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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - &quot;Thank you for Calling&quot;: Kein Durchbruch nach 20 Jahren!</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>&quot;Thank you for Calling&quot;: Kein Durchbruch nach 20 Jahren! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>wäre seine &quot;Doku&quot; seriös recherchiert. Ist sie bekanntlich jedoch nicht. Eine mir jetzt erst aufgefallene vergleichsweise kleine Falschinformation steckt in Scheidstegers Schlachtruf aus dem Jahr 2014: &quot;Ein Durchbruch nach 20 Jahren!&quot; Von wegen 20 Jahre! Das Verfahren in erster Instanz startete am 15. November 2001 und man muss wahrhaftig nur die Grundrechenarten beherrschen, um auszurechnen, dass es 2014 nicht 20 Jahre auf dem Buckel hatte, sondern 13.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Gut beobachtet!</p>
</blockquote><p>Gut beobachtet? Dachte auch ich. Stimmt aber nicht <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />. Denn in seinem Hang zu Dramatik vertauschte Scheidsteger Ursache-Wirkung zu Wirkung-Ursache und machte erst im Folgesatz deutlich, dass sich seine 20 Jahre nicht auf den Prozessbeginn als Startdatum beziehen, sondern auf die &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=62868">erste Warnung der Wissenschaft</a>&quot;. Womit er mit 2014 – 20 Jahre das Jahr 1994 als Startdatum der ersten Warnung ausgemacht haben will.</p>
<p>Also habe ich mich auf die Socken gemacht, diese Behauptung zu prüfen. Und wie erwartet, stellte sie sich als falsch heraus.</p>
<p>Ausgangspunkt meiner Recherche war <a href="https://izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_11/boetsch/boetsch.html">diese Story</a> über Folgen des ersten EMF-Hirntumorprozesses in den USA. Es geht dort um Suzy Ellen Reynard, die an einem Gliom litt, gemeinsam mit ihrem Ehemann im April 1992 etliche Firmen der Mobilfunkindustrie verklagte und kurz darauf am 24. Mai 1992 mit 33 Jahren verstarb. Relevant ist folgende Textpassage:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Dr. David Perlmutter, der behandelnde Neurologe, bestärkt den Witwer in dessen Verdacht, das Handy habe etwas mit dem Hirntumor seiner verstorbenen Frau zu tun, indem er belastende klinische Unterlagen vorlegt. Diese bestätigten, dass sich der Tumor hinter dem linken Ohr im unmittelbaren Strahlungsfeld der Handyantenne entwickelt hat. Perlmutter beruft sich auf Studien von <span style="color:#f00;">Dr. Stephen Cleary</span>, der am Medical College des Bundesstaates Virginia in Richmond arbeitet. Cleary hat zeigen können, dass im Reagenzglas kultivierte Krebszellen unter Einwirkung hochfrequenter Funkfelder zu wachsen anfangen. [...]</strong></em></span></p>
<p>Auf der Suche nach Cleary <a href="https://microwavenews.com/news-center/stephen-cleary">landete ich bei Louis Slesin</a>, der anlässlich des Ablebens von Cleary 2016 in seinem Nachruf schrieb (übersetzt ins Deutsche):</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] 1990 veröffentlichte Cleary einen Artikel in <a href="http://www.rrjournal.org/doi/abs/10.2307/3577561?=">Radiation Research</a>, der die letzten Jahre seiner Forschungskarriere prägen sollte. Er zeigte, dass Mikrowellen das Wachstum menschlicher Hirntumorzellen (Gliome) modulieren. Die Ergebnisse waren provokant. Bei relativ geringen Intensitäten (5 W/Kg) vermehrten sich die Tumorzellen nach einer einzigen zweistündigen Exposition stärker und wuchsen auch fünf Tage später noch abnormal. [...]</strong></em></span></p>
<p>Da Slesins Link fehlerhaft ist und nicht zum Ziel führt, suchte ich zur Bestätigung der Information im EMF-Portal nach Cleary und fand diese <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/869"><span class="underline">hier</span></a>. Ob 1990 nun tatsächlich das Datum der &quot;ersten Warnung der Wissenschaft&quot; ist, sei dahingestellt, darum geht es hier und jetzt nicht, das Datum beweist lediglich, dass Scheidsteger mit seinen 20 Jahren auf jeden Fall falschliegt. Er hätte sagen müssen &quot;Ein Durchbruch nach [mindestens] 24 Jahren!&quot; Doch auch diese Variante ist Bullshit, denn den herbeigedichteten &quot;Durchbruch&quot; hat es so oder so nie gegeben, der entsprang allein der blühenden Phantasie Scheidstegers. </p>
<p>Aus welchem Finger sich der Märchenfilmer für Erwachsene die 20 Jahre gesaugt hat, weiß ich nicht, wahrscheinlich hat ihm sein angehimmelter Mentor George L. Carlo da etwas Falsches eingesagt, denn Carlo starte 1993 das berüchtigte WTR-Forschungsprogramm, mit dem er seinen Auftraggeber (CTIA) nach allen Regeln der Kunst aufs Kreuz legte. Und was Carlo sagt, ist für Scheidsteger ohne wenn &amp; aber Gesetz. Dabei gibt es etliche Quellen, die ihn an der Integrität dieses Spindoctors hätten zweifeln lassen können. So schreibt <a href="https://www.sourcewatch.org/index.php/George_Carlo_(Doc_Index)">Sourcewatch</a> über den &quot;Tausendsasa&quot; einleitend (übersetzt ins Deutsche):</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>George L. Carlo war einer der produktivsten Wissenschaftskorrumpierer in der amerikanischen Wirtschaft, er arbeitete für jede Industrie, die ihn bezahlte. Zunächst baute er sein Geschäft auf, indem er über die E Bruce Harrison Company für Dow Chemicals arbeitete und Vorwürfe widerlegte, Dioxinverunreinigungen könnten Krebs und Missbildungen bei Kindern verursachten. Später wurde er von Ketchum PR angeheuert, um ein Forschungsprogramm für die Cellular Telephone Industry Association (CTIA) zu leiten. Es hatte sich herausgestellt, dass die gepulste Signalübertragung der ersten Form digitaler Mobiltelefone (bekannt als &quot;D-AMPS&quot; und &quot;GSM&quot;) in Labortierstudien Brüche der DNA verursachte. Carlo baute einige große Forschungsunternehmen auf und zwischendurch lösten er und seine Partner Problemfälle für Tabak- und andere Chemieunternehmen. In seinem späteren Leben beschäftigte er sich mit verschiedenen anderen Gaunereien, u.a. mit der Förderung und dem Verkauf von &quot;Bioschutzgeräten&quot;, die Handynutzer vor Handystrahlung schützen sollten.