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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Deutsche Telekom: Wie 6G unseren Alltag verändern wird (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mobilfunkstandard 6G verspricht wegweisende Funktionen, da er Räume scannt und präzise medizinische Daten liefert. Die Technologie durchdringt Wohnungswände und ruft massive Datenschutzbedenken auf den Plan, die Telekom äußert sich jetzt dazu. <a href="https://winfuture.de/news,160492.html">mehr ...</a></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/7adLk6F5p4U" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7adLk6F5p4U">https://www.youtube.com/watch?v=7adLk6F5p4U</a>.</iframe></p>
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<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 21:13:17 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Untergang des Hauses Gigaherz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>[...] das unverblümte <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=88018#p88018">Einpflegen von Schleichwerbung</a> ins Forum des Vereins durch Vorstandsmitglied und Forum-Admin Elisabeth Buchs.</p>
</blockquote><p>Frau Buchs lässt den Vorwurf nicht unwidersprochen auf sich sitzen und erklärt in ihrem Posting mit einem Nachtrag:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Wie man hier sieht <a href="https://forum.gigaherz.ch/search.php?keywords=Ausnahme+vom+Werbeverbot+in+allgemeinem+Interesse&amp;sid=12855fc9620fd79cddbeb0f76d5cf900">search.php?keywords=Ausnahme+vom+Werbev ... f76d5cf900</a> gab es auch früher jeweils Ausnahmen vom Werbeverbot bei allgemeinem Interesse.</strong></em></span></p>
<p>Der Link zeigt, schon 2010 gab es &quot;bei allgemeinem Interesse&quot; erste Ausnahmen vom Werbeverbot im Gigaherz-Forum. Schleichwerbung ist damit also kein originäres Indiz für den jüngsten Zerfall von Gigaherz. Dieser Punkt geht an Buchs.</p>
<p>Aber: Die unerschrockene Besatzung der Alpenfestung gegen Elektrosmog konnte schon immer mit Nebensächlichkeiten Hauptsachen prima vernebeln. Im konkreten Beispiel wäre die Hauptsache mMn:</p>
<p>► Wer entscheidet nach welchen Kriterien, was allgemeines Interesse ist und was nicht?<br />
► Der Link im konkreten Fall führt zu einer typischen Abzockseite. Worin besteht hier das allg. Interesse?<br />
► Müsste bei allg. Interesse das Werbeverbot nicht besonders streng durchgesetzt werden, um (mehr) Gutgläubige vor Abzocke zu schützen?</p>
<p>Doch Gigaherz wäre nicht Gigaherz, würde sich dort jemand mit solchen Fragen substanziell auseinandersetzen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 17:06:34 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ÖDP: Zurück in die Steinzeit der Mobilfunkkritik (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Mein Fazit: Man kann über Vorsorge [...] diskutieren. </p>
</blockquote><p>Ja, aber <a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=70013">nicht mit Klaus Buchner</a>.</p>
]]></content:encoded>
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<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75835</guid>
<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 16:32:27 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ÖDP: Zurück in die Steinzeit der Mobilfunkkritik (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>... einen bitteren Vorgeschmack auf das, was Kapitel 4 demnächst an haltlosen Behauptungen verbreiten wird.</p>
</blockquote><p>Das aktuelle <a href="https://www.oedp.de/fileadmin/user_upload/01-instanzen/00/programm/programme/BundespolitischesProgramm2026_04_26.pdf?utm_source=chatgpt.com">bundespolitische Programm</a> der Partei (Stand: 25.04.2026) übertrifft in Kapitel 4 die Befürchtungen. Da meine Enttäuschung über den Rückschritt der ÖDP einen wahrscheinlich polemischen Verriss des Mobilfunkkapitels bewirkt hätte, habe ich nicht selbst zur Feder gegriffen, sondern ChatGPT angewiesen, seine Sicht des Kapitels zum Besten zu geben. Und so hat die KI gewertet:</p>
<p><em>Das ÖDP-Papier ist im Kern ein politisches Anti-Mobilfunk-Papier, das seine Forderungen mit einer wissenschaftlich überdehnten und teilweise falschen Gefahrenargumentation absichert.</em></p>
<p><em>Es übernimmt weitgehend die bekannten Topoi der Anti-Mobilfunk-Szene: &quot;Strahlenbelastung&quot;, athermische Wirkungen, DNA-Schäden, Fruchtbarkeit, EHS, funkfreie Zonen, &quot;Kabel statt Funk&quot;, verpflichtendes Netz-Sharing und möglichst weitgehende kommunale Einflussnahme.</em></p>
<p><em>Besonders problematisch ist, dass Unsicherheiten und einzelne biologische Befunde regelmäßig zu gesicherten Gesundheits- und Umweltschäden hochgestuft werden. Gleichzeitig werden ICNIRP und der etablierte Strahlenschutz mit schweren, im Papier nicht belegten Vorwürfen diskreditiert.</em></p>
<p><em>Auch die vermeintlich &quot;technischen&quot; Forderungen sind keineswegs neutral: Ein genereller Vorrang von Kabel vor Funk ist technologisch unsinnig, verpflichtendes Netz-Sharing ist ein erheblicher Eingriff in den Infrastrukturwettbewerb, und zusätzliche kommunale Eingriffsmöglichkeiten können den Mobilfunkausbau weiter erschweren.</em></p>
<p><em>Mein Fazit: Man kann über Vorsorge, Datenschutz, Ressourcenverbrauch oder Infrastrukturpolitik diskutieren. Das Papier tut dies aber nicht ergebnisoffen. Es setzt die gesundheitliche Gefährlichkeit von Funk im Wesentlichen voraus und leitet daraus seine politischen Forderungen ab.</em></p>
<p><em>Als wissenschaftliche Begründung der ÖDP-Position ist das Papier daher nicht überzeugend. Als politisches Positionspapier der organisierten Anti-Mobilfunk-Szene ist es dagegen ziemlich eindeutig.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75834</link>
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<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 16:19:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kurzwellengroßsender: Gesundheitsproteste im Zeitvergleich (II) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-large;">Was die Chronologie tatsächlich zeigt</span></p>
<p>Die sechs eindeutigen Fälle lassen sich zeitlich so ordnen:</p>
<p>► Schwarzenburg<br />
1939 → Gesundheitsdebatte ab etwa 1980.<br />
► Sarnen<br />
1973 → zunehmende Gesundheitsproteste Anfang/Mitte der 1990er Jahre.<br />
► Lenk<br />
1974 → zunehmende Gesundheitsproteste Anfang/Mitte der 1990er Jahre.<br />
► Holzkirchen<br />
1981 → Bürgerinitiative 1995.<br />
► Zeewolde<br />
langjähriger Betrieb → Gesundheitskonflikt ab 1994, Untersuchungen 1997/1999.<br />
► Santa Maria di Galeria<br />
1950er Jahre → organisierter Gesundheitskonflikt ab 1998, Proteste 2001.</p>
<p>Das zeitliche Muster ist auffällig. Keiner der sechs Fälle beginnt mit einem unmittelbaren Protest nach Aufnahme des Sendebetriebs.</p>
<p>Und noch etwas fällt auf: Die Gesundheitskonflikte häufen sich zeitlich, nachdem die Elektrosmogdebatte bereits an anderen Standorten öffentlich geworden war. Der erste klar erkennbare Fall in dieser Reihe ist Schwarzenburg. Danach folgen Proteste an Sarnen und Lenk, Holzkirchen, Zeewolde und schließlich Santa Maria di Galeria. Das kann Zufall sein. Es kann aber auch bedeuten, dass sich Deutungsmuster, Argumente und Protestformen zwischen verschiedenen Standorten verbreiteten.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Gab es einen Mitläufereffekt?</span></p>
<p>Ein &quot;Mitläufereffekt&quot; wäre eine interessante Erklärung dafür, dass die Gesundheitsproteste nicht proportional zum Alter oder zur Leistung der Sender auftraten, sondern sich zeitlich konzentrierten. Dafür gibt es zumindest einige Indizien.</p>
<p><strong>Erstens</strong>: Die Anlagen waren bereits lange vorhanden. Sarnen und Lenk waren rund 20 Jahre in Betrieb, bevor von zunehmenden Gesundheitsprotesten berichtet wurde. Holzkirchen betrieb seine 250-kW-Kurzwellensender 14 Jahre, bevor die Bürgerinitiative entstand.</p>
<p><strong>Zweitens</strong>: Die Proteste folgen zeitlich aufeinander. Schwarzenburg war bereits ein etablierter Gesundheitskonflikt, als die Auseinandersetzungen an anderen Schweizer Standorten zunahmen. Danach tauchten vergleichbare Argumentationen auch an weiteren Großsenderstandorten auf.</p>
<p><strong>Drittens</strong>: Der Begriff &quot;Elektrosmog&quot; wurde in den 1980er Jahren zunehmend öffentlich verwendet. Damit stand für Beschwerden und Befürchtungen nun ein allgemein verständlicher Deutungsrahmen zur Verfügung.</p>
<p>Aber: Das ist noch kein Nachweis eines Mitläufereffekts.</p>
<p>Dafür müsste man in zeitgenössischen Quellen konkrete Verbindungen nachweisen: etwa Hinweise auf Schwarzenburg in Berichten über Sarnen, Lenk oder Holzkirchen, Kontakte zwischen Bürgerinitiativen, übernommene Argumentationsmuster oder Medienberichte, die ausdrücklich von einem Standort zum nächsten verwiesen.</p>
