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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
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<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>BfS: Protokoll der 36. Sitzung am Runden Tisch EMF</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die 36. Sitzung des Runden Tischs EMF (RTEMF) fand am 11. März 2026 virtuell statt (Videokonferenz). Größtes fachliches Thema war diesmal die Kontroverse um die Systematic-Review zu Krebs in Tierstudien und die Gegenanalyse des BfS. Darüber hinaus informierte das BfS über neue Forschungsvorhaben und einen Ausbau seiner Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation. Auszüge aus dem Protokoll, die Postingautor &quot;KI&quot; für Sie zusammengestellt hat, warten unten auf Sie. Die Ausführungen zum Stromnetzausbau sind in dieser Zusammenfassung bewusst ausgeklammert. Wegen eines akuten Cyperschnupfens hat sich die Protokollauswertung diesmal etwas verzögert. Das vollständige sechsseitige Protokoll der Sitzung gibt es wie immer <a href="https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/runder-tisch/runder-tisch_node.html">direkt beim BfS</a>.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">WHO-Tierstudien: BfS hält mit Meta-Analyse dagegen</span></p>
<p>Den fachlichen Schwerpunkt bildete die Auseinandersetzung mit dem von der WHO beauftragten Systematic Review von Mevissen et al. zu Krebs in Tierstudien. Das BfS erläuterte, weshalb es die Schlussfolgerungen des Reviews für methodisch nicht ausreichend abgesichert hält und deshalb eine eigene quantitative Auswertung vorgenommen hat (S. 3–4). Ausgangspunkt der Kritik ist die Vorgehensweise des WHO-Reviews. Dort wurde bereits dann von einem nachgewiesenen Effekt ausgegangen, wenn in einer Langzeitstudie ein statistisch signifikanter Tumoranstieg beobachtet wurde. Meta-Analysen seien wegen der Heterogenität der Studien nicht durchgeführt worden (S. 3). </p>
<p>Nach Auffassung des Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder (KEMF) des BfS war dies zumindest für einzelne Fragestellungen nicht überzeugend. Für Herz und Gehirn bei Ratten seien genügend vergleichbare Langzeitstudien vorhanden gewesen, um die Ergebnisse mittels Meta-Analyse zusammenzuführen. Unterschiede zwischen den Tierstämmen seien durch Subgruppenanalysen beherrschbar gewesen (S. 3). </p>
<p>Das Ergebnis der BfS-Auswertung fällt deutlich nüchterner aus als im WHO-Review. Für maligne Herzschwannome männlicher Ratten ergab sich zwar weiterhin ein statistisch signifikanter Zusammenhang, wegen der großen Unsicherheit wurde das Vertrauen in die Evidenz jedoch zunächst deutlich herabgestuft und anschließend aufgrund einer statistisch signifikanten Dosis-Wirkungs-Beziehung wieder auf <em>moderat</em> angehoben (S. 3). </p>
<p>Beim malignen Gliom fiel das Resultat noch zurückhaltender aus. Zwar deutete auch hier der gepoolte Effektschätzer auf ein erhöhtes Risiko hin, statistisch signifikant war dieses Ergebnis jedoch nicht. Das Vertrauen in die Evidenz wurde deshalb insgesamt nur als <em>gering</em> eingestuft (S. 3). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Methodische Kontroverse bleibt bestehen</span></p>
<p>Bemerkenswert war die Diskussion über die inzwischen veröffentlichte Replik der Autoren des WHO-Reviews. Diese erklärten nachträglich, ein hohes Vertrauen in die Evidenz setze mindestens zwei signifikante Langzeitstudien voraus. Das BfS wies darauf hin, dass sich ein solcher Bewertungsmaßstab weder aus dem veröffentlichten Studienprotokoll noch aus dem eigentlichen Review ableiten lasse. Dort genüge ausdrücklich bereits ein signifikanter Befund, um einen Effekt anzunehmen (S. 4). </p>
<p>Außerdem wurde gefragt, ob Änderungen gegenüber einem veröffentlichten Studienprotokoll grundsätzlich zulässig seien. Die Antwort fiel differenziert aus: Anpassungen seien durchaus möglich, müssten aber gut begründet und möglichst sparsam vorgenommen werden, um nachträgliche Verzerrungen zu vermeiden (S. 4). </p>
<p>Auch die Kritik der Review-Autoren, dem KEMF fehle toxikologische Expertise, wurde angesprochen. Das BfS räumte ein, dass toxikologische Fachkenntnisse beispielsweise bei der Bewertung möglicher Verzerrungen einzelner Tierstudien hilfreich seien. Die eigene Veröffentlichung habe sich allerdings gar nicht mit der Bewertung einzelner Studien beschäftigt, sondern ausschließlich mit der Evidenzsynthese des Reviews (S. 4). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Neue Forschungsvorhaben</span></p>
<p>Das BfS stellte zudem mehrere geplante Forschungsprojekte vor. Neben neuen Studien zu Leukämie, Fehlgeburten und oxidativem Zellstress wurde insbesondere ein Projekt angekündigt, das die Entwicklung der Risikowahrnehmung elektromagnetischer Felder im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Höchstspannungsleitung Ultranet untersuchen soll (S. 4–5). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Neues Netzwerk für den Strahlenschutz</span></p>
<p>Mit dem neu gegründeten Qualifizierungsverbund Strahlenschutz soll nach Angaben des BfS die Fachkompetenz im Strahlenschutz langfristig gesichert werden. Das Netzwerk soll Qualifizierungsangebote bündeln, Kompetenzlücken identifizieren und den Wissensaustausch zwischen Behörden, Wissenschaft und weiteren Akteuren verbessern. Mitglieder des RTEMF wurden ausdrücklich eingeladen, sich daran zu beteiligen (S. 5). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ausblick</span></p>
<p>Für die nächste Sitzung wurden bereits mehrere interessante Themen angekündigt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die internationalen Ergebnisse zur EMF-Risikowahrnehmung, biologische Wirkungen hochfrequenter Felder auf Pflanzen, gesellschaftliche Vorstellungen von „Vorsorge“, mögliche Auswirkungen niederfrequenter Felder auf Schlaf und Demenz-Biomarker sowie Ergebnisse des EU-Projekts SEAWave zur KI-gestützten Expositionserfassung (S. 6). </p>
<p><span style="font-size:x-large;">Zusammenfassung</span></p>
<p>Die 36. Sitzung brachte keine spektakulären neuen Forschungsergebnisse hervor. Sie machte jedoch deutlich, dass die wissenschaftliche Debatte über die Bewertung der Tierstudien inzwischen eine neue Ebene erreicht hat. Während der WHO-Review überwiegend qualitativ argumentiert, versucht das BfS mit einer quantitativen Meta-Analyse dieselbe Datenbasis neu zu bewerten. Die eigentliche Kontroverse dreht sich damit längst nicht mehr um einzelne Tumorbefunde, sondern um die Frage, nach welchen methodischen Regeln wissenschaftliche Evidenz überhaupt bewertet werden sollte.</p>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 19:40:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (25): Wellensalat (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Behauptung</strong>: <em>[...] Das elektromagnetische Feld überquert die Häuser von Mamishaus in einer Höhe von 80 bis 100m und reduziert sich nach unten hin gewaltig. Das Feld in Form einer liegenden leicht ansteigenden Keule kann aber den Höhenzug in 9km Entfernung nicht sauber übersteigen und der Messort muss ziemlich nahe im Zentrum gelegen sein. Zudem müssen sich hier Raumwelle und Bodenwelle irgendwie unheimlich gegenseitig verstärken. [...]</em><br />
<strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/episode-nr-2-horror-auf-dem-horbuehlpass/">Episode Nr.2 – Horror auf dem Horbühlpass</a><br />
<strong>Jahr</strong>: 2026</p>
<p><strong>Berichtigung</strong>: Liest man den Text des Ex-Elektrikers, könnte man meinen, die in den Vorhängen des KW-Senders Schwarzenburg eingehängten Dipole hätten unablässig zwei Arten von Funkwellen abgestrahlt: Raumwellen und Bodenwellen. In der Vorstellungswelt Jakobs haben sich beide Wellen  entweder schon über Mamishaus irgendwie gegenseitig verstärkt oder aber erst in 9 km Entfernung bei dem schwierigen Versuch, einen Höhenzug zu übersteigen. Mit seiner Erklärung versucht Jakob sich der kognitiven Dissonanz zu entledigen, dass er am Messort deutlich höhere Feldstärken messen konnte als er erwartet hat. Doch Jakobs Vorstellung von einander am Messort verstärkenden Raum- und Bodenwellen ist physikalisch nicht haltbar.</p>