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Sein Hauptunternehmen war Health and Environmental Sciences, das er später zur Health &amp; Environmental Sciences Group ausbaute, aber er hatte noch ein halbes Dutzend weiterer Unternehmen, die in der Regel den Namen Carlo trugen - wie George Carlo &amp; Associates und The Carlo Group. Seine engsten Verbündeten waren Ian C. Munro von CanTox in Kanada sowie Jim Tozzi und Thorne Auchter, welche die Firmen Federal Focus, Multinational Business Services und das Institute for Regulatory Policy in Washington DC leiteten. [...]</strong></em></span></p>
<p>Das liest sich jetzt so, als ob der gut George nicht mehr unter uns weilt. Dafür konnte ich jedoch im www keine Anhaltspunkte finden. George, der als Sohn sizilianischer Einwanderer 1953 in New York geboren wurde, hat sich mit 70 Jahren wahrscheinlich nur aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und genießt seinen Ruhestand.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73601</link>
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<pubDate>Thu, 28 Dec 2023 23:04:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Thank you for Calling&quot;: Scheidstegers Cannae (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Filmemacher könnte einem fast schon leid tun, </p>
</blockquote><p>
Mir tut er definitiv nicht leid. Er dürfte alle Dinge kennen, die in seinem Filmchen schräg oder schlicht falsch sind. Das kümmert ihn aber offensichtlich nicht die Bohne. Je tiefer er in diesem Morast an offensichtlichem Unsinn versinkt, umso schwerer ist es, da wieder herauszukommen.</p>
<blockquote><p>wäre seine &quot;Doku&quot; seriös recherchiert. Ist sie bekanntlich jedoch nicht. Eine mir jetzt erst aufgefallene vergleichsweise kleine Falschinformation steckt in Scheidstegers Schlachtruf aus dem Jahr 2014: &quot;Ein Durchbruch nach 20 Jahren!&quot; Von wegen 20 Jahre! Das Verfahren in erster Instanz startete am 15. November 2001 und man muss wahrhaftig nur die Grundrechenarten beherrschen, um auszurechnen, dass es 2014 nicht 20 Jahre auf dem Buckel hatte, sondern 13.</p>
</blockquote><p>Gut beobachtet!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73596</link>
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<pubDate>Wed, 27 Dec 2023 15:23:57 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Alexander Lerchl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Thank you for Calling&quot;: Scheidstegers Cannae (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Höhepunkt von &quot;Thank you for Calling&quot; findet kurz vor dem Ende statt. Untermalt von dramatischen Klängen lässt Filmemacher Scheidsteger die Katze aus dem Sack und verkündet mit tonloser Stimme den Kinogängern:</p>
<p><em><strong>Im Spätsommer 2014 weilte ich wieder in Washington. Meine Informanten hatten mir dazu geraten. Und in der Tat, am Freitag den 8. August 2014 hatte Richter Weisberg seine Order erteilt. Jeder einzelne Gehirntumorfall muss vor einer Jury verhandelt werden in diesen Punkten:<br />
- Vorsätzlicher Betrug<br />
- Fahrlässige Falschdarstellung<br />
- Sorgfaltspflichtverletzung<br />
- Verbraucherschutzverletzung</strong></em></p>
<p><em><strong>Ein Durchbruch nach 20 Jahren! So lange hatte es für George Carlo und seine Kollegen gedauert von der ersten Warnung der Wissenschaft bis zu deren Anerkennung vor Gericht.</strong></em></p>
</blockquote><p>Dem von Scheidsteger gefeierten &quot;Durchbruch&quot; nach 20 Jahren folgte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=73351#p73365">am 1. August 2023 die Diarrhö</a>, denn der zu diesem Zeitpunkt verfahrensleitende Richter Alfred S. Irving (Jr.) stellte das Gerichtsverfahren zugunsten der Beklagten ein, nachdem er zuvor alle von Scheidsteger dramatisch in Szene gesetzten Gerichtsgutachter vor die Tür gesetzt hatte. Nichts von dem, was Scheidsteger in seinem Märchenfilm behauptet, wurde Wirklichkeit. Dennoch wird die sogenannte Doku von skrupellosen Geschäftemachern <a href="https://shop.diagnose-funk.org/DVD-Thank-you-for-calling-TY4C">weiter verscherbelt</a>, als wäre nichts gewesen.</p>
<p>Wer mit dem <em>besonders wertlosen</em> Film Leuten weiterhin Geld aus der Tasche zieht, wird wahrscheinlich versuchen sich damit herauszureden, dass das Verfahren in erster Instanz zwar eingestellt wurde, alle Kläger jedoch am 22. August 2023 Berufung einlegten und in zweiter Instanz noch einmal die Chance haben, obsiegen zu können.</p>
<p><span style="font-size:large;">Klingt plausibel, ist jedoch Augenwischerei.</span></p>