<p>Die vorliegende Recherche zeigt daher zunächst nur: Die zeitliche Abfolge macht einen solchen Transfer plausibel genug, um ihn als Forschungsfrage ernst zu nehmen. Sie beweist ihn nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die Gegenprobe: zwölf weitere Großsender</span></p>
<p>Bei zwölf der bereinigten 19 Standorte konnte keine vergleichbare lokale Gesundheitsprotestgeschichte nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Deutschland – Nauen</strong><br />
Historischer deutscher Großsendeplatz für internationale Kurzwelle. Eine lokale Gesundheitsprotestgeschichte konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Deutschland – Wertachtal</strong><br />
Eine der leistungsstärksten deutschen Kurzwellensendeanlagen mit zahlreichen Sendern bis 500 kW. Sicherheitsfragen hinsichtlich HF-Einwirkungen und möglicher Beeinflussung von Herzschrittmachern spielten eine Rolle. Eine vergleichbare lokale Gesundheitsprotestbewegung konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Schweiz – Sottens</strong><br />
Leistungsstarker Kurzwellensender für den internationalen Rundfunk. Aus der Umgebung sind erhebliche technische Störungen bekannt. Eine gesundheitlich begründete Protestbewegung konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Frankreich – Issoudun</strong><br />
Eines der größten europäischen Kurzwellensendezentren mit Hochleistungssendern und Richtantennen. Eine lokale Gesundheitsprotestgeschichte konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Spanien – Noblejas</strong><br />
Bedeutendes Kurzwellensendezentrum von Radio Exterior de España. Proteste im Zusammenhang mit dem Erhalt bzw. der Schließung des Senders sind bekannt; eine gesundheitlich begründete Protestbewegung konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Großbritannien – Woofferton</strong><br />
Bedeutender britischer Kurzwellensenderstandort für den internationalen Rundfunk. In einer Quelle findet sich eine unbelegte Erwähnung eines angeblichen Leukämieclusters; belastbare Belege oder eine organisierte Gesundheitsprotestbewegung konnten jedoch nicht gefunden werden. Der Standort bleibt deshalb ein Negativfall.</p>
<p><strong>Russland/Sowjetunion – Taldom</strong><br />
Großer sowjetischer Kurzwellensendestandort. Gesundheitsproteste konnten in den verfügbaren Quellen nicht nachgewiesen werden. Die Quellenlage ist allerdings deutlich schlechter als bei den westeuropäischen Standorten.</p>
<p><strong>Russland/Sowjetunion – Krasnodar</strong><br />
Ebenfalls bedeutender sowjetischer bzw. russischer Kurzwellensendestandort. Eine gesundheitlich begründete Protestgeschichte konnte nicht nachgewiesen werden. Auch hier ist die historische Quellenlage eingeschränkt.</p>
<p><strong>Schweden – Hörby</strong><br />
Bedeutender schwedischer Rundfunksenderstandort mit leistungsstarken Kurzwellensendern. Eine lokale Gesundheitsprotestgeschichte konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>USA – Greenville, North Carolina</strong><br />
Großes Kurzwellensendezentrum der Voice of America mit Hochleistungssendern. Eine lokale Gesundheitsprotestgeschichte konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>USA – Delano, California</strong><br />
Großer amerikanischer Standort für internationale Kurzwellenausstrahlungen. Eine belastbare Gesundheitsprotestgeschichte der Anwohnerschaft konnte nicht nachgewiesen werden.</p>
<p><strong>Kanada – Sackville</strong></p>
<p>Über Jahrzehnte wichtiger kanadischer Standort für internationale Kurzwellenausstrahlungen. Technische Interferenzen sind dokumentiert, eine lokale Protestbewegung wegen gesundheitlicher Auswirkungen der HF-Emissionen konnte dagegen nicht nachgewiesen werden.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Bilanz: Sechs Fälle – aber keine Gesundheitsstatistik</span></p>
<p>In der Stichprobe von 19 Standorten finden sich:</p>
<p>►  6 Standorte mit eindeutig dokumentierten lokalen Gesundheitsprotesten bzw. Gesundheitskonflikten.<br />
►  1 Grenzfall: Moosbrunn.<br />
► 12 Standorte ohne in der Recherche nachgewiesene vergleichbare Gesundheitsprotestgeschichte.</p>
<p>Das entspricht nicht einer wissenschaftlichen Risikostatistik. Die Standorte wurden nicht zufällig ausgewählt, die Quellenlage ist von Land zu Land unterschiedlich, und insbesondere für die sowjetischen/russischen Standorte ist sie lückenhaft. Die Zahl &quot;6 von 19&quot; ist deshalb lediglich eine deskriptive Bilanz dieser Recherche.</p>
<p>Interessanter als die Prozentzahl ist die zeitliche Verteilung.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Der entscheidende Befund</span></p>
<p>Die sechs eindeutigen Gesundheitskonflikte konzentrieren sich auf eine relativ kurze historische Phase:</p>
<p>► Schwarzenburg ab etwa 1980,<br />
► Sarnen und Lenk Anfang/Mitte der 1990er,<br />
► Holzkirchen 1995,<br />
► Zeewolde ab 1994,<br />
► Santa Maria di Galeria ab 1998.</p>
<p>Die betreffenden Sender waren zu diesem Zeitpunkt überwiegend bereits seit vielen Jahren oder Jahrzehnten in Betrieb. Das spricht gegen eine einfache unmittelbare Kausalgeschichte: &quot;Sender geht in Betrieb → Menschen werden krank → Anwohner protestieren.&quot;</p>
<p>So sieht die historische Abfolge nicht aus.</p>
<p>Es bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass gesundheitliche Wirkungen ausgeschlossen sind. Gerade die Untersuchungen zu Schwarzenburg zeigen, dass wissenschaftliche Befunde auch eine andere Interpretation zulassen können.</p>
<p>Die vorliegende Recherche beantwortet daher eine andere Frage: Warum wurden bestimmte Sender erst nach Jahren oder Jahrzehnten zu Gesundheitskonflikten, während andere leistungsstarke Sender über Jahrzehnte ohne eine vergleichbare Protestgeschichte betrieben wurden?</p>
<p>Eine mögliche Erklärung ist die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit für &quot;Elektrosmog&quot;. Eine weitere Möglichkeit ist, dass sich Argumente und Protestmuster von einem Standort zum nächsten verbreiteten. Die Chronologie Schwarzenburg → Sarnen/Lenk → Holzkirchen/Zeewolde → Santa Maria di Galeria macht diese Hypothese jedenfalls interessant.</p>
<p>Aber sie bleibt eine Hypothese.</p>
<p>Fakt sind die dokumentierten Proteste und ihre Zeitpunkte. Der mögliche Mitläufereffekt ist eine daraus abgeleitete Forschungsfrage.</p>
<p>Und genau diese Trennung ist entscheidend: Gesundheitsbedenken der Bevölkerung sind ein historischer Befund. Gesundheitsproteste sind ein sozialer Befund. Epidemiologische Assoziationen sind ein wissenschaftlicher Befund. Ein kausaler Gesundheitsschaden ist wiederum eine andere Aussage.</p>
<p>Diese Ebenen dürfen nicht miteinander vermischt werden.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75833</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75833</guid>
<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 15:12:52 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kurzwellengroßsender: Gesundheitsproteste im Zeitvergleich (I) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Über Jahrzehnte versorgten leistungsstarke Kurzwellensender fremde Kontinente mit Nachrichten. Viele dieser Anlagen arbeiteten mit 250 kW bis 500 kW Sendeleistung und standen in der Nähe von Ortschaften. Eine Recherche zu 19 internationalen Kurzwellengroßsendern zeigt: Lokale Gesundheitsproteste sind dokumentiert, aber keineswegs an allen Standorten.</strong></span><br />
 <br />
Kurzwellengroßsender standen häufig über Jahrzehnte in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten. Wenn die starke HF-Exposition selbst der Auslöser gesundheitlicher Beschwerden gewesen wäre, müsste man erwarten, dass entsprechende Konflikte relativ früh nach Aufnahme des Sendebetriebs entstanden. Genau das zeigt die historische Recherche jedoch nicht. Die dokumentierten Gesundheitskonflikte setzen vielmehr überwiegend deutlich später ein. Besonders auffällig ist ihre zeitliche Häufung ab etwa 1980. Der erste klar erkennbare Fall ist Schwarzenburg in der Schweiz. Danach folgen Proteste an weiteren Standorten, unter anderem Sarnen und Lenk, Holzkirchen, Zeewolde und schließlich Santa Maria di Galeria.</p>
<p>Damit stellt sich eine interessante Frage: Handelt es sich um voneinander unabhängige lokale Konflikte – oder könnten sich mit der zunehmenden öffentlichen Debatte über &quot;Elektrosmog&quot; auch Argumente und Protestmuster von einem Standort zum nächsten verbreitet haben?</p>
<p>Diese Frage lässt sich anhand der verfügbaren Quellen nicht abschließend beantworten. Die zeitliche Abfolge ist jedoch auffällig genug, um sie bei der Bewertung der Protestgeschichte zu berücksichtigen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was wurde untersucht?</span></p>
<p>Untersucht wurden 19 bedeutende internationale Kurzwellensendeanlagen in verschiedenen Ländern. Gesucht wurde gezielt nach lokalen und regionalen Medienberichten, Bürgerinitiativen, Petitionen, Anwohnerbeschwerden, behördlichen Untersuchungen, Gerichtsverfahren und wissenschaftlichen Untersuchungen, in denen gesundheitliche Bedenken wegen der HF-Emissionen des jeweiligen Senders eine erkennbare Rolle spielten.</p>
