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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - Kargo-Kult-Wissenschaft: Spürten Bäume nahende Sonnenfinsternis?</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Spürten Bäume nahende Sonnenfinsternis? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. Oktober 2022 fand eine partielle Sonnenfinsternis über Norditalien statt, in deren zeitlicher Nähe Wissenschaftler um Alesandro Chiolerio vom Technischen Institut Genua ein interessantes Phänomen bei Kiefern in den Dolomiten beobachteten: Bereits 14 Stunden vor dem Ereignis begannen die Bäume ihre bioelektrische Aktivität zu synchronisieren, was die Wissenschaftler als Antizipation des nahenden Hell-dunkel-hell-Zyklus interpretierten, zumal die Aktivität auch während der Sonnenfinsternis anhielt. Dieser Annahme widersprechen nun jedoch Ariel Novoplansky und Hezi Yizhaq von der israelischen Negev-Universität entschieden – und legen eine viel einfachere Erklärung vor: Ein Gewitter habe die Aktivität ausgelöst.</p>
<p>Die beiden Forscher betrachteten dazu die Daten von Chiolerios Team und suchten gleichzeitig nach weiteren Erklärungsmustern wie lokalen Wetterereignissen. Tatsächlich entwickelte sich im Vorfeld der teilweisen Verfinsterung auch ein starkes Gewitter in der Region, bei dem die Temperaturen deutlich fielen, es kräftig regnete und mehrere Blitze im Umfeld der Kiefern einschlugen. In den Augen von Novoplansky und Yizhaq liefert dieses meteorologische Phänomen einen viel besseren Erklärungsansatz als das astronomische. Das Gewitter mit den nahen Blitzeinschlägen hat nach ihrer Ansicht die bioelektrische Synchronisation ausgelöst und nicht die vor Ort relativ schwache Verdunkelung. <a href="https://www.spektrum.de/news/botanik-spuerten-baeume-nahende-sonnenfinsternis/2308759?utm_source=firefox-newtab-de-de">weiter mit Spektrum ...</a></p>
<p>Angesichts der harschen Kritik am Erklärungsmuster fällt es kaum mehr ins Gewicht, dass die ursprüngliche Studie auf den Daten von nur drei Bäumen und fünf Baumstümpfen basierte. Oder wie Novoplansky es ausdrückt: »Wälder sind bereits so wundersam genug, ohne dass man irrationale, aber oberflächliche, fantastische Behauptungen über vorausschauende Reaktionen oder Kommunikation erfindet, die nur auf einer einfachen Korrelation basieren.«</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 21:53:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
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<title>Kargo-Kult um Henz-Studie: Kommentar wurde gelöscht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Ich habe einen Kommentar hinterlassen. Mal schauen, was kommt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Soeben nachgesehen: Ihr Kommentar wurde am Textende <a href="https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00190">veröffentlicht</a>.</p>
</blockquote><p>Anno August 2019 war der kritische Kommentar offensichtlich noch am Textende zu sehen, im Mai 2024 aber fehlte er dort bereits wieder. Ältere Ausgaben der fraglichen Webseite hat das Webarchiv nicht gespeichert, deshalb lässt sich nicht nachvollziehen, wann genau die Redaktion von &quot;Frontiers in Neuroscience&quot; den Kommentar von Alexander Lerchl gelöscht hat. Ohne den Kommentar bleibt die Erklärung der Autoren zu Interessenkonflikten wieder unwidersprochen und für Betrachter der Studie sieht es so aus, als sei alles in bester Ordnung:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>The authors declare that the research was conducted in the absence of any commercial or financial relationships that could be construed as a potential conflict of interest.</strong></em></span></p>
<p>Der Interessenkonflikt war zumindest bei Diana Henz offensichtlich und zweifelsfrei. Gibt es vielleicht ein Verfallsdatum für Interessenkonflikte, damit Wissenschaftler nach x Jahren wieder als unbefleckt gelten? ChatGPT meint dazu:</p>
<p><em>Nein, es gibt keine automatische „Rehabilitation nach X Jahren“. Formal kann nach einigen Jahren keine Pflicht zur Offenlegung mehr bestehen, aber Vertrauen hängt vom Verhalten und der Transparenz des Betroffenen ab – und das kann ein Leben lang nachwirken.</em></p>
<p><em>So gehen Große der Branche mit der Problematik um:</em></p>
<p><em><strong>Nature-Journale</strong>: Autoren müssen finanzielle Interessenkonflikte der letzten 36 Monate offenlegen. Ältere Verbindungen müssen nicht zwingend gemeldet werden.<br />
<strong>DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)</strong>: Bei Förderanträgen sind relevante Beziehungen der letzten 5 Jahre anzugeben.</em></p>
<p><em>Das heißt: Nach Ablauf dieser Fristen entfällt oft die formale Offenlegungspflicht – der „Makel“ kann aber informell bleiben.</em></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 18:00:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Gabriel-Chip (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Studie wurde von der <a href="https://www.sfgu.ch/ueber-sfgu.html">Stiftung für Gesundheit und Umwelt</a> (SfGU), Berlingen (Schweiz) in Auftrag gegeben und die drei Autoren weisen jeglichen Interessenkonflikt kommerzieller oder finanzieller Art weit von sich. Doch da gibt es bei mir Zweifel, denn am 28. Oktober 2017 brachte RTL in der Boulevardsendung &quot;Explosiv&quot; einen Bericht über Elektrosmog im Auto. In diesem Bericht sind die beiden Autoren <strong>Diana Henz</strong> sowie Wolfgang I. Schöllhorn zu sehen – und ein Mitarbeiter (<strong>Harry Roos</strong>) der Firma Gabriel Tech. Der TV-Bericht (Dauer ca. 10 Minuten) sorgte seinerzeit in der Szene für <a href="index.php?id=64701" class="internal">Aufregung und Begeisterung</a>, wurde von RTL zwischenzeitlich jedoch vom Netz genommen. Heute noch zu sehen ist lediglich eine 5 Minuten dauernde <a href="https://rtlnext.rtl.de/cms/kopfschmerzen-im-auto-woher-kommt-das-4131633.html?c=ddbf">Kurzfassung</a>, in der von Gabriel-Tech jede Spur fehlt.</p>
</blockquote><p>Am 28. März 2023 hatte das Duo Diana Henz und Harry Roos (inzwischen Geschäftsführer der Gabriel-Tech GmbH) einen Auftritt bei dem <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/QS24">Internet-Werbesender QS24</a>. Diana Henz wird als Neurowissenschaftlerin und Kognitionswissenschaftlerin vorgestellt, Harry Roos als Elektrosmog-Sachverständiger für Analyse und Messtechnik. Roos ergänzt, er sei der einzige Sachverständige dieser Art im <a href="https://www.bundesverband-gutachter.de/component/cck/?cck=user&amp;searchfield_generic=Elektrosmog&amp;usr_plz=&amp;usr_full_address=&amp;searchcityradius=5&amp;view=list&amp;usr_qualifikation%5B%5D=BDSF-Mitglied&amp;usr_gmap_latitude=0&amp;usr_gmap_longitude=0&amp;search=svsuche&amp;task=search">Berufsverband deutscher Sachverständiger</a>. Jeder darf jetzt 3mal raten, welches Produkt die beiden dort mit viel pseudowissenschaftlichem Kauderwelsch an den Mann, die Frau und an X bringen möchten.</p>
<p><!--[if IE]>
    <object type="application/x-shockwave-flash" data="https://www.youtube.com/v/ZyOM5VfRrJw" width="640" height="360">
    <param name="movie" value="https://www.youtube.com/v/ZyOM5VfRrJw" />
    </object>
    <![endif]-->
    <!--[if !IE]>-->
