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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
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<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Baubiologie: VDB-Kompetenztage am Main</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Berufsverband Deutscher Baubiologen (VDB) veranstaltet vom 14. bis 19. September in Ochsenfurt die &quot;VDB-Kompetenztage&quot;. <a href="https://baubiologie.net/termine/termin/vdb-kompetenztage-qualitaetssicherungs-update-vdb-zert-und-schulungsmassnahme-fuer-gastmitglieder-und-ordentliche-mitglieder-zur-probenahme-bdf-marktbreiter-str-265-97199-ochsenfurt-2026-09-14/">Da geht es um Vieles</a>, um eines aber geht es nicht: elektromagnetische Felder. Das finde ich bemerkenswert.</p>
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<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 18:58:03 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Kompetenzinitiative&quot;: Offener Brief an Klaus Buchner (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Begründung des Vereins</strong>: Die geltenden Vorschriften zum Schutz vor gesundheitlichen Gefahren durch die Mobilfunkstrahlung stellen lediglich darauf ab, zu hohe Wärmebelastungen des Körpers auszuschließen. Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin soll erreicht werden, dass die bekannten athermischen Prozesse beim gesetzlichen Schutz der Bevölkerung berücksichtigt werden.</p>
</blockquote><p>Mensch Klaus,</p>
<p>was soll denn dieser Blödsinn! Vor euch hat doch 2024 bis 2025 schon die Rechtsanwältin Sibylle Killinger versucht, die 26. BImSchV aus den Angeln zu heben, u.a. mit der Behauptung, die dort fixierten Grenzwerte seien unzureichend, weil athermische Effekte unberücksichtigt geblieben sind. Das ist genau die Schiene, die auch ihr fahren wollt. Sie hat sogar eure wackeligen Athem-3-Befunde vorgetragen und trotzdem eine vollendete Bauchlandung hingelegt – zuerst am Verwaltungsgericht Mainz und dann letztinstanzlich am OVG Koblenz. Wieso wollt ihr dieser Pleite nacheifern?</p>
<p>Wenn ihr wegen üppiger Spenden zu viel Geld habt, schmeißt es nicht zum Fenster hinaus. In eurem speziellen Fall könnte es allerdings durch die Tür woanders wieder hereinkommen. Damit meine ich die Verbindung der &quot;Kompetenzinitiative&quot; zu dem Hokuspokus-Laden Memon in Rosenheim. Bekanntlich will <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70946">Rechtsanwalt Tilo Rößler</a>, er leitet oder leitete bei Memon die Abteilung &quot;Wissenschaft, Forschung und Ausbildung&quot;, eure Klagen vertreten. Darüber dürfte sich die Geschäftsleitung von Memon vor Freude auf die Schenkel klopfen und euch finanziell vielleicht etwas unter die Arme greifen. Dieses Spendengeld wäre nicht futsch. Es käme möglicherweise zum Spender zurück, sobald ihr Rößler für die Mühen seiner Klagevertretung entlohnt habt. </p>
<p>Unter diesen Umständen könntet ihr in Berlin tatsächlich munter klagen und munter scheitern, denn unterm Strich wäre es finanziell ein Nullsummenspiel. Der eigentliche Gewinn wäre kein Erkenntnisgewinn, sondern das übliche alarmierende Tam-Tam, mit dem ihr die Klage öffentlich begleiten wollt. Zweifel an der Unbedenklichkeit des Mobilfunks säen, das ist es doch, was euch antreibt und z.B. die Firma Memon zum Freund macht.</p>
<p>Was meinst du, das klingt doch gar nicht so abwegig. Oder isses doch nur eine Verschwörungstheorie ohne Hand und Fuß?</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Stephan</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 13:04:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>mobilfunk-aber-modern.de ist noch immer zu kaufen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Nachdem Klaus Buchner 2019 die Wiederwahl ins EU-Parlament schaffte, hob der Europaabgeordnete noch im selben Jahr die Website <a href="https://www.mobilfunk-aber-modern.de/">mobilfunk-aber-modern.de</a> aus der Taufe. Buchners Aktivitäten als Mobilfunkgegner sollten an Ort und Stelle gebündelt werden. Ein Erfolg wurde das Projekt jedoch nicht, denn inhaltlich bot die Site den Besuchern nichts Exklusives und nach Buchners vorzeitigem Rückzug aus dem Europaparlament geriet die Site ab Juni 2020 in Vergessenheit. Anfang Juli 2025 wurde der Webauftritt von seinen Leiden erlöst.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Da sich der Abverkauf von <a href="https://ts.domainname.de/mobilfunk-aber-modern.de">mobilfunk-aber-modern.de</a> hinzieht, erklärt der Händler das Objekt zur Premium-Domain bieten den Ladenhüter in der Hoffnung auf Angebote weiter zum Kauf an.</p>
</blockquote><p>Gut 1 Jahr steht die Domain jetzt zum Verkauf. Für die Verkaufsabsicht kommen zwei Szenarien infrage:</p>
<p>► Buchner oder der damalige Domaininhaber hat die Domain bewusst an einen Domainhändler verkauft oder zur Vermarktung übergeben.<br />
► Die Domain wurde nicht verlängert, sie wurde damit frei und anschließend von einem Domainhändler per automatisierter Registrierung (Dropcatching) übernommen, weil ihm der Name des Ladenhüters attraktiver erschien als er tatsächlich ist.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 12:04:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>190. Gigaherz: Die Unterstellungen des Hans-Ulrich Jakob (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#399;"><em><strong>Hansueli Jakob (88) befasst sich seit 38 Jahren mit Ursachen (Quellen) der Wirkung elektromagnetischer Feldstärken auf die menschliche Gesundheit. Er war auch Gründungsmitglied von Gigaherz.ch im Jahr 2000 und anschliessend während 24 Jahren  Präsident dieses Vereins. Obschon die Mobilfunk-Lobby immer wieder von neuem ihr Rufmord-Kommando in München auf ihn loslässt, lässt er es sich nicht nehmen, hier die wichtigsten Episoden aus seinem langen, oft stürmischen Leben zu erzählen. [...]</strong></em></span></p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/geschichten-aus-einem-langen-leben-episode-1/">Geschichten aus einem langen Leben – Episode 1</a><br />
<strong>Datum</strong>: 25. Juli 2026</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Angreifen mit vogelwilden unbelegten Behauptungen ist eine von HUJ gerne praktizierte Form der Verteidigung, wenn er sich von Faktenchecks peinlich getroffen sieht. Tipp: Einfach weniger Bullshit verbreiten. Das hält einem Faktenchecker wirksamer vom Hals als Lamentieren.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong>: Warum wirft sich Jakob ausgerechnet jetzt für Hans-Ulrich Hertel in die Bresche? Wahrscheinlich deshalb, weil das IZgMF kürzlich einen alten Artikel aus dem &quot;Beobachter&quot; zitierte, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75752">in dem es heißt</a>, die Chemie zwischen Jakob und dem Duo Hertel/Sieber hätte nicht mehr gestimmt.</p>