<p>Die 19 Standorte bilden keine Zufallsstichprobe und keine vollständige Erhebung aller historischen Kurzwellengroßsender weltweit. Es handelt sich um eine historische Recherche zu ausgewählten bedeutenden Anlagen. Das Ergebnis ist deshalb keine statistische Schätzung für sämtliche Kurzwellensender der Welt.</p>
<p>Als Gesundheitsfall wurde ein Standort nur dann gewertet, wenn sich in den recherchierten Quellen eine lokale Gesundheitsdebatte, organisierte Protestaktivität oder eine institutionelle Untersuchung aufgrund gesundheitlicher Befürchtungen erkennen lässt. Rein technische Störungen im Nahbereich eines Senders wurden dagegen nicht als Gesundheitsprotest gezählt. Ebenso wurde eine allgemeine Sicherheitsfrage nicht automatisch als Gesundheitsfall eingestuft.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Sechs eindeutige Gesundheitsprotestfälle</span></p>
<p>In der Stichprobe sind sechs Standorte mit eindeutig dokumentierten gesundheitlich begründeten Protesten bzw. Gesundheitskonflikten erkennbar: Schwarzenburg, Sarnen und Lenk in der Schweiz, Holzkirchen/Valley in Deutschland, Zeewolde in den Niederlanden sowie Santa Maria di Galeria in Italien/Vatikan.</p>
<p>Moosbrunn in Österreich wird gesondert behandelt. Dort ist ein umfangreiches Gutachten der Universität Wien zur gesundheitlichen Problematik bibliografisch nachgewiesen. Der Volltext konnte jedoch nicht beschafft werden. Deshalb wird Moosbrunn nicht auf dieselbe Evidenzstufe wie die sechs eindeutigen Fälle gestellt.</p>
<p>Bei den übrigen zwölf untersuchten Standorten konnte keine vergleichbare lokale Gesundheitsprotestgeschichte nachgewiesen werden. Das ist keine Aussage, dass es dort niemals individuelle Beschwerden gegeben habe. Es bedeutet lediglich, dass in der recherchierten Quellenlage keine entsprechende organisierte oder institutionell dokumentierte Gesundheitsauseinandersetzung gefunden wurde.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Schweiz – Schwarzenburg: der Ausgangspunkt?</span></p>
<p>Der Kurzwellensender Schwarzenburg nahm 1939 den Betrieb auf. Die Anlage wurde über Jahrzehnte erweitert und gehörte zeitweise zu den leistungsstärksten Kurzwellensendeanlagen der Schweiz.</p>
<p>Die Gesundheitsdebatte setzte nicht mit der Inbetriebnahme ein. Das Schweizerische Nationalmuseum dokumentiert eine zunehmende öffentliche Diskussion bereits ab etwa 1980. 1986 folgte eine Petition von 121 Einwohnern. Zunächst standen technische Störungen im Vordergrund: Melkmaschinen, Lüftungen, Computer und andere Einrichtungen wurden durch die starken HF-Felder beeinflusst. Anschließend wurden gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Schlafstörungen zum Thema.</p>
<p>1990 folgte eine weitere Petition wegen möglicher gesundheitlicher Gefahren. Später entstand die Aktion &quot;Schwarzenburg ohne Kurzwellensender&quot; (SchoK). 1998 wurde der Sendebetrieb eingestellt. Zwischen dem Sendebeginn 1939 und dem Beginn der öffentlichen Gesundheitsdebatte lagen damit rund vier Jahrzehnte.</p>
<p>Interessant ist die wissenschaftliche Entwicklung: Untersuchungen aus den 1990er Jahren berichteten eine Zunahme von Schlafstörungen mit steigender HF-Exposition und eine Verbesserung der Schlafqualität nach Unterbrechung bzw. Abschaltung des Senders. Die Autoren sahen darin starke Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang mit Schlafstörungen, konnten allerdings einen biologischen nicht eindeutig von einem psychologischen Effekt unterscheiden.</p>
<p>Schwarzenburg ist deshalb kein geeigneter Beleg für die Behauptung, Gesundheitsbeschwerden seien dort &quot;widerlegt&quot; worden. Der wissenschaftliche Befund ist differenzierter. Für die historische Fragestellung bleibt aber etwas anderes interessant: Die öffentliche Gesundheitsdebatte entstand Jahrzehnte nach Beginn des Sendebetriebs.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Schweiz – Sarnen und Lenk: die nächste Protestwelle</span></p>
<p>Die Schweizer Kurzwellensinfrastruktur wurde ab den 1950er Jahren dezentralisiert. Sarnen und Lenk übernahmen Teile der internationalen Ausstrahlung. Sarnen ging 1973 mit einem 250-kW-Kurzwellensender in Betrieb. Lenk folgte 1974 mit zwei 250-kW-Kurzwellensendern. Die dokumentierten Anwohnerproteste wegen &quot;Elektrosmog&quot; setzten erst Anfang der 1990er Jahre ein – rund 20 Jahre nach Aufnahme des Sendebetriebs.</p>
<p>Besonders aufschlussreich ist eine zeitgenössische Darstellung des Schweizer Auslandsrundfunks im &quot;RADIOJournal&quot;. Dort wird berichtet, Swisscom sehe sich an den beiden Standorten Sarnen und Lenk &quot;zunehmenden Protesten von Anwohnern&quot; ausgesetzt, die fürchteten, durch den sogenannten &quot;Elektrosmog&quot; um ihre Gesundheit gebracht zu werden. Als Konsequenz wurde die Stilllegung beschrieben.</p>
<p>Die Quelle nennt Sarnen und Lenk dabei ausdrücklich gemeinsam.Das ist für unsere Fragestellung interessant, weil Schwarzenburg zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren Gegenstand einer öffentlichen Gesundheitsdebatte war.</p>
<p>Die Chronologie lautet damit:</p>
<p><strong>Schwarzenburg</strong><br />
Sendebeginn 1939 → öffentliche Gesundheitsdebatte ab etwa 1980 → größere Proteste ab 1986 → Stilllegung 1998 (März).<br />
<strong>Sarnen</strong><br />
Sendebeginn 1973 → zunehmende Anwohnerproteste wegen &quot;Elektrosmog&quot; Anfang/Mitte der 1990er Jahre → Stilllegung 1992.<br />
<strong>Lenk</strong><br />
Sendebeginn 1974 → zunehmende Anwohnerproteste wegen &quot;Elektrosmog&quot; Anfang/Mitte der 1990er Jahre → Stilllegung 1998 (Oktober).</p>
<p>Damit entsteht erstmals ein Muster, das über einen rein lokalen Zusammenhang hinausweisen könnte. Schwarzenburg war der erste Schweizer Großsenderstandort mit einer öffentlich dokumentierten Gesundheitsdebatte. Sarnen und Lenk folgten später, als &quot;Elektrosmog&quot; bereits ein etabliertes Thema war.</p>
<p>Ob dabei tatsächlich Argumente, Medienberichte oder Protestmuster von Schwarzenburg auf andere Standorte übertragen wurden, ist damit allerdings noch nicht bewiesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Deutschland – Holzkirchen/Valley</span></p>
<p>Der Sender Holzkirchen/Oberlaindern wurde 1951 für Radio Free Europe in Betrieb genommen. 1981 kamen vier Kurzwellensender mit jeweils 250 kW hinzu. Die organisierte lokale Gesundheitsdebatte setzte erst 1995 ein. In diesem Jahr formierte sich eine Bürgerinitiative gegen die Sendeanlage. Gesundheitliche Bedenken waren ein wesentlicher Bestandteil der Auseinandersetzung.</p>
<p>Für die vier 250-kW-Kurzwellensender ergibt sich damit ein Abstand von etwa 14 Jahren zwischen ihrer Inbetriebnahme und der Gründung der Bürgerinitiative. Das ist deutlich weniger als bei Schwarzenburg, aber immer noch kein unmittelbarer Protest nach Einschalten der Sender. Zeitlich liegt Holzkirchen zudem nach der Schweizer Protestwelle um Schwarzenburg sowie den späteren Protesten in Sarnen und Lenk. Damit ist ein möglicher Transfer von Argumenten chronologisch denkbar.</p>
<p>Die Anlage wurde 2003 stillgelegt. Die Stilllegung darf allerdings nicht als Folge nachgewiesener Gesundheitsschäden dargestellt werden. Der Bedeutungsverlust des klassischen Auslandsrundfunks nach dem Ende des Kalten Krieges und veränderte technische und politische Rahmenbedingungen waren entscheidend.</p>
<p>Eine 2007 in sekundären Quellen erwähnte Untersuchung wird von Sendergegnern als Beleg für gesundheitliche Auswirkungen interpretiert. Der Originalbericht konnte in dieser Recherche jedoch nicht überprüft werden. Dem steht eine amtliche Untersuchung der Krebssterblichkeit gegenüber, bei der keine entsprechenden Auffälligkeiten festgestellt wurden. Holzkirchen ist deshalb eindeutig ein Gesundheitsprotestfall, aber kein Nachweis eines wissenschaftlich gesicherten Gesundheitsschadens.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Niederlande – Zeewolde/Flevoland</span></p>
<p>Die Großsendeanlage in Flevoland diente Radio Nederland Wereldomroep und verfügte über mehrere Hochleistungssender. Auch hier entstand die Gesundheitsdebatte erst nach längerem Sendebetrieb.</p>
<p>Ein Anwohner erhob 1994 rechtliche Ansprüche und machte neben technischen Störungen auch gesundheitliche Probleme geltend. 1997 untersuchte die GGD Flevoland Gesundheitsbeschwerden rund um den Kurzwellensender. 1999 veranstaltete die Gemeinde Zeewolde ein Symposium &quot;Kurzwellensender und Volksgesundheit&quot;. Das RIVM dokumentiert beide Vorgänge. Damit folgt Zeewolde zeitlich auf die Schweizer Proteste und auf Holzkirchen.</p>
<p>Das macht Zeewolde für die Frage eines möglichen Mitläufereffekts interessant. Es beweist ihn aber nicht. Die Gesundheitsprobleme können auch unabhängig von den Vorgängen an anderen Standorten entstanden sein. Wichtig bleibt die Unterscheidung zwischen Gesundheitsbedenken und nachgewiesenem Gesundheitsschaden. Die dokumentierte Gesundheitsdebatte ist ein historischer Fakt; daraus folgt keine Kausalität.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Italien/Vatikan – Santa Maria di Galeria</span></p>