    <object type="application/x-shockwave-flash" data="https://www.youtube.com/v/ZyOM5VfRrJw" width="640" height="360"><param name="movie" value="https://www.youtube.com/v/ZyOM5VfRrJw" />
    </object>
    <!--<![endif]--></p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=QS24">QS24 im IZgMF-Forum</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 30 Mar 2023 21:45:15 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Was an Silvester um Mitternacht in Sachen EMF-Emission wirklich passierte, darüber können wohl nur die Mobilfunknetzbetreiber Auskunft geben. Es gibt allerdings auch noch andere Länder, die EMF-Monitoring betreiben. Konkret habe ich dazu aber nur eine vage Erinnerung und muss den Trüffel suchen, sollte ich fündig werden stelle ich's hier im Strang ein.</p>
</blockquote><p>Habe diesen Trüffel nicht mehr gefunden. Aber einen anderen. Die südenglische Stadt Bournemouth, gelegen am Ärmelkanal, <a href="https://monitoring.wavecontrol.com/en/public/bcp-council-emf-monitoring/">betreibt ein EMF-Monitoring</a>, das alle 30 Minuten Messproben nimmt und damit das Immissionsgeschehen in der Silvesternacht, wenn auch nicht perfekt, so doch besser abbilden kann als das französische Monitoring.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2022062614164062b86a48402f6.jpg" alt="[image]" width="600" height="319" /></p>
<p>Der Screenshot zeigt die Messergebnisse der Station in der Christchurch Road 18 für den Beobachtungszeitraum 31.12.2021 bis 01.01.2022. Die relevanten Messungen waren um 23.30 Uhr (1,57 V/m), um 0.00 Uhr (1,53 V/m) und um 0.30 Uhr (1,55 V/m). Unter diesen Umständen hätten Favres Bienen a) zum falschen Zecitpunkt stärker gesummt und b) Pegeländerungen im Millivoltbereich erkennen müssen.</p>
<p>Der Höchstwert im besagten Beobachtungszeitraum war 1,86 V/m, der Minimalwert 1,12 V/m und der Mittelwert 1,50 V/m.</p>
<p>Das Messraster ist zwar noch immer zu weitmaschig, um einen merklichen Immissionanstieg um kurz nach Mitternacht sicher ausschließen zu können und England ist nicht Frankreich, dennoch verdichten sich die Hinweise, dass der von Favre/Johansson stillschweigen angenommene Immissionsanstieg um Mitternacht 2019/2020 gar nicht stattgefunden hat, und wenn doch, dann in einem so geringen Ausmaß, dass Bienen darauf kaum reagieren dürften.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72175</link>
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<pubDate>Sun, 26 Jun 2022 14:20:03 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult: Beispiel türkische Kiefern beim Sex gestört (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das Alter [...] der Bäume sind nicht angegeben.</p>
</blockquote><p>Doch! Wenn es stimmt, was AT (wahrscheinlich Alain Thill) in der Diagnose-Funk-Alarmstudiendatenbank EMF-Tataa schreibt, wurde das Untersuchungsgebiet 1994 aufgeforstet, indem 2 Jahre alte Röhrensetzlinge gepflanzt wurden. Ergibt mit dem Zeitpunkt der Untersuchung (2019) also 27 Jahre alte Bäume.</p>
<p>Ansonsten sieht auch mir diese Studie stark nach Kargo-Kult aus. Insbesondere weil die Untersuchung nur ein einziges Mal um nur eine einzige Basisstation gemacht wurde. Man muss sich nur einmal einen x-beliebigen Waldzustandsbericht (<a href="https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/Broschueren/waldzustandsbericht_2020_langfassung.pdf">Beispiel</a>) anschauen, um zu erkennen, dass der Zustand von Wäldern keine Konstante ist, sondern von Jahr zu Jahr starken Schwankungen unterliegt mit einem Trend zum Schlechteren. Bei einem derart von klimatischen Einflüssen abhängigen Untersuchungsobjekt (türkische Kiefer) aus einer einzigen Momentaufnahme die geschilderten Rückschlüsse zu ziehen ist schon mutig. Und die fehlenden Messungen der Immission sind geradezu todesmutig. AT hingegen stört an diesem Studiendesign nichts. Warum nicht? Weil er sich eigenen Angaben zufolge für &quot;elektrosensibel&quot; hält. Er ist damit für Diagnose-Funk wie geschaffen, um in EMF-Tataa gegen Honorar Kargo-Kult-Studien auf eine Weise zu &quot;besprechen&quot;, als handle es sich um Qualitätsstudien. Der Dilettantismus der Stuttgarter &quot;Verbraucherschützer&quot; kennt wahrhaftig keine Grenzen <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/no.gif" alt=":no:" />. </p>
<p>Weiterhin schreibt AT Rätselhaftes:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Die Plantage liegt auf einer Höhe von 300 m. Die Bodenstruktur ist klastisch, und der Boden, die <span style="color:#f00;">Hanglage</span> und die Exposition sind im Untersuchungsgebiet im Allgemeinen homogen. [...]</strong></em></span></p>
<p>Was bitte ist denn eine im Allgemeinen homogen Hanglage? Nehmen wir mal an, der Autor meint damit ein konstantes Gefälle. Und rundum bis in mindestens 800 Meter Entfernung stehen Bäume. Doch wie um alles in der Welt sollen diese selbst bei nur geringer Schräglage des Hangs im Allgemeinen homogen befeldet worden sein? Ich behaupte: Das geht schon topografisch nicht und ohne Kenntnis der Abstrahleigenschaften der Antennen oder ohne Immissionsmessungen erst recht nicht! Eine Grafik oder ein Foto des Untersuchungsgebiets könnte Klarheit schaffen, diese aber ist anscheinend nicht gewollt. Die nebulösen Angaben zwingen zur Spekulation. Mutmaßlich steht der Funkmast am Hang eines bewaldeten Hügels und versorgt ein tiefer liegendes Wohngebiet oder ein Erholungsgebiet mit Mobilfunkdiensten. Dies passt aber nicht gut zu ATs Beschreibung der Umgebung.</p>
<p><span style="font-size:large;">Und nun?</span></p>
<p>Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist schon die Originalstudie mit ihren Angaben zum Tatort nebulös, dann ist AT der Vorwurf zu machen, eine qualitativ äußerst minderwertige Studie verwurstet zu haben. Oder die Originalstudie lässt keine Zweifel über die Beschaffenheit des Tatorts und AT hat gezielt alles weggelassen, was der netten Story vom bösen Funkmast, der türkische Kiefern beim Zwitter-Sex stört, abträglich wäre. Dies würde widerspruchsfrei zur (Des-)Informationspolitik des Stuttgarter Vereins passen. Leider hat der Korrespondenzautor der Studie bislang nicht auf meine Anfrage nach einem PDF des Papers reagiert <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/frown.png" alt=":-(" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72171</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jun 2022 21:21:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult: Beispiel türkische Kiefern beim Sex gestört (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s42977-021-00085-1">Die Auswirkungen der Basisstation als elektromagnetische Strahlungsquelle auf Blüten- und Doldenertrag und Keimungsprozentsatz bei Pinus brutia Ten</a> von Halil Baris Ozel, Mehmet Cetin</p>
<p>Diagnose-Funk (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=69100">EMF:Data</a>) bedient sich der Studie, übersetzt und <a href="https://www.emfdata.org/de/studien/detail&amp;id=635">verbreitet sie</a>. Die Verbreitung sorgt für eine Nachfrage bei &quot;Deutschland spricht über 5G&quot;: <a href="https://www.deutschland-spricht-ueber-5g.de/online-dialog/alle-beitraege/592"> Was sagen Wissenschaftler zu diesem Ergebnis?</a></p>
