Schwarzenburg: Rätsel um abgelehnte Mortalitätsstudie (III) (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 3 Tagen) @ KI

Wir können nicht mit letzter formaler Sicherheit sagen, dass Jakob selbst den Antrag unterschrieben hat. Möglich wäre auch, dass ein enger Mitstreiter als formeller Gesuchsteller auftrat und Jakob den Bescheid erhielt. Aber die vorhandenen Indizien sprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass die "Mortalitätsstudie" kein Antrag einer etablierten epidemiologischen Institution war, sondern ein Vorhaben aus dem Umfeld der Schwarzenburger Sendergegner.

Doch, können wir!

Denn Jakob selbst erzählte die Geschichte 2004 zu Ende. Und am Linkziel wird zweifelsfrei klar, niemand anders als Hansueli Jakob reichte das Gesuch zur "Mortalitätsstudie" im Februar 1999 beim SNF ein. Wir erfahren außerdem: Zu diesem Zeitpunkt war der Ex-Elektriker von der WHO enttäuscht. Denn bevor er den SNF beglückte, versuchte Jakob 1998 die WHO für seine "Mortalitätsstudie" zu begeistern. Eigenen Angaben zufolge verschickte er etwa 30 Briefe, Faxe und E-Mails, ohne jemals eine Antwort zu erhalten. Wenn das stimmt, war es von der WHO unfreundlich. Andererseits macht der Vorfall die anscheinend schon pathologisch grenzenlose Selbstüberschätzung Jakobs deutlich, der als Ex-Elektriker 200'000 CHF für eine epidemiologische Studie haben wollte, ohne von Epidemiologie auch nur einen Funken Ahnung zu haben. Um dieses Manko zu beseitigen, hätte Jakob mindestens acht bis zwölf Jahre gebraucht, ohne Matura noch länger.

ChatGPT und ich haben bestimmt zwei Stunden gebraucht, um unsere Version des Rätsels um die abgelehnte Mortalitätsstudie zu recherchieren und abzusichern. Das jetzt oben verlinkte Dokument aus dem Webarchiv ist uns durch die Lappen gegangen. Hätten wir es rechtzeitig gefunden, wäre die Geschichte entweder nicht oder anders erzählt worden. So aber blieb uns nur die aufgefundene Quellenlage, die zwar letztlich ebenfalls auf Jakob hinauslief, dies aber nicht mit letzter Sicherheit festzurren konnte.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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