<p>Die Dipole der Vorhangantennen strahlten nicht zwei Arten von Funkwellen ab, sondern nur die eine, die der Physik seit mehr als 100 Jahren bekannt ist. Und weil eine Funkwelle eine elektromagnetische Welle ist, breitet sich die Wellenfront ohne weiteres Zutun von außen in der Abstrahlrichtung aus. Erst wenn sie am Horizont angekommen ist, kann sich die &quot;Persönlichkeit&quot; einer Funkwelle aufspalten in eine Bodenwelle und in eine Raumwelle. Maßgebend für diese Aufspaltung ist die Frequenz (Wellenlänge) der Funkwellen. Ist die Frequenz niedrig (bis etwa 300 kHz), folgt die Funkwelle über große Entfernung der Erdkrümmung, sie breitet sich als Bodenwelle aus, verliert aber mit jedem Kilometer Wegstrecke an Energie. Ist die Frequenz hingegen hoch (z.B. mehr als 100 MHz), folgt die Funkwelle nicht mehr der Erdkrümmung, sondern sie verschwindet als Raumwelle am Horizont auf Nimmerwiedersehen in die Weiten des Weltraums.</p>
<p>Aber: Im Frequenzbereich zwischen 300 kHz und 100 MHz gibt es irgendwo einen Fenstereffekt, der sich dramatisch auf die Ausbreitung von Funkwellen auswirkt. Die Ionosphäre ist eine Atmosphärenschicht der Erde, sie beginnt etwa 60 km über dem Erdboden und kann bis zu 1000 km dick werden. Das Besondere an der Ionosphäre: Sie reflektiert Funksignale im Kurzwellenbereich zurück zur Erde, wogegen sie Signale höherer Frequenz in den Weltraum passieren lässt. Das Fenster reicht von etwa 3 MHz bis 30 MHz, am besten reflektiert die Ionsphäre zwischen 5 MHz und 10 MHz.</p>
<p>Schwarzenburg sendete je nach Zielregion auf KW-Rundfunkbändern im Bereich zwischen 6 MHz und 22 MHz. Für die tausende Kilometer entfernten Zielregionen hatte somit die Bodenwelle im Vergleich zur Raumwelle keinerlei Bedeutung. Theoretisch aber war in einem Zielgebiet die Bodenwelle noch vorhanden, wenn auch bedeutungslos schwach. Das ist nur deshalb erwähnenswert, weil in einem der weit entfernten Zielgebiete Jakobs Überlegung nicht grundsätzlich falsch ist. Denn erst dort, und nicht schon ein paar Kilometer von Schwarzenburg entfernt, trifft die reflektierte starke Raumwelle auf die schwache Bodenwelle und kann mit dieser je nach Phasenlage im Sinne von Interferenz tatsächlich interagieren.</p>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 18:53:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mit letzter Kraft: Gigaherz tröstet Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Google-News</strong>: Die Abfrage der Trefferanzahl bei der Nachrichtensuchmaschine von Google ergab am 26.07.2026 <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=Imz&amp;sca_esv=b82670b0d831f519&amp;q=Studien+Wirkmechanismen+Wendepunkt+Diagnose&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyxnJxlUjxdh87NfINuXgFnexOmvDDkgmG0NGNun2w7I27V7-0VsQsNKN9qmUdvVX7wIhddFV7p4epiRbHj_7fRlkyzLF3tRY7qERXaiqNjznCpGxE&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjY2bunmfCVAxVAR_EDHYvTIpEQ0pQJegQIGBAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">mit diesem Suchbegriff</a> null Treffer. Den von dem Verein gesehenen Wendepunkt in der Mobilfunkforschung sehen Journalisten offenkundig nicht.</p>
</blockquote><p>In Anbetracht der trostlosen Situation mit den Medien kann Diagnose-Funk Trost gut gebrauchen. Tröster in der Not ist der schweizerische Verein Gigaherz. Das ist aller Ehren wert, denn Gigaherz kämpft selbst ums Überleben und steht vor einer ungewissen Zukunft. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte haben die Eidgenossen am 6. August 2026 <a href="https://www.gigaherz.ch/mobilfunkforschung-am-wendepunkt/">eine sogenannte Pressemitteilung von Diagnose-Funk</a> übernommen und 1:1 abgedruckt. Unter Ex-Präsident Jakob gab es so eine Selbstaufgabe nie. Wenn dies jetzt unter dem frisch gewählten neuen Präsidenten Stettler möglich ist, dann mag das für Diagnose-Funk tröstlich sein. Ungewollt ist es aber auch ein deutliches Signal, dass der Zerfall von Gigaherz unter der Oberfläche ungebremst weiter fortschreitet.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75766">Hansueli Stettler berichtet vom Neustart des Vereins Gigaherz</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 16:47:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2025-12-16: Bluetooth verzögert Gehirnentwicklung vor Geburt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Publikationsdatum</strong>: 16. Dezember 2025<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6180147">Bluetooth-Strahlung verzögert Gehirnentwicklung vor der Geburt</a></p>
</blockquote><p>Die von der Pressemitteilung thematisierte Hirnzellenstudie wurde im August 2026 in <a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/1A64ICHqI33E/Newsletter_BERENIS_Nr45_Jul_2026_DE.pdf">Folge 45 des schweizerischen &quot;Berenis-Newsletters&quot;</a> (Beratende Expertinnen- und Expertengruppe nicht-ionisierende Strahlung) besprochen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:16:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Neues von Berenis (45): Juli 2026</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zeitraum von Ende Juli bis Ende Oktober 2025 wurden 109 neue Publikationen identifiziert, von denen sechs von Berenis vertieft diskutiert wurden. Drei davon wurden gemäß den Auswahlkriterien als besonders relevant eingestuft und sind hier ggf. gekürzt zusammengefasst. Die besprochene Gliazellstudie wurde von Diagnose-Funk im Dezember 2025 mit einer Pressemitteilung hervorgehoben. Ungekürzt und mit Literaturangaben gibt es den aktuellen Berenis-Newsletter <span class="underline"><a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/1A64ICHqI33E/Newsletter_BERENIS_Nr45_Jul_2026_DE.pdf">hier</a></span>.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Experimentelle Tier- und Zellstudien</span></p>
<p><strong>Einfluss von HF-EMF auf den Stoffwechsel von Hodenzellen (Miao et al. 2025)</strong><br />
Die Studie von Miao et al. (2025) zielte darauf ab, mögliche Einflüsse von HF-EMF auf den Metabolismus (Stoffwechsel) von Hodenzellen zu untersuchen, indem eine hypothesenfreie globale Analyse der zellulären Metabolite («Metabolomik») durchgeführt wurde. Dazu wurden hormon-produzierende Leydig-Zwischenzellen sowie eine Spermatogonien-Zelllinie von Mäusen in vitro für 24 Stunden einem GSM-modulierten 1,95-GHz-HF-EMF (SAR: 3 W/kg) ausgesetzt. Die Exposition erfolgte entweder kontinuierlich oder in einstündigen Intervallen. Die Analyse der Metabolite aus sechs unabhängigen Experimenten mittels Massenspektrometrie ergab unterschiedliche Ausmasse der zellulären Reaktion auf die Exposition in Abhängigkeit von der Expositionsart (kontinuierlich vs. intermittierend) sowie eine Beeinflussung der Stoffwechselwege der beiden Zelltypen. Die grössten Unterschiede in den Metabolomen (&gt; 600 Metabolite) wurden in Leydig-Zwischenzellen nach kontinuierlicher Exposition beobachtet, während die Beeinflussung des Stoffwechsels der Spermatogonien weniger ausgeprägt war (ca. 50 Unterschiede). Bioinformatische Analysen der Metabolome der Leydig-Zwischenzellen ergaben, dass die Unterschiede für die kontinuierliche Exposition vornehmlich Aminosäuren, den Energie-Metabolismus und das anti-oxidative System (Glutathion) betrafen, wogegen die Intervall-Exposition zu Veränderungen von Fettsäuren und des Purin-Metabolismus führte. Obwohl sich nur ein kleiner Teil der veränderten Metabolite nach kontinuierlicher und intermittierender Exposition überlagerte, deutet die integrierte Analyse auf eine Rolle von ADP hin, das als «entladenes» Energie-Molekül und Stoffwechsel-Sensor eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt.</p>