<p>Das Sendezentrum von Vatican Radio bei Santa Maria di Galeria entstand bereits in den 1950er Jahren und wurde über Jahrzehnte ausgebaut. Es wurden Hochleistungssender bis etwa 500 kW eingesetzt.</p>
<p>Der organisierte Gesundheitskonflikt begann erst Ende der 1990er Jahre. Die Bürgerinitiative &quot;Bambini senza onde&quot; machte mögliche Gesundheitsgefahren zum zentralen Thema. 2001 demonstrierten rund 200 Menschen gegen den Sendebetrieb. Damit liegt auch dieser Fall deutlich nach dem Beginn der internationalen Elektrosmogdebatte.</p>
<p>Die epidemiologische Untersuchung im Raum Cesano ist wissenschaftlich allerdings komplexer, als es in der öffentlichen Auseinandersetzung häufig dargestellt wurde. Denn eine Untersuchung berichtete statistische Auffälligkeiten bei kindlicher Leukämie und einen Entfernungsgradienten. Die Autoren wiesen jedoch selbst auf die geringe Fallzahl und die ungenaue Erfassung der individuellen HF-Exposition hin. Eine internationale Expertengruppe des italienischen Gesundheitsministeriums kam 2001 zu dem Ergebnis, dass die vorliegenden Daten keine Beziehung zwischen den Emissionen von Radio Vaticana und Inzidenz bzw. Mortalität kindlicher Leukämien nachwiesen.</p>
<p>Auch hier gilt deshalb: Gesundheitsprotest ja. Kausaler Gesundheitsschaden durch den Sender nicht nachgewiesen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Österreich – Moosbrunn: ein Grenzfall</span></p>
<p>Die Kurzwellensendeanlage Moosbrunn wurde 1959 errichtet und in den folgenden Jahrzehnten erweitert. Für 1992/93 ist ein umfangreiches Gutachten des Instituts für Umwelthygiene der Universität Wien bibliografisch belegt: &quot;Medizinisch-hygienische Untersuchungen und Beurteilungen der Kurzwellenanlage Moosbrunn&quot;. Es wurde im Auftrag der Gemeinden Moosbrunn, Mitterdorf und Gramatneusiedl erstellt. Damit ist eine institutionelle Auseinandersetzung mit gesundheitlichen Fragen eindeutig belegt.</p>
<p>Der Volltext des Gutachtens konnte jedoch nicht beschafft werden. Aussagen darüber, welche gesundheitlichen Befunde die Untersuchung tatsächlich ergab, sollten deshalb nicht aus späteren Sekundärquellen übernommen werden.</p>
<p>Moosbrunn wird deshalb in dieser Recherche als Grenzfall geführt und nicht als gleichwertiger Gesundheitsprotestfall.<br />
 <br />
<em>Fortsetzung in Teil II</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75832</link>
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<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 15:11:39 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vetopedia meldet 201 &quot;Elektrosensible&quot; (Stand: 08.08.2026) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zählerstand am 8. August 2026: 201 Fallgeschichten (zwei mehr als am 16. Mai 2026).</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 19:20:50 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Untergang des Hauses Gigaherz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><video width="560" height="315" controls src="https://izgmf.de/assets/kling_20260808_VIDEO_Den_Kopf_i_5165_0.mp4" type="video/mp4">Your browser does not support the video tag. Please visit <a href="https://izgmf.de/assets/kling_20260808_VIDEO_Den_Kopf_i_5165_0.mp4">https://izgmf.de/assets/kling_20260808_VIDEO_Den_Kopf_i_5165_0.mp4</a>.</video></p>
<blockquote><p>Die passende Musik habe ich auch schon: Bitte auf Play-Symbol klicken.</p>
<p><iframe width="441" height="105" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/EmbgPkIz_JA" frameborder="0" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen>Your browser does not support iframes. Please visit <a href="https://www.youtube.com/v/EmbgPkIz_JA">https://www.youtube.com/v/EmbgPkIz_JA</a>.</iframe></p>
</blockquote><p>Das war 2013. Danach lebte Gigaherz unter der Fuchtel von Hansueli Jakob noch elf Jahre leidlich vital. Doch dann war seine Ära als Vereinspräsident zu Ende, das Amt <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73868">ging 2024</a> an die bisherigen Vorstände Vital Burger und Josef Schlumpf. Wegen Untätigkeit wurden beide nach nur zwei Jahren abgewählt. 2026 durfte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75766">Hansueli Stettler</a> auf dem Thron eines dahin siechenden Vereins Platz nehmen, der die schwindende Arbeitskraft von Jakob offensichtlich nicht adäquat ersetzen kann. Frische Zeichen des Gigaherz-Verfalls sind die <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=74363#p75827">Copy-Paste-Übernahme</a> einer von Journalisten unisono verschmähten &quot;Pressemitteilung&quot; des deutschen Vereins Diagnose-Funk und das unverblümte <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=88018#p88018">Einpflegen von Schleichwerbung</a> ins Forum des Vereins durch Vorstandsmitglied und Forum-Admin Elisabeth Buchs. Hinzu kommt im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Vereinsvorstands der Rückzug eines Forummitglieds, das dem Gigaherz-Forum mit wechselnden Pseudonymen über mindestens zehn Jahre hinweg Leben einhauchte und dessen Ausscheiden zur Wiederbelebung von Frau Buchs im Forum führte.</p>
<p>Unter Jakob hieß es <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=13809#p13809">vor rd. 20 Jahren</a> noch: <em>Eine Gruppe, für die wir jedoch auch keinerlei Verständnis aufbringen, sind die Zauberer und Scharlatane, die mit dem Verkauf von allerlei nutzlosen Apparätchen, Figürchen, Chipsen, Ringlein, Steinen und anderem Humbug mit Erkrankten noch Geschäfte machen, oder die Bevölkerung sonstwie mit ihren &quot;Harmonisierungsprodukten&quot; an der Nase herumführen wollen.</em></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 11:49:06 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>BfS: Protokoll der 36. Sitzung am Runden Tisch EMF</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die 36. Sitzung des Runden Tischs EMF (RTEMF) fand am 11. März 2026 virtuell statt (Videokonferenz). Größtes fachliches Thema war diesmal die Kontroverse um die Systematic-Review zu Krebs in Tierstudien und die Gegenanalyse des BfS. Darüber hinaus informierte das BfS über neue Forschungsvorhaben und einen Ausbau seiner Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation. Auszüge aus dem Protokoll, die Postingautor &quot;KI&quot; für Sie zusammengestellt hat, warten unten auf Sie. Die Ausführungen zum Stromnetzausbau sind in dieser Zusammenfassung bewusst ausgeklammert. Wegen eines akuten Cyperschnupfens hat sich die Protokollauswertung diesmal etwas verzögert. Das vollständige sechsseitige Protokoll der Sitzung gibt es wie immer <a href="https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/runder-tisch/runder-tisch_node.html">direkt beim BfS</a>.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">WHO-Tierstudien: BfS hält mit Meta-Analyse dagegen</span></p>
<p>Den fachlichen Schwerpunkt bildete die Auseinandersetzung mit dem von der WHO beauftragten Systematic Review von Mevissen et al. zu Krebs in Tierstudien. Das BfS erläuterte, weshalb es die Schlussfolgerungen des Reviews für methodisch nicht ausreichend abgesichert hält und deshalb eine eigene quantitative Auswertung vorgenommen hat (S. 3–4). Ausgangspunkt der Kritik ist die Vorgehensweise des WHO-Reviews. Dort wurde bereits dann von einem nachgewiesenen Effekt ausgegangen, wenn in einer Langzeitstudie ein statistisch signifikanter Tumoranstieg beobachtet wurde. Meta-Analysen seien wegen der Heterogenität der Studien nicht durchgeführt worden (S. 3). </p>
<p>Nach Auffassung des Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder (KEMF) des BfS war dies zumindest für einzelne Fragestellungen nicht überzeugend. Für Herz und Gehirn bei Ratten seien genügend vergleichbare Langzeitstudien vorhanden gewesen, um die Ergebnisse mittels Meta-Analyse zusammenzuführen. Unterschiede zwischen den Tierstämmen seien durch Subgruppenanalysen beherrschbar gewesen (S. 3). </p>
<p>Das Ergebnis der BfS-Auswertung fällt deutlich nüchterner aus als im WHO-Review. Für maligne Herzschwannome männlicher Ratten ergab sich zwar weiterhin ein statistisch signifikanter Zusammenhang, wegen der großen Unsicherheit wurde das Vertrauen in die Evidenz jedoch zunächst deutlich herabgestuft und anschließend aufgrund einer statistisch signifikanten Dosis-Wirkungs-Beziehung wieder auf <em>moderat</em> angehoben (S. 3). </p>
<p>Beim malignen Gliom fiel das Resultat noch zurückhaltender aus. Zwar deutete auch hier der gepoolte Effektschätzer auf ein erhöhtes Risiko hin, statistisch signifikant war dieses Ergebnis jedoch nicht. Das Vertrauen in die Evidenz wurde deshalb insgesamt nur als <em>gering</em> eingestuft (S. 3). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Methodische Kontroverse bleibt bestehen</span></p>