<p>Und weil der Märchenonkel es nicht für nötig erachtet, einen Link auf das EGMR-Urteil Hertel v. Switzerland vom August 1998 zu setzen, hole ich zum Ärger des Märchenonkels sein Versäumnis <a href="https://tinyurl.com/muuwk6pn">hiermit nach</a>. Die Geschichte vom angeblich verfolgten Hertel wird im Urteil merklich anders erzählt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 18:18:10 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Netzwerktechnik: Teurer Abschied von Huawei und ZTE</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gesetzentwurf der EU-Kommission zur Cybersicherheit sorgt für Unruhe in der Telekommunikationsbranche. Mit der Novelle des EU Cybersecurity Act (CSA2) will Brüssel den Einsatz von Netzkomponenten verbieten, deren Hersteller als Hochrisiko-Anbieter gelten. Die Regelung zielt vor allem auf die chinesischen Ausrüster Huawei und ZTE ab.</p>
<p>Eine Studie der Forschungseinheit des Branchenverbands GSMA zeichnet nun ein wirtschaftliches Szenario, das den offiziellen Berechnungen völlig widerspricht. Die Kommission schätzt die Gesamtkosten für den Austausch der Technik auf 10 bis 13 Milliarden Euro. Die GSMA-Studie beziffert die direkten Austauschkosten dagegen auf 30 bis 40 Milliarden Euro. <a href="https://www.heise.de/news/Milliardenlast-fuer-Europas-Netze-Der-teure-Abschied-von-Huawei-und-ZTE-11376401.html">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 22:28:34 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Netzanschluss: Mobilfunker und Rechenzentren drängen auf Vorrang</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade einmal drei Werktage hatten die Bundesländer und Verbände Zeit, den neuesten Gesetzentwurf für das <a href="https://www.google.com/search?q=Netzanschlusspaket&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=RHfV&amp;sca_esv=d8a061f2a601c51f&amp;udm=50&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKA7Y2TZ8Ei_pHfBCsg19GRpssb_sPR6sQo-fb_a2LZzpbcm_c2_PSpR4JVG0dYzxPl02KXwG49n2KMfFnS1BI5ooE3kak8EP87ylG7-uhRh-OTX4mSvuaMcDpTuFG6okk__-n6K3ZuMYLhR7wStMLoJnpepLz8_XTYZq1NzHJ_-oDRzgn_7mUKnLbqt_-OrSY7UHUNA&amp;aep=1&amp;ntc=1&amp;cs=0&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi0p4T4qvGVAxUTSPEDHRxYBrEQ2J8OegQIExAD&amp;biw=1270&amp;bih=830&amp;dpr=1.2&amp;mstk=AUtExfALUU0VbUMuAeCCo0XSB15n7IhOkARzWBuDSbPlMaZtXbdVNypBNcWPn6ijEej0U0HwHxtQdLGhyJ6zQ_QIemKKdbsLdo4pFcIwEPUFmFW7nSUGPIKPcPxuqiNFwkjClZ29QRbqEeazTAiGQCj31OkF1e4ZCmKt6sg&amp;csuir=1">Netzanschlusspaket</a> zu kommentieren. In dem Entwurf geht es unter anderem darum, inwiefern Stromnetzbetreiber künftig Bezieher priorisieren dürfen. Auf den Entwurf hatten deshalb insbesondere Mobilfunknetzbetreiber und die Rechenzentrumsbranche gewartet, primär wurden sie jedoch enttäuscht. Das Kabinett will das Paket eigentlich nächsten Mittwoch beschließen. Bis dahin könnte sich der Entwurf noch verändern. Eine Ergänzung hatte das Bundeswirtschaftsministerium bereits im Anschreiben an die Verbände und Länder angekündigt.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://background.tagesspiegel.de/newsletter/6yja1ckwo1hfsoq1prrosi">Tagesspiegel Background</a></p>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 21:58:47 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>26. BImSchV: Klagevorhaben der &quot;Kompetenzinitiative&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die sogenannte Kompetenzinitiative hat im Juni 2026 ein Klagevorhaben zur Berücksichtigung der athermischen Wirkungen elektromagnetischer Felder in der 26. BImSchV angekündigt. </p>
<p><strong>Begründung des Vereins</strong>: Die geltenden Vorschriften zum Schutz vor gesundheitlichen Gefahren durch die Mobilfunkstrahlung stellen lediglich darauf ab, zu hohe Wärmebelastungen des Körpers auszuschließen. Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin soll erreicht werden, dass die bekannten athermischen Prozesse beim gesetzlichen Schutz der Bevölkerung berücksichtigt werden.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70946">&quot;Kompetenzinitiative&quot; will Mobilfunk juristisch zu Fall bringen</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72472">14. Oktober 2022: Wilhelm Mosgöller präsentiert Athem 3</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71099">Diagnose-Funk feiert &quot;historischen&quot; Sieg über FCC in den USA</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74161">Diagnose-Funk von &quot;bahnbrechendem Urteil&quot; entzückt (2024)</a></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Die unter &quot;Hintergrund&quot; auffindbaren Sachverhalte dürften das Munitionsdepot der &quot;Kompetenzinitiative&quot; ziemlich vollständig abdecken. Daraus folgt: Wenn der Verein nicht noch ein Ass im Ärmel hat, sehe ich für seine Klage schwarz, so diese überhaupt jemals eingereicht wird. Denn wie sollen in der Verordnung athermische Wirkungen von HF-EMF berücksichtigt werden, solange niemand auf der Welt verbindlich sagen kann, ob so eine Auswirkung gesundheitlich negativ, positiv oder belanglos ist? Und sollte wider Erwarten tatsächlich der <span class="underline">belastbare Nachweis</span> (und nicht nur vage Hinweise) einer negativen gesundheitlichen Auswirkung gelingen, wird dies automatisch Folgen für die Grenzwerte und die 26. BImSchV haben. Dazu braucht es nicht die Klage eines Vereins, der meint, mit einer einzigen wenig aussagekräftigen Studie (Athem-3) den Max geben zu können.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 19:26:01 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Konzertreihe &quot;Elektrosmog&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>„Elektrosmog“ ist der Name einer Konzertreihe für elektronische und elektroakustische Musik in Mannheim, bei der die norwegische Band Parallax am 17. Oktober 2026, von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr im <a href="https://www.mannheim.de/de/veranstaltung/elektrosmog-parallax">Kulturzentrum Zeitraumexit</a> auftritt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 18:37:29 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Besitzen Menschen verborgene Regenerationskräfte?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Forschungsteams schlagen eine neue Methode vor, um die schlummernde Fähigkeit zu aktivieren, bei Säugetieren verlorene Gliedmaßen nachwachsen zu lassen. Vermisstes Hirn lässt sich auf diese Weise allerdings nicht regenerieren.</strong></span><br />