<p>Untersuchungen auf Stoffwechseleinflüsse von EMF gibt es bis anhin kaum, daher eröffnen die Daten dieser Studie diesbezüglich potenziell neue Erkenntnisse. In dieser Studie (Miao et al. 2025) mit Fokus auf Zellen des männlichen Fortpflanzungssystems wurden Hinweise auf Zelltyp- und Expositionsart-spezifische Unterschiede von Metaboliten gefunden, die viele andere zelluläre Mechanismen beeinflussen könnten. Die Veränderungen im Zusammenhang mit dem Energiemetabolismus und insbesondere die Reduktion der Glutathion-Synthese könnten im Zusammenhang mit einer Vielzahl von vorherigen Beobachtungen von EMF-Effekten stehen. Eine Verminderung der Effektivität des Glutathion-basierten anti-oxidativen Verteidigungssystems könnte das Auftreten von oxidativem Stress nach Exposition begünstigen, was in einigen Studien bereits beobachtet wurde (siehe Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021). Es braucht allerdings noch viele weitergehende Untersuchungen, um diesen und weitere Zusammenhänge umfassend zu verstehen.</p>
<p><strong>HF-EMF reguliert bestimmte Signalwege in der Differenzierung von Gliazellen während der Entwicklung der humanen Hirnrinde (Cakir et al. 2025)</strong><br />
In der Studie von Cakir et al. (2025) wurden Effekte von HF-EMF auf die Entwicklung der menschlichen Hirnrinde (Cortex) untersucht [dem Verein Diagnose-Funk war die Studie eine <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75248">Pressemitteilung</a> wert; Anm. Postingautor]. Es ist bekannt, dass neben genetischen Faktoren auch pränataler Stress, Infektionen sowie die Ernährung die Hirnentwicklung beeinflussen können. Die aus humanen Stammzellen entwickelten Hirnrinden-Organoide können eingesetzt werden, um die Selbsterneuerung von humanen neuronalen Stammzellen zu studieren und dienen so als Modell zur Erforschung von Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. </p>
<p>Die Stammzellen wurden während ihrer ca. 70-tägigen Entwicklung zu Hirnrinden-Organoiden ab Tag 10 täglich für 12 oder 24 Stunden nach der Induktionsphase von Tag 10 – 70 (Reifungsphase) HF-EMF ausgesetzt (2,4 GHz, max. IPD: 2,5 mW/m²). Die täglich 12-stündige HF-EMF-Exposition ergab keine morphologischen Veränderungen der Organoide, während die 24-stündige HF-EMF-Exposition zu morphologischen Veränderungen und einer verringerten Organoid-Grösse in den frühen Entwicklungsphasen führte, die aber am Ende, nach 2 Monaten, nicht mehr ersichtlich waren. Die HF-EMF-Exposition induzierte einen Anstieg des Markers SOX2, einem Transkriptionsfaktor für die Erhaltung der Selbsterneuerung der Zellen, sowie eine erhöhte Zellteilung der apikalen Gliazellen. Diese Befunde wurden an Zellen von nicht-menschlichen Primaten verifiziert. Die Exposition resultierte ausserdem in einem Anstieg der Dichte von Dornfortsätzen von Dendriten (Ausläufern von Nervenzellen) und einer höheren Anzahl von Synapsen im Vergleich zu den Kontrollen. Diese Befunde weisen auf eine verbesserte synaptische Übertragung hin, was durch Messungen einer erhöhten elektrischen Aktivität nach HF-EMF-Exposition bestätigt wurde.</p>
<p>Im Weiteren verzögerte die HF-EMF-Exposition die Differenzierung und Entwicklung von Gliazellen aus den humanen Stammzellen in den Hirnrinden-Organoiden; die Nervenzellen behielten ihren Stammzellcharakter länger. Neben den morphologischen Veränderungen wurden nach HF-EMF-Exposition insbesondere Veränderungen von Genaktivitäten, eine erhöhte Dichte von dendritischen Dornfortsätzen sowie Funktionsänderungen der Nervenzellen gefunden. Dies sind Beobachtungen, die Charakteristika der Pathogenese von Patienten mit Autismus ähnelten. Die veränderte Regulation des sogenannten BET-Proteins durch HF-EMF, das eine Rolle in diesem Erkrankungskomplex spielt, induzierte Defekte in der neuronalen Entwicklung. Als Beweis für diesen Effekt konnte gezeigt werden, dass BET-Hemmer diese Effekte rückgängig machten.</p>
<p>Die Ergebnisse weisen auf einen Mechanismus hin, bei dem HF-EMF die frühe Gehirnentwicklung verzögert, und zwar durch eine Verzögerung der Reifung von neuronalen Vorläuferzellen, die durch epigenetische Signalwege vermittelt wird. Andererseits gibt es Hinweise, dass HF-EMF auch einen Prozess der Selbsterneuerung von neuronalen Stammzellen induziert, was eine interessante Beobachtung ist, die von therapeutischer Bedeutung für neurodegenerative Erkrankungen ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Experimentelle Humanstudien</span></p>
<p><strong>Keine Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei älteren Personen (&gt; 60 Jahre) (Sauter et al. 2025)</strong><br />
Die Ergebnisse experimenteller Humanstudien über die Auswirkungen von HF-EMF auf die kognitive Leistungsfähigkeit sind heterogen. Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Studie untersuchten, ob die kognitiven Funktionen älterer Menschen (Männer und Frauen im Alter von 60 bis 80 Jahren) anfälliger sind, und sie daher anders auf die Exposition gegenüber HF-EMF reagieren als jüngere Menschen.</p>
<p>Je 30 Männer und Frauen wurden während 2,5 Stunden zwei Arten von Feldern und einer Kontrollbedingung ohne Feld ausgesetzt: GSM900 (Global System for Mobile Communications; Trägerfrequenz: 915 MHz, Modulation: 217 Hz, Duty Cycle: 0,125, SAR: 2 W/kg) und Tetra (Terrestrial Trunked Radio; Trägerfrequenz: 385 MHz, Modulation: 17,6 Hz, Duty Cycle: 0,25, SAR: 6 W/kg). Während der Exposition wurden kognitive Tests in Form von verschiedenen Aufmerksamkeitsaufgaben durchgeführt. Die Studie erfolgte doppelblind und randomisiert. Die Datenerhebung erfolgte an 9 Tagen (in Abständen von 2 Wochen; 3 Blöcke mit 3 Bedingungen). Beide Expositionen (GSM900 und Tetra) hatten keinen Effekt auf die kognitive Leistungsfähigkeit und waren auch nicht geschlechtsabhängig. Somit zeichnete sich auch keine Dosis-Wirkungsbeziehung ab (höhere Intensität der Strahlung bei Tetra).</p>
<p>Eine 2,5-stündige Exposition mit relativ hoher Intensität entspricht nicht einer realistischen Situation; es handelt sich hier um ein «worst-case» Szenario. Die Resultate entsprechen den Ergebnissen der jüngsten umfassenden Meta-Analysen für die jüngere Bevölkerung (siehe Newsletter-Sonderausgabe Dezember 2025). Allerdings sind in diesem Zusammenhang Metaanalysen nicht unbedingt sinnvoll, da die heterogenen Expositionsbedingungen der verschiedenen Studien nicht in die Analyse eingehen. Zusammenfassend lässt sich schlussfolgern, dass bezüglich der kognitiven Leistungsfähigkeit die ältere Bevölkerung nicht anfälliger ist als die jüngere. Allerdings können daraus keine Schlüsse über ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Krankheiten gezogen werden. Ebenso kann nichts über Effekte von Langzeitexposition ausgesagt werden.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75825</link>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:04:21 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>12.08.2026 Sonnenfinsternis zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. August wird ein besonderes Naturphänomen am Himmel über Europa erwartet: Der Mond schiebt sich am Abend vor die Sonne und verdeckt sie fast vollständig. Die Sonne wird - von Deutschland aus gesehen - bei dieser partiellen Sonnenfinsternis bis zu 90 Prozent bedeckt sein. Wer das Ereignis am Himmel beobachten möchte, sollte seine Augen gut schützen.</p>
<p>Denn auch wenn diese Sonnenfinsternis erst zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr stattfindet und die Bedeckung durch den Mond groß ist, kann auch um diese Zeit die Sonne das Auge schädigen. Insbesondere die Netzhaut trägt in kürzester Zeit irreparable Schäden davon. Daher empfehlen die Fachleute des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) <a href="https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2026/007.html">folgende Tipps</a> zu berücksichtigen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75824</link>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 19:07:00 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Beängstigend bleibt aber, dass manchen Schweinen durch die Bestrahlung ein drittes Vorderbein gewachsen ist.</p>
</blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/wink2.gif" alt=":wink:" /> </p>
<p>Im Prompt wünschte ich mir von ChatGPT nachdenkliche Schweinderl im Sinne von &quot;huch, was machen die mit mir?!&quot;, denn da hatte ich noch nicht auf dem Plan, dass die Tiere narkotisiert waren. Das dritte Bein erklärte ich mir dann als total entspannt nach vorne ausgestrecktes Hinterbein, was aber zugegeben nach &quot;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Motivated_Reasoning">motivated Reasoning</a>&quot; riecht.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75823</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75823</guid>
<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 16:41:09 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>6G misst Atmung sowie Herzschlag und kann durch Wände sehen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der kommende Mobilfunkstandard 6G soll nicht nur Daten übertragen, sondern die Umgebung gleichzeitig wie ein Radar abtasten. Die deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden sehen darin ein Überwachungspotenzial, das sich mit den bisherigen Maßstäben kaum noch fassen lässt. Am Barkhausen Institut in Dresden entstehen deshalb erste technische Schutzmechanismen, die noch vor der Festschreibung des Standards wirken sollen. Im September 2026 kommen dafür internationale Fachleute in Sachsen zusammen. <a href="https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/technik/neues-6g-netz-misst-atmung-sowie-herzschlag-und-kann-durch-waende-sehen-133711752">weiter ...</a></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Aufatmen bei organisierten Mobilfunkgegnern, damit ist ihr Fortbestand auf Jahre gesichert <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75822</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75822</guid>
<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:57:55 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Beängstigend bleibt aber, dass manchen Schweinen durch die Bestrahlung ein drittes Vorderbein gewachsen ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75821</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75821</guid>
<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:25:36 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Schutti2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Auch das noch: fliegende Mobilfunkantennen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Überzeugte &quot;Elektrosensible&quot; sind möglicherweise schon bald nirgendwo mehr sicher vor Mobilfunk-Exposition. Mussten empfindliche Personen bislang nur den Horizont mit Scannerblick nach Antennen absuchen, müssen sie künftig möglicherweise auch nach oben schauen. Denn die Deutsche Telekom testet derzeit unbemannte Kleinstflugzeuge mit eingebauten Mobilfunkantennen.</strong></span><br />
 <br />
Die Deutsche Telekom hat kürzlich demonstriert, wie sich Mobilfunk aus der Luft unterbrechungsfrei bereitstellen lässt. Nach dem ersten Einsatz einer fliegenden Mobilfunkantenne im kommerziellen Live-Netz im vergangenen Jahr folgte nun der nächste Entwicklungsschritt: Gemeinsam mit T-Mobile Tschechien und Primoco UAV testete die Telekom den nahtlosen Wechselbetrieb zweier fliegender Antennen bei einer Großveranstaltung. Der erfolgreiche Feldversuch bringt die Mobilfunkversorgung aus der Luft der praktischen Anwendung einen Schritt näher.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Fliegender Wechsel sichert die Mobilfunkversorgung</span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202608060911066a744faad3d33.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="700" height="525" />◄ Dieses Kleinstflugzeug spannt mit eingebauten Antennen bis zu 20 km² große Mobilfunkzellen am Boden auf<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Deutsche Telekom</span></p>
<p><br />
Während des Feldversuchs in Tschechien verbanden sich Smartphones automatisch mit der jeweils aktiven Mobilfunkzelle. Telefonate und Datenverbindungen liefen unterbrechungsfrei weiter. Der entscheidende Vorteil beim Einsatz von zwei Fluggeräten des Typs Primoco One 150 liegt in der durchgehenden Versorgung rund um die Uhr. Während ein Flugzeug am Boden betankt wird, bleibt das zweite in der Luft und gewährleistet die Verbindung. Das macht die Lösung besonders wertvoll in Krisensituationen, in denen zuverlässige Kommunikation jederzeit verfügbar sein muss. Zum Test gehörte außerdem eine Satellitenanbindung an Bord der Flugzeuge. Sie ermöglichte die direkte Anbindung der fliegenden Mobilfunkantenne an das Mobilfunkkernnetz, ohne dass dafür eine zusätzliche Bodenstation erforderlich war.</p>
<p>Wechselbetrieb und Satellitenanbindung versprechen neue Einsatzszenarien für Mobilfunk aus der Luft. So könnte die Technologie stationäre Netze künftig dort ergänzen, wo Infrastruktur fehlt, ausfällt oder kurzfristig zusätzliche Kapazität benötigt wird. Mögliche Szenarien sind Waldbrände, Überschwemmungen oder große Veranstaltungen in abgelegenen Regionen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Feldversuch bei Geländelauf</span></p>
<p>Beim Geländelauf Běhej lesy in Tschechien musste sich das System unter realen Bedingungen bewähren. Die abgelegene Laufstrecke im Landschaftsschutzgebiet der Brdy-Berge eignete sich mit ihrer begrenzten Mobilfunkversorgung ideal für den Praxistest. Ein &quot;Mobilfunkmast to go&quot; versorgte den Start- und Zielbereich. Entlang der Laufstrecke stellten die fliegende Antennen im nahtlosen Wechselbetrieb die Netzversorgung sicher. Rund 1900 Läuferinnen und Läufer waren so während der gesamten Veranstaltung zuverlässig mit Mobilfunk versorgt. </p>
<p>Aus einer Flughöhe von zwei bis drei Kilometern versorgten die beiden Flugzeuge im Praxistest ein Gebiet von bis zu 20 Quadratkilometern mit LTE- und 5G-Mobilfunk. Sie nutzten dieselben Standardfrequenzen wie terrestrische Netze und erreichten über einen 10-MHz-Kanal Datenraten von bis zu 100 Mbit/s. Bei Bedarf lassen sich Netzkapazitäten gezielt priorisieren, etwa für Einsatzkräfte. Die verwendeten Flugsysteme von Primoco verfügen zudem bereits über umfangreiche europäische Zulassungen. (<a href="https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/lueckenloser-mobilfunk-aus-der-luft-1106528">Quelle</a>)</p>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:17:48 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Signalquelle war ein 1-MW-Klystron bei 5,6 GHz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="font-size:x-large;">Extrem hohe Leistungsdichten erforderlich</span></p>
<p>Die verwendeten Leistungsdichten lagen zwischen 44&#039;000 W/m² (4,4 W/cm²) und 81&#039;000 W/m² (8,1 W/cm²). Sie überstiegen die Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung nach ICNIRP und IEEE (max. 10 W/m²) um mehrere Größenordnungen.</p>
<p>Die Autoren bestimmten für eine 20 s dauernde Exposition eine ED50 von 102 J/cm² für oberflächliche Verbrennungen, entsprechend rund 51&#039;000 W/m² (5,1 W/cm²). Für partielle Hautverbrennungen lag der Wert bei 121 J/cm² beziehungsweise rund 60&#039;500 W/m² (6,05 W/cm²), für vollständige Hautverbrennungen bei 138 J/cm² beziehungsweise rund 69&#039;000 W/m² (6,9 W/cm²).</p>
<p>Unterhalb von etwa 50&#039;000 W/m² (5 W/cm²) traten kaum Verbrennungen auf. Oberhalb von etwa 60&#039;000 W/m² bis 65&#039;000 W/m² (6 bis 6,5 W/cm²) stieg die Wahrscheinlichkeit schwerer Hautschäden dagegen innerhalb eines relativ kleinen Leistungsbereichs stark an.</p>