<p>Bemerkenswert war die Diskussion über die inzwischen veröffentlichte Replik der Autoren des WHO-Reviews. Diese erklärten nachträglich, ein hohes Vertrauen in die Evidenz setze mindestens zwei signifikante Langzeitstudien voraus. Das BfS wies darauf hin, dass sich ein solcher Bewertungsmaßstab weder aus dem veröffentlichten Studienprotokoll noch aus dem eigentlichen Review ableiten lasse. Dort genüge ausdrücklich bereits ein signifikanter Befund, um einen Effekt anzunehmen (S. 4). </p>
<p>Außerdem wurde gefragt, ob Änderungen gegenüber einem veröffentlichten Studienprotokoll grundsätzlich zulässig seien. Die Antwort fiel differenziert aus: Anpassungen seien durchaus möglich, müssten aber gut begründet und möglichst sparsam vorgenommen werden, um nachträgliche Verzerrungen zu vermeiden (S. 4). </p>
<p>Auch die Kritik der Review-Autoren, dem KEMF fehle toxikologische Expertise, wurde angesprochen. Das BfS räumte ein, dass toxikologische Fachkenntnisse beispielsweise bei der Bewertung möglicher Verzerrungen einzelner Tierstudien hilfreich seien. Die eigene Veröffentlichung habe sich allerdings gar nicht mit der Bewertung einzelner Studien beschäftigt, sondern ausschließlich mit der Evidenzsynthese des Reviews (S. 4). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Neue Forschungsvorhaben</span></p>
<p>Das BfS stellte zudem mehrere geplante Forschungsprojekte vor. Neben neuen Studien zu Leukämie, Fehlgeburten und oxidativem Zellstress wurde insbesondere ein Projekt angekündigt, das die Entwicklung der Risikowahrnehmung elektromagnetischer Felder im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Höchstspannungsleitung Ultranet untersuchen soll (S. 4–5). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Neues Netzwerk für den Strahlenschutz</span></p>
<p>Mit dem neu gegründeten Qualifizierungsverbund Strahlenschutz soll nach Angaben des BfS die Fachkompetenz im Strahlenschutz langfristig gesichert werden. Das Netzwerk soll Qualifizierungsangebote bündeln, Kompetenzlücken identifizieren und den Wissensaustausch zwischen Behörden, Wissenschaft und weiteren Akteuren verbessern. Mitglieder des RTEMF wurden ausdrücklich eingeladen, sich daran zu beteiligen (S. 5). <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Ausblick</span></p>
<p>Für die nächste Sitzung wurden bereits mehrere interessante Themen angekündigt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die internationalen Ergebnisse zur EMF-Risikowahrnehmung, biologische Wirkungen hochfrequenter Felder auf Pflanzen, gesellschaftliche Vorstellungen von „Vorsorge“, mögliche Auswirkungen niederfrequenter Felder auf Schlaf und Demenz-Biomarker sowie Ergebnisse des EU-Projekts SEAWave zur KI-gestützten Expositionserfassung (S. 6). </p>
<p><span style="font-size:x-large;">Zusammenfassung</span></p>
<p>Die 36. Sitzung brachte keine spektakulären neuen Forschungsergebnisse hervor. Sie machte jedoch deutlich, dass die wissenschaftliche Debatte über die Bewertung der Tierstudien inzwischen eine neue Ebene erreicht hat. Während der WHO-Review überwiegend qualitativ argumentiert, versucht das BfS mit einer quantitativen Meta-Analyse dieselbe Datenbasis neu zu bewerten. Die eigentliche Kontroverse dreht sich damit längst nicht mehr um einzelne Tumorbefunde, sondern um die Frage, nach welchen methodischen Regeln wissenschaftliche Evidenz überhaupt bewertet werden sollte.</p>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 19:40:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (25): Wellensalat (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Behauptung</strong>: <em>[...] Das elektromagnetische Feld überquert die Häuser von Mamishaus in einer Höhe von 80 bis 100m und reduziert sich nach unten hin gewaltig. Das Feld in Form einer liegenden leicht ansteigenden Keule kann aber den Höhenzug in 9km Entfernung nicht sauber übersteigen und der Messort muss ziemlich nahe im Zentrum gelegen sein. Zudem müssen sich hier Raumwelle und Bodenwelle irgendwie unheimlich gegenseitig verstärken. [...]</em><br />
<strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/episode-nr-2-horror-auf-dem-horbuehlpass/">Episode Nr.2 – Horror auf dem Horbühlpass</a><br />
<strong>Jahr</strong>: 2026</p>
<p><strong>Berichtigung</strong>: Liest man den Text des Ex-Elektrikers, könnte man meinen, die in den Vorhängen des KW-Senders Schwarzenburg eingehängten Dipole hätten unablässig zwei Arten von Funkwellen abgestrahlt: Raumwellen und Bodenwellen. In der Vorstellungswelt Jakobs haben sich beide Wellen  entweder schon über Mamishaus irgendwie gegenseitig verstärkt oder aber erst in 9 km Entfernung bei dem schwierigen Versuch, einen Höhenzug zu übersteigen. Mit seiner Erklärung versucht Jakob sich der kognitiven Dissonanz zu entledigen, dass er am Messort deutlich höhere Feldstärken messen konnte als er erwartet hat. Doch Jakobs Vorstellung von einander am Messort verstärkenden Raum- und Bodenwellen ist physikalisch nicht haltbar.</p>
<p>Die Dipole der Vorhangantennen strahlten nicht zwei Arten von Funkwellen ab, sondern nur die eine, die der Physik seit mehr als 100 Jahren bekannt ist. Und weil eine Funkwelle eine elektromagnetische Welle ist, breitet sich die Wellenfront ohne weiteres Zutun von außen in der Abstrahlrichtung aus. Erst wenn sie am Horizont angekommen ist, kann sich die &quot;Persönlichkeit&quot; einer Funkwelle aufspalten in eine Bodenwelle und in eine Raumwelle. Maßgebend für diese Aufspaltung ist die Frequenz (Wellenlänge) der Funkwellen. Ist die Frequenz niedrig (bis etwa 300 kHz), folgt die Funkwelle über große Entfernung der Erdkrümmung, sie breitet sich als Bodenwelle aus, verliert aber mit jedem Kilometer Wegstrecke an Energie. Ist die Frequenz hingegen hoch (z.B. mehr als 100 MHz), folgt die Funkwelle nicht mehr der Erdkrümmung, sondern sie verschwindet als Raumwelle am Horizont auf Nimmerwiedersehen in die Weiten des Weltraums.</p>
<p>Aber: Im Frequenzbereich zwischen 300 kHz und 100 MHz gibt es irgendwo einen Fenstereffekt, der sich dramatisch auf die Ausbreitung von Funkwellen auswirkt. Die Ionosphäre ist eine Atmosphärenschicht der Erde, sie beginnt etwa 60 km über dem Erdboden und kann bis zu 1000 km dick werden. Das Besondere an der Ionosphäre: Sie reflektiert Funksignale im Kurzwellenbereich zurück zur Erde, wogegen sie Signale höherer Frequenz in den Weltraum passieren lässt. Das Fenster reicht von etwa 3 MHz bis 30 MHz, am besten reflektiert die Ionsphäre zwischen 5 MHz und 10 MHz.</p>
<p>Schwarzenburg sendete je nach Zielregion auf KW-Rundfunkbändern im Bereich zwischen 6 MHz und 22 MHz. Für die tausende Kilometer entfernten Zielregionen hatte somit die Bodenwelle im Vergleich zur Raumwelle keinerlei Bedeutung. Theoretisch aber war in einem Zielgebiet die Bodenwelle noch vorhanden, wenn auch bedeutungslos schwach. Das ist nur deshalb erwähnenswert, weil in einem der weit entfernten Zielgebiete Jakobs Überlegung nicht grundsätzlich falsch ist. Denn erst dort, und nicht schon ein paar Kilometer von Schwarzenburg entfernt, trifft die reflektierte starke Raumwelle auf die schwache Bodenwelle und kann mit dieser je nach Phasenlage im Sinne von Interferenz tatsächlich interagieren.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 18:53:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mit letzter Kraft: Gigaherz tröstet Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Google-News</strong>: Die Abfrage der Trefferanzahl bei der Nachrichtensuchmaschine von Google ergab am 26.07.2026 <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=Imz&amp;sca_esv=b82670b0d831f519&amp;q=Studien+Wirkmechanismen+Wendepunkt+Diagnose&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyxnJxlUjxdh87NfINuXgFnexOmvDDkgmG0NGNun2w7I27V7-0VsQsNKN9qmUdvVX7wIhddFV7p4epiRbHj_7fRlkyzLF3tRY7qERXaiqNjznCpGxE&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjY2bunmfCVAxVAR_EDHYvTIpEQ0pQJegQIGBAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">mit diesem Suchbegriff</a> null Treffer. Den von dem Verein gesehenen Wendepunkt in der Mobilfunkforschung sehen Journalisten offenkundig nicht.</p>
</blockquote><p>In Anbetracht der trostlosen Situation mit den Medien kann Diagnose-Funk Trost gut gebrauchen. Tröster in der Not ist der schweizerische Verein Gigaherz. Das ist aller Ehren wert, denn Gigaherz kämpft selbst ums Überleben und steht vor einer ungewissen Zukunft. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte haben die Eidgenossen am 6. August 2026 <a href="https://www.gigaherz.ch/mobilfunkforschung-am-wendepunkt/">eine sogenannte Pressemitteilung von Diagnose-Funk</a> übernommen und 1:1 abgedruckt. Unter Ex-Präsident Jakob gab es so eine Selbstaufgabe nie. Wenn dies jetzt unter dem frisch gewählten neuen Präsidenten Stettler möglich ist, dann mag das für Diagnose-Funk tröstlich sein. Ungewollt ist es aber auch ein deutliches Signal, dass der Zerfall von Gigaherz unter der Oberfläche ungebremst weiter fortschreitet.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75766">Hansueli Stettler berichtet vom Neustart des Vereins Gigaherz</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 16:47:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>2025-12-16: Bluetooth verzögert Gehirnentwicklung vor Geburt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Publikationsdatum</strong>: 16. Dezember 2025<br />