 <br />
Zu allen Zeiten haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Tatsache, dass Menschen und andere Säugetiere verlorene Körperteile nicht wieder wachsen lassen können, als eine große Einschränkung betrachtet. Während Tiere wie Salamander ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen können, heilen beim Menschen die Verletzungen meist nur über die Bildung von Narbengewebe.</p>
<p>Da wir zur Heilung in der Lage sind, liegt die Kraft zur Regeneration in uns, aber sie ist ungenutzt. Wird der Tag kommen, an dem der Mensch die Fähigkeit seines Körpers zur Regeneration verlorener Körperteile aktivieren kann?<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Heilung beim Menschen neu denken</span></p>
<p>Ein Forschungsteam unter der Leitung des Texas A&amp;M College of Veterinary Medicine and Biomedical Sciences (VMBS) geht davon aus, dass Säugetiere möglicherweise tatsächlich Körperteile nachwachsen lassen können. Anstatt dass diese Fähigkeit gänzlich fehlt, könnte sie im normalen Heilungsprozess des Körpers verborgen sein und nur darauf warten, aktiviert zu werden.</p>
<p>„Warum manche Tiere sich regenerieren können und andere, insbesondere der Mensch, nicht, ist eine große Frage, die spätestens seit Aristoteles gestellt wird“, kommentierte Ken Muneoka, Professor am Department of Veterinary Physiology &amp; Pharmacology (VTPP) des VMBS, in einer <a href="https://stories.tamu.edu/news/2026/04/23/what-if-humans-could-regrow-tissue-texas-am-study-moves-science-closer/">Pressemitteilung</a>. Der antike griechische Philosoph interessierte sich sehr für die Natur und fragte sich, warum manche Lebewesen Teile ihres Körpers regenerieren können, während andere, insbesondere der Mensch, nicht dazu fähig sind.</p>
<p>Die in der Fachzeitschrift „<a href="https://www.nature.com/articles/s41467-026-72066-8">Nature Communications</a>“ veröffentlichte Studie stellt einen Prozess vor, der es Säugetieren ermöglicht, Knochen, Gelenke und Bänder zu regenerieren, die sie sonst nicht nachwachsen lassen könnten. Das Forschungsteam wandte einen zweistufigen Prozess an, der nachbildet, wie mit regenerativen Kräften ausgestattete Tiere nach einer Amputation Gewebe neu wachsen lassen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die Superkraft der Natur entfesseln</span></p>
<p>Die Forscherinnen und Forscher erreichten dies mithilfe einer Methode mit der Bezeichnung epimorphe Regeneration, mit der manche Tiere ein komplexes Körperteil, beispielsweise eine ganze Gliedmaße, nach Verlust oder Verletzung wieder nachwachsen lassen können. Dabei sammelten sich benachbarte Zellen und bildeten eine Struktur, das Blastem, das als Basis für das Wachstum der neuen Gliedmaße dient. Unter Einsatz eines speziell entwickelten Serums, mit dem gezielte Signale an die Zellen gesendet wurden, konnte die Forschungsgruppe erfolgreich das Wachstum eines Blastems bei Labormäusen auslösen und somit den Prozess der Gliedmaßenregeneration effektiv steuern.</p>
<p>Ein großer Vorteil des zweistufigen Prozesses besteht darin, dass die für die Regeneration benötigten Zellen bereits vorhanden sind. Das Forschungsteam muss sie nur noch dazu bringen, sich wie gewünscht zu verhalten.</p>
<p>VTPP-Professor Larry Suva merkte an, dass diese Erkenntnisse die Art und Weise verändern, wie die Wissenschaft die Grenzen der Heilung bei Säugetieren wahrnehmen. „Zellen, die wir für unprogrammierbar hielten, sind es in Wirklichkeit. Das Potenzial fehlt nicht – es ist nur verschleiert.“</p>
<p>Diese Entdeckung wird zwar wahrscheinlich in absehbarer Zeit nicht das vollständige Nachwachsen von Gliedmaßen ermöglichen, bietet aber wertvolle Einblicke in die Funktionsweise unseres Körpers bei der Heilung schwerer Verletzungen. Diese Studie verändert außerdem unsere Sichtweise auf die Heilung. Säugetiere haben die Fähigkeit, Gliedmaßen nachwachsen lassen zu können, nicht verloren, sie ist nur ausgeschaltet und wartet darauf, wieder eingeschaltet zu werden. „Das verändert die Art und Weise, wie wir darüber denken, was möglich ist“, fügte Suva hinzu. „Sobald nachgewiesen wird, dass Regeneration aktivierbar ist, eröffnet sich die Möglichkeit, völlig neue Fragen zu stellen.“</p>
<p>Diese Fragen trieben Muneokas Forschung voran, und nun verfügt er über einen neuen Ausgangspunkt für seine Arbeit. „Das Versagen der Regeneration bei Säugetieren kann behoben werden. Jetzt besitzen wir ein Modell, anhand dessen wir herausfinden können, wie.“</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://cordis.europa.eu/article/id/466711-do-humans-have-hidden-regenerative-powers/de?WT.mc_id=email-Notification">Cordis - Forschungsergebnisse der EU</a></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75775</link>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 17:42:06 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Icnirp mit neuer Satzung 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Mitgliederversammlung 2025 hat Icnirp eine <a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/ICNIRPStatutes.pdf">neue Satzung</a> bekommen. Zuletzt wurde die Satzung 2023 aktualisiert.</p>
<p>Was ist neu an der Satzung 2025 gegenüber der von 2023? ChatGPT hat es herausgefunden und schreibt:</p>
<p><em>Ich habe beide Satzungen eingelesen und bereits grob verglichen.  </em></p>
<p><em>Mein erster Eindruck: Es handelt sich nicht um eine bloße redaktionelle Überarbeitung. Die Satzung 2025 enthält zahlreiche inhaltliche Änderungen. Einige davon sind aus Sicht der Vereinsorganisation durchaus bemerkenswert.</em></p>
<p><em>Die wichtigsten Änderungen sind:</em></p>
<p><em><strong>1. Vereinszweck vollständig neu gefasst</strong><br />
Der Zweck wird nun ausdrücklich an der deutschen Abgabenordnung (§ 52 AO) ausgerichtet (&quot;Förderung von Wissenschaft und Forschung&quot;). Außerdem wird erläutert, wie der Satzungszweck verwirklicht wird.  </em></p>
<p><em><strong>2. Bezug zur IRPA deutlich reduziert</strong><br />
In der Präambel entfällt die Passage, wonach die Charter die Beziehung zur IRPA regelt und Änderungen der Charter einer Zweidrittelmehrheit der IRPA-Generalversammlung bedürfen. Ebenfalls verschwindet der Hinweis, ICNIRP setze die Arbeit des INIRC fort. Stattdessen bleibt praktisch nur noch die historische Gründungserwähnung.  </em></p>
<p><em><strong>3. Beziehungen nach außen neu organisiert</strong><br />
