Funkwende: Das ersichtliche Spendenaufkommen (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 3 Tagen) @ H. Lamarr

Die Verwendung der Spendengelder
Selbst wenn das Projekt politisch aussichtslos ist, folgt daraus nicht, dass die Geldverwendung unzulässig oder unseriös ist. Ein Spender darf schließlich auch ein aussichtsloses Anliegen unterstützen. Aber: Je aussichtsloser das Ziel, desto stärker stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand und erwartetem Nutzen.

Hier finde ich deinen Punkt interessant: Wenn die KOI Geld benötigt, um für die Funkwende professionelle Kräfte einzukaufen, dann wäre das eben keine bloße Aufrechterhaltung eines ehrenamtlichen Vereinsbetriebs mehr. Man würde Geld in die Professionalisierung einer Kampagne stecken. Das kann man nüchtern so beschreiben:

Die Leiche wird dadurch nicht wieder lebendig, dass man einen professionellen Maskenbildner bezahlt.

Über das Spendenaufkommen der "Kompetenzinitiative" (KOI) ab 2022 gibt dieser Strang Auskunft. Die Spenden für die Funkwende sind dort jedoch nicht ersichtlich und die KOI hält sich dazu auch bedeckt. Ein bisschen was aber sickert durch.

So hat der Verein "Gesund vernetzt" des überzeugten Elektrosensiblen Thomas Warmbold 2024 4100 Euro für die Funkwende gespendet und 2025 noch einmal 4900 Euro. Anscheinend überblickt Warnbold nicht, was die Funkwende, wenn sie denn käme, für dramatische Auswirkungen auf die Anzahl der Standorte mit Funkmasten hätte.

Weitere 11'000 Euro kommen momentan über die Plattform "because" hinzu. Der Betrag teilt sich auf zwölf Spender auf, darunter Markus Stockhausen. Der Median der Spenden beträgt 49 Euro, die bislang höchste Spende beziffert because auf 5000 Euro.

Weitere Finanzierungstöpfe für die Funkwende konnte ich heute nicht finden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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