Wer zuletzt lacht ... ▼ (Elektrosensibilität)

Doris @, Freitag, 23.01.2009, 12:10 (vor 5597 Tagen)
bearbeitet von Doris, Freitag, 23.01.2009, 12:50

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Ich möchte vorab mal eine Anmerkung machen, da ich das Gefühl habe, dass wir ab und zu aneinander vorbeireden.
Meine Meinung zu dem Thema und meine Kritik am Ganzen hat die Arbeit der Mobilfunkkritiker als Hintergrund und der Tatsache, dass hier Organisationen der Mobilfunktechnologie eine erwiesene Schädlichkeit zuordnen und alle Wissenschaftler und Politiker, die diese Meinung nicht teilen als korrupt verdächtigen und aufs Übelste beschimpfen. Sie fordern in lauten Tönen die Abschaffung der Mobilfunktechnologie und tragen die mal mehr mal weniger hohe Anzahl der Elektrosensiblen als Trophäe vor sich her "Seht her, so krank werdet Ihr alle mal".
Ihre Geschichte hat teilweise einfach sehr spezielle Züge, die nur für Sie gelten. Wenn Sie tatsächlich auf so minimale Expositionen durch Sender reagieren, dann kann Ihnen meiner Meinung nach gar nicht geholfen werden, da dies eine komplette Abschaffung des Mobilfunks nach sich ziehen müsste. Und die ständige Forderung nach einer neuen Technologie halte ich sowieso für einen Blödsinn. Erstens müsste dann erst mal bekannt sein, was an dieser jetzigen Technologie für evtl. gesundheitliche Beschwerden verantwortlich ist und nach der Hysterie, die unter den Betroffenen und Kritikern herrscht, frage ich mich ernsthaft, warum nun plötzlich an die Unbedenklichkeit geglaubt werden würde und nicht auch erst Untersuchung evtl. Langzeitauswirkungen gefordert wird. Meine Kritik richtet sich deshalb nicht persönlich an Sie, sondern an die Mobilfunkkritiker, die Menschen versuchen Angst zu machen, erstrangig um Sender zu verhindern. Meine Meinung über die meisten öffentlich bekannten Kritiker ist mittlerweile derart schlecht, was nicht gleichbedeutend ist, dass die Mobilfunktechnologie evtl. doch gesundheitlich nachteilig sein kann. In welchem Ausmaß weiß ich allerdings nicht.

Warum jemand krank wird und ein anderer unter gleichen Bedingungen nicht, ist ausdiskutiert.

Dann ist mir wohl was entgangen. Bei der Mobilfunktechnologie ist der Stand der Dinge, dass es keine Gesundheitsschäden unterhalb der Grenzwerte gibt. Es gibt Effekte, nahe dem Grenzwert, inwieweit die sich negativ gesundheitlich auswirken oder auswirken können ist nicht bekannt. Manche seriösen Institutionen und Kritiker fordern aufgrund dieser vorliegenden Erkenntnisse gewisse Vorsorgeempfehlungen, die erstrangig mit der Handynutzung zu tun haben. Die breite Masse der Kritiker fordert m.E. Unsinniges und auch Unmögliches.

Das ist ein schwieriges Unterfangen.

Genau so sehen das die Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen auch.

Angenommen, die 9 Prozent (E-smog Betroffene) stimmen, die in der Studie genannt werden. Klingt das doch im ersten Moment recht viel. Wenn man die 9 von Hundert aber aufteilt in Gruppen mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen, ist vielleicht einer von Hundert dabei, der Kopfschmerzen durch E-smog bekommt, einer mit Herzrythmusstörungen u.s.w. Erschwerend kommt dazu, dass u.U. nur ein bestimmtes Feld die Beschwerden verursacht. Mir ist klar, dass das schwer nachzuweisen sein wird und vor allem eine hohe Probandenanzahl benötigt.

Das haben Sie richtig erkannt und so ähnlich lautet der Tenor der Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigen. Und parallel dazu wird uns von den Kritikern suggeriert, dass alles verharmlost und geleugnet wird.

Ja, das mit der Menge der Probanden mag stimmen. Trotzdem, wenn man aufruft und um Mithilfe bittet und erklärt, worum es geht...vielleicht kann man auch in BI`s nachfragen?