<p><span style="color:#399;"><strong>Antwort: ... Diese Art von Studien kann keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Reproduktion von Bäumen und der Anwesenheit einer Basisstation dokumentieren.</strong></span></p>
<p><span style="color:#399;"><strong>Die Publikation weist eine Reihe von <em><span class="underline">fachlichen Mängeln</span></em> auf, die die Aussagekraft der Ergebnisse <span class="underline"><em>extrem einschränken</em></span>. Weder die Eigenschaften der ortsfesten Sendeanlage (Ausgangsleistungen, Funkfrequenzen, Abstrahleigenschaften), noch die Vorgehensweise zur Auswahl der betrachteten Bäume oder zum Zählen der Blüten und Zapfen sind in der Publikation beschrieben. Die Veröffentlichung wurde ein einziges Mal in nur einer Vegetationsperiode durchgeführt. Das Alter und sonstige Angaben zum Zustand der Bäume sind nicht angegeben. Es wurden jeweils 30 Bäume in Entfernung von 100 – 800 Metern von der Basisstation ausgewertet. Der Abstand zur Sendeanlage ist jedoch kein geeignetes Maß zur Abschätzung der tatsächlichen Stärke der Funksignale. Je nach Ausrichtung und Neigung der Antennen kann die maximale Exposition an unterschiedlichen Stellen in der Umgebung der Basisstation auftreten. Eine messtechnische oder computergestützte Untersuchung der Exposition der untersuchten Bäume wäre daher notwendig gewesen, um eine Korrelation mit der Stärke der elektromagnetischen Felder herstellen zu können ...</strong></span></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72170</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jun 2022 12:18:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere hier mal an folgendes Posting &quot;<strong><a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70274">Agnotologie: Die Wissenschaft vom Nichtwissen</a></strong>&quot;</p>
<p><span style="color:#399;"><strong>Auszug: Desinformation ist bewusst falsche, in die Irre führende Information, und sie taucht in vielen Spielarten auf wie Gerücht, Halbwahrheit, Falschinformation, Falschmeldung, Fehlinformation, Lüge, Falschaussage, Schutzbehauptung oder Verdrehung von Tatsachen. Ihr Ziel ist beabsichtigtes Nichtwissen. Der Tabakindustrie gelangen damit große Erfolge, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=60287">erwiesene Gesundheitsrisiken ihrer Produkte in Zweifel zu ziehen</a>. Auch etliche organisierte Mobilfunkgegner üben sich in der Produktion von Nichtwissen, die einen, weil sie es nicht besser können, andere mutmaßlich mit voller Absicht. </strong></span></p>
<p><strong>Sie produzieren Zweifel, ganz nach der Strategie der Tabaklobby</strong></p>
<p><a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=69535">Alain Thill: Von der Masterarbeit zur Metastudie</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72076">Thraens Märchenstunde: So &quot;spuki&quot; ist Feldwahrnehmung nicht</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71922">Seifen wir Politiker ein mit List und Tücke</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72118">Waldmann-Selsam: Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71164">Der renommierte Physiker und Politiker Klaus Buchner im Gespräch mit Klaus Scheidsteger</a></p>
<p><strong><a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/umgang-mit-desinformation/gefaehrliche-falschnachrichten-1905340">Gefährliche Falschnachrichten - Was die Bundesregierung unternimmt und was Sie tun können</a></strong></p>
<p><span style="color:#399;"><strong>Die gute Nachricht: Jede und jeder kann etwas gegen die Verbreitung von Desinformation und Halbwahrheiten unternehmen. Diese Fragen helfen, die unbeabsichtigte Verbreitung von Desinformation zu stoppen:</strong></span></p>
<p><span style="color:#399;"><strong>-    Wer hat die Nachricht mit welchem Ziel verfasst und verbreitet?<br />
-    Was ist die Quelle?<br />
-    Wann wurde die Nachricht veröffentlicht?<br />
-    Warum will ich sie teilen?</strong></span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 07:58:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dass an Silvester die Strahlenbelastung stark ansteigt und Symptome verursacht waren vor 20 Jahren häufige und illustrative Anekdoten für Nocebo. Mittlerweile scheint sich aber auch bei den sogenannten Mobilfunkkritikern herumgesprochen zu haben, dass an Silvester die Mobilfunkstrahlung nicht substanziell höher ist. Umso peinlicher wenn dieses Wissen nicht einmal zu den &quot;EMF Forschungskoryphäen&quot; gedrungen ist. Ich vermute mal, wenn in Paris in der Nähe des L'Arc de Triomphe in der Silversternacht nicht viel  passiert, wird auch in der beschaulichen Schweiz nicht allzuviel abgehen. <a href="https://www.anfr.fr/en/frequency-control/exposure-of-the-general-public-to-waves/field-measurements/observatoire-des-ondes/">Quelle</a><br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2022062015075162b08d475cb04.png" alt="[image]" width="600" height="194" /></p>
</blockquote><p><span style="font-size:large;">Touché!</span></p>
<p>Auf die Idee, Silvester im EMF-Monitoring der ANFR nachzuschauen, muss man aber auch erst mal kommen ...</p>
<p>Weil Mülhausen näher an der Schweiz liegt, habe ich das dortige Monitoring auf die Silvesternacht 2021/2022 befragt und die Grafik bestätigt Ihre Einschätzung. Von einem Anstieg der EMF-Emission um Mitternacht kann keine Rede sein. Mitternacht liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Messpunkt um 1.01 Uhr und dem ersten Messpunkt links davon (23.06 Uhr, <a href="https://www.anfr.fr/en/frequency-control/exposure-of-the-general-public-to-waves/field-measurements/observatoire-des-ondes/">angezeigt nur im Original</a>).</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2022062020423762b0dbbd073f6.png" alt="[image]" width="600" height="138" /></p>
<p>Leider gibt es da einen Haken. Die Kurve suggeriert eine lückenlose Dauermessung. Tatsächlich wird jedoch <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70383">nur etwa alle 2 Stunden</a> über 6 Minuten Dauer gemessen, die Lücken im Kurvenzug werden einfach durch Interpolation geschlossen. Heißt: Zwischen ca. 23.06 Uhr und ca. 1.01 Uhr wurde nicht gemessen, eine Emissionsspitze um Mitternacht konnte deshalb nicht erkannt werden, so es eine gab. Mutmaßlich will ANFR mit diesem groben Raster die Datenflut begrenzen.</p>
<p>Was an Silvester um Mitternacht in Sachen EMF-Emission wirklich passierte, darüber können wohl nur die Mobilfunknetzbetreiber Auskunft geben. Es gibt allerdings auch noch andere Länder, die EMF-Monitoring betreiben. Konkret habe ich dazu aber nur eine vage Erinnerung und muss den Trüffel suchen, sollte ich fündig werden stelle ich's hier im Strang ein.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72163</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72163</guid>
<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 21:27:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn jemand die Hypothese bestätigen möchte, hohes Mobilfunk-Verkehrsaufkommen zu Silvester würde Bienen beim Überwintern empfindlich stören, muss er, um einen Kausalzusammenhang zwischen Mobilfunkimmission am Bienenkasten und dem Summen der Bienen zu belegen, nicht nur das Summen aufzeichnen, sondern – selbstverständlich – auch die Mobilfunkimmission am Ort des Geschehens. Genau dies aber haben die beiden Forscher versäumt, in ihrem Paper konnte ich keinerlei Messwerte finden! </p>