<p>Die Erklärung ist für Klaus Scheidsteger äußerst peinlich. Denn in <a href="https:///izgmf.de/assets/2001-CA-008479-B-1.pdf">diesem Dokument</a> (PDF, 83 Seiten, englisch) ist nachzulesen, welche richterlichen Verfügungen (Orders) aus erster Instanz die Kläger in der Berufungsverhandlung angreifen möchten, um mögliche Verfahrensfehler aufzudecken. Wie sich unschwer nachprüfen lässt ist auch die Verfügung Richter Weisbergs vom 8. August 2014 mit dabei, also ausgerechnet die Order, auf die Scheinsteger seinen gesamten Film aufgebaut hat. Erst dadurch wird die ohnehin schon schwere Niederlage des Filmemachers eine vernichtende, ergo sein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Cannae#Rezeption">Cannae</a>.</p>
<p>Der Filmemacher könnte einem fast schon leid tun, wäre seine &quot;Doku&quot; seriös recherchiert. Ist sie bekanntlich jedoch nicht. Eine mir jetzt erst aufgefallene vergleichsweise kleine Falschinformation steckt in Scheidstegers Schlachtruf aus dem Jahr 2014: &quot;Ein Durchbruch nach 20 Jahren!&quot; Von wegen 20 Jahre! Das Verfahren in erster Instanz startete am 15. November 2001 und man muss wahrhaftig nur die Grundrechenarten beherrschen, um auszurechnen, dass es 2014 nicht 20 Jahre auf dem Buckel hatte, sondern 13.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73591</link>
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<pubDate>Fri, 22 Dec 2023 19:47:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Washington D.C. stieg 2017 von Frye auf Daubert um (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Noch einmal zurück zum The Wall Street Journal. Das Blatt schreibt etwas, was die Experten von Klaus Scheidsteger, die er in seinem Film für &quot;Helden&quot; hält, grob zurechtstutzt:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Judge Weisberg wrote in his August 2014 decision that testimony from the scientists he found admissible under Frye would “almost certainly be excluded under Daubert.”</strong></em></span></p>
<p>Frei übersetzt: <em>Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, so Richter Weisberg, würden die Wissenschaftler, die er gemäß Frye als annehmbar eingestuft hat, eine Bewertung nach Daubert nicht überstehen.</em></p>
</blockquote><p>Im Jahr 2017 <a href="https://www.ama-assn.org/practice-management/sustainability/procedural-ruling-sets-higher-bar-expert-witness-testimony">mischte sich die American Medical Association</a> (AMA) in das Verfahren Murray vs. Motorola ein. AMA ist der größte Berufsverband von Ärzten, Assistenzärzten und Medizinstudenten in den Vereinigten Staaten. Der Verband bemängelte, dass in Washington D.C. zur Bewertung von Sachverständigenaussagen noch immer der veralte Frye-Standard angewendet wird und plädierte <a href="https://searchltf.ama-assn.org/undefined/documentDownload?uri=%2Funstructured%2Fbinary%2Fcasebriefs%2Fmotorola-v-murray.pdf">mit einem Appell</a> an das Gericht, das den Fall Murray vs. Motorola verhandelte, auf den strengeren Daubert-Standard umzusteigen. Ob es dieser Appell war ist nicht belegt, das Gericht folgte jedenfalls noch 2017 der Empfehlung der Mediziner und stieg auf Daubert um. Welche gravierenden Folgen dies 2023 für den großen Hirntumorprozess hatte, lässt sich <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73159"><span class="underline">hier</span></a> und <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=73351"><span class="underline">dort</span></a> nachlesen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73352</link>
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<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 21:09:50 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Abraham Liboff † (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>In dem Fachjournal &quot;<em>Electromagnetic Biology and Medicine</em>&quot; brachten Joseph R. Salvatore &amp; Henry Lai am 15. März einen <a href="https://doi.org/10.1080/15368378.2023.2180090">Nachruf auf Abraham Liboff</a>.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72963</link>
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<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 20:37:21 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Abraham Liboff † (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Erstaunlicherweise schickten die Kläger nur noch fünf Kandidaten in die Daubert-Anhörung, darunter ein Neuzugang:</p>
<p>► Wilhelm Mosgöller<br />
► Michael Kundi<br />
► Abraham Liboff<br />
► <a href="https://www.google.com/search?q=%22John+Panazoboulos%22&amp;client=firefox-b-d&amp;sxsrf=ALiCzsb3i3MlsE9LUVkbGa7qFxJnjI1-hw%3A1667762461213&amp;ei=HQloY7PRDK6Jxc8Pqe2JiA4&amp;ved=0ahUKEwjz08eoo5r7AhWuRPEDHal2AuEQ4dUDCA4&amp;uact=5&amp;oq=%22John+Panazoboulos%22&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnC4AQP4AQEyBRAhGKABMgUQIRigATIFECEYoAHCAgoQABhHGNYEGLADwgIFEAAYogSQBghIvzJQrRFYoC1wAXgByAEAkAEAmAF3oAHHAqoBAzEuMuIDBCBBGADiAwQgRhgAiAYB&amp;sclient=gws-wiz-serp">D. John Panazoboulos</a><br />
► Igor Belyaev</p>
</blockquote><p>Abraham Liboff kann keine weiteren Fragen mehr beantworten, er verstarb am 9. Januar 2023 im Alter von 95 Jahren (<a href="https://microwavenews.com/short-takes-archive/liboff-dies-95">Quelle</a>).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72761</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72761</guid>
<pubDate>Tue, 17 Jan 2023 20:03:10 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>USA, gescheiterte Klage - wie verdient man damit trotzdem Geld (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_11/boetsch/boetsch.html">Der Medienrummel begannt 1993 mit dem Fall Suzy Reynard (1992 †)</a></p>
<p>Im Dez. 1993 zog <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=54913">Robert C. Kane (2005 †) nach.</a> 2001 schrieb er <a href="https://www.amazon.de/Cellular-Telephone-Russian-Roulette-Perspective/dp/0533136733">ein Buch</a> und 2002 wurde auch seine Klage abgewiesen.</p>