</blockquote><p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: Wie wurde die extrem starke Exposition technisch erreicht?<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Die Autoren beschreiben den Versuchsaufbau erstaunlich detailliert. Die hohen Leistungsdichten wurden nicht mit einer Mobilfunkantenne erzeugt, sondern mit einer speziellen Mikrowellenanlage im Labor.</p>
<p>Der Aufbau sah im Wesentlichen so aus:</p>
<p>Als Sender diente ein 1-MW-Klystron bei 5,6 GHz. Es wurden 2-µs-Pulse erzeugt. Durch Wahl der Pulswiederholfrequenz stellten die Autoren die gewünschte mittlere Leistungsdichte ein. Sie begründen, weshalb diese gepulste Anregung hinsichtlich der thermischen Wirkung einer kontinuierlichen Bestrahlung über 20 s entspricht.</p>
<p>Anschließend wurde die Strahlung über einen Rechteckhohlleiter in ein Horn, und danach über einen speziell angefertigten parabolischen Reflektor auf die Haut fokussiert. Der Reflektor bündelte die Energie auf einen ungefähr 7 cm breiten Gauß-förmigen Fleck. Dadurch entstand auf dieser relativ kleinen Fläche die extrem hohe Leistungsflussdichte.</p>
<p>Die Schweine lagen narkotisiert auf einem Operationstisch. Für jede Exposition wurde ein anderes Hautareal exakt in den Brennpunkt des Systems gebracht und dort 20 s bestrahlt. Die Leistungsdichte wurde zuvor sorgfältig kalibriert und während der Versuche überwacht.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist das ein wichtiger Punkt für die Einordnung: Die Versuchsanordnung hatte mit einer Mobilfunk-Basisstation praktisch nichts gemeinsam. Es handelte sich vielmehr um einen hochfokussierten Mikrowellenprüfstand, der gezielt dafür entwickelt wurde, auf einer kleinen Hautfläche Verbrennungen hervorzurufen und deren Schwellen möglichst präzise zu bestimmen. Genau deshalb konnten Leistungsdichten von 44&#039;000 bis 81&#039;000 W/m² (4,4 bis 8,1 W/cm²) erreicht werden.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 17:44:31 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Mit der Einführung von 5G verbreiteten einige organisierte Mobilfunkgegner die abenteuerliche Behauptung, 5G-Millimeterwellen könnten beim Menschen Hautverbrennungen hervorrufen. Eine jetzt veröffentlichte Tierstudie liefert dazu belastbare Daten – allerdings unter Laborbedingungen mit absichtlich extremen Überexpositionen.</strong></span><br />
 <br />
Die Arbeit schließt eine Lücke in einer bereits 2024 begonnenen Versuchsreihe. Nach Untersuchungen bei 8,2 GHz und 95 GHz bestimmten die Autoren nun erstmals Verbrennungsschwellen der Schweinehaut bei 5,6 GHz und verglichen die experimentellen Befunde mit einem thermischen Rechenmodell.</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Hintergrund und Studienziel</span></p>
<p>Die Arbeitsgruppe um James E. Parker (Air Force Research Laboratory) setzte ihre Untersuchungen zu thermischen Hautschäden durch Hochfrequenzstrahlung fort. Ziel war es, die Leistungsdichten zu bestimmen, bei denen oberflächliche, partielle und vollständige Hautverbrennungen auftreten, und diese Befunde mit einem thermischen Modell abzugleichen.</p>
<p>Als Versuchstiere dienten vier narkotisierte Schweine. Ihre Haut gilt wegen ihres anatomischen Aufbaus als gut geeignetes Modell für Verbrennungsstudien. Alle Expositionen dauerten 20 s. Anschließend wurden die bestrahlten Hautareale nach 1, 24, 72 und 168 h histopathologisch untersucht. Die Auswertung erfolgte verblindet anhand eines 20 Kriterien umfassenden Bewertungssystems.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202608051720086a7370c881667.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="980" height="653" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: ChatGPT</span><br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Extrem hohe Leistungsdichten erforderlich</span></p>
<p>Die verwendeten Leistungsdichten lagen zwischen 44&#039;000 W/m² (4,4 W/cm²) und 81&#039;000 W/m² (8,1 W/cm²). Sie überstiegen die Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung nach ICNIRP und IEEE (max. 10 W/m²) um mehrere Größenordnungen.</p>
<p>Die Autoren bestimmten für eine 20 s dauernde Exposition eine ED50 von 102 J/cm² für oberflächliche Verbrennungen, entsprechend rund 51&#039;000 W/m² (5,1 W/cm²). Für partielle Hautverbrennungen lag der Wert bei 121 J/cm² beziehungsweise rund 60&#039;500 W/m² (6,05 W/cm²), für vollständige Hautverbrennungen bei 138 J/cm² beziehungsweise rund 69&#039;000 W/m² (6,9 W/cm²).</p>
<p>Unterhalb von etwa 50&#039;000 W/m² (5 W/cm²) traten kaum Verbrennungen auf. Oberhalb von etwa 60&#039;000 W/m² bis 65&#039;000 W/m² (6 bis 6,5 W/cm²) stieg die Wahrscheinlichkeit schwerer Hautschäden dagegen innerhalb eines relativ kleinen Leistungsbereichs stark an.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die Frequenz beeinflusst die Art der Verbrennung</span></p>
<p>Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der Vergleich mit den früheren Untersuchungen derselben Arbeitsgruppe.</p>
<p>Bei 95 GHz wird die elektromagnetische Energie fast ausschließlich in den obersten Hautschichten absorbiert. Die Verbrennungsschwere nimmt deshalb über einen vergleichsweise breiten Leistungsbereich allmählich zu.</p>
<p>Bei 5,6 GHz dringt die Strahlung deutlich tiefer in die Haut ein. Nach Berechnungen der Autoren wird dadurch nahezu die gesamte Hautdicke gleichzeitig erwärmt. Sobald an der Oberfläche Verbrennungen auftreten, sind häufig auch tiefere Hautschichten bereits erheblich geschädigt. Der Übergang von keiner Verbrennung zu schweren Verbrennungen erfolgt deshalb wesentlich abrupter als bei 95 GHz.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Messung und Modell stimmen gut überein</span></p>
<p>Die Autoren verglichen ihre experimentellen Ergebnisse mit einem eindimensionalen Wärmetransportmodell, das Wärmeleitung, Blutperfusion und die dielektrischen Eigenschaften der einzelnen Hautschichten berücksichtigt.</p>
<p>Zwischen den gemessenen Temperaturverläufen, den berechneten Temperaturen und den histopathologischen Befunden zeigte sich eine gute Übereinstimmung. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass das verwendete Wärmemodell die thermischen Hautschäden im Schweinehautmodell realistisch beschreibt.</p>
<p>Bemerkenswert ist auch, dass die Autoren technische Probleme – unter anderem Schwankungen der Senderleistung und einige unbrauchbare Gewebepräparate – offen dokumentieren und deren Einfluss auf die Ergebnisse diskutieren.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Einordnung</span></p>
<p>Die Studie untersucht thermische Hautverbrennungen nach 20 s dauernden Mikrowellen-Überexpositionen an Schweinehaut. Da Schweinehaut als Standardmodell für experimentelle Verbrennungsstudien des Menschen gilt, besitzen die Ergebnisse auch für die Bewertung menschlicher Hautverbrennungen hohe Aussagekraft.</p>
<p>Die experimentell bestimmten Verbrennungsschwellen liegen bei Leistungsdichten von mehreren zehntausend Watt pro Quadratmeter und damit um mehrere Größenordnungen über den Referenzwerten für die Allgemeinbevölkerung. Die während der Einführung von 5G verbreiteten Behauptungen, Mobilfunk könne beim Menschen Hautverbrennungen verursachen, werden durch diese experimentellen Befunde klar widerlegt.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: Parker JE, Rodriguez RA, Vázquez-Colón CD et al. Thermal Damage to the Skin From 5.6 GHz Microwave Exposures in Swine. Bioelectromagnetics, 2026.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67035">Klaus Buchner verbreitet völligen Stuss</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74680">5G-Exposition schadet Menschenhaut nicht</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65249">Begünstigt 5G Hautkrebs?</a></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75818</link>