</blockquote><p>Dass an Silvester die Strahlenbelastung stark ansteigt und Symptome verursacht waren vor 20 Jahren häufige und illustrative Anekdoten für Nocebo. Mittlerweile scheint sich aber auch bei den sogenannten Mobilfunkkritikern herumgesprochen zu haben, dass an Silvester die Mobilfunkstrahlung nicht substanziell höher ist. Umso peinlicher wenn dieses Wissen nicht einmal zu den &quot;EMF Forschungskoryphäen&quot; gedrungen ist. Ich vermute mal, wenn in Paris in der Nähe des L'Arc de Triomphe in der Silversternacht nicht viel  passiert, wird auch in der beschaulichen Schweiz nicht allzuviel abgehen. <a href="https://www.anfr.fr/en/frequency-control/exposure-of-the-general-public-to-waves/field-measurements/observatoire-des-ondes/">Quelle</a><br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2022062015075162b08d475cb04.png" alt="[image]" width="600" height="194" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72162</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72162</guid>
<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 15:11:47 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>e=mc2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel Bienenstudie von Daniel Favre (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Der Schweizer Imker und Hobby-Forscher Daniel Favre hat es 2011 mit einer Beobachtung über das Verhalten von Bienen unter EMF-Einwirkung zu einem gewissen Ruhm gebracht. Ein Wiederholungsversuch des IZgMF scheiterte und deutete auf methodische Mängel in Favres Versuchsaufbau hin. 2020 publizierte Favre erneut, diesmal gemeinsam mit dem Schweden Olle Johansson, – und lieferte eine Kargo-Kult-Studie ersten Ranges ab.</strong></span></p>
<p>Die Idee von Favre/Johansson war: Stört hohes Mobilfunk-Verkehrsaufkommen in einer Silvesternacht Bienen beim Überwintern? In der Silvesternacht 2019/2020 schritten sie zur Tat und statteten einen Bienenkasten mit einem handelsüblichen Diktiergerät zur akustischen Aufzeichnung des Bienensummens (Worker Piping) aus. Expositionsquelle war ein 800 Meter vom Bienenkasten entfernter Mobilfunksendemast. Erwartungsgemäß ergab die Auswertung der Tonaufzeichnung: Pünktlich um Mitternacht schwoll das Summen der Bienen deutlich an. In der warmen Jahreszeit signalisiert dieses Summen das bevorstehende Schwärmen der Bienen (Ausfliegen), was für die Insekten im Winter jedoch tödlich wäre.</p>
<p>Die beiden Forscher hatten damit alles unter Dach und Fach, um ihre Studie (Does enhanced electromagnetic radiation disturb honeybees' behaviour? Observations during new years's eve 2019) in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift zu veröffentlichen (<a href="https://www.researchgate.net/profile/Daniel-Favre-2/publication/346965709_DOES_ENHANCED_ELECTROMAGNETIC_RADIATION_DISTURB_HONEYBEES%27_BEHAVIOUR_OBSERVATIONS_DURING_NEW_YEAR%27S_EVE_2019/links/5fd4ed4692851c13fe80ed8d/DOES-ENHANCED-ELECTROMAGNETIC-RADIATION-DISTURB-HONEYBEES-BEHAVIOUR-OBSERVATIONS-DURING-NEW-YEARS-EVE-2019.pdf?origin=publication_detail">Volltext</a>, 9 Seiten, englisch).</p>
<p><span style="font-size:large;">So weit, so gut.</span></p>
<p>Akribisch dokumentierten Favre und Johansson alle nur denkbaren Details ihres Versuchsaufbaus z.B. die Betriebsspannung des Diktiergeräts oder die Namen und Höhe der niedrigen Berge, die den Ort des Geschehens umgeben. Diese bewundernswerte Detailversessenheit suggeriert einem Leser der Studie, hier wären ernsthafte Forscher am Werk gewesen, die an alles gedacht haben. Möglicherweise ließen sich auch die Gutachter der Zeitschrift von der Detailfülle blenden, anlässlich ihrer Peer-Review winkten sie das Paper jedenfalls durch, was mMn wegen eines kapitalen Fehlers im Studiendesign nicht hätte passieren dürfen.</p>
<p>Wenn jemand die Hypothese bestätigen möchte, hohes Mobilfunk-Verkehrsaufkommen zu Silvester würde Bienen beim Überwintern empfindlich stören, muss er, um einen Kausalzusammenhang zwischen Mobilfunkimmission am Bienenkasten und dem Summen der Bienen zu belegen, nicht nur das Summen aufzeichnen, sondern – selbstverständlich – auch die Mobilfunkimmission am Ort des Geschehens. Genau dies aber haben die beiden Forscher versäumt, in ihrem Paper konnte ich keinerlei Messwerte finden! Diese grobe Unterlassung ist insofern unverständlich, da eine überschlägige EMF-Messung auch mit Hobby-Messtechnik möglich gewesen wäre. Allerdings hätten Favre/Johansson dazu in der Kälte vor Ort sein müssen und über einen längeren Zeitraum die Messwerte ablesen und händisch protokollieren müssen. Mutmaßlich war ihnen das zu aufwendig, Silvester im Kreis der Familie feiern und das Verkosten einer leckeren Bowle in der warmen Stube ist ja nachvollziehbar die weitaus angenehmere Alternative. Zur Ehrenrettung der beiden Forscher sei jedoch angemerkt, dass sie abseits von Silvester immerhin elf Vergleichsmessungen des Bienensummens veranstalteten, bei denen sie kein Anschwellen des Geräuschs feststellen konnten. Das klingt gut. Doch überzeugender wäre es gewesen, hätten sie auch dann die Mobilfunkimmission gemessen und zeigen können, dass diese signifikant schwächer war als in der Silvesternacht. </p>
<p>Weiterhin vermisse ich in der Studie die Betrachtung möglicher Störgrößen, die zu einem falsch-positiven Ergebnis hätten führen können. Beispiel: Wo ein Mobilfunkmast in der Landschaft steht, halten sich wahrscheinlich auch Menschen auf, sonst stünde er dort nicht. Und Menschen begehen Silvester gerne mit Böllern oder Feuerwerk. Als Laie in Bienenfragen könnte ich mir vorstellen, dass die Knallerei, die 2019/2020 noch nicht Corona zum Opfer gefallen sein konnte, die Bienen aufgeregt hat. Oder irgendetwas anderes (z.B. feiernde Jugendliche), was auf den wahrscheinlich unbewachten Bienenkasten in der Silverstnacht einwirkte. Gezielte Manipulation (z.B. Rütteln am Bienenkasten) will ich nicht unterstellen, wegen der in der Anti-Mobilfunk-Szene häufig aufblitzenden Manipulationsbereitschaft (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=72152#p72159">jüngstes Beispiel</a>) kann ich diese aber auch nicht rundweg ausschließen.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.google.com/search?gws_rd=cr&amp;gl=us&amp;q=Daniel%20Favre%20site:izgmf.de">Was das IZgMF-Forum über Daniel Favres Bienenstudien weiß</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 20 Jun 2022 09:55:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel &quot;Elektrosensibilität&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Kostproben hab ich noch ...:</p>
<blockquote><p>[...] 2004 war vom Versorgungsamt ein Grad der Behinderung von 30 festgestellt worden. Ab 2012 wurde eine unbefristete Erwerbsminderungsrente bewilligt. [...]</p>