<p>Aug. 2000 <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektrosmog-US-Neurologe-reicht-Milliardenklage-ein-25524.html">Elektrosmog: US-Neurologe reicht Milliardenklage ein</a><br />
Dr. Christopher Newman (2006 †) hat einen Gehirntumor und für ihn ist klar: Schuld sind die von ihm benutzten Handys. </p>
<p>Im Dez. 2000 kommen Carlo und Schram mit ihrem Buch &quot;<a href="https://books.google.de/books/about/Cell_Phones_Invisible_Hazards_in_the_Wir.html?id=whl-QgAACAAJ&amp;redir_esc=y">Cell Phones: Invisible Hazards in the Wireless Age</a>&quot; <br />
<a href="https://www.c-span.org/video/?163734-1/cell-phones-invisible-hazards-wireless-age">Video zur Buchvorstellung</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=sEqCkwPmQ_w&amp;t=1s">Gibb Brower</a>(200? †)<br />
<a href="https://www.rfsafe.com/wsj-reports-murray-cellphone-cancer-case-may-cost-wireless-industry-over-1-9-billion-dollars/">Michael Murray</a> (2003 †)</p>
<p>März 2003 <a href="https://www.computerwoche.de/a/us-richterin-weist-klagen-wegen-handy-strahlung-zurueck,536888">US-Richterin weist Klagen wegen Handy-Strahlung zurück</a></p>
<p>2005 trifft G. Carlo erst auf den Filmemacher K. Scheidsteger und dann auf Dr. Franz Adlkofer.</p>
<p>2016 berichtet Diagnose-Funk zum Film &quot;Ty4c&quot; vom Filmemacher  Klaus Scheidsteger folgendes zu  <a href="https://diagnose-funk.org/basiswissen/infothek/filme-videos-und-fernsehsendungen/der-film-thank-you-for-calling/personen-des-films">Dino Schofield</a>, Kläger und Gehirntumorpatient, dem ein Tumor von der Größe eines Baseballs entfernt wurde. Er war Vieltelefonierer. Der Tumor entstand an der Seite des Kopfes, wo er sein Handy hielt. Musste seine hoffnungsvolle Schauspieler-Karriere in Hollywood aufgrund der Erkrankung aufgeben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72650</link>
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<pubDate>Sun, 20 Nov 2022 13:12:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bewertung potenzieller Verzerrungen in Krebsstudien am Menschen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die Verteidigung wirft Kundi vor, in seiner Analyse eines Kausalzusammenhangs zwischen Krebsentstehung und EMF-Einwirkung ein ganzes Bündel wissenschaftlich bekannter Störfaktoren außer Acht gelassen zu haben: Recall-Bias, Meta-Analyse, die Qualität amtlicher Krebsregister, Dosis-Wirkung-Beziehung in der Epidemiologie, Spezifität, Selection-Bias und Confounding.</p>
</blockquote><p>Am 21. Oktober 2022 trafen sich <a href="https://monographs.iarc.who.int/wp-content/uploads/2022/02/BIW-List_of_participants_final.pdf">37 Wissenschaftler</a> aus zwölf Ländern in Lyon, um an einem wissenschaftlichen Workshop über die Bewertung epidemiologischer Verzerrungen bei der Identifizierung von Krebsrisiken teilzunehmen. Veranstaltet wurde das Arbeitstreffen gemeinsam vom Monographienprogramm der Internationalen Agentur für Krebsforschung (Iarc) und der Abteilung für Krebsepidemiologie und -genetik des Nationalen Krebsinstituts der Vereinigten Staaten (NCI). Ziel des Workshops war es, Experten für Krebsepidemiologie und statistische Methodik weltweit zusammenzubringen, um ein Instrumentarium von Methoden zur Bewertung von Verzerrungen und Störfaktoren in krebsepidemiologischen Studien zu entwickeln.</p>
<p>Die Ergebnisse des Workshops werden in einem neuen Band der Iarc-Reihe &quot;Statistical Methods in Cancer Research&quot; veröffentlicht.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.iarc.who.int/news-events/an-iarc-nci-scientific-workshop-on-methods-to-assess-potential-biases-in-human-cancer-studies/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=an-iarc-nci-scientific-workshop-on-methods-to-assess-potential-biases-in-human-cancer-studies">Iarc-Medienmitteilung vom 10. November 2022</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 21:32:26 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Anzahl Fachartikel: kein Maß für die Überzeugungskraft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schauen wir mal nach, welche Spuren die Sachverständigen im EMF-Portal hinterlassen haben. Hypothese: Je mehr Treffer ein Sachverständiger vorweisen kann, desto gewichtiger muss seine Aussage sein. Ob sich die gefundenen Treffer Fachveröffentlichungen zuordnen lassen oder anderen weniger prestigeträchtigen Aktivitäten wurde nicht weiter geprüft, anhand der Links kann dies jeder selbst erforschen:</p>
<p>► Wilhelm Mosgöller: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Mosg%C3%B6ller+W%22">5 Treffer</a><br />
► Michael Kundi: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Kundi+M%22">46 Treffer</a><br />
► Abraham Liboff: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Liboff+A%22">45 Treffer</a><br />
► D. John Panazoboulos: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3DPanazoboulos">0 Treffer</a><br />
► Igor Belyaev: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Belyaev+I%22">56 Treffer</a></p>
<p>► Meir Stampfer: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3DStampfer+M">1 Treffer</a><br />
► John Laterra: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3DLaterra+J">0 Treffer</a></p>