Es wird wohl immer öffentlich nach Probanden gesucht. Bei der Schlafstudie der Berliner Charité habe ich das im Netz gesehen und bei der Mainzer Studie weiß ich das aus erster Hand. Da ging das Ganze über die BIs und die waren ja anfangs auch dafür und sind dann abgesprungen. Da gibt es hier im Forum eine ausgiebige Diskussion darüber. Da sich so ein tiefer Graben aufgetan hat und ein derartiges Feindbild der Gegenseite geschaffen wurde, ist m.E. ein Zusammenarbeiten zwischen Kritikern und "offiziellen" Wissenschaftlern gar nicht mehr möglich. Jedes negative Ergebnis würde niemals akzeptiert werden und als korrupt abgetan. Ich komme für mich immer mehr zur Erkenntis, dass die allgemeine Arbeit der bekannten Mobilfunkkritiker jegliche Chance kaputt gemacht hat um wirklich vorwärts zu kommen. Aber vielleicht hat das Ganze auch System. Die Kritker jonglieren nur mit Zahlen, sie rücken diese weder raus, noch rücken sie die "Betroffenen" raus.
Deshalb bin ich zumindest gespannt, ob Siegfried Zwerenz das gleiche Schicksal erleidet, wenn sein ES-Test nicht den Betroffenen deren Überzeugung lässt.

Nun gibt es ja nicht so arg viele Betroffene, die in den Foren diskutieren. Spontan fällt mir Frau Buchs, Sie, "ES", caro und Anna ein. Mich würde es mal interessieren, ob einer dieser Betroffenen es überhaupt noch zulassen könnte und würde, dass die Beschwerden eben nicht mit der Mobilfunktechnologie zusammenhängen, sondern ganz andere Auslöser hat. Gehen Sie mal wirklich in sich und fragen Sie sich, ob Sie überhaupt noch in der Lage wären zu einem anderen Erkenntnisgewinn zu kommen.

Blut zu untersuchen, reicht nicht aus. Weil die Beschwerdebilder so unterschiedlich sind, müsste alles mögliche gecheckt werden.

Wie definieren Sie "alles mögliche"? Das ist doch auch einer der Punkte. Was soll untersucht werden?

Wenn es um die Gesundheit größerer Bevölkerungsgruppen geht... meinen Sie nicht, dass es dringend notwendig ist, Klarheit zu schaffen, wie die Schädigungen/ Beeinflussungen durch Mobilfunk zu Stande kommen?

Schmetterling, laut offiziellem Stand gibt es keine Schädigung durch Mobilfunk in der Bevölkerung. Und es wird versucht Klarheit zu verschaffen. Deutschland hat mehr Geld in die Erforschung der Mobilfunkrisiken gesteckt wie so manch andere Länder (da gibt es auch eine Auflistung). Das was Sie an sich erleben und das was sie durch die Kritiker hören, dass es unzählige Menschen gibt, die das Gleiche erleben, ist nicht identisch mit dem was offiziell bekannt und gemeldet ist. Kennen Sie selber Leute und wenn ja, wieviel, die elektrosensibel sind. Und damit meine ich persönlich kennen.
Verlangen Sie dieses unermüdliche Erforschen von evtl. Risiken bei allen Technologien, die auf den Markt kommen?

Bezahlen sollten das, ganz klar, die Nutzer dieser Technik. Da muss halt pro Gespräch ein Nickel(chen) in einen Topf für Geld für Studien gezahlt werden. Da sehe ich kein Problem.

Das wurde ja hier von KlaKla schon gefordert. Und wer soll dann die Studien machen, damit den Ergebnissen auch wirklich vertraut wird. Die Kritiker halten aus gutem Grund das "Feindbild" aufrecht.

Es gibt doch soviele Wissenschaftler in den Kritikerreihen.

Soetwas müsste eine zentrale Stelle organisieren.

Und wie sollte die zentrale Stelle besetzt sein? Wem würden Sie trauen? Schauen Sie mal, welchen Anfeindungen Dr. Lerchl ausgesetzt ist und wie er öffentlich beschimpft wird. Wahrscheinlich werden jetzt nach Berufung in die SSK schon die Messer gewetzt.

Fortsetzung Teil II

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=28441

Tags:
EHS, Korruption, Kritik, Einzelfall, Feindbild, Hysterie, Frontleute, Unabhängig


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