Von Fledermäusen und Elektrosensiblen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 10.08.2007, 13:36 (vor 6770 Tagen)

Fledermaus rettet Dresdner Weltkulturerbe

Buchstäblich in letzter Minute hat das Dresdner Verwaltungsgericht den Baubeginn der Waldschlösschenbrücke gestoppt. Grund ist der Schutz einer Fledermausart, der Kleinen Hufeisennase.

Dresden - Das Tauziehen um den Bau der Waldschlösschenbrücke durch das Unesco-geschützte Dresdner Elbtal nimmt kein Ende. Vorläufiger Stand: Die Brücke wird vorerst nicht gebaut - obwohl eigentlich am kommenden Montag die Arbeiten beginnen sollten. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Dresden bestätigte dies auf Anfrage. Das Gericht begründete das Urteil mit dem lückenhaften Wissensstand über die "Kleine Hufeisennase", einer geschützten Fledermausart. Auch für vorgesehene Schutzmaßnahmen wie etwa eine insektenfreundliche Beleuchtung sei nicht ausreichend belegt worden, dass diese nachhaltig greifen würden.

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Kommentar: Schon verblüffend, dass lückenhafter Wissensstand über eine Tierart den Bau einer Brücke gerichtlich stoppen kann. Der lückenhafte Wissensstand über riskante Folgen von EMF-Befeldung auf Menschen hat dagegen noch keinem ES aus der Patsche helfen können.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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