</blockquote><p>Waldmann-Selsam erweckt damit im Kontext den Eindruck, Frau S. erhalte eine Erwerbsminderungsrente wegen ihrer &quot;Elektrosensibilität&quot;. Doch wäre es tatsächlich so, wüsste die Welt davon und die Ärztin hätte diesen Sachverhalt explizit formuliert. Da beides nicht der Fall ist behaupte ich: Frau S. bekam die Erwerbsminderungsrente nicht wegen ihrer &quot;Elektrosensibilität&quot; zugesprochen, sondern wegen anderer Erwerbsminderungsgründe. Der mit Abstand <a href="https://www.cosmosdirekt.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/erwerbsminderungsrente-voraussetzungen-krankheiten/">häufigste Grund</a> für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist psychischer und neurologischer Natur.</p>
<blockquote><p>[...] Anlässlich einer Reha-Maßnahme in einer internistischen Fachklinik 2003 traten sofort am Anreisetag Sehstörungen, Parästhesien und Muskelkrämpfe auf, was von den Ärzten nicht als beginnende Tetanie eingeordnet wurde. Der verantwortliche Mobilfunksender auf dem Dach war nicht als solcher erkennbar und dem Personal nicht bekannt, nur dem Chefarzt. [...]</p>
</blockquote><p>Was Waldmann-Selsam aus nahe liegenden Gründen verschweigt: Frau S. reiste angesichts des beginnenden Krampfanfalls nicht unverzüglich wieder ab, sondern blieb sechs Tage in der Klinik. Erst dann trat sie vorzeitig die Rückreise an.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 10 May 2022 23:16:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel &quot;Elektrosensibilität&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem anspruchsvoll klingenden Titel &quot;<a href="https://kompetenzinitiative.com/wp-content/uploads/2021/01/Hochfrequenzinduzierte-Hypokalzaemie_Waldmann-Selsam.pdf">Hochfrequenzinduzierte Hypokalzämie mit rezidivierenden Tetanien</a>&quot; publizierte Dr. med. C. Waldmann-Selsam 2019 in einem wissenschaftlich bedeutungslosen Magazin die Leidensgeschichte einer überzeugten Elektrosensiblen (Suzanne S.). Der Artikel erfüllt mMn die Kriterien von Kargo-Kult-Wissenschaft in eindrucksvoller Weise, besonders deshalb, weil die Allgemeinärztin, die dem Vernehmen nach nie praktiziert hat, bemüht ist, triviale Sachverhalte mit medizinischer Terminologie zu panieren, um sie für Laien eindrucksvoll erscheinen zu lassen. </p>
<p>Das Fehlen jeglichen kritischen Hinterfragens der geschilderten Begebenheiten erklärt sich damit, dass auch die Autorin selbst fest davon überzeugt ist, &quot;elektrosensibel&quot; zu sein. Die Ärztin wollte deshalb aus meiner Sicht mit ihrem Artikel eher Leidensgenossen gefällig sein, als das medizinisch nicht anerkannte Krankheitsbild &quot;Elektrosensibilität&quot; einer Objektivierung näher bringen. So verwandelt Waldmann-Selsam die Erzählungen ihrer Protagonistin auf pseudowissenschaftliche Weise in vermeintliche Tatsachen, ohne auch nur ansatzweise das Bemühen erkennen zu lassen, die geschilderten Sachverhalte auf Plausibilität zu prüfen und quantitativ zu bewerten, um einen kausalen Zusammenhang mit EMF-Einwirkung wenigstens schemenhaft glaubhaft zu machen. Da die Autorin diesen Mehrwert nicht einbringt, sondern Vernommenes nur nacherzählt, müsste mMn als Autorin besser Suzanne S. genannt werden.</p>
<p>Waldmann-Selsam bringt es fertig, fünf Druckseiten über den Leidensweg von Frau S. zu schreiben, ohne sich auch nur ein einziges Mal die Frage zu stellen, ob die &quot;Elektrosensible&quot; sich jemals einem wissenschaftlich strengen Provokationstest unterzog, der ihre behauptete Fähigkeit einer extrem stark ausgeprägten unangenehmen Feldwahrnehmung unter Beweis gestellt hat. Die Medizinerin glaubt blind alles, was S. ihr berichtet. Mit dieser naiven Gutgläubigkeit erlangte sie bereits 2007 durch eine <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/der-hamster-ist-zeuge-a-bc8c12cc-0002-0001-0000-000051373594">Spiegel-Reportage</a> Popularität.</p>
<p>Anschließend einige kurz kommentierte Splitter aus Waldmann-Selsams Kargo-Kult-Artikel. Sie belegen stellvertretend für weitaus mehr andere, wie die &quot;Wanderärztin&quot; Behauptungen in vermeintliche Tatsachen verwandelt:</p>
<blockquote><p>[...] Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass im August 2006 GPRS-EDGE von T-Mobile eingeführt worden war, eine verbesserte GSM-Technik, die auch in den abgeschirmten Wohnräumen wirksam wurde. [...]</p>
</blockquote><p>Welches technische Wirkmodell will erklären, warum die geschirmten Wohnräume einer GSM-Exposition standhielten, nicht aber einer GPRS-Edge-Exposition?</p>
<blockquote><p>[...] Um an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können, beantragte sie die Kostenübernahme für einen UKW-festen Schutzanzug bei den infrage kommenden Kostenträgern, allerdings vergeblich. [...]</p>
</blockquote><p>Was Waldmann-Selsam aus nahe liegenden Gründen verschweigt: Frau S. gab sich mit der Absage des Kostenträgers nicht zufrieden, sie klagte gegen den Bescheid vor einem Sozialgericht. Fachgutachter wurden zu Rate gezogen, um vorgetragene Behauptungen von Tatsachen zu trennen. Am Ende unterlag die &quot;Elektrosensible&quot;.</p>
<blockquote><p>[...] Jedoch reichte die kurze Handyverbindung eines Wanderers am 19.09.2014 in der Nähe des Wohnwagens aus, um mit zeitlicher Verzögerung Hypokalzämiesymptome auszulösen. In der Folgezeit achtete Frau S. darauf, dass sich niemand mit eingeschaltetem Handy näherte. [...]</p>
</blockquote><p>Jeder verständige Mensch muss mMn an der Plausibilität dieser Schilderung zweifeln.</p>
<blockquote><p>[...] Im August 2012 hatte Frau S. einen Termin vor Sprechstundenbeginn in einer funkfreien Zahnarztpraxis vereinbart. Aufgrund einer unerwarteten Hochfrequenzexposition aus einer Nachbarwohnung traten trotz des Schutzanzuges in den darauffolgenden Tagen deutliche Hypokalzämiesymptome auf. [...] </p>
</blockquote><p>Ohne mitgeführten HF-Detektor konnte Frau S. an Ort und Stelle eine &quot;<em>unerwartete Hochfrequenzexposition aus einer Nachbarwohnung</em>&quot; <em>nachträglich</em> (Einsetzen der Symptome) bestenfalls vermuten. Waldmann-Selsam versäumt die zwingend erforderliche Frage, wie Frau S. bei erst nachträglich einsetzenden Symptomen zu der genauen Ortsbestimmung der Exposition imstande war. Und warum half der getragene Strahlenschutzanzug plötzlich nicht mehr gegen eine aller Voraussicht nach schwache Exposition aus einer Nachbarwohnung?</p>
<p>Und so weiter und so fort ...</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72011</link>
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<pubDate>Tue, 10 May 2022 09:31:34 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Seeblick Talk hier, Seegespräche dort (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seeblick Talk nicht vergessen. Da treffen sich Hefel, Rasch und Scheler.  <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cELh8OtkUjU">Siehe hier ...</a>. </p>
</blockquote><p>Seeblick Talk?</p>
<p>Moment mal, da war doch erst kürzlich wegen 5G-Paranoia was ähnliches!</p>
<p><a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67237">Treffer</a>: Zwar nicht &quot;Seeblick&quot;, sondern &quot;Seegespräche&quot; – das Strickmuster aber ist das gleiche.</p>
<p>Unheimlich <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/lookaround.gif" alt=":lookaround:" />, werden wir systematisch von Zweifel säenden  Pseudowissenschaftlern unterwandert?</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 21:45:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult um Henz-Studie: Kommentar freigeschaltet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich habe einen Kommentar hinterlassen. Mal schauen, was kommt.</p>