Der bisherige § 5 &quot;Relationship with IRPA&quot; wird zu &quot;External relations&quot;. Die Pflicht, Entwürfe vor Veröffentlichung der IRPA und deren Mitgliedsgesellschaften vorzulegen, entfällt. Stattdessen führt ICNIRP ein offenes Konsultationsverfahren ein, zu dem IRPA, WHO, ILO, EU-Kommission und weitere von ICNIRP selbst ausgewählte öffentliche Stellen eingeladen werden.  </em></p>
<p><em>Das ist meines Erachtens eine der wichtigsten Änderungen.</em></p>
<p><em><strong>4. Deklaration von Interessenkonflikte erheblich ausgeweitet</strong><br />
2023 ging es nur um Beschäftigungsverhältnisse. 2025 werden zusätzlich &quot;any other interest&quot; beziehungsweise &quot;irgendeine Interessenslage&quot; aufgenommen. Außerdem wird für Kandidaten nun ausdrücklich eine &quot;Declaration of Interests (DOI)&quot; verlangt.  </em></p>
<p><em><strong>5. Wahlverfahren modernisiert</strong><br />
Neu sind unter anderem:</em></p>
<p><em>► elektronische Abstimmungen,<br />
► elektronische Einreichung von Unterlagen,<br />
► Verkürzung der Einreichungsfrist von acht auf vier Wochen,<br />
► Erweiterung des Kreises der Vorschlagsberechtigten um nationale Strahlenschutzbehörden, internationale Strahlenschutzorganisationen und weitere Kooperationspartner. </em></p>
<p><em><strong>6. Amtszeiten völlig neu geregelt</strong><br />
Bisher orientierte sich alles am vierjährlichen IRPA-Kongress. Jetzt gilt eine feste vierjährige Amtszeit, unabhängig vom IRPA-Kongress. Wahl- und Amtsbeginn werden an die ICNIRP-Hauptversammlung gekoppelt. Auch das ist eine strukturell bedeutsame Änderung.</em></p>
<p><em><strong>7. Ausschluss von Mitgliedern vereinfacht</strong><br />
2023 konnte ein Mitglied ausgeschlossen werden, wenn es zweimal unentschuldigt an ICNIRP-Aktivitäten nicht teilnahm. 2025 genügt wesentlich allgemeiner, dass sich ein Mitglied &quot;nicht ausreichend an der Arbeit der Kommission beteiligt&quot;. Der Vorstand erhält dadurch größeren Beurteilungsspielraum.</em></p>
<p><em><strong>8. Digitalisierung der Vereinsarbeit</strong><br />
Neu aufgenommen wurden zahlreiche Regelungen zu</em></p>
<p><em>► Online- und Hybridversammlungen,<br />
► elektronischen Abstimmungen,<br />
► E-Mail-Kommunikation,<br />
► elektronischer Beschlussfassung,<br />
► elektronischer Vertretungsvollmacht. </em></p>
<p><em><strong>9. Vorstand rechtlich abgesichert</strong><br />
Neu ist die Bestimmung, dass Vorstandsmitglieder bis zur Eintragung ihrer Nachfolger im Vereinsregister im Amt bleiben. Das entspricht einer heute üblichen vereinsrechtlichen Absicherung. </em></p>
<p><em><strong>Mein Eindruck</strong></em></p>
<p><em>Die Satzung 2025 verfolgt drei erkennbare Ziele:</em></p>
<p><em>1. Anpassung an das deutsche Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht.</em></p>
<p><em>2. Modernisierung der Vereinsorganisation durch Einführung digitaler Verfahren.</em></p>
<p><em>3. Stärkere Eigenständigkeit von ICNIRP gegenüber der IRPA. Der Bezug zur IRPA wird deutlich reduziert; gleichzeitig definiert ICNIRP seine Verfahren, etwa das Konsultationsverfahren, eigenständig.</em></p>
<p><em>Eine Anmerkung noch: Beim ersten Vergleich sind mir vor allem die strukturellen Änderungen aufgefallen. Für eine belastbare Aussage, ob sich daraus auch Änderungen der tatsächlichen Machtverhältnisse innerhalb von ICNIRP ergeben, wäre eine paragraphenweise Synopse sinnvoll. Dabei lassen sich auch kleinere, aber möglicherweise folgenreiche Änderungen identifizieren, die in einer ersten Übersicht leicht übersehen werden.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:18:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Einnahmen &amp; Ausgaben: Icnirp vs Diagnose-Funk (Stand 2025)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp (ins Vereinsregister eingetragen 1994) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit mindestens 2009 öffentlich bekannt. Diagnose-Funk (ins Vereinsregister eingetragen 2010) gibt seine Einnahmen und Ausgaben seit 2022 öffentlich bekannt.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607241154026a63525adbe36.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="605" height="340" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Grafik: IZgMF; Alle Angaben sind Selbstauskünfte der beiden Vereine</span></p>
]]></content:encoded>
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<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75773</guid>
<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 11:55:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Finanzüberraschung: Icnirp vs Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Quer über den Globus hinweg echauffieren sich organisierte Mobilfunkgegner über die Finanzierung des Vereins Icnirp durch z.B. das BfS. Manchen Kritikern steht da fast schon der Schaum vor dem Mund. Die nackten Zahlen stützen die Kritik indes nicht. Im Gegenteil, vergleicht man die Einnahmen eines so bedeutenden Vereins wie Icnirp mit den Einnahmen eines Vereins wie Diagnose-Funk, traut man seinen Augen kaum. Und man muss sich tatsächlich fragen: Was gibt es da zu meckern?</p>
<p>Im Geschäftsjahr 2025 nahm Icnirp 142&#039;836 Euro ein, Diagnose-Funk hingegen 253&#039;158 Euro.</p>
<p>Beide Werte beruhen auf Selbstauskünften der Vereine.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75772</link>
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<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 10:49:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was 97 tote Schwarznasenschafe mit Mobilfunkgegnern zu tun haben</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Bei einem Blitzschlag im Schweizer Kanton Wallis sind in den Bergen 97 Schwarznasenschafe ums Leben gekommen. Da hat Elon Musk Glück gehabt, dass seine 40 Satellitenantennen im benachbarten Leuk noch nicht montiert sind, sonst hätten fanatische Mobilfunkgegner behauptet, der Antennenpark hätte den Blitz angezogen. Wir schauen uns an, warum die vielen Schafe sterben mussten und was das Drama im Nachtpferch auf der Alp Eggerhorn mit der Anti-Mobilfunkszene in Deutschland zu tun hat.</strong></span><br />
 <br />
