Fragwürdige Praxis! (Allgemein)

AnKa, Sonntag, 14.01.2007, 15:32 (vor 7091 Tagen) @ H. Lamarr

Wir haben heute die Studienkritik von W.K. Fehlerhafte Studie für fehlgeleitete öffentliche Meinung auf den neuesten vom Verfasser ausgearbeiteten Stand gebracht.

Die Praxis des Autoren W.K., ein und denselben Artikel ständig "upzudaten", ist fragwürdig. Wer etwa den Artikel zuvor kritisiert hätte, möglicherweise an ganz anderer Stelle im Internet, und wer dabei fairerweise einen Link-Verweis auf den W.K.-Artikel vorgenommen hätte, dessen Link wird nun auf einem "neuesten vom Verfasser ausgearbeiteten Stand" landen.

Es ist zwar löblich, daß der Verfasser offensichtlich an einer ständigen Optimierung seines Beitrages arbeitet. Aber die Vorgängerversionen sollten trotzdem zugänglich bleiben. Diese Praxis des nachträglichen Veränderns (die das IZGMF übrigens noch nicht einmal seinen Forendiskutanten erlaubt) wird in dem weltbekannten Roman "1984" als Mittel eines totalitären Anspruchs auf Deutungshoheit vorgeführt.

Es könnte nämlich sein, daß Verfasser W.K. mit seiner seltsamen Update-Praxis der eigenen Texte die eine oder andere von Lesern entdeckte, ich sage mal, "Argumentationsschwäche" auf diese smarte Art klammheimlich entfernt, sprich eben "auf den neuesten vom Verfasser ausgearbeiteten Stand" bringt.

Im vorliegenden Fall sehe ich zum Beispiel, nur so auf den ersten Blick, am Ende des Artikels einen neuen "Epilog" erscheinen, dessen Inhalt jedoch außer Mutmaßungen im Grunde nichts Handfestes liefert. Es könnte sich dabei zum Beispiel um eine "Antwort" auf eine an anderer Stelle geäußerte Kritik am besagten Artikel handeln. Wer weiss es schon.

Eine solche Praxis ist erstens kein fairer Stil und zweitens im jorunalistischem Sinne fragwürdig. Und um einen Wissenschaftsartikel kann es sich aus genannten Gründen sowieso nicht handeln. Aber das war wohl auch gar nicht beabsichtigt.

Tags:
Instant-Experte, Manipulation, Deutungshoheit


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