<p>So weit, so gut. Und jetzt noch ein Rückblick ins Jahr 2002. Im Rechtsstreit <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=61785#p72622">Newman vs. Motorola</a> traten aufseiten der Beklagten Stampfer und Laterra schon einmal an. Aus Sicht der Richterin waren sie damals in der &quot;Daubert-Anhörung&quot; überzeugender als die folgenden vier Sachverständigen der Kläger. Ergebnis: die Klage wurde bereits nach der Beweisaufnahme abgewiesen, es kam also gar nicht erst zu einer Verhandlung. Da diese Entscheidung 2002 fiel, wurden bei der folgenden Auswertung nur bis dahin anfallende Treffer berücksichtigt.</p>
<p>► Lennart Hardell: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Hardell+L%22+AND+year%3D-2002">16 Treffer</a> (bis 2002)<br />
► Henry Lai: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Lai+H%22+AND+year%3D-2002">33 Treffer</a> (bis 2002)<br />
► Neil Cherry: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Cherry+N%22+AND+year%3D-2002">4 Treffer</a> (bis 2002)<br />
► Jerry Phillips: <a href="https://www.emf-portal.org/de/article/search/v2/results?query=author%3D%22Phillips+J%22+AND+year%3D-2002">31 Treffer</a> (bis 2002; Ergebnis wegen Namensähnlichkeiten uneindeutig)</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Die Hypothese konnte durch die Treffer-Recherche nicht bestätigt werden. Stampfer und Laterra können, was die Anzahl der im EMF-Portal dokumentierten Fachveröffentlichungen anbelangt, mit den Sachverständigen der Kläger in keiner Weise mithalten. Dennoch waren sie 2002  überzeugender als ihre Kontrahenten. Die Anzahl der Fachveröffentlichungen eines Sachverständigen ist deshalb gemäß der vorliegenden (sehr begrenzten) Auswertung kein verlässliches Maß für seine Überzeugungskraft bei gerichtlichen Auseinandersetzungen.<br />
 <br />
<em>[Admin: Satz mit &quot;Beweisaufnahme&quot; geringfügig ergänzt am 03.12.2022]</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72629</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72629</guid>
<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 14:08:02 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Prof. Neil Sherry (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Scheidstegers Recherche ist mit Vorsicht zu genießen. Den Namen, des längst Verstorbenen Neuseeländers schreibt Scheidsteger falsch und er gibt ihn fälschlicherweise als Professor aus.  <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Neil_Cherry">Neil Cherry</a> <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65462">hat sich stets korrekt als Dr. (rer. nat.) Neil Cherry vorgestellt.</a>.</p>
</blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/20221112184719636fea37de980.jpg" class="left" alt="[image]" width="300" height="92" /><span style="font-size:smaller;">◄ Auszug aus Scheidstegers Buch &quot;Thank you for Calling&quot;, erschienen anno 2018 in dem alternativen Informationsportal <a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-verschwiegene-gefahr.pdf">rubikon.news</a>.</span></p>
<p>Auch an solchen hinreißend komischen Fehlern mache ich fest, dass Klaus Scheidsteger ein oberflächlich recherchierender Märchenonkel ist, der mit der Mobilfunkdebatte eine dumme Kuh entdeckt hat, die er mit seinen Filmen und Geschichten kommerziell melken kann bis zum letzten Tropfen. Schon der Umstand, dass er auf der <a href="https://www.psiram.com/de/index.php/Rubikon_News">dubiosen Plattform Rubikon</a> einen Auszug seines Buches bringt und nicht bei einem Medium von Rang und Namen ist ein Warnsignal. Doch mutmaßlich hätte eine seriöse Plattform ohnehin abgewunken, denn was Scheidsteger einem vorsetzt, verlangt eher nach Glaubensstärke als nach einem verständigen kritischen Geist.</p>
<p>So erzählt der Filmemacher in dem gebotenen Auszug detailliert die bunte Anekdote, wie er an &quot;Beweismaterial&quot; gekommen sei, das die Mobilfunkindustrie belaste. Darunter auch das angebliche &quot;War Game Memo&quot; von Burson Marsteller, das Mobilfunkgegner aller Schattierungen liebend gerne kolportieren, obwohl Scheidsteger den Inhalt dieses Papiers zu keiner Zeit offen gelegt hat. Man muss ihm blind glauben, dass das, was er über dieses Papier verbreitet, den Tatsachen entspricht. Doch zurück zu Scheidstegers Erzählung, wie ihm Privatdetektiv &quot;Bob&quot; aus Baltimore das besagte Beweismaterial zuerst faxte und Scheidsteger sich im Februar 2005 mit seinem Informanten in Baltimore getroffen haben will. Dort beichtete Bob: Das Material, das er dem Deutschen gefaxt hatte, will er im Auftrag der Rechtsanwältin <a href="http://suderlaw.com/attorney-profiles/#attorney">Joanne Suder</a> beschafft haben. Dazu muss man wissen: Suder war einer der beiden Anwälte, die Christopher Newman vor Gericht in Baltimor anlässlich seiner Klage gegen Motorola vertraten und 2002 unterlagen. Motorola wurde verklagt, weil Newman von 1992 bis 1998 <a href="https://eu.starnewsonline.com/story/news/2002/10/01/judge-dismisses-cell-phone-lawsuit/30496230007/">ein analoges (!) Motorola-Funktelefon</a> benutzte und er seinen Hirntumor diesem Gerät anlastete. Aller Voraussicht nach benutzte Newman ein <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=66414">Gerät vom Typ AMPS</a>.</p>
<p>Bob vertraute Scheidsteger weiter an, mit Suder liiert gewesen zu sein. Suder habe jedoch ausgerechnet an dem Tag, da Scheidsteger erstmals telefonisch Kontakt mit Bob aufnahm, das Techtelmechtel für beendet erklärt. Bob will darüber so verärgert gewesen sein, dass er das herrlich belastende &quot;Beweismaterial&quot;, das eigentlich Suder gehörte, spontan dem wildfremden Scheidsteger per Fax übergab.</p>
<p>Soweit die Anekdote aus dem Scheidsteger-Buch.</p>