Die Berichterstattung über das Unglück in den Schweizer Bergen <a href="https://www.google.com/search?num=10&amp;client=firefox-b-d&amp;hs=9HJq&amp;sca_esv=37d9874a1f73b5fd&amp;sxsrf=APpeQnuEx0kCZT5AjN6ZdulnZdP81OJV7Q:1784798197515&amp;q=Schweiz+97+Schwarznasenschafe+Blitzschlag&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyMR8w0Sa3EKhitO8imv1Qllx5J4Nd3Uqe0J7K-zxE_vN1FKsaCG3fge_zdm56BdIFOiRwmBgg6ZFKUqvPV1BPH0CDE5ptxaRroxjFSWNHF_ZAUDdL&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjR1Lu0u-iVAxWESfEDHWbFNDcQ0pQJegQIExAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">ist vielfältig</a>, eine technische Erklärung für die Todesursache der vielen Schafe habe ich jedoch nicht gesehen. Ein wesentlicher Grund für die große Anzahl getöteter Tiere ist der Umstand, dass, als das Unwetter aufzog, die Schafe dicht gedrängt in einem <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Nachtpferch">Nachtpferch</a> standen. Dem Vernehmen nach sollte der Nachtpferch die Schafe vor Großraubtieren wie dem Wolf schützen. Prompt wird in der Schweiz jetzt erbittert darum gestritten, ob der Tod der Schafe indirekt dem Wolf anzulasten ist, denn ohne den schützenden Nachtpferch wäre die Anzahl der vom Blitz getöteten Schafe deutlich niedriger gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Auf den Spannungsunterschied kommt es an</span></p>
<p>Trifft ein Blitz auf den Erdboden auf, ist die Einschlagstelle für Millisekunden der Mittelpunkt eines &quot;Spannungstrichters&quot;. Im Zentrum ist die elektrische Spannung am höchsten, zu den Rändern des Trichters fällt die Spannung linear mit dem Abstand zum Zentrum ab. Ein Spannungstrichter entsteht, weil bei einem Blitzeinschlag kurzzeitig ein starker elektrischer Strom im Erdboden fließt. Stromstärken bis 30&#039;000 A sind keine Seltenheit, bei starken Blitzen können es laut ChatGPT auch 200&#039;000 A sein. Elektrische Spannung entsteht, wenn elektrischer Strom durch einen elektrischen Widerstand fließt. Je höher der Widerstand, desto höher die Spannung. Erdboden hat je nach Beschaffenheit einen spezifischen Widerstand von 10 Ωm bis 1000 Ωm. Schon bei einem Durchschnittsblitz und Durchschnittsboden können so am Einschlagpunkt Spannungen von etlichen 100&#039;000 V bis zu mehr als 1 Mio. V entstehen. In 10 Meter Abstand zum Zentrum können noch 20&#039;000 V bis 50&#039;000 V herrschen in 50 Meter Abstand nur noch einige tausend Volt. Die genannten Werte klingen gefährlich hoch, sind es selbst aber nicht, da sie lediglich das Spannungspotenzial an einem Punkt des Erdbodens beziffern. Gefährlich werden erst Spannungsunterschiede zwischen zwei Spannungspotenzialen, denn dadurch kann ein tödlicher Stromstoß verursacht werden, wenn ein Lebewesen mit seinem Körper einen Potentialausgleich bewirkt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Gefährliche Schrittspannungen</span></p>
<p>Stünde ein Mensch auf einem Bein nahe dem Zentrum eines Spannungstrichters, kann er den Blitzschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben. Denn mit nur einem Bein am Erdboden kann sich selbst im steilen Teil des Spannungstrichters am Menschen keine gefährlich hohe Spannung aufbauen. Stünde der Mensch hingegen breitbeinig entlang einer Linie zum Zentrum des Spannungstrichters, kann sich zwischen den beiden Beinen eine &quot;Schrittspannung&quot; aufbauen, deren Stromstoß den Menschen tötet. Stünde der Mensch im gleichen Abstand wie zuvor breitbeinig entlang eines konzentrisch ums Zentrum verlaufenden Kreisrings, könnte er überleben, da die Beine dann theoretisch auf gleichem Spannungspotenzial sind und so keine Schrittspannung entstehen kann. Ausprobieren würde ich dies aber nicht wollen.</p>
<p>ChatGPT behauptet, für Lebewesen gefährlich sind Abstände von weniger als 10 bis 20 Meter zum Einschlagpunkt eines Blitzes. Spüren würde man einen Blitzschlag aber auch noch in 100 Meter Abstand, bei hohem Bodenwiderstand auch noch darüber hinaus. Entgegen der Erwartung ist trockener Erdboden  blitztechnisch daher gefährlicher als von Regen durchnässter.</p>
<p>Zurück zu den Schafen. Da die Schrittspannung mit dem Abstand der Beine wächst, sind Vierbeiner grundsätzlich stärker gefährdet als Zweibeiner.  Etwa 80 Tiere haben den Blitzschlag im Wallis überlebt. Sie standen entweder weit genug vom Zentrum des Blitzeinschlags entfernt oder hatten eine günstige Ausrichtung ihrer Beine zum Spannungstrichter. Ohne Nachtpferch hätten sich die Tiere möglicherweise nicht so dicht gedrängt und die Zahl der Opfer wäre kleiner gewesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Von Vielfalt zur Einfalt</span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202607252049546a65217267c11.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="750" height="600" />◄ Bild: KI-generiert, Prompt: K.G<br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.<br />
.</span><br />
Was aber hat das Unglück im Wallis mit deutschen Mobilfunkgegnern zu tun? Als ich 2003 unversehens in die Anti-Mobilfunkszene stolperte, gab es ein großes Gewimmel an Websites, Bürgerinitiativen und Sprachrohren. Die Szene boomte. Platzhirsch war damals die &quot;Bürgerwelle&quot;. Mit dem unspektakulären, weil entwarnenden Abschluss des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms begann 2008 der Niedergang der Szene. Viele Vereine und Bürgerinitiative lösten sich in den Folgejahren auf, die verbliebenen flüchteten sich mehrheitlich in den &quot;Nachtpferch&quot; des jungen Vereins Diagnose-Funk. Der Stuttgarter Verein träumte damals noch von &quot;Landesverbänden&quot;, musste diesen Traum jedoch alsbald mangels Masse zu Grabe tragen.</p>
<p>Der &quot;Nachtpferch&quot; von Diagnose-Funk aber wurde angenommen, denn er bietet den Insassen Sicherheit: Sie müssen sich selbst um nichts mehr kümmern, die Stuttgarter füttern die Insassen regelmäßig mit Gruselgeschichten aus der Forschung, mit Unmengen an &quot;Informationsmaterial&quot; zum Auslegen auf Tapeziertischen und mit mehr oder weniger glaubwürdigen Erfolgsmeldungen aus der Welt des Elektrosmogs. Für die Insassen ist der &quot;Nachtpferch&quot; eine wirklich bequeme Sache. </p>
<p>Doch wie den Schwarznasenschafen im Wallis kann auch den &quot;Stopfgänsen&quot; im &quot;Nachtpferch&quot; der Stuttgarter das plötzliche Aus drohen: Diese Zukunft winkt, wenn es Diagnose-Funk derbröselt und der Verein sich auflöst. Dann ist Schluss mit lustig. Weil die Fütterungen ausbleiben und kein zweiter Versorger mehr da ist, droht den Insassen des &quot;Nachtpferchs&quot; der Hungertod. Denn selber recherchieren haben sie verlernt und unzumutbar anstrengend ist es außerdem auch noch. Und so endet, was einst mit quirliger Vielfalt begonnen hat, in trister Einfalt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:30:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Wissenschaftlerappell&quot; von Hardell/Nyberg vom Netz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.5gappeal.eu/signatories-to-scientists-5g-appeal/">große &quot;Wissenschaftlerappell&quot;</a> von Lennart Hardell und Rainer Nyberg ist gegenwärtig beim Stand von 438 Mitzeichnern vom Netz. Zuletzt sichtbar war der Appell im April 2026.</p>