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<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 17:21:03 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Phonegate Alert: Viel Lärm um maximal 0,85 W/kg</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Viele organisierte Mobilfunkgegner sind unabhängig von ihrer Nationalität anscheinend zum hemmungslosen Dramatisieren von Risiken verdammt. Die Anzahl der Mücken, die so schon in Elefanten verwandelt wurden, ist Legion. Jüngstes Beispiel: Der französische Verein Phonegate Alert erweckt mit einer wunderschönen Grafik den Eindruck, skrupellose Hersteller würden unbescholtene Franzosen unbarmherzig verstrahlen. Doch auch dieser Sturm findet nur im Wasserglas statt.</strong></span><br />
 <br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202608051022456a730ef5efe25.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="980" height="535" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Grafik: Phonegate Alert</span></p>
<p>Die zur Grafik gehörende Meldung von Phonegate Alert (3. August 2026) hat die Titelzeile: <a href="https://phonegatealert.org/en/5-new-smartphones-recalled-france-sar-limits-phonegate/">5 new dangerous smartphones withdrawn from the French market and recalled</a>. Grundlage dieses Alarms ist eine Pressemitteilung der staatlichen französischen Frequenzaufsicht ANFR vom 30. Juli 2026 mit dem sperrigen Titel: Retrait du marché et rappel des téléphones AGM Note N1, DOOGEE N55 PLUS, INFINIX SMART 9 (X6532), NOTHING PHONE 3A (A059) à la suite d’un dépassement de la valeur limite de DAS et du téléphones SAMSUNG A55 (SM-A556E/DS) pour défaut de marquage CE (<a href="https://www.anfr.fr/liste-actualites/actualite/retrait-du-marche-et-rappel-des-telephones-agm-note-n1-doogee-n55-plus-infinix-smart-9-x6532-nothing-phone-3a-a059-a-la-suite-dun-depassement-de-la-valeur-limite-de-das-et-du-telephones-samsung-a55-sm-a556e-ds-pour-defaut-de-marquage-ce">Volltext</a>).</p>
<p>Tatsache ist, fünf Hersteller von Smartphones haben gesündigt. Vier überschreiten bei den betroffenen Modellen den zulässigen SAR-Wert für die Gliedmaßen (4,0 W/kg) um maximal 0,85 W/kg. Das ist regulatorisch nicht hinnehmbar. Üblicherweise informiert ANFR die Hersteller bei solchen anlässlich von Stichprobenkontrollen entdeckten Grenzwertüberschreitungen und setzt ihnen eine Frist, innerhalb der die Hersteller ihre Geräte mit einem Firmware-Update grenzwertkonform machen können. Dann wandert so ein Fall in die Akten und verstaubt. Im konkreten Fall aber wurde ANFR gallig, denn aus nicht genannten Gründen wurde die Behörde von den Sündern nicht zufrieden gestellt. ANFR hat deshalb angeordnet, dass die betroffenen Geräte aus dem Verkehr gezogen werden müssen, dies betrifft Exemplare im Vertriebskanal als auch bereits verkaufte Geräte. Verantwortlich für den Rückruf ist nicht zwingend der Hersteller, ersatzweise können auch ein Importeur, Generalbevollmächtigter oder Händler dafür zuständig sein.</p>
<p>Der fünfte Sünder ist Samsung. Dessen Modell A55 (SM-A556E/DS) musste gar nicht erst getestet werden, es fiel bereits mit mehreren Mängeln in Bezug auf die Anforderungen der europäischen Vorschriften auf. So wurde das A55 keinem Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen, Samsung legt keine technische Dokumentation bei und zu allem Überfluss fehlt dem A55 auch noch die CE-Kennzeichnung. Ein solches Gerät, schimpft ANFR, hätte wegen der administrativen Mängel niemals in Europa auf den Markt kommen dürfen. Ob das Gerät aber &quot;gefährlich&quot; ist, wie es Phongate Alert voreilig behauptet, weiß indes niemand, da es ja gar nicht getestet wurde. Unverständlich, dass es mit Samsung ausgerechnet einen etablierten Anbieter trifft, dem die Anforderungen seit vielen Jahren geläufig sein sollten.</p>
<p>Phongate Alert spricht von &quot;gefährlichen Geräten&quot;. Dem will ich mich nicht anschließen und meine Begründung dafür sollte inzwischen keine Überraschung mehr sein. Der zulässige Grenzwert von 4,0 W/kg gilt für die Allgemeinbevölkerung. Wer sein Smartphone hingegen beruflich nutzt, darf in Europa mit maximal 20 W/kg Energieeintrag in die Finger seiner Hände konfrontiert werden. Daraus lässt sich ableiten, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemandem die Hände amputiert werden müssen, nur weil er oder sie ein Smartphone benutzte, das die Hände einer Energieaufnahme bis zu 4,85 W/kg ausgesetzt hat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75817</link>
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<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 11:26:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Murray v. Motorola: Wilhelm Mosgöller schweigt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ganz erstaunlich ist außerdem Mosgöllers Darstellung des US-Verfahrens &quot;Murray vs. Motorola&quot;. So erklärte er:</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>(2:03:17) [...] es wird nach wie vor verhandelt [...]</p>
</blockquote></blockquote><p><span style="color:#399;"><em><strong>Sehr geehrter Herr Professor Mosgöller,</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yr3GOxAKepg">Mitschnitt</a> der Podiumsdiskussion vom 30. April 2026 in der Schweiz äußern Sie sich zum Verfahren Murray v. Motorola. Wörtlich sagen Sie bei Stunde 2:03:</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>&quot;Das ist ein Verfahren, das läuft noch immer. Ich war das letzte Mal in Amerika, noch keine zwei Monate her. Es wird nach wie vor verhandelt.&quot;</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Ich habe daraufhin versucht, den aktuellen Verfahrensstand anhand der öffentlich zugänglichen Gerichtsunterlagen nachzuvollziehen. Danach erscheint das Berufungsverfahren vor dem District of Columbia Court of Appeals mit der Entscheidung vom 17. Juli 2025 abgeschlossen. Ein weiteres anhängiges Gerichtsverfahren konnte ich bislang nicht feststellen.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Daher meine Bitte: Könnten Sie mir mitteilen, worauf sich Ihre Aussage stützt? Mich interessiert insbesondere,</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>– vor welchem Gericht das Verfahren Ihrer Kenntnis nach noch anhängig ist,<br />
– unter welchem Aktenzeichen es geführt wird oder<br />
– auf welche Quelle oder Information Sie sich bei Ihrer Aussage beziehen.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Ich beabsichtige, meine Frage und Ihre Antwort im IZgMF-Forum zu veröffentlichen. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, teilen Sie mir dies bitte mit. Andernfalls gehe ich von Ihrem Einverständnis aus.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>In der Hoffnung auf eine substanzielle Auskunft verbleibe ich ...</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Mit freundlichen Grüßen</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Stephan Schall</strong></em></span></p>
<p>Diese Anfrage ging am 26. Juli 2026 an Mosgöllers E-Mail-Adresse bei der MUW raus. Da die Mail nicht als unzustellbar zurück kam, gehe ich von der Zustellung aus. Antwort traf bis heute nicht ein.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74862">Entscheidung der US-Berufungsinstanz vom 17. Juli 2025</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75816</link>
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<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 19:35:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Partisanen zerstören russischen Mobilfunkmast</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ukrainische Partisanengruppe (Ates) will in der russischen Grenzstadt Walujki einen Mobilfunkmast unbrauchbar gemacht haben. Die Stadt ist ein wichtiger Standort für das russische Militär und Truppenteile nahe der Grenze zur Ukraine. Der Funkmast diente dem russischen Militär zur Steuerung von Drohnen, deshalb wurde er angegriffen. Seine Zerstörung soll nun Zielzuweisungen an russische Drohnen erheblich erschweren und die mobile Kommunikation der russischen Truppen behindern. (<a href="https://112.ua/de/partizani-ates-viveli-z-ladu-visku-u-valujkah-droni-rf-vtratili-koordinaciu-177885">Quelle</a>)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75815</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75815</guid>
