, die vom nicht stattgefundenen Waldsterben bis zum den Strahlentod, von der Furcht vorm Genmais, vor der Chemie, vor den Lebensmitteln, bis hin zum Klimawandel reichen (der von den GRÜNEN schaurig-lustvoll zelebriert wird, so als stehe der Menschheit nichts weniger als das Jüngste Gericht bevor).

Dahinter steckt eine technik-, forschungs- und entwicklungsfeindliche Einstellung, mithin ein voraufklärerisches Motiv, das von dumpfem Unbehagen, sektenhaftem Moralismus und Verzagtheit angetrieben ist.

Vor einiger Zeit las ich in einem Interview die Worte Dieter Hildebrands, der sinngemaß sagte: Mit den GRÜNEN ist die Moral in die politische Debatte gekommen, und das war das Ende der Politik. Ich denke, das trifft es. Die Verlautbarungen der GRÜNEN wirken oftmals wie religiös anmutende Appelle zur Umkehr, und mein Verdacht ist, dass sich da seit Jahren eine moralistische Kirche als politische Organisation tarnt.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Die Grünen haben NICHTS

KlaKla, Freitag, 23.10.2009, 18:31 (vor 5991 Tagen) @ H. Lamarr

Mit derartigen Anträgen werden lediglich die Mitglieder und Wähler bei Laune gehalten. Man muss den Eindruck erwecken, man ist weiter am Thema dran.

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Meine Meinungsäußerung

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Mitglied, Wahlkampf

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