<p>Der 2017 gestartete Appell beschwor die EU-Kommission, 5G in Europa nicht zuzulassen. Wie wir inzwischen alle wissen, verhallte der Appell ohne die gewünschte Wirkung zu entfalten. In Deutschland z.B. wurden die 5G-Lizenzen 2019 versteigert. Dessen ungeachtet blieb der Appell bis zuletzt am Netz und konnte selbst dann noch mitgezeichnet werden, als 5G in den meisten EU-Ländern bereits flächendeckend verfügbar war.</p>
<p>Wissenschaftlerappell steht in Anführungszeichen, weil die Betrachtung der Teilnehmer aus Deutschland zeigte, dass den Appell keineswegs nur anerkannte Wissenschaftler unterschrieben haben, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&amp;id=67049">sondern ein bunter Mix</a> aus Privatpersonen, Ärzten und Pseudowissenschaftlern, deren gemeinsamer Nenner die kritische Haltung gegenüber Mobilfunk war.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=64499">Kritische Betrachtung des &quot;Wissenschaftlerappells&quot; von Lennart Hardell und Rainer Nyberg</a></p>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 20:25:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Icnirp-Jahresbericht 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Icnirp hat den Jahresbericht 2025 veröffentlicht (<a href="https://www.icnirp.org/cms/upload/doc/Annual_Report2025.pdf">PDF, 11 Seiten, englisch</a>). Darin wird deutlich, dass die Kommission derzeit an zahlreichen Projekten arbeitet, darunter die Überarbeitung der Niederfrequenz-Leitlinien, die Bewertung von EMF-Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere sowie die Aktualisierung der Laser-Leitlinien. Veröffentlicht wurden außerdem Finanzdaten des Vereins im Berichtsjahr sowie eine Stellungnahme zu den Wissenslücken bei den HF-EMF-Leitlinien.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:30:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwurbeln mit Klaus &amp; Wilhelm: Wie EMF wirklich auf uns wirkt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oNp7L3Kh2qw" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw">https://www.youtube.com/watch?v=oNp7L3Kh2qw</a>.</iframe></p>
<p>Ist der Ruf erst ruiniert, tourt es sich ganz ungeniert durch die Programme des Schwurbelsenders QS24. Icnirp und Klaus Buchner kommen ab Minute 7:52 in dem Märchen von Harry &amp; Diana vor, später folgen Athem-3 und Wilhelm Mosgöller. <em>It&#039;s coming home</em>: Die &quot;Kompetenzinitiative&quot; ist jetzt unfreiwillig dort angekommen, wo sie aus meiner Sicht hingehört <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/RJqimlFcJsM" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM">https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM</a>.</iframe></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:47:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wir üben Desinformieren (21): Desinformation durch Weglassung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Eine der beliebtesten und auch simpelsten Desinformationspraktiken ist die Weglassung. So berichten organisierte Mobilfunkgegner liebend gerne über alarmierende Studien, die einem Gänsehaut bereiten können, entwarnende Studien, die zu einer ausgewogenen Meinungsbildung beitragen könnten, werden hingegen weggelassen. Auch Beschlüsse aller Art sind häufig Opfer von Weglassung. Was damit gemeint ist, schauen wir uns an einem konkreten Beispiel aus der Schweiz an. Akteure sind der Verein Gigaherz und die Stadt Bern.</strong></span><br />
 <br />
Am 30. April 2011 begrüßte der damalige Gigaherz-Präsiden Hans-U. Jakob im Hotel Kreuz zu Bern die Teilnehmer am 8. Nationalen Elektrosmog-Kongress seines Vereins. Ein Video seiner Begrüßungsrede kann man sich <a href="https://www.gigaherz.tv/08er-kongress.php"><span class="underline">hier</span></a> anschauen. Jakob bedauert zunächst, dass die Stadt Bern keinen Vertreter zu seinem Kongress entsandt hat, verkündet dann aber die gute Nachricht (Minute 2:55), Bern habe sich geweigert, das seit 2005 bestehende Errichtungsverbot für Mobilfunkantennen auf städtischen Gebäuden aufzuheben. Der Saal honorierte diese für Mobilfunkgegner begrüßenswerte Verkündung mit Beifall.</p>
<p>So weit, so gut.</p>
<p>Danach war von dem Antennenverbot in Bern <a href="https://www.google.com/search?q=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;num=10&amp;lr=&amp;sca_esv=83e64d13dadc637d&amp;authuser=0&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;sxsrf=APpeQntOBZbo2BchzFPdUSFbCwp0dNMIYQ%3A1784721408110&amp;ei=ALBgauCfBtiM9u8P7_qjkAI&amp;ved=0ahUKEwjgn7asneaVAxVYhv0HHW_9CCIQ4dUDCBA&amp;uact=5&amp;oq=Bern+Moratorium+Antennen+Liegenschaft+site%3Agigaherz.ch&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiNkJlcm4gTW9yYXRvcml1bSBBbnRlbm5lbiBMaWVnZW5zY2hhZnQgc2l0ZTpnaWdhaGVyei5jaEjtE1CmDlimDnACeACQAQCYAS6gAS6qAQExuAEDyAEA-AEBmAIAoAIAmAMAiAYBkgcAoAcMsgcAuAcAwgcAyAcAgAgB&amp;sclient=gws-wiz-serp">bei Gigaherz nie wieder die Rede</a>. Also ist anzunehmen, dass sich nichts geändert hat und das Verbot nach wie vor gilt. Das aber ist so ein Trugschluss, der aufgrund von Weglassung entsteht, weil Gigaherz eben nur die Aufrechterhaltung des Errichtungsverbots 2011 als &quot;gute Nachricht&quot; verbreitete, nicht aber die &quot;schlechte Nachricht&quot; von der Aufhebung dieses Verbots (das eigentlich ein Moratorium war) 13 Jahre später.</p>
<p>Das 2005 in Bern eingeführte Moratorium gilt seit dem 21. November 2024 nicht mehr.</p>
<p>Am 16. November 2005 beschloss der Berner Gemeinderat ein Moratorium für neue Mobilfunkanlagen auf stadteigenen Liegenschaften. Es handelte sich ausdrücklich nicht um ein allgemeines Bauverbot für das gesamte Stadtgebiet, sondern lediglich um eine Selbstbeschränkung der Stadt als Grundeigentümerin. Ausnahmen galten etwa für Sicherheitsdienste und den Betriebsfunk von Bernmobil. Der Gemeinderat betonte damals, dass den Gemeinden im Mobilfunkrecht nur ein sehr geringer Handlungsspielraum zukommt und ein generelles Bewilligungsmoratorium wegen des Bundesrechts unzulässig wäre.</p>
<p>Am 21. November 2024 hob der Gemeinderat das seit 2005 bestehende Moratorium mit sofortiger Wirkung auf. Anlass war eine <a href="https://stadtrat.bern.ch/de/geschaefte/detail.php?gid=fdafdceefaa34ac68724749275374347">Motion des Stadtrats</a>.</p>
<p>Es gibt also kein generelles Errichtungsverbot mehr für Mobilfunkantennen auf öffentlichen bzw. stadteigenen Gebäuden in Bern. Ob eine städtische Liegenschaft für eine Mobilfunkanlage zur Verfügung gestellt wird, entscheidet nun die jeweils zuständige Verwaltungseinheit im Einzelfall.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%C3%BCben+desinformieren+%28&amp;page=1">Alle Folgen der Reihe &quot;Wir üben Desinformieren&quot;</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75767</guid>