<p>Scheidsteger räumt selbst ein, seine Geschichte sei zu schön, um wahr zu sein. Aus meiner Sicht liegt er damit richtig. Ich sehe zwei Alternativen, die nicht so schön sind, der Wahrheit möglicherweise aber näher kommen:</p>
<p>► Scheidsteger bindet seinen Lesern schlicht und ergreifend einen Bären auf. Die Geschichten, mit denen er die Lücken zwischen den Szenen in ty4c füllen will, entspringen der regen Phantasie des Filmemachers.</p>
<p>► Die Geschichte hat sich tatsächlich in etwa so zugetragen, wie Scheidsteger sie berichtet. In USA waren &quot;interessierte Kreise&quot; über die ersten Kontaktversuche eines unbekannten deutschen Filmemachers hoch erfreut und man kam schnell überein, dem gutgläubigen Mann die Story seines Lebens zu servieren. Die &quot;interessierten Kreise&quot; waren nicht die Beklagten. Wegen der tragenden Rolle, die Scheidsteger hingebungsvoll dem <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=61654">Lobbyisten George Carlo</a> einräumt, nehme ich an, der Wind hat aus dessen Ecke geblasen.</p>
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<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 21:21:15 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Murray vs. Motorola: Vorgeschichte Newman vs. Motorola (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>… In Gegenrichtung versuchte die Klageseite die Aussage bestimmter Sachverständiger der Verteidigung einzuschränken und/oder auszuschließen. Diesem Antrag gab die Richterin nicht statt. Die Aussagen von Stampfer und Laterra behielten somit Gültigkeit, die von Hardell und Lai nicht.</p>
</blockquote><p>Statt hinzunehmen, dass die &quot;Gutachter&quot; (Hadell, Lai und Cherry) der Klageseite die Richter nicht überzeugten, strickt der Filmemacher seine Legende und präsentiert den Zuschauern seine auserwählten Opfer. Er will mit seinen Film Geld verdienen! </p>
<p>Auszug aus Scheidstegers <a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-verschwiegene-gefahr.pdf">Eigenwerbung in Rubikon</a> <span style="color:#399;"><strong>: ... Schnell wird mir die Verhandlungs-Taktik der Industrieanwälte klar. Sie diffamieren die eingeladenen Wissenschaftler und stellen deren generelle Kompetenz im Mobilfunkthema in Frage. Dabei herrscht ein rauer Ton. Und die Industrie-Anwälte haben ihre Hausaufgaben gemacht. So wird zum Beispiel <em>Prof.</em> Neil <em>Sherry</em>, der es gewagt hatte, die Mobilfunkrichtlinien der WHO anzuzweifeln und der von den <a href="https://www.elektrosmognews.de/news/angelos.htm">Newman-Anwälten</a> extra aus Neuseeland eingeflogen worden war, nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Er sei von seiner Kernkompetenz ein Wetterforscher und wie er denn in der Lage sei, die komplizierte Mobilfunkmaterie überhaupt zu bewerten? Immer wenn der kleine Mann von der Insel ansetzte, sich zu rechtfertigen, kam die nächste Frage des gegnerischen Anwalts, nach dem Motto, waren es nicht Sie selbst im Jahr 1982, der die Wetterstationen mit relevanten Daten belieferte hatte? … uns., usw. Niemand hatte den armen Mann auf die Boshaftigkeit amerikanischer Strafverteidiger vorbereitet.</strong></span> (Seite 12+13)</p>
<p>Scheidstegers Recherche ist mit Vorsicht zu genießen. Den Namen, des längst Verstorbenen Neuseeländers schreibt Scheidsteger falsch und er gibt ihn fälschlicherweise als Professor aus.  <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Neil_Cherry">Neil Cherry</a> <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65462">hat sich stets korrekt als Dr. (rer. nat.) Neil Cherry vorgestellt.</a>.<br />
<strong><br />
Verwandter Thread</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=54913">Robert C. Kane vs. Motorola: die wahre Geschichte</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=68299">Der Fall Sharesa Price</a>, wurde 2007 abgelehnt.<br />
<a href="https://izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_11/boetsch/boetsch.html">Wie sich der Fall Suzy Reynard wirklich zugetragen hat ist hier nachzulesen</a></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72624</link>
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<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 07:21:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
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<title>Murray vs. Motorola: Vorgeschichte Newman vs. Motorola (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gemäß der Quelle haben diesmal auch die Beklagten zwei Sachverständige in die Anhörung geschickt, warum nur zwei weiß ich nicht:</p>
<p>► <a href="https://www.hsph.harvard.edu/meir-stampfer/">Meir Stampfer</a><br />
► <a href="https://neuroscience.jhu.edu/research/faculty/47/former-members">John Laterra</a></p>