<strong>Titel</strong>: <a href="https://www.presseportal.de/pm/134366/6180147">Bluetooth-Strahlung verzögert Gehirnentwicklung vor der Geburt</a></p>
</blockquote><p>Die von der Pressemitteilung thematisierte Hirnzellenstudie wurde im August 2026 in <a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/1A64ICHqI33E/Newsletter_BERENIS_Nr45_Jul_2026_DE.pdf">Folge 45 des schweizerischen &quot;Berenis-Newsletters&quot;</a> (Beratende Expertinnen- und Expertengruppe nicht-ionisierende Strahlung) besprochen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:16:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Neues von Berenis (45): Juli 2026</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zeitraum von Ende Juli bis Ende Oktober 2025 wurden 109 neue Publikationen identifiziert, von denen sechs von Berenis vertieft diskutiert wurden. Drei davon wurden gemäß den Auswahlkriterien als besonders relevant eingestuft und sind hier ggf. gekürzt zusammengefasst. Die besprochene Gliazellstudie wurde von Diagnose-Funk im Dezember 2025 mit einer Pressemitteilung hervorgehoben. Ungekürzt und mit Literaturangaben gibt es den aktuellen Berenis-Newsletter <span class="underline"><a href="https://www.bafu.admin.ch/dam/de/sd-web/1A64ICHqI33E/Newsletter_BERENIS_Nr45_Jul_2026_DE.pdf">hier</a></span>.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Experimentelle Tier- und Zellstudien</span></p>
<p><strong>Einfluss von HF-EMF auf den Stoffwechsel von Hodenzellen (Miao et al. 2025)</strong><br />
Die Studie von Miao et al. (2025) zielte darauf ab, mögliche Einflüsse von HF-EMF auf den Metabolismus (Stoffwechsel) von Hodenzellen zu untersuchen, indem eine hypothesenfreie globale Analyse der zellulären Metabolite («Metabolomik») durchgeführt wurde. Dazu wurden hormon-produzierende Leydig-Zwischenzellen sowie eine Spermatogonien-Zelllinie von Mäusen in vitro für 24 Stunden einem GSM-modulierten 1,95-GHz-HF-EMF (SAR: 3 W/kg) ausgesetzt. Die Exposition erfolgte entweder kontinuierlich oder in einstündigen Intervallen. Die Analyse der Metabolite aus sechs unabhängigen Experimenten mittels Massenspektrometrie ergab unterschiedliche Ausmasse der zellulären Reaktion auf die Exposition in Abhängigkeit von der Expositionsart (kontinuierlich vs. intermittierend) sowie eine Beeinflussung der Stoffwechselwege der beiden Zelltypen. Die grössten Unterschiede in den Metabolomen (&gt; 600 Metabolite) wurden in Leydig-Zwischenzellen nach kontinuierlicher Exposition beobachtet, während die Beeinflussung des Stoffwechsels der Spermatogonien weniger ausgeprägt war (ca. 50 Unterschiede). Bioinformatische Analysen der Metabolome der Leydig-Zwischenzellen ergaben, dass die Unterschiede für die kontinuierliche Exposition vornehmlich Aminosäuren, den Energie-Metabolismus und das anti-oxidative System (Glutathion) betrafen, wogegen die Intervall-Exposition zu Veränderungen von Fettsäuren und des Purin-Metabolismus führte. Obwohl sich nur ein kleiner Teil der veränderten Metabolite nach kontinuierlicher und intermittierender Exposition überlagerte, deutet die integrierte Analyse auf eine Rolle von ADP hin, das als «entladenes» Energie-Molekül und Stoffwechsel-Sensor eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt.</p>
<p>Untersuchungen auf Stoffwechseleinflüsse von EMF gibt es bis anhin kaum, daher eröffnen die Daten dieser Studie diesbezüglich potenziell neue Erkenntnisse. In dieser Studie (Miao et al. 2025) mit Fokus auf Zellen des männlichen Fortpflanzungssystems wurden Hinweise auf Zelltyp- und Expositionsart-spezifische Unterschiede von Metaboliten gefunden, die viele andere zelluläre Mechanismen beeinflussen könnten. Die Veränderungen im Zusammenhang mit dem Energiemetabolismus und insbesondere die Reduktion der Glutathion-Synthese könnten im Zusammenhang mit einer Vielzahl von vorherigen Beobachtungen von EMF-Effekten stehen. Eine Verminderung der Effektivität des Glutathion-basierten anti-oxidativen Verteidigungssystems könnte das Auftreten von oxidativem Stress nach Exposition begünstigen, was in einigen Studien bereits beobachtet wurde (siehe Newsletter-Sonderausgabe Januar 2021). Es braucht allerdings noch viele weitergehende Untersuchungen, um diesen und weitere Zusammenhänge umfassend zu verstehen.</p>
<p><strong>HF-EMF reguliert bestimmte Signalwege in der Differenzierung von Gliazellen während der Entwicklung der humanen Hirnrinde (Cakir et al. 2025)</strong><br />
In der Studie von Cakir et al. (2025) wurden Effekte von HF-EMF auf die Entwicklung der menschlichen Hirnrinde (Cortex) untersucht [dem Verein Diagnose-Funk war die Studie eine <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75248">Pressemitteilung</a> wert; Anm. Postingautor]. Es ist bekannt, dass neben genetischen Faktoren auch pränataler Stress, Infektionen sowie die Ernährung die Hirnentwicklung beeinflussen können. Die aus humanen Stammzellen entwickelten Hirnrinden-Organoide können eingesetzt werden, um die Selbsterneuerung von humanen neuronalen Stammzellen zu studieren und dienen so als Modell zur Erforschung von Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. </p>
<p>Die Stammzellen wurden während ihrer ca. 70-tägigen Entwicklung zu Hirnrinden-Organoiden ab Tag 10 täglich für 12 oder 24 Stunden nach der Induktionsphase von Tag 10 – 70 (Reifungsphase) HF-EMF ausgesetzt (2,4 GHz, max. IPD: 2,5 mW/m²). Die täglich 12-stündige HF-EMF-Exposition ergab keine morphologischen Veränderungen der Organoide, während die 24-stündige HF-EMF-Exposition zu morphologischen Veränderungen und einer verringerten Organoid-Grösse in den frühen Entwicklungsphasen führte, die aber am Ende, nach 2 Monaten, nicht mehr ersichtlich waren. Die HF-EMF-Exposition induzierte einen Anstieg des Markers SOX2, einem Transkriptionsfaktor für die Erhaltung der Selbsterneuerung der Zellen, sowie eine erhöhte Zellteilung der apikalen Gliazellen. Diese Befunde wurden an Zellen von nicht-menschlichen Primaten verifiziert. Die Exposition resultierte ausserdem in einem Anstieg der Dichte von Dornfortsätzen von Dendriten (Ausläufern von Nervenzellen) und einer höheren Anzahl von Synapsen im Vergleich zu den Kontrollen. Diese Befunde weisen auf eine verbesserte synaptische Übertragung hin, was durch Messungen einer erhöhten elektrischen Aktivität nach HF-EMF-Exposition bestätigt wurde.</p>
<p>Im Weiteren verzögerte die HF-EMF-Exposition die Differenzierung und Entwicklung von Gliazellen aus den humanen Stammzellen in den Hirnrinden-Organoiden; die Nervenzellen behielten ihren Stammzellcharakter länger. Neben den morphologischen Veränderungen wurden nach HF-EMF-Exposition insbesondere Veränderungen von Genaktivitäten, eine erhöhte Dichte von dendritischen Dornfortsätzen sowie Funktionsänderungen der Nervenzellen gefunden. Dies sind Beobachtungen, die Charakteristika der Pathogenese von Patienten mit Autismus ähnelten. Die veränderte Regulation des sogenannten BET-Proteins durch HF-EMF, das eine Rolle in diesem Erkrankungskomplex spielt, induzierte Defekte in der neuronalen Entwicklung. Als Beweis für diesen Effekt konnte gezeigt werden, dass BET-Hemmer diese Effekte rückgängig machten.</p>
<p>Die Ergebnisse weisen auf einen Mechanismus hin, bei dem HF-EMF die frühe Gehirnentwicklung verzögert, und zwar durch eine Verzögerung der Reifung von neuronalen Vorläuferzellen, die durch epigenetische Signalwege vermittelt wird. Andererseits gibt es Hinweise, dass HF-EMF auch einen Prozess der Selbsterneuerung von neuronalen Stammzellen induziert, was eine interessante Beobachtung ist, die von therapeutischer Bedeutung für neurodegenerative Erkrankungen ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Experimentelle Humanstudien</span></p>
<p><strong>Keine Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei älteren Personen (&gt; 60 Jahre) (Sauter et al. 2025)</strong><br />
Die Ergebnisse experimenteller Humanstudien über die Auswirkungen von HF-EMF auf die kognitive Leistungsfähigkeit sind heterogen. Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Studie untersuchten, ob die kognitiven Funktionen älterer Menschen (Männer und Frauen im Alter von 60 bis 80 Jahren) anfälliger sind, und sie daher anders auf die Exposition gegenüber HF-EMF reagieren als jüngere Menschen.</p>
<p>Je 30 Männer und Frauen wurden während 2,5 Stunden zwei Arten von Feldern und einer Kontrollbedingung ohne Feld ausgesetzt: GSM900 (Global System for Mobile Communications; Trägerfrequenz: 915 MHz, Modulation: 217 Hz, Duty Cycle: 0,125, SAR: 2 W/kg) und Tetra (Terrestrial Trunked Radio; Trägerfrequenz: 385 MHz, Modulation: 17,6 Hz, Duty Cycle: 0,25, SAR: 6 W/kg). Während der Exposition wurden kognitive Tests in Form von verschiedenen Aufmerksamkeitsaufgaben durchgeführt. Die Studie erfolgte doppelblind und randomisiert. Die Datenerhebung erfolgte an 9 Tagen (in Abständen von 2 Wochen; 3 Blöcke mit 3 Bedingungen). Beide Expositionen (GSM900 und Tetra) hatten keinen Effekt auf die kognitive Leistungsfähigkeit und waren auch nicht geschlechtsabhängig. Somit zeichnete sich auch keine Dosis-Wirkungsbeziehung ab (höhere Intensität der Strahlung bei Tetra).</p>