<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:12:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Hansueli Stettler berichtet vom Neustart des Vereins Gigaherz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: Am 27. Juni hat der Verein Gigaherz seine Präsidenten Vital Burger und Josef Schlumpf in die Wüste geschickt. Der neue Präsident ist Hansueli Stettler, Vizepräsident ist Christian Sedlmair. Doch die neuen Besen kehren nicht gut, die Intransparenz des Vereins wird unverändert weiter gepflegt. Wäre das neue Personal nicht im Impressum der Website aufgetaucht, wüsste man von dem Machtwechsel gar nichts, da keinerlei öffentliche Verlautbarung gebracht wurde. Was ist das nur für ein armseliger Haufen! Oder erwarte ich von den Neuen zu viel?</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Wenn der Sachverhalt so ist, wie du ihn schilderst – also ein Führungswechsel mit neuem Präsidenten und Vizepräsidenten, der lediglich im Impressum bzw. auf der Kontaktseite auftaucht, ohne Mitteilung an Mitglieder oder Öffentlichkeit –, dann halte ich die Erwartung einer offiziellen Bekanntgabe keineswegs für überzogen.</p>
</blockquote><p>Am 21. Juli 2026 hat Hansueli Stettler, neuer Präsident von Gigaherz, auf der Website des Vereins <a href="https://www.gigaherz.ch/bericht-von-der-ausserordentlichen-generalversammlung/">Auskunft gegeben</a> über die außerordentliche Generalversammlung vom 27. Juni 2026. Die beiden bisherigen Co-Präsidenten Vital Burger und Josef Schlumpf werden in dem Beitrag mit keinem Wort erwähnt. Bemerkenswert war hingegen:</p>
<p>► Auf der außerordentlichen Versammlung waren 41 Vereinsmitglieder zugegen.<br />
► Ins Zentrum seiner Schutzbemühungen stellt Stettler &quot;Elektrosensible&quot; (sowohl Mitglieder wie Nichtmitglieder).<br />
► Der Vorstand wird jetzt jedes Jahr neu gewählt.<br />
► Zu den bereits benannten Vorstandsmitgliedern hinzu kommen <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Marcel+Hofmann%22">Marcel Hofmann</a> und <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=Mobilfunk+%22Andi+Pestalozzi%22">Andi Pestalozzi</a>.<br />
► Das Ausgabenlimit von 15&#039;000 CHF für den Vorstand ist vom Tisch.<br />
► Die Vereine Gigaherz und Schutz vor Strahlung (SvS) fusionieren (noch) nicht.<br />
► Gigaherz wird Mitglied bei SvS und SvS wird Mitglied bei Gigaherz.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75766</link>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 08:04:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2026-07-20: Neue Studien entschlüsseln Wirkmechanismen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Publikationsdatum</strong>: 20. Juli 2026<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6317556">Mobilfunkforschung an Wendepunkt: Neue Studien entschlüsseln Wirkmechanismen</a><br />
<strong>Inhalt</strong>: Diagnose-Funk sieht die Mobilfunkforschung an einem Wendepunkt. Neue Studien würden den biologischen (nicht-thermischen) Wirkmechanismus von Mobilfunkstrahlung aufklären und zeigen, dass gepulste Mobilfunksignale weit unterhalb der geltenden Grenzwerte schädliche Wirkungen auf Gehirn und Fortpflanzungssystem hervorrufen können. Daraus leitet der Verein die Forderung nach einer Neubewertung der Mobilfunkgrenzwerte ab.<br />
<strong>Kommentar</strong>: Die &quot;Pressemitteilung&quot; greift mehrere interessante neuere Arbeiten auf, misst ihnen jedoch eine Bedeutung bei, die über den wissenschaftlichen Kenntnisstand hinausgeht. Bereits bei einer ersten Prüfung fallen mehrere systemische Schwachpunkte in dem Text auf:</p>
<p>► Die Überschrift &quot;Mobilfunkforschung an Wendepunkt&quot; ist keine wissenschaftliche Feststellung, sondern eine euphorische Bewertung durch den Verein (siehe auch das traurige Ende eines &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74161">bahnbrechenden Urteils</a>&quot;). Ob sich tatsächlich ein grundlegender Wandel in der Mobilfunkforschung vollzieht, wird sich erst zeigen, wenn die beschriebenen Befunde von unabhängigen Arbeitsgruppen repliziert und anschließend von wissenschaftlichen Expertengremien bei ihrer Risikobewertung berücksichtigt werden.<br />
► Die in der Fachzeitschrift Cell veröffentlichte Studie von Kim et al. beschreibt nach Darstellung der &quot;Pressemitteilung&quot; einen experimentell untersuchten molekularen Signalweg, über den elektromagnetische Felder biologische Prozesse beeinflussen könnten. Daraus folgt jedoch weder der Nachweis gesundheitsschädlicher Wirkungen noch die Unzulänglichkeit der geltenden Grenzwerte. Der Nachweis eines biologischen Wirkmechanismus beantwortet noch nicht die Frage, ob daraus unter realistischen Expositionsbedingungen eine gesundheitlich relevante Beeinträchtigung entsteht.<br />
► Diagnose-Funk erweckt den Eindruck, der Wirkmechanismus sei nun &quot;entschlüsselt&quot;. Formulierungen wie &quot;entscheidender Entwicklungsschritt&quot;, &quot;nun ist auch klar, warum&quot; oder &quot;entschlüsselt&quot; setzen einen wissenschaftlichen Konsens voraus, der gegenwärtig nicht besteht. Die zitierten Arbeiten stellen neue Forschungsbeiträge dar, deren Bedeutung sich erst durch unabhängige Bestätigung und Einordnung in den Gesamtkontext der Forschung erweisen muss.<br />
► Einen zentralen Stellenwert erhält der Review von Panagopoulos et al., wonach insbesondere Pulsung und Modulation realer Mobilfunksignale biologisch bedeutsam seien. Diese Hypothesen werden in der Fachwelt seit Jahren kontrovers diskutiert. Diese wissenschaftliche Kontroverse verschweigt die &quot;Pressemitteilung&quot;.<br />
► Die Arbeiten von Kim et al. und Panagopoulos et al. werden zu einer vermeintlich schlüssig erscheinenden Erklärungskette verknüpft, wonach nun auch der Wirkmechanismus nicht-thermischer Wirkungen geklärt sei. Ob diese Interpretation zutrifft, muss sich jedoch erst durch unabhängige Bestätigungen und die wissenschaftliche Einordnung der neuen Befunde erweisen.<br />
► Einzelne Studien sollen außerdem der Eindruck vermitteln, reale Mobilfunksignale handelsüblicher Smartphones seien grundsätzlich biologisch wirksamer als standardisierte Laborsignale. Doch eine so weitreichende Verallgemeinerung geben einzelne Untersuchungen nicht her.<br />