</blockquote><p>Stampfer und Laterra sind erfahrene und erfolgreiche alte Hasen. Sie waren bereits vor 20 Jahren Sachverständige der Verteidigung in dem 800-Mio.-Dollar-Hirntumorfall Christopher Newman et al. vs. Motorola et al.. Die Kläger hatten Lennart Hardell und Henry Lai als Sachverständige verpflichtet. Nach der Daubert-Anhörung der Sachverständigen traf die Richterin Catherine C. Blake am Ende der Beweisaufnahme die Entscheidung, wegen unzureichender Beweisführung der Klägerseite kein Verfahren gegen die Beschuldigten zu eröffnen. Forumteilnehmer &quot;KlaKla&quot; hat <a href="https://law-justia-com.translate.goog/cases/federal/district-courts/FSupp2/218/769/2360045/?_x_tr_sl=en&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de&amp;_x_tr_pto=sc">das entscheidende Memorandum der Richterin</a> gefunden. Dort ist indirekt nachzulesen, dass Hardell und Lai bei der Anhörung durchgefallen sind, denn die Richterin gab dem Antrag der Beklagten statt, die Zeugenaussage der Klägerseite auszuschließen. In Gegenrichtung versuchte die Klageseite die Aussage bestimmter Sachverständiger der Verteidigung einzuschränken und/oder auszuschließen. Diesem Antrag gab die Richterin nicht statt. Die Aussagen von Stampfer und Laterra behielten somit Gültigkeit, die von Hardell und Lai nicht. Möglicherweise ist diese Niederlage vor Gericht im Jahr 2002 mit ein Grund dafür, dass Hardell und Lai sich für die Demütigung rächen wollen und 20 Jahre später selbst im Rentenstand noch immer für die Belange von Mobilfunkkritikern stark machen.</p>
<p>Die Ausführungen von Richterin Blake haben zwar schon viele Jahre auf dem Buckel, bekommen von mir jedoch eine Leseempfehlung. Denn das Memorandum der Juristin deckt einige Zusammenhänge und Stellungnahmen aus der Jungsteinzeit der Mobilfunkdebatte auf, wie sie nie und nimmer auf den Websites überzeugter Mobilfunkgegner zu lesen sind.</p>
<p>Spekulative Ergänzung: Der Neuseeländer Neil Cherry muss mit seiner heftigen Kritik an den Icnirp-Empfehlungen von 1998 für alle Kläger mit Hirntumoren in den USA und der Mobilfunkbranche als Prozessgegner um das Jahr 2000 herum eine äußerst willkommene Erscheinung gewesen sein. Wahrscheinlich ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Cherrys Kritik und den frühen Hirntumorprozessen nur Zufall, gänzlich ausschließen möchte ich eine z.B. von George Carlo eingefädelte Inszenierung zur gezielten Orchestrierung der Hirntumorprozesse zugunsten der Klägerseite jedoch nicht. Den Anstoß für diesen unbelegten Verdacht gab das seltsame Duo Carlo/Scheidsteger und dessen Aktivitäten.  </p>
<p>Wie trotzig die Bürgerwelle vor 20 Jahren auf die Pleite in Sachen Newman vs. Motorola reagiert hat, lässt sich <a href="https://www.buergerwelle.de/d/doc/aktuell/usa-klage.htm">hier erfahren</a>. Angestrengtes Schönreden saftiger Niederlagen ist demzufolge keine Erfindung des Stuttgarter Vereins Diagnose-Funk, sondern bereits um die Jahrtausendwende typisch für die Szene gewesen.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72622</link>
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<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 21:04:23 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Murray vs. Motorola: Zwischenstand September 2022 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gleichzeitig ist die Ausbeute bei vertrauenswürdigen öffentlich zugänglichen Quellen und Medien äußerst spärlich.</p>
</blockquote><p>Die Behauptung oben nehme ich zurück, denn wenn Google etwas nicht findet, heißt dies noch lange nicht, dass es nicht doch irgendwo im Netz aufzustöbern ist. So förderte die direkte Suche nach dem Hearing vom September 2022 beim D.C. Superior Court <a href="https://portal-dc.tylertech.cloud/app/RegisterOfActions/#/C515E9961E1DF5B3F7CC533F7186BA3B88B90420901A578C34CDBEE405493067CDF932B13AF7A4040CB1CFE7DC587D80/anon/portalembed">eine ziemliche Fülle von Informationen</a> zutage (Hinweis: die Hearing-Informationen sind zu finden unter Abschnitt &quot;Events and Orders of the Court&quot; und der Zeitspanne ab 12. September 2022). Das Meiste davon ist für Außenstehende mMn nicht zu gebrauchen, das Sichten der gebotenen Hearing-Informationen brachte jedoch zumindest Klarheit, welche Sachverständigen durch die Mangel gedreht wurden. Interessant auch für Zaungäste die Art &amp; Weise, wie das geschah. In einem ersten Schritt wird jeder Kandidat vereidigt. Dann folgt das Grillen des Kandidaten bis hin zum Kreuzverhör, bei dem die Anwälte der Kläger und Beklagten das Wort haben. Am längsten gegrillt wurde Michael Kundi. Erstaunlicherweise schickten die Kläger nur noch fünf Kandidaten in die Daubert-Anhörung, darunter ein Neuzugang:</p>
<p>► Wilhelm Mosgöller<br />
► Michael Kundi<br />
► Abraham Liboff<br />
► <a href="https://www.google.com/search?q=%22John+Panazoboulos%22&amp;client=firefox-b-d&amp;sxsrf=ALiCzsb3i3MlsE9LUVkbGa7qFxJnjI1-hw%3A1667762461213&amp;ei=HQloY7PRDK6Jxc8Pqe2JiA4&amp;ved=0ahUKEwjz08eoo5r7AhWuRPEDHal2AuEQ4dUDCA4&amp;uact=5&amp;oq=%22John+Panazoboulos%22&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnC4AQP4AQEyBRAhGKABMgUQIRigATIFECEYoAHCAgoQABhHGNYEGLADwgIFEAAYogSQBghIvzJQrRFYoC1wAXgByAEAkAEAmAF3oAHHAqoBAzEuMuIDBCBBGADiAwQgRhgAiAYB&amp;sclient=gws-wiz-serp">D. John Panazoboulos</a><br />
► Igor Belyaev</p>
<p>Gemäß der Quelle haben diesmal auch die Beklagten zwei Sachverständige in die Anhörung geschickt, warum nur zwei weiß ich nicht:</p>
<p>► <a href="https://www.hsph.harvard.edu/meir-stampfer/">Meir Stampfer</a><br />
► <a href="https://neuroscience.jhu.edu/research/faculty/47/former-members">John Laterra</a></p>
<p>Bei den angezeigten &quot;Financial Information&quot; dürfte es sich um reine Gerichtskosten handeln. Denn <a href="http://www.karen-wieland.de/internationales_wirtschaftsrecht/zivilprozess_usa.html">dieser Quelle zufolge</a> verlangen Anwälte in den USA Stundensätze zwischen etwa 300 Dollar und 600 Dollar. Man kann sich leicht ausmalen, welche Anwaltskosten nach 21 Jahren für Murrays Familie entstanden seien müssen und was dies bedeutet.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72618</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72618</guid>