<p>Eine 2,5-stündige Exposition mit relativ hoher Intensität entspricht nicht einer realistischen Situation; es handelt sich hier um ein «worst-case» Szenario. Die Resultate entsprechen den Ergebnissen der jüngsten umfassenden Meta-Analysen für die jüngere Bevölkerung (siehe Newsletter-Sonderausgabe Dezember 2025). Allerdings sind in diesem Zusammenhang Metaanalysen nicht unbedingt sinnvoll, da die heterogenen Expositionsbedingungen der verschiedenen Studien nicht in die Analyse eingehen. Zusammenfassend lässt sich schlussfolgern, dass bezüglich der kognitiven Leistungsfähigkeit die ältere Bevölkerung nicht anfälliger ist als die jüngere. Allerdings können daraus keine Schlüsse über ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Krankheiten gezogen werden. Ebenso kann nichts über Effekte von Langzeitexposition ausgesagt werden.</p>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 11:04:21 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>12.08.2026 Sonnenfinsternis zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. August wird ein besonderes Naturphänomen am Himmel über Europa erwartet: Der Mond schiebt sich am Abend vor die Sonne und verdeckt sie fast vollständig. Die Sonne wird - von Deutschland aus gesehen - bei dieser partiellen Sonnenfinsternis bis zu 90 Prozent bedeckt sein. Wer das Ereignis am Himmel beobachten möchte, sollte seine Augen gut schützen.</p>
<p>Denn auch wenn diese Sonnenfinsternis erst zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr stattfindet und die Bedeckung durch den Mond groß ist, kann auch um diese Zeit die Sonne das Auge schädigen. Insbesondere die Netzhaut trägt in kürzester Zeit irreparable Schäden davon. Daher empfehlen die Fachleute des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) <a href="https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2026/007.html">folgende Tipps</a> zu berücksichtigen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75824</link>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 19:07:00 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Beängstigend bleibt aber, dass manchen Schweinen durch die Bestrahlung ein drittes Vorderbein gewachsen ist.</p>
</blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/wink2.gif" alt=":wink:" /> </p>
<p>Im Prompt wünschte ich mir von ChatGPT nachdenkliche Schweinderl im Sinne von &quot;huch, was machen die mit mir?!&quot;, denn da hatte ich noch nicht auf dem Plan, dass die Tiere narkotisiert waren. Das dritte Bein erklärte ich mir dann als total entspannt nach vorne ausgestrecktes Hinterbein, was aber zugegeben nach &quot;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Motivated_Reasoning">motivated Reasoning</a>&quot; riecht.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 16:41:09 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>6G misst Atmung sowie Herzschlag und kann durch Wände sehen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der kommende Mobilfunkstandard 6G soll nicht nur Daten übertragen, sondern die Umgebung gleichzeitig wie ein Radar abtasten. Die deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden sehen darin ein Überwachungspotenzial, das sich mit den bisherigen Maßstäben kaum noch fassen lässt. Am Barkhausen Institut in Dresden entstehen deshalb erste technische Schutzmechanismen, die noch vor der Festschreibung des Standards wirken sollen. Im September 2026 kommen dafür internationale Fachleute in Sachsen zusammen. <a href="https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/technik/neues-6g-netz-misst-atmung-sowie-herzschlag-und-kann-durch-waende-sehen-133711752">weiter ...</a></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Aufatmen bei organisierten Mobilfunkgegnern, damit ist ihr Fortbestand auf Jahre gesichert <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:57:55 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Beängstigend bleibt aber, dass manchen Schweinen durch die Bestrahlung ein drittes Vorderbein gewachsen ist.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:25:36 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>Schutti2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Auch das noch: fliegende Mobilfunkantennen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Überzeugte &quot;Elektrosensible&quot; sind möglicherweise schon bald nirgendwo mehr sicher vor Mobilfunk-Exposition. Mussten empfindliche Personen bislang nur den Horizont mit Scannerblick nach Antennen absuchen, müssen sie künftig möglicherweise auch nach oben schauen. Denn die Deutsche Telekom testet derzeit unbemannte Kleinstflugzeuge mit eingebauten Mobilfunkantennen.</strong></span><br />
 <br />
Die Deutsche Telekom hat kürzlich demonstriert, wie sich Mobilfunk aus der Luft unterbrechungsfrei bereitstellen lässt. Nach dem ersten Einsatz einer fliegenden Mobilfunkantenne im kommerziellen Live-Netz im vergangenen Jahr folgte nun der nächste Entwicklungsschritt: Gemeinsam mit T-Mobile Tschechien und Primoco UAV testete die Telekom den nahtlosen Wechselbetrieb zweier fliegender Antennen bei einer Großveranstaltung. Der erfolgreiche Feldversuch bringt die Mobilfunkversorgung aus der Luft der praktischen Anwendung einen Schritt näher.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Fliegender Wechsel sichert die Mobilfunkversorgung</span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202608060911066a744faad3d33.jpg" loading="lazy" class="left" alt="[image]" width="700" height="525" />◄ Dieses Kleinstflugzeug spannt mit eingebauten Antennen bis zu 20 km² große Mobilfunkzellen am Boden auf<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Deutsche Telekom</span></p>
<p><br />
Während des Feldversuchs in Tschechien verbanden sich Smartphones automatisch mit der jeweils aktiven Mobilfunkzelle. Telefonate und Datenverbindungen liefen unterbrechungsfrei weiter. Der entscheidende Vorteil beim Einsatz von zwei Fluggeräten des Typs Primoco One 150 liegt in der durchgehenden Versorgung rund um die Uhr. Während ein Flugzeug am Boden betankt wird, bleibt das zweite in der Luft und gewährleistet die Verbindung. Das macht die Lösung besonders wertvoll in Krisensituationen, in denen zuverlässige Kommunikation jederzeit verfügbar sein muss. Zum Test gehörte außerdem eine Satellitenanbindung an Bord der Flugzeuge. Sie ermöglichte die direkte Anbindung der fliegenden Mobilfunkantenne an das Mobilfunkkernnetz, ohne dass dafür eine zusätzliche Bodenstation erforderlich war.</p>
<p>Wechselbetrieb und Satellitenanbindung versprechen neue Einsatzszenarien für Mobilfunk aus der Luft. So könnte die Technologie stationäre Netze künftig dort ergänzen, wo Infrastruktur fehlt, ausfällt oder kurzfristig zusätzliche Kapazität benötigt wird. Mögliche Szenarien sind Waldbrände, Überschwemmungen oder große Veranstaltungen in abgelegenen Regionen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Feldversuch bei Geländelauf</span></p>
<p>Beim Geländelauf Běhej lesy in Tschechien musste sich das System unter realen Bedingungen bewähren. Die abgelegene Laufstrecke im Landschaftsschutzgebiet der Brdy-Berge eignete sich mit ihrer begrenzten Mobilfunkversorgung ideal für den Praxistest. Ein &quot;Mobilfunkmast to go&quot; versorgte den Start- und Zielbereich. Entlang der Laufstrecke stellten die fliegende Antennen im nahtlosen Wechselbetrieb die Netzversorgung sicher. Rund 1900 Läuferinnen und Läufer waren so während der gesamten Veranstaltung zuverlässig mit Mobilfunk versorgt. </p>
<p>Aus einer Flughöhe von zwei bis drei Kilometern versorgten die beiden Flugzeuge im Praxistest ein Gebiet von bis zu 20 Quadratkilometern mit LTE- und 5G-Mobilfunk. Sie nutzten dieselben Standardfrequenzen wie terrestrische Netze und erreichten über einen 10-MHz-Kanal Datenraten von bis zu 100 Mbit/s. Bei Bedarf lassen sich Netzkapazitäten gezielt priorisieren, etwa für Einsatzkräfte. Die verwendeten Flugsysteme von Primoco verfügen zudem bereits über umfangreiche europäische Zulassungen. (<a href="https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/lueckenloser-mobilfunk-aus-der-luft-1106528">Quelle</a>)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75820</link>
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<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:17:48 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Signalquelle war ein 1-MW-Klystron bei 5,6 GHz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="font-size:x-large;">Extrem hohe Leistungsdichten erforderlich</span></p>
<p>Die verwendeten Leistungsdichten lagen zwischen 44&#039;000 W/m² (4,4 W/cm²) und 81&#039;000 W/m² (8,1 W/cm²). Sie überstiegen die Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung nach ICNIRP und IEEE (max. 10 W/m²) um mehrere Größenordnungen.</p>