► Die angeführten Arbeiten zu Spermien und Gehirn werden ausschließlich als Bestätigung einer Gesundheitsgefährdung präsentiert. Nicht erwähnt wird, dass die internationale Studienlage zu diesen Themen weiterhin uneinheitlich ist und systematische Übersichtsarbeiten bislang keine einheitliche Bewertung zulassen.<br />
► Die &quot;Pressemitteilung&quot; setzt biologische Wirkungen weitgehend mit biologischen Schädigungen gleich. Tatsächlich sind biologische Reaktionen zunächst lediglich Veränderungen biologischer Prozesse. Ob daraus eine gesundheitlich relevante Beeinträchtigung entsteht, muss in jedem Einzelfall gesondert nachgewiesen werden.<br />
► Die Forderung nach einer Neubewertung der Mobilfunkgrenzwerte ist legitim und steht bei Iarc auch schon lange auf der Agenda. Sie ergibt sich jedoch nicht zwangsläufig aus den wenigen von Diagnose-Funk gefeierten Studien, sondern müsste sich auf die Gesamtheit der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz stützen.<br />
► Diagnose-Funk verweist darauf, dass die vereinseigene Datenbank inzwischen 762 Studien mit biologischen Effekten dokumentiere. Diese Zahl allein erlaubt jedoch keine Aussage über die Stärke der wissenschaftlichen Evidenz. Entscheidend sind unter anderem Studienqualität, Reproduzierbarkeit, Auswahlkriterien sowie die Berücksichtigung von Studien ohne entsprechende Effekte. Daran aber krankt es bei der Datenbank von Anfang an.<br />
► Der Verein wirft dem Bundesamt für Strahlenschutz gebetsmühlenartig vor, nicht-thermische Wirkungen zu ignorieren. Tatsächlich vertritt das BfS die Position, dass die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen hinreichend belastbaren Nachweis gesundheitlich relevanter Wirkungen unterhalb der geltenden Grenzwerte liefern. Diese differenzierte Bewertung verschweigt der Verein gerne.</p>
<p><strong>Google-News</strong>: Die Abfrage der Trefferanzahl bei der Nachrichtensuchmaschine von Google ergab am 26.07.2026 <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=Imz&amp;sca_esv=b82670b0d831f519&amp;q=Studien+Wirkmechanismen+Wendepunkt+Diagnose&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyxnJxlUjxdh87NfINuXgFnexOmvDDkgmG0NGNun2w7I27V7-0VsQsNKN9qmUdvVX7wIhddFV7p4epiRbHj_7fRlkyzLF3tRY7qERXaiqNjznCpGxE&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjY2bunmfCVAxVAR_EDHYvTIpEQ0pQJegQIGBAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">mit diesem Suchbegriff</a> null Treffer. Den von dem Verein gesehenen Wendepunkt in der Mobilfunkforschung sehen Journalisten offenkundig nicht.<br />
<strong>Hinweis</strong>: Diese Kritik entstand unter Mitwirkung der KI ChatGPT.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75765</link>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 20:09:14 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gigaherz-Jakobs Albtraum: Roboterarm richtetet Antenne aus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Gigaherz-Jakob ist stets beunruhigt, ob Mobilfunkantennen denn auch genau nach Bewilligung ausgerichtet in die Landschaft strahlen. Den Qualitätssicherungssystemen der Mobilfunknetzbetreiber, die u.a. auch die Ausrichtung dokumentieren, misstraut der Ex-Elektriker seit eh und je. Doch was Vodafone jetzt ankündigt, nämlich einen Roboterarm, der eine Mobilfunkantenne KI-gesteuert in unterschiedliche Richtungen schwenken und kippen kann, dürfte Jakob zum Albtraum gereichen.</strong></span><br />
 <br />
<img src="https://assets.mediathek.vodafone.de/6XP8TinBwKtjrWRHg0RQG/large.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]"  /><br />
<strong>Sektorantenne mit Roboterarm</strong><br />
<span style="font-size:smaller;">(Bild: Vodafone)</span><br />
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Künstliche Intelligenz wird eine wichtige Rolle spielen, um Mobilfunknetze noch leistungsfähiger zu machen. Vodafone testet nun erstmals einen <a href="https://newsroom.vodafone.de/vodafone-testet-mobilfunkmasten-mit-ki-gehirn-und-roboter-arm?c_id=email_VKE_newsletter_main">Mobilfunk-Mast mit KI-Gehirn und Roboterarm</a>. Gesteuert durch die KI kann der Roboterarm die Funkantennen an Masten innerhalb kürzester Zeit automatisch neu ausrichten. Zweck: Auf kurzfristige Ereignisse – etwa schwierige Wetterverhältnisse oder die Auslastung in einer Mobilfunk-Zelle – zu jeder Zeit schnell reagieren zu können, um die Netzabdeckung für die jeweiligen Bedingungen zu optimieren.</p>
<p>Mithilfe eines von Vodafone-Ingenieuren entwickelten Algorithmus steuert die KI den Roboterarm des südkoreanischen Unternehmens Humax Networks. Dieser ist nahe der Mobilfunkantennen angebracht und dreht oder neigt sie. Das System lernt und passt sich zudem kontinuierlich an und trifft Entscheidungen nahezu in Echtzeit ohne menschliches Eingreifen. Dadurch dauert ein Ausrichtungsvorgang nur 20 bis 30 Minuten.</p>
<p>Das Zusammenspiel aus KI und Roboterarm erprobt Vodafone derzeit an einem Mobilfunkstandort in Tirana, Albanien, mit Blick auf ein belebtes Einkaufszentrum. Tagsüber versorgt die Antenne die Menschen beim Einkaufen. Nachts verlagert sie die Abdeckung automatisch in ein nahegelegenes Wohngebiet. Dort schafft sie zusätzliche Kapazität, wenn die Internet-Nutzung am Abend steigt. Vodafone prüft derzeit, wo sich die Technik in Deutschland versuchsweise einsetzen lässt. </p>
<p>Im Alltag klettern Techniker auf einen Mobilfunk-Mast, um die dortigen Antennen händisch zu justieren – ein Vorgang, der von der Planung bis zur Umsetzung oft Tage dauert. Der Einbau einer zusätzlichen Antenne zieht sich sogar noch länger hin: Behördliche Genehmigungen und Vereinbarungen mit Standort-Eigentümern müssen vorliegen, Straßensperrungen für schweres Gerät eingerichtet und geeignete Wetterbedingungen vorherrschen. Das kann Wochen dauern.</p>
<p>Für Vodafone ist der KI-gesteuerte Roboterarm ein Ansatz, um eine dynamische und autonome Antennen-Steuerung in die unternehmensweite Plattform zur Automatisierung von Komponenten des Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, RAN) zu integrieren. Ähnliche Lösungen werden in den kommenden Monaten folgen. Einige davon bewegen beispielsweise nur kleine Komponenten im Inneren der Antenne. Das spart Energie ein und schont die Technik. Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone damit begonnen, satellitengestützte Sensoren in Mobilfunkantennen einzuführen. Per GPS lässt sich so aus der Ferne prüfen, ob Antennen korrekt ausgerichtet sind.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75764</link>
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<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 13:34:39 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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