<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 18:02:38 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mobilfunkausbau: Ohne Strom nix los</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz verschiedener Gesetzesänderungen in Deutschland bleibt die Stromversorgung ein Problem beim Mobilfunkausbau. Das ergab eine kleine Umfrage von Golem bei den Netzbetreibern.</p>
<p>Vodafone-Sprecher Volker Petendorf erklärte: &quot;<em>Langwierige Genehmigungsverfahren und verzögerte Stromanschlüsse bremsen den Mobilfunkausbau weiterhin. Wer die letzten Versorgungslücken schließen und die Ausbauauflagen erfüllen will, muss auch Mobilfunkstandorte beim Stromanschluss priorisieren und die Verfahren deutlich beschleunigen.</em>&quot;</p>
<p><a href="https://www.golem.de/news/ran-verspaetete-stromanschluesse-bremsen-mobilfunkausbau-erheblich-2608-211515.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75814</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75814</guid>
<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 14:17:44 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Melnick et al.: Steilvorlage für Scharfmacher (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Methodenkritik gehört zum wissenschaftlichen Alltag. Im Schlussteil ihres Kommentars verlassen Ronald Melnick und Mitautoren jedoch den Bereich der Statistik und formulieren eine Schlussfolgerung, die weit über eine methodische Einordnung hinausgeht. Dieser Satz dürfte in der öffentlichen Debatte besondere Aufmerksamkeit finden.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Mehr als nur Methodenkritik</span></p>
<p>Nachdem Melnick et al. ausführlich die aus ihrer Sicht zu geringe statistische Power und die Beschränkung auf einen einzigen SAR-Wert kritisiert haben, ziehen sie folgendes Fazit:</p>
<blockquote><p>&quot;… methodological shortcomings due to the design choices … systematically biased the study toward null results and eliminated the possibility of detecting a positive trend.&quot;</p>
</blockquote><p>Mit dieser Formulierung beschreiben die Autoren nicht mehr lediglich die Grenzen der Aussagekraft. Sie behaupten vielmehr, die gewählten Designentscheidungen hätten die Studien systematisch in Richtung von Nullbefunden gelenkt und ihnen die Möglichkeit genommen, einen positiven Trend überhaupt erkennen zu können. <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Eine Schlussfolgerung mit Folgen</span></p>
<p>Dieser Satz dürfte in der Mobilfunkkritikerszene dankbar aufgegriffen werden. Denn er lässt sich mühelos auf eine einfache Botschaft verkürzen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>&quot;Die NTP-Replikationsstudien waren von Anfang an so angelegt, dass sie gar nichts finden konnten.&quot;</strong></em></span></p>
<p>Diese Verkürzung wird der wissenschaftlichen Diskussion jedoch nicht gerecht.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was trägt die Kritik tatsächlich?</span></p>
<p>Wie im vorangegangenen Posting gezeigt wurde, waren die methodischen Unterschiede zur NTP-Studie keineswegs verborgen. Die japanischen und koreanischen Autoren diskutieren sie selbst ausführlich und weisen ausdrücklich auf die begrenzte Aussagekraft bei seltenen Tumoren hin. Melnick et al. legen diese Limitationen daher nicht erstmals offen, sondern bewerten sie nur anders.</p>
<p>Gerade deshalb überrascht der letzte Schritt ihrer Argumentation. Zwischen der Aussage &quot;<em>eine Studie besitzt für seltene Tumoren nur eine begrenzte statistische Power</em>&quot; und der Behauptung &quot;<em>das Studiendesign war systematisch auf Nullbefunde ausgerichtet</em>&quot; besteht ein erheblicher Unterschied. Ersteres beschreibt eine statistische Eigenschaft. Letzteres ist eine Interpretation der Folgen dieser Eigenschaft.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ein bemerkenswerter Zeitpunkt</span></p>
<p>Ebenso bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Kritik. Die von Melnick et al. beanstandeten Designentscheidungen – insbesondere die Beschränkung auf einen SAR-Wert und die Gruppengröße – wurden nicht erst mit der Veröffentlichung der Ergebnisse bekannt. Sie waren bereits Teil des Studiendesigns. Wenn diese Entscheidungen aus wissenschaftlicher Sicht tatsächlich ungeeignet gewesen sein sollten, stellt sich die Frage, weshalb die grundsätzliche Kritik erst nach Vorlage der negativen Ergebnisse mit dieser Deutlichkeit formuliert wird. Auf diese berechtigte Frage gibt der Kommentar keine Antwort.</p>
<p>Plausibel aber spekulativ ist die Erklärung, dass die beiden NTP-Replikationsstudien nicht vorschnell entwertet werden durften. Denn dies wäre kontraproduktiv gewesen, hätten die Replikationen die Befunde der NTP-Originalstudie bestätigt. Da erst mit den abschließenden Veröffentlichungen im Januar 2026 zweifelsfrei klar wurde, dass die Replikationen die Originalbefunde nicht bestätigen, konnten die Replikationen erst danach unter Feuer genommen werden.  <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Fazit</span></p>
<p>Die statistischen Einwände von Melnick et al. verdienen eine sachliche Diskussion. Der polemische Schlusssatz geht jedoch deutlich weiter. Eben deshalb dürfte er außerhalb der Fachwelt weit größere Wirkung entfalten als die statistischen Details, auf denen er beruht. Ob die weitreichende Schlussfolgerung durch die vorgebrachten Argumente tatsächlich gedeckt ist, darüber wird die wissenschaftliche Diskussion noch eine Weile weitergehen. Microwave News hat indes Gefallen an der Polemik gefunden und verbreitet diese momentan als <a href="https://www.microwavenews.com/">Hot News</a> auf der Titelseite.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75813</link>
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<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 12:40:54 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>NTP-Replikationen: Melnick et al. (2026) auf dem Prüfstand (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Wer nur den neuen Kommentar von Ronald Melnick und Mitautoren liest, kann leicht den Eindruck gewinnen, methodische Schwächen der japanischen und koreanischen NTP-Replikationsstudien würden erst jetzt sichtbar. Doch der Eindruck täuscht. Denn der Abgleich mit den Originalarbeiten zeichnet ein ganz anderes Bild. Und das schauen wir uns jetzt mal an.</strong></span><br />
 <br />
Wenn einer die NTP-Studie verteidigen möchte, dann wohl Ronald Melnick. Er gehörte zu ihren maßgeblichen Wegbereitern und setzte sich über viele Jahre für ihre Durchführung ein. Sein kritischer Kommentar (<a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12940-026-01324-5">Volltext</a>) zu der japanischen und der koreanischen Replikationsstudie überrascht deshalb nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die zentrale Kritik von Melnick et al.</span></p>
<p>Im Mittelpunkt des Kommentars stehen drei Vorwürfe: Die Replikationsstudien hätten mit nur einer Expositionsstufe gearbeitet, die Tierzahl sei für seltene Tumoren zu gering gewesen und dadurch habe die statistische Aussagekraft gegenüber der NTP-Studie erheblich gelitten. Aus Sicht von Melnick et al. seien die Studien deshalb ungeeignet, die positiven NTP-Befunde zu bestätigen oder zu widerlegen.</p>
<p>Diese Kritik wirkt zunächst überzeugend. Wer ausschließlich den Kommentar liest, kann leicht den Eindruck gewinnen, die japanischen und koreanischen Autoren hätten wesentliche Schwächen ihres Studiendesigns übersehen oder zumindest nicht ausreichend berücksichtigt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ein Blick in die Originalarbeiten</span></p>