<pubDate>Sun, 06 Nov 2022 19:25:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Murray vs. Motorola: Zwischenstand September 2022 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Scheidsteger hat für ty4c <a href="http://www.ty4c.com/de/trailer/">eine eigene Website</a>, er hätte dort auf aktuelle Entwicklungen in dem von ihm hochgespielten Hirntumorprozess in Washinton D.C. hinweisen können. Hat er nicht getan. Keine Zeile dort gibt sachbezogen Auskunft, was sich seit 2016 in der gerichtlichen Auseinandersetzung getan hat. Nachträglich wurde nur der umsatzfördernde Hinweis eingefügt, dass es &quot;ab sofort&quot; auch das Buch zum Film gibt. Damit macht der Filmemacher mMn unmissverständlich deutlich, worauf es ihm bei ty4c und ähnlichen Werken wirklich ankommt.</p>
</blockquote><p><span style="color:#666;"><strong>2001 verklagte der US-Amerikaner Michael P. Murray († 2003) den Handyhersteller Motorola auf Schadenersatz, denn Murray war der Überzeugung, ein 1999 bei ihm diagnostizierter Hirntumor sei von seinem Mobiltelefon verursacht worden. Die Klage entwickelte sich schnell zu einer Sammelklage, mit der 13 Hirntumorpatienten etliche Firmen der Mobilfunkbranche auf angeblich rd. 1,2 Mrd. Dollar Schadenersatz verklagen. Wie bei Sammelklagen in den USA üblich, hat sich eine unbekannte Anzahl von Betroffenen der Sammelklage angeschlossen. Verhandelt wird der Fall noch immer, doch trotz der hohen Geldsumme ist das Medieninteresse erstaunlich gering.</strong></span></p>
<p>Hier nun der Versuch zu schildern, wie sich das Verfahren nach dem Beschluss des Gerichts zugunsten einer Daubert-Anhörung weiter entwickelt hat. Eigentlich wäre dies Scheidstegers Aufgabe, der aber hat augenscheinlich die Lust an einem Teil II von &quot;Thank you for Calling&quot; verloren, da der aktuelle Stand des Verfahrens in keiner Weise dem entspricht, was der Filmemacher am Ende von Teil I <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=61785#p62868">voreilig behauptet hat</a>.</p>
<p>Wegen exorbitant hoher Geldforderungen genießen Schadenersatzprozesse in den USA nicht selten weltweit Aufmerksamkeit. So kennen viele den berühmten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Liebeck_v._McDonald%27s_Restaurants">Fall von Stella Liebeck</a>, die sich mit (zu) heißem Kaffee von McDonalds verbrühte und vor Gericht von den Geschworenen 2,7 Mio. Dollar Schadenersatz zugesprochen bekam. Weniger bekannt ist, der Richter kürzte diesen Betrag später in seinem Urteil auf 480'000 Dollar. </p>
<p>Im Vergleich zum Medieninteresse an Liebecks Fall findet die gerichtliche Auseinandersetzung der 13 Kläger oder deren Hinterbliebener praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Stand November 2022 ergibt die Websuche nach &quot;<a href="https://www.google.com/search?q=%22Murray+v+Motorola%22&amp;client=firefox-b-d&amp;sxsrf=ALiCzsaU3P5shOAM_xKwDEmnlbZSr7ifdg:1667665844237&amp;ei=tI9mY9DuDZH97_UP_IK42AE&amp;start=0&amp;sa=N&amp;ved=2ahUKEwjQmP-xu5f7AhWR_rsIHXwBDhs4ZBDy0wN6BAgIEAQ&amp;biw=1541&amp;bih=970&amp;dpr=0.97">Murray v Motorola</a>&quot; nur etwa 100 echte Treffer. Viele davon führen ins Dickicht der Anti-Mobilfunk-Szene, die nicht unbedingt für Faktentreue berühmt ist. Gleichzeitig ist die Ausbeute bei vertrauenswürdigen öffentlich zugänglichen Quellen und Medien äußerst spärlich.</p>
<p>Einen <a href="https://www.5gemfreview2020.com/updatespost1121/us-cancer-lawsuit-filed-in-2001-will-finally-go-on-trial">vermeintlichen Verfahrensüberblick</a> gab am 17. März 2021 der US-Amerikaner <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=66203">Arthur Firstenberg</a>. Aus dieser Quelle sollte man nur mit größter Vorsicht schöpfen. Firstenberg behauptet exklusiv, das Verfahren wäre inzwischen wieder am D.C. Superior Court anhängig und dort hätte Richter Alfred S. Irving für Juli 2021 die Daubert-Anhörung der folgenden sieben Wissenschaftler geplant. Nur diejenigen Wissenschaftler, die diese Anhörung durch den Richter überstehen, dürfen später nach der Beweisaufnahme in der Verhandlung ihre Standpunkte vor der Jury vortragen:</p>
<p><strong>Sachverständige der Kläger nach A. Firstenberg</strong><br />
► Igor Belyaev<br />
► Michael Kundi<br />
► Abraham Liboff<br />
► Wilhelm Mosgoeller<br />
► Dimitris Panagopoulos<br />
► Laura Plunkett<br />
► Christopher Portier</p>
<p>Sechs der sieben Kandidaten kennen wir schon von der <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=61791">Freye-Anhörung</a> Jahre zuvor, bei der Dimitris Panagopoulos durchfiel. Anscheinend haben ihn die Kläger trotzdem auch als Kandidaten für die Daubert-Anhörung benannt. Gegen den Verdacht, Firstenberg wollte uns einen Bären aufbinden, spricht, dass Panagopoulos mir schon 2019 mitteilte, er sei für die erneute Anhörung, diesmal gemäß der Daubert-Kriterien, nominiert worden. </p>
<p>Mit <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70376">Christopher Portier</a> als einzigen Neuzugang verbreitet Firstenberg aller Voraussicht nach jedoch eine Falschmeldung. Aus <a href="https://microwavenews.com/sites/default/files/MvM%20Def%20response%20to%20Portier.Mr.31.2021.pdf">Sicht der Verteidigung</a> versuchten die Kläger Portier nachträglich als Sachverständigen zu nominieren, damit er &quot;fatale&quot; Schwächen in den Gutachten von Kundi und Plunkett ausbügle. Die Verteidigung wirft Kundi vor, in seiner Analyse eines Kausalzusammenhangs zwischen Krebsentstehung und EMF-Einwirkung ein ganzes Bündel wissenschaftlich bekannter Störfaktoren außer Acht gelassen