</blockquote><p>Soeben nachgesehen: Ihr Kommentar wurde am Textende <a href="https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00190">veröffentlicht</a>.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 21:03:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult um Henz-Studie: Kommentar (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>So berichten es Diana Henz, Wolfgang I. Schöllhorn und Burkhard Poeggeler in ihrer Studie &quot;<em>Mobile Phone Chips Reduce Increases in EEG Brain Activity Induced by Mobile Phone-Emitted Electromagnetic Fields</em>&quot;, die in <em>Frontiers in Neuroscience</em> veröffentlicht wurde (<a href="https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00190">Volltext</a>).</p>
</blockquote></blockquote><blockquote></blockquote><p>
Ich habe einen Kommentar hinterlassen. Mal schauen, was kommt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67505</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67505</guid>
<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 20:13:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Alexander Lerchl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult um Henz-Studie: Game over (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>So berichten es Diana Henz, Wolfgang I. Schöllhorn und Burkhard Poeggeler in ihrer Studie &quot;<em>Mobile Phone Chips Reduce Increases in EEG Brain Activity Induced by Mobile Phone-Emitted Electromagnetic Fields</em>&quot;, die in <em>Frontiers in Neuroscience</em> veröffentlicht wurde (<a href="https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00190">Volltext</a>).</p>
</blockquote><p>Wie erwartet <a href="https://www.gabriel-technology.de/">wirbt die Firma Gabriel-Tech</a> kräftig mit der Henz-Studie und bietet PDFs der Arbeit an, um Leser von der Originalpublikation im Netz fern zu halten (warum wird weiter unten deutlich). Und in einem <a href="https://salusmed.ch/entstoerungs-technologie-wissenschaftlich-anerkannt/">undatierten Interview</a> mit Salusmed, Zürich, plaudert Studienleiterin Diana Henz euphemistisch ...</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Die Studie wurde im Fachjournal «Frontiers in Neuroscience, section Neuroenergetics, Nutrition and Brain Health» veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eines der meistzitierten Fachjournale im Bereich der Neurowissenschaft und Psychologie (impact factor 3.566). Unter Experten geniesst es hohes Ansehen. Die von der Fachzeitschrift herangezogenen Gutachter haben die Studie nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Sie betreffen insbesondere die Wissenschaftlichkeit der Studiendurchführung, der Datenanalysen und der gefundenen Ergebnisse sowie die Relevanz des Themas für die neurowissenschaftliche Fachcommunity.<br />
[...]<br />
Für eine Publikation in solch einer Fachzeitschrift wird ein Manuskript eingereicht, das von mehreren unabhängigen Gutachtern hinsichtlich der genannten wissenschaftlichen Kriterien beurteilt wird. Bei der vorliegenden experimentellen Studie, die wir an der Universität Mainz im Auftrag der SfGU durchgeführt haben, waren zwei unabhängige Gutachter in dieses Verfahren involviert. Beide haben ein positives Votum für die Publikation des Manuskripts abgegeben. Der gesamte Prozess hat insgesamt sechs Monate Zeit in Anspruch genommen. [...]</strong></em></span></p>
<p>Das liest sich alles sehr schön, als handle es sich um astreine Wissenschaft. Doch was Henz nicht sagt: Frontiers ist ein 2007 gegründeter &quot;Open-Access-Verlag&quot;. Und das bedeutet, im Gegensatz zu herkömmlichen Wissenschaftsverlagen müssen bei Frontiers nicht die Leser fürs Lesen eines Fachartikels zahlen, sondern die Autoren eines Fachartikels müssen dafür berappen, dass der Verlag ihr Werk publiziert. Die Preisliste von Frontiers gibt es &lt;<a href="https://www.frontiersin.org/about/publishing-fees">hier</a>&gt;. Open Access muss nicht unbedingt minderwertige Qualität bedeuten, es gibt jedoch eine unschöne Verbindungslinie zu &quot;Raubverlagen&quot;. Über Frontiers sagte ein Wissenschaftsforscher 2018 in &quot;<a href="https://www.zeit.de/2018/31/fake-zeitschriften-journals-forschung-review-publikationsdruck">Zeit-Online</a>&quot;:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Der Frontiers-Verlag aus der Schweiz stand lange im Verdacht, Raubzeitschriften zu publizieren. Und tatsächlich wurden dort früher ziemlich abstruse Artikel veröffentlicht – etwa dass Aids nichts mit HIV zu tun habe. Im Laufe der Zeit hat der Verlag aber seine Qualitätsstandards verbessert und an Renommee gewonnen. Jetzt gehört Frontiers anteilig der Verlagsgruppe Holtzbrinck, zu der bekanntlich auch die ZEIT gehört.</strong></em></span></p>
<p>Deutliche Kritik an den Geschäftspraktiken des Verlags ist hingegen im heute abgefragten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Frontiers_Journal_Series">Wikipedia-Eintrag</a> zu lesen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Im Jahr 2015 wurden die wissenschaftlichen Herausgeber der Zeitschriften Frontiers in Medicine und Frontiers in Cardiovascular Medicine von ihrem Amt entbunden, nachdem diese sich darüber beschwert hatten, dass Unternehmensmitarbeiter sich in ihre Entscheidungen einmischten und die Grundprinzipien für medizinische Publikationen verletzten.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>2015 wurde die Frontiers Journal Series von Jeffrey Beall seiner Liste der möglichen predatory open-access publishers („Raubverlage“) hinzugefügt.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>In einem Beitrag für den 2018 erschienenen Sammelband Pseudoscience: The Conspiracy Against Science berichtete Jeffrey Beall, dass Frontiers eine interne Software benutzt hat, die Gutachtern (peer reviewers) von zur Veröffentlichung eingereichten Manuskripten nicht die Möglichkeit gab, die Ablehnung eines Manuskripts zu empfehlen. Die Verlags-Systeme seien so ausgerichtet, dass es nahezu unmöglich sei, Manuskripte zurückzuweisen.</strong></em></span></p>
<p>So wie es aussieht, ist Frontiers zumindest in der Vergangenheit ein umstrittener Wissenschaftsverlag gewesen, der inzwischen wohl bemüht ist, die Flecken auf seiner Weste zu entfernen. Über die Qualität der 2018 publizierten Henz-Studie sagt dies wenig. Doch da gibt es noch ein weiteres Indiz, das einem bei der Beurteilung hilft, nämlich die Anzahl anderer Studien, die auf die Henz-Studie verweisen. Ist diese Anzahl groß, wäre dies ein Hinweis auf Qualität.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Die Henz-Studie wurde bis heute zwar 4'700-mal auf der Frontiers-Website aufgerufen und 420-mal herunter geladen, auf sie referenziert hat bislang jedoch nur <span class="underline"><a href="http://loop-impact.frontiersin.org/impact/article/295091#totalviews/views">eine einzige</a></span> andere Studie. Und diese eine (<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=63567#p67483">Panagopoulos et al., 2019</a>) übt geharnischte Kritik. Das Urteil der Wissenschaftsgemeinde an der Henz-Studie könnte schlimmer nicht sein. Unter diesen Umständen bekommt bei Salusmed der salbungsvolle Einstieg in das Interview mit Henz eine ganz andere Bedeutung:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Noch nie zuvor wurde der wissenschaftliche Nachweis einer Methode erbracht, die die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf das Gehirn reduziert. Die Veröffentlichung einer von der SfGU in Auftrag gegebenen Studie in einem der meistzitierten Fachjournale im Bereich der Neurowissenschaft und Psychologie stellt ein weltweites Novum auf diesem Forschungsgebiet dar. [...]</strong></em></span></p>
<p>So werden Pleiten in Erfolge uminterpretiert ohne zu lügen. Gut getrickst, aber nicht gut genug, um damit durchzukommen.</p>
<p><span style="font-size:large;">Game over, next Player</span></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67503</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67503</guid>
<pubDate>Wed, 07 Aug 2019 20:38:59 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Panagopoulos vs. Henz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die neue Studie zeigt die typischen Merkmale wissenschaftlicher Studien, etwa umfassende Verweise auf andere Literatur. Und doch ist diese Auftragsarbeit schon wegen ihrer Begleitumstände wissenschaftlich wertlos, ich bin sicher, keine seriöse Studienreview weltweit wird sie bei der EMF-Risikobewertung berücksichtigen. Nur einer wird sie gerne nutzen, für schnöde Werbung nämlich, die Firma Gabriel-Tech in Kelkheim, 35 Autominuten von der Uni Mainz entfernt. Welche Rolle der TV-Programmanbieter RTL in dieser zwielichtigen Geschichte spielte, das werden wir wahrscheinlich nie erfahren.</p>
</blockquote><p>Der Grieche Dr. Dimitris J. Panagopoulos ist ein eher kleines Zahnrad im Getriebe der internationalen Anti-Mobilfunk-Szene, auch wenn Filmemacher Klaus Scheidsteger <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&amp;id=67482">vollmundig das Gegenteil</a> behauptet. Üblicherweise kritisieren Mitglieder dieser Szene sich in der Öffentlichkeit nicht gegenseitig. Doch nachdem sich Dariusz Leszczynski den US-Amerikaner Martin Pall zur Brust nahm, zeigt sich auch Panagopoulos in einer kürzlich veröffentlichten Studie (<a href="https://www.buergerwelle.de/assets/files/panagopoulos_chrousos_2019_STOTEN.pdf">Shielding methods and products against man-made Electromagnetic Fields: Protection versus risk</a>) wenig entzückt von Henz' Chip-Studie. Er schreibt:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Recently there was a single study reporting that the use of a chip on mobile phone had a protective role on changes in human EEG induced by the mobile phone without the chip (Henz et al., 2018). This study does not show its results in numbers but only in pictures which are not adequately explained. Moreover the study does not include any EMF-measurements of the mobile phone emissions with and without the chip, no scientific description how the chip works, and no attempt to describe amechanismof howthe chip exerts a protective effect. A request for explanations sent by us to the company that produces the chip as this was reported in this study, remained unanswered.</strong></em></span></p>
<p>[<em>Deutsch: Kürzlich berichtete eine einzelne Studie, die Verwendung eines Chips auf Mobiltelefonen bewirke eine Schutzfunktion gegen Veränderungen des EEGs im Vergleich zu Mobiltelefon ohne diesen Chip (Henz et al., 2018). Doch diese Studie dokumentiert ihre Ergebnisse nicht in Zahlen, sondern nur in Bildern, die nicht ausreichend erklärt werden. Zudem enthält die Studie keine EMF-Messergebnisse der Mobiltelefonemissionen mit und ohne Chip, keine wissenschaftliche Beschreibung der Funktionsweise des Chips und kein Bemühen, den Mechanismus zu erklären, wie der Chip seine Schutzwirkung ausübt. Eine von uns an den Hersteller des Chips gestellte Anfrage mit der Bitte um Erklärungen  blieb unbeantwortet.</em>]</p>
<p>Das gefällt mir, so unberechenbar sollte Wissenschaft sein. Statt vorhersehbar einen einmal gefassten Standpunkt in der Mobilfunkdebatte nur zu zementieren, lassen überraschende Haken, wie jetzt der kleine von Panagopoulos oder zuvor z.B. der große von <a href="https://izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_18/umts_II/umts_ii.html">Alexander Lerchl</a>, Wissenschaftler aus zugewiesenen Schubladen springen und Glaubwürdigkeitspunkte einheimsen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67483</link>
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<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 16:24:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Unabhängige Wissenschaft oder doch nur Pseudowissenschaft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht zu vergessen das Anzeigenblatt &quot;<a href="http://www.salusmed.nl/wp-content/uploads/Meine-Gesundheit_2014_1.pdf">Meine Gesundheit</a>&quot;. Chefredakteur Andreas Hefel und Beraterin Dr. Padia Rasch. Wie man dem Anzeigenblatt aus dem Jahr 2014 entnehmen kann, waren sie schon damals dran an dem Thema. Der Quellenangabe zufolge nach, dilettantisch. Sie führen auf: <a href="index.php?id=56621" class="internal">Diagnose-Funk</a>, <a href="index.php?id=34988" class="internal">Ulrich Weiner</a> und <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Gabriel-Chip">Geophysikalische-Forschungs-Gruppe e.V.</a> Verfasser des Artikels ist <a href="https://www.portalderwirtschaft.de/pressemitteilung/248417/hans-heigel-verbeugung-vor-der-vorbeugung.html">Hans Heigel</a> und der steht mit Pressemeldungen der Firma Gabriel-Tech in Verbindung. </p>
<p>Seeblick Talk nicht vergessen. Da treffen sich Hefel, Rasch und Scheler.  <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cELh8OtkUjU">Siehe hier ...</a>. <br />
Dann noch das Salusmed Center Kreuzlingen. Zum Team, gehört auch noch <a href="http://www.salusmed.ch/beratungsstellen/salusmed-center-kreuzlingen/team/bettina-zahnd/">Bettina Zahnd</a>. </p>
<p>Zahnd, da war doch was. Ja, siehe da, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=Zahnd&amp;p_category=0&amp;search_submit=Suche&amp;method=0">EHS Martin Zahnd</a>.</p>
<p>Nicht zu vergessen, bekannte Anti Mobilfunker mit medizinischer Ausbildung werden bei Gabriel-Tech im Beirat gelistet. Unter anderem <a href="index.php?id=63545" class="internal">Joachim Mutter</a>, <a href="index.php?id=56475" class="internal">Juliane Sacher</a>, <a href="index.php?id=60835" class="internal">Hans Tolzin</a>, Dr. <a href="index.php?id=59806" class="internal">John G. Ionescu</a> oder <a href="index.php?id=63946" class="internal">Ortwin Zais</a>. Hatte ich <a href="index.php?id=63934" class="internal">hier</a> schon mal erwähnt.</p>
<p>Immer wieder die Gleichen. <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/waving.gif" alt=":waving:" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65779</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65779</guid>
<pubDate>Mon, 30 Jul 2018 07:13:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wie ein Pharmahersteller den Gabriel-Chip vermarktet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Studie wurde von der <a href="https://www.sfgu.ch/ueber-sfgu.html">Stiftung für Gesundheit und Umwelt</a> (SfGU), Berlingen (Schweiz) in Auftrag gegeben ...</p>
</blockquote><p>Eine Stiftung, das klingt schon mal gut. Eine Stiftung für &quot;<em>Gesundheit und Umwelt</em>&quot; klingt noch besser, fast schon nach dem legendären Albert Schweizer, dem Inbegriff tatkräftig helfender Selbstlosigkeit.</p>
<p>Doch so edel ist die SfGU nicht, sie ist lediglich ein von den Inhabern der Hepart AG, Kreuzlingen, gegründetes Marketingvehikel. In der <a href="https://hepart.ch/ueber-uns/">Eigendarstellung</a> sieht sich die Hepart Group als der &quot;<em>Schweizer Spezialist für individuelle Gesundheitskonzepte rund um orthomolekulare, Ernährungs- und Präventivmedizin</em>&quot;. An anderer Stelle der Website heißt es &quot;<em>Die Hepart AG ist der Schweizer Spezialist rund um individualisierte Orthomolekular- und Komplementärmedizin</em>&quot;. Profan gesagt: Hepart verkauft Produkte und Dienstleistungen der Alternativmedizin. Geschäftsführer und (Mit-)Inhaber der Firma ist Andreas Hefel, weitere Informationen über Hepart z.B. auf <a href="https://ch.kompass.com/c/hepart-ag/ch158690/">Kompass</a>.</p>
<p>So weit so gut.</p>
<p>Die SfGU wiederum wurde im <a href="https://www.sfgu.ch/ueber-sfgu.html">April 1989</a> von der Familie Walter und Margrit Hefel-Lehmann ins Leben gerufen, der Stiftungsrat ist heute fest in der Hand von Andreas Hefel und anderer Mitglieder der Familie, deren &quot;<a href="https://www.sfgu.ch/ueber-sfgu/organisation.html">wissenschaftlicher Beirat</a>&quot; gegenwärtig die Allgemeinärztin und Naturheilkundlerin Dr. med. Padia Rasch ist.</p>
<p>Kurz: Die SfGU bildet die Firewall zwischen der Hepart AG und Ärzten, Therapeuten, Apotheker und Drogisten, denen die Stiftung z.B. auf kostenpflichtigen <a href="https://www.sfgu.ch/news/81-stress-und-burnout.html">Tagesseminaren</a> das Programm von Hepart näher bringt. Clever! Dieses durchtriebene Geschäftsmodell bringt es offensichtlich fertig, den Kunden auch noch die Eigenwerbung in Rechnung zu stellen. In der Anti-Mobilfunk-Szene schaffte dies bislang allein der &quot;unabhängige Standortplaner&quot; <a href="https://izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_08/strahlungsminimierung/strahlungsminimierung.html">Ferdinand Eisenreich</a> (Pseudonym).</p>
<p>Doch damit ist der Gipfel der Cleverness noch nicht erreicht, denn noch fehlt das Bindeglied zu Gabriel-Tech, dem Anbieter der berühmt-berüchtigten &quot;Schutzaufkleber&quot;, die Handys von schädlichem Elektrosmog befreien sollen. Vor der spektakulären Auflösung dieses Rätsels noch ein kleiner Ausflug zurück zu &quot;Kompass&quot;. Dort heißt es über die Ziele der Firma Hepart unter anderem:</p>
<p><strong><em><span style="color:#399;">Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten und sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland beteiligen sowie alle Geschäfte tätigen, die direkt oder indirekt mit ihrem Zweck in Zusammenhang stehen.</span></em></strong></p>
<p>Womit wir beim Finale angekommen sind, denn Andreas Hefel ist auch Geschäftsführer der <a href="https://www.moneyhouse.ch/de/company/nt-swiss-gmbh-19359155481">Gabriel-Tech Swiss GmbH</a> mit Sitz in Zürich. Gesellschafter der GmbH sind zu gleichen Teilen die Gabriel-Tech GmbH, Kelkheim (Taunus, Deutschland) und die Wheli Inter AG, Kreuzlingen (Schweiz), bei der Andre(a)s Hefel im Verwaltungsrat sitzt. Wheli ist allem Anschein nach eine Briefkastenfirma, ihre Geschäftsadresse ist mit der der Hepart AG identisch. Weitere Details über den Gabriel-Chip, seinen Erfinder und die Vermarkter weiß <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Gabriel-Chip">Psiram</a>.</p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong><br />
Ein <a href="index.php?id=64701" class="internal">TV-Bericht</a> des bekannten Wissenschaftssenders RTL vom 28. Oktober 2017 erigierte die Anti-Mobilfunk-Szene merklich, denn zwei Sportwissenschaftler (Uni Mainz) meldeten, Funk im Auto täte dem Fahrzeuglenker nicht gut, die Wellen würden das Hirn beinflussen. Rein zufällig tauchen in dem Film ein Mitarbeiter und die Geschäftsräume der Firma Gabriel-Tech auf.</p>
<p>Ein paar Monate später: Die beiden Sportwissenschaftler veröffentlichen <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnins.2018.00190/full#h8">eine Studie</a>, in der sie bekunden, Handys mit aufgeklebtem Gabriel-Chip würden Hirne weniger beinflussen als Handys ohne diesen Chip.</p>
<p>Auftraggeber der Studie ist die Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU), Schweiz, in der Andreas Hefel Stiftungsrat ist. Zugleich ist Hefel Geschäftsführer des Pharmaherstellers Hepart und der Gabriel-Tech Swiss GmbH.</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Aus meiner Sicht ist die Indizienkette schlüssig genug, um sagen zu dürfen: Hinter alledem, bis hin zu dem TV-Beitrag auf RTL, steckt der schweizerische Pharmahersteller Hepart. Diesem geht es in Person des dominanten Firmeninhabers Andreas Hefel (noch) nicht darum, selbst zusammen gemischte Pülverchen gegen Elektrosmog salonfähig zu machen, sondern das Geschäft mit den Chips der Beteiligungsfirma Gabriel-Tech in Schwung zu bringen, etwa, indem man eine <a href="https://neue-pressemitteilungen.de/hans-heigel-verbeugung-vor-der-vorbeugung.html">Dr. med. Jutta Frenkel</a> (Geophysikalische Forschungs-Gruppe e.V. Bad Honn) im <a href="https://hepart.ch/fileadmin/user_upload/hepart/PDFs/pdf_Hauszeitschriften/SfGU_10_BoKon_Pressebericht_tk131915-KA14.pdf">Hepart-Kundenmagazin</a> eine Lobeshymne auf den Chip singen lässt.</p>
<p><strong>Verwandter Thread</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=65770">Das Phänomen der pseudowissenschaftlichen Raubverlage</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65778</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65778</guid>
<pubDate>Sun, 29 Jul 2018 14:54:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kargo-Kult-Wissenschaft: Beispiel AkuRy-Duett (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>So berichten es Diana Henz, Wolfgang I. Schöllhorn und Burkhard Poeggeler in ihrer Studie &quot;<em>Mobile Phone Chips Reduce Increases in EEG Brain Activity Induced by Mobile Phone-Emitted Electromagnetic Fields</em>&quot;, die in <em>Frontiers in Neuroscience</em> veröffentlicht wurde (<a href="https://doi.org/10.3389/fnins.2018.00190">Volltext</a>).</p>
</blockquote><p>Für Frau Henz und Herrn Schöllhorn war dies nicht die erste Stützstudie für ein Produkt der pseudowissenschaftlichen Esoterik. Wie <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/AkuRy">Psiram berichtet</a>, haben die beiden zuvor schon (2014/2015) dem Scharlatanerieprodukt AkuRy-Duett eine konzentrationsfördernde Wirkung unter dem Einfluss von Funkfeldern bescheinigt. Schöllhorn und Henz sollen auch Autoren weiterer EEG-Studien zu diversen Produkten und Qigong sein, stets mit positivem Erfolg.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65534</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65534</guid>
<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 21:40:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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