<p>Dieser Eindruck bestätigt sich jedoch nicht. Die japanischen Autoren schreiben ausdrücklich, dass die geringere Tierzahl und die Beschränkung auf eine einzige Expositionsstufe die statistische Aussagekraft gegenüber der mehrstufigen NTP-Studie zwangsläufig einschränken. Gleichzeitig stellen sie klar, dass ihre Untersuchung keine quantitative Replikation der NTP-Studie sein sollte. Ziel der Studie war vielmehr zu untersuchen, ob sich unter den gewählten Versuchsbedingungen überhaupt eine kanzerogene Wirkung nachweisen lässt. Kleine Restrisiken könnten mit diesem Studiendesign nicht vollständig ausgeschlossen werden.</p>
<p>Noch deutlicher wird die koreanische Arbeitsgruppe. Dort wird eingeräumt, dass 70 Tiere pro Gruppe für seltene Tumoren nur eine begrenzte statistische Aussagekraft besitzen. Herz-Schwannome sind sehr seltene Tumoren. Schon geringe Unterschiede in der Zahl der beobachteten Fälle können deshalb die statistische Bewertung erheblich beeinflussen. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass mit 70 Tieren pro Gruppe kleinere Veränderungen der Tumorinzidenz nur schwer nachweisbar sind. Sie weisen ausdrücklich darauf hin, dass beispielsweise etwa 20-prozentige Erhöhungen von Herz-Schwannomen oder malignen Gliomen mit dieser Gruppengröße kaum zu erkennen wären. Sie empfehlen deshalb eine vorsichtige Interpretation dieser Tumorbefunde und sehen weiteren Forschungsbedarf.<br />
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<span style="font-size:x-large;">Neue Kritik oder neue Bewertung?</span></p>
<p>Damit verändert sich die Einordnung des Kommentars von Melnick et al. erheblich.</p>
<p>Die wesentlichen Limitationen der beiden Replikationsstudien werden mit dem Kommentar nicht erstmals aufgedeckt. Sie werden von den Studienautoren vielmehr selbst offen beschrieben und begründet. Neu ist, dass Melnick et al. aus denselben Voraussetzungen deutlich weitergehende Schlussfolgerungen ziehen und die Aussagekraft der beiden Replikationsstudien erheblich geringer bewerten.</p>
<p>Der eigentliche wissenschaftliche Dissens liegt deshalb nicht in den Tatsachen, sondern in deren Interpretation. Während die japanische und die koreanische Arbeitsgruppe ihre Untersuchungen ausdrücklich als OECD-konforme Standard-Kanzerogenitätsstudien verstehen, beurteilen Melnick et al. sie ausschließlich unter dem Gesichtspunkt einer möglichst sensitiven Replikation der NTP-Studie.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was der Kommentar tatsächlich neu beiträgt</span></p>
<p>Ganz ohne neue Aspekte ist der Kommentar allerdings nicht. Er enthält erstmals eine ausführliche statistische Argumentation zur Frage der Teststärke (&quot;Power&quot;) und versucht abzuschätzen, wie viele Tiere erforderlich gewesen wären, um die in der NTP-Studie beobachteten seltenen Tumoren mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisen zu können. Melnick et al. errechnen, dass für eine Teststärke (Power) von 80 Prozent etwa 258 Tiere pro Gruppe, für eine Power von 90 Prozent sogar 323 Tiere pro Gruppe erforderlich gewesen wären. Über diese Zahlen lässt es sich wissenschaftlich diskutieren.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Fazit</span></p>
<p>Der Kommentar von Melnick et al. ist keine Demontage der japanischen und koreanischen Replikationsstudien. Er ist vielmehr eine engagierte Neuinterpretation ihres Studiendesigns. Die meisten der als gravierend dargestellten Einschränkungen werden von den Autoren der beiden Originalarbeiten bereits selbst offen benannt und begründet. Wer die Kontroverse sachgerecht beurteilen möchte, sollte deshalb nicht nur den Kommentar lesen, sondern auch die beiden Originalstudien. Erst dann wird deutlich, dass sich die Debatte nicht um verschwiegene Limitationen dreht, sondern um die Frage, welche Anforderungen eine Replikationsstudie überhaupt erfüllen muss.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://academic.oup.com/toxsci/article/209/3/kfag002/8423504">Japanische NTP-Replikation</a><br />
<a href="https://academic.oup.com/toxsci/article/209/3/kfag001/8428133">Koreanische NTP-Replikation</a></p>
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<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 11:34:59 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
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<title>Funkmast brennt lichterloh</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll an einem Stahlgittermast für Mobilfunk schon groß brennen? Anscheinend gibt es da eine ganze Menge, wie das Video aus Indien zeigt (wahrscheinlich kunststoffummantelte Kabel zu den Antennen). Die Faktenchecker von Correctiv schreiben dazu: Ein seit Jahren verbreitetes Video eines brennenden Mobilfunkmastes hat nichts mit der Einführung des Mobilfunkstandards 5G in Indien zu tun. Es stammt aus dem Jahr 2018, als es noch kein 5G in Indien gab. <a href="https://correctiv.org/faktencheck/2026/07/22/video-eines-brennenden-sendemastes-in-indien-hat-keinen-bezug-zu-5g/">mehr ...</a></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/bLJcldxIoYA" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bLJcldxIoYA">https://www.youtube.com/watch?v=bLJcldxIoYA</a>.</iframe></p>
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<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 22:42:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Ultranet-Inbetriebnahme: Auswirkungen auf EMF-Risikowahrnehmung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ziel des BfS-Forschungsvorhabens 3626EMF127 ist es, zu neuen Erkenntnissen über die zeitlichen Dynamiken der Risikowahrnehmung von elektromagnetischen Feldern (EMF) zu gelangen. Aus der einschlägigen Forschung ist bekannt, dass sie erhöht wird, wenn sie durch bestimmte Ereignisse in das Bewusstsein von Personen rückt. Dies geschieht durch mediale Berichterstattung oder sozialen Austausch, insbesondere jedoch aber mit dem Beginn oder der Durchführung von technologischen Infrastrukturausbauvorhaben in eigener räumlicher Nähe, z.B. Hoch- bzw. Höchstspannungsleitungen (HSL), bei denen niederfrequente elektrische und magnetische Felder entstehen (NF-EMF). Dementsprechend können EMF als sogenannte &quot;switching risks&quot; charakterisiert werden. Detailuntersuchungen zur zeitlichen Dynamik dieses &quot;Switching&quot;-Prozesses liegen jedoch nicht vor.</p>
<p>Die großflächige Inbetriebnahme der Hybrid-Höchstspannungsleitung &quot;Ultranet&quot; voraussichtlich Ende 2026 in vier deutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen) stellt die Möglichkeit in Aussicht, auf die beschriebenen &quot;Switching&quot;-Prozesse bezogene Forschungsfragen für den Fall von NF-EMF zu beantworten: Wie verändert sich die EMF-Risikowahrnehmung im zeitlichen Umfeld der Inbetriebnahme einer HSL und im weiteren zeitlichen Verlauf? Unter welchen Bedingungen finden &quot;Switching&quot;-Prozesse statt? Welche Einflussfaktoren wirken auf diese Prozesse ein? Beantwortet werden soll dies mittels quantitativer Befragungen zu vier verschiedenen Zeitpunkten: Vor der Inbetriebnahme/Q4 2026, unmittelbar nach der Inbetriebnahme/Q2 2027, ein weiterer Zeitpunkt im ersten Jahr nach der Inbetriebnahme/Q4 2027, ein letzter ein weiteres Jahr später/Q4 2028 (Zeitpunkte können sich bei Verschiebung der Inbetriebnahme teilweise ändern). Die Ausführungsfrist beträgt 34 Monate, beginnend ab Zuschlagserteilung.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?0&amp;id=880047&amp;cookieCheck">Untersuchung der Veränderung der EMF-Risikowahrnehmung über die Zeit im Kontext der Ultranet-Inbetriebnahme</a></p>
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<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 21:34:35 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
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