<p>Die Autoren bestimmten für eine 20 s dauernde Exposition eine ED50 von 102 J/cm² für oberflächliche Verbrennungen, entsprechend rund 51&#039;000 W/m² (5,1 W/cm²). Für partielle Hautverbrennungen lag der Wert bei 121 J/cm² beziehungsweise rund 60&#039;500 W/m² (6,05 W/cm²), für vollständige Hautverbrennungen bei 138 J/cm² beziehungsweise rund 69&#039;000 W/m² (6,9 W/cm²).</p>
<p>Unterhalb von etwa 50&#039;000 W/m² (5 W/cm²) traten kaum Verbrennungen auf. Oberhalb von etwa 60&#039;000 W/m² bis 65&#039;000 W/m² (6 bis 6,5 W/cm²) stieg die Wahrscheinlichkeit schwerer Hautschäden dagegen innerhalb eines relativ kleinen Leistungsbereichs stark an.</p>
</blockquote><p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: Wie wurde die extrem starke Exposition technisch erreicht?<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Die Autoren beschreiben den Versuchsaufbau erstaunlich detailliert. Die hohen Leistungsdichten wurden nicht mit einer Mobilfunkantenne erzeugt, sondern mit einer speziellen Mikrowellenanlage im Labor.</p>
<p>Der Aufbau sah im Wesentlichen so aus:</p>
<p>Als Sender diente ein 1-MW-Klystron bei 5,6 GHz. Es wurden 2-µs-Pulse erzeugt. Durch Wahl der Pulswiederholfrequenz stellten die Autoren die gewünschte mittlere Leistungsdichte ein. Sie begründen, weshalb diese gepulste Anregung hinsichtlich der thermischen Wirkung einer kontinuierlichen Bestrahlung über 20 s entspricht.</p>
<p>Anschließend wurde die Strahlung über einen Rechteckhohlleiter in ein Horn, und danach über einen speziell angefertigten parabolischen Reflektor auf die Haut fokussiert. Der Reflektor bündelte die Energie auf einen ungefähr 7 cm breiten Gauß-förmigen Fleck. Dadurch entstand auf dieser relativ kleinen Fläche die extrem hohe Leistungsflussdichte.</p>
<p>Die Schweine lagen narkotisiert auf einem Operationstisch. Für jede Exposition wurde ein anderes Hautareal exakt in den Brennpunkt des Systems gebracht und dort 20 s bestrahlt. Die Leistungsdichte wurde zuvor sorgfältig kalibriert und während der Versuche überwacht.</p>
<p>Aus meiner Sicht ist das ein wichtiger Punkt für die Einordnung: Die Versuchsanordnung hatte mit einer Mobilfunk-Basisstation praktisch nichts gemeinsam. Es handelte sich vielmehr um einen hochfokussierten Mikrowellenprüfstand, der gezielt dafür entwickelt wurde, auf einer kleinen Hautfläche Verbrennungen hervorzurufen und deren Schwellen möglichst präzise zu bestimmen. Genau deshalb konnten Leistungsdichten von 44&#039;000 bis 81&#039;000 W/m² (4,4 bis 8,1 W/cm²) erreicht werden.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75819</link>
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<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 17:44:31 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tierstudie bestimmt thermische Verbrennungsschwelle der Haut</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Mit der Einführung von 5G verbreiteten einige organisierte Mobilfunkgegner die abenteuerliche Behauptung, 5G-Millimeterwellen könnten beim Menschen Hautverbrennungen hervorrufen. Eine jetzt veröffentlichte Tierstudie liefert dazu belastbare Daten – allerdings unter Laborbedingungen mit absichtlich extremen Überexpositionen.</strong></span><br />
 <br />
Die Arbeit schließt eine Lücke in einer bereits 2024 begonnenen Versuchsreihe. Nach Untersuchungen bei 8,2 GHz und 95 GHz bestimmten die Autoren nun erstmals Verbrennungsschwellen der Schweinehaut bei 5,6 GHz und verglichen die experimentellen Befunde mit einem thermischen Rechenmodell.</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Hintergrund und Studienziel</span></p>
<p>Die Arbeitsgruppe um James E. Parker (Air Force Research Laboratory) setzte ihre Untersuchungen zu thermischen Hautschäden durch Hochfrequenzstrahlung fort. Ziel war es, die Leistungsdichten zu bestimmen, bei denen oberflächliche, partielle und vollständige Hautverbrennungen auftreten, und diese Befunde mit einem thermischen Modell abzugleichen.</p>
<p>Als Versuchstiere dienten vier narkotisierte Schweine. Ihre Haut gilt wegen ihres anatomischen Aufbaus als gut geeignetes Modell für Verbrennungsstudien. Alle Expositionen dauerten 20 s. Anschließend wurden die bestrahlten Hautareale nach 1, 24, 72 und 168 h histopathologisch untersucht. Die Auswertung erfolgte verblindet anhand eines 20 Kriterien umfassenden Bewertungssystems.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202608051720086a7370c881667.jpg" loading="lazy" alt="[image]" width="980" height="653" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: ChatGPT</span><br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Extrem hohe Leistungsdichten erforderlich</span></p>
<p>Die verwendeten Leistungsdichten lagen zwischen 44&#039;000 W/m² (4,4 W/cm²) und 81&#039;000 W/m² (8,1 W/cm²). Sie überstiegen die Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung nach ICNIRP und IEEE (max. 10 W/m²) um mehrere Größenordnungen.</p>
<p>Die Autoren bestimmten für eine 20 s dauernde Exposition eine ED50 von 102 J/cm² für oberflächliche Verbrennungen, entsprechend rund 51&#039;000 W/m² (5,1 W/cm²). Für partielle Hautverbrennungen lag der Wert bei 121 J/cm² beziehungsweise rund 60&#039;500 W/m² (6,05 W/cm²), für vollständige Hautverbrennungen bei 138 J/cm² beziehungsweise rund 69&#039;000 W/m² (6,9 W/cm²).</p>
<p>Unterhalb von etwa 50&#039;000 W/m² (5 W/cm²) traten kaum Verbrennungen auf. Oberhalb von etwa 60&#039;000 W/m² bis 65&#039;000 W/m² (6 bis 6,5 W/cm²) stieg die Wahrscheinlichkeit schwerer Hautschäden dagegen innerhalb eines relativ kleinen Leistungsbereichs stark an.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die Frequenz beeinflusst die Art der Verbrennung</span></p>
<p>Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der Vergleich mit den früheren Untersuchungen derselben Arbeitsgruppe.</p>
<p>Bei 95 GHz wird die elektromagnetische Energie fast ausschließlich in den obersten Hautschichten absorbiert. Die Verbrennungsschwere nimmt deshalb über einen vergleichsweise breiten Leistungsbereich allmählich zu.</p>
<p>Bei 5,6 GHz dringt die Strahlung deutlich tiefer in die Haut ein. Nach Berechnungen der Autoren wird dadurch nahezu die gesamte Hautdicke gleichzeitig erwärmt. Sobald an der Oberfläche Verbrennungen auftreten, sind häufig auch tiefere Hautschichten bereits erheblich geschädigt. Der Übergang von keiner Verbrennung zu schweren Verbrennungen erfolgt deshalb wesentlich abrupter als bei 95 GHz.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Messung und Modell stimmen gut überein</span></p>
<p>Die Autoren verglichen ihre experimentellen Ergebnisse mit einem eindimensionalen Wärmetransportmodell, das Wärmeleitung, Blutperfusion und die dielektrischen Eigenschaften der einzelnen Hautschichten berücksichtigt.</p>
<p>Zwischen den gemessenen Temperaturverläufen, den berechneten Temperaturen und den histopathologischen Befunden zeigte sich eine gute Übereinstimmung. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass das verwendete Wärmemodell die thermischen Hautschäden im Schweinehautmodell realistisch beschreibt.</p>
<p>Bemerkenswert ist auch, dass die Autoren technische Probleme – unter anderem Schwankungen der Senderleistung und einige unbrauchbare Gewebepräparate – offen dokumentieren und deren Einfluss auf die Ergebnisse diskutieren.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Einordnung</span></p>
<p>Die Studie untersucht thermische Hautverbrennungen nach 20 s dauernden Mikrowellen-Überexpositionen an Schweinehaut. Da Schweinehaut als Standardmodell für experimentelle Verbrennungsstudien des Menschen gilt, besitzen die Ergebnisse auch für die Bewertung menschlicher Hautverbrennungen hohe Aussagekraft.</p>
<p>Die experimentell bestimmten Verbrennungsschwellen liegen bei Leistungsdichten von mehreren zehntausend Watt pro Quadratmeter und damit um mehrere Größenordnungen über den Referenzwerten für die Allgemeinbevölkerung. Die während der Einführung von 5G verbreiteten Behauptungen, Mobilfunk könne beim Menschen Hautverbrennungen verursachen, werden durch diese experimentellen Befunde klar widerlegt.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: Parker JE, Rodriguez RA, Vázquez-Colón CD et al. Thermal Damage to the Skin From 5.6 GHz Microwave Exposures in Swine. Bioelectromagnetics, 2026.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=67035">Klaus Buchner verbreitet völligen Stuss</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74680">5G-Exposition schadet Menschenhaut nicht</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65249">Begünstigt 5G Hautkrebs?</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75818</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75818</guid>
<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 17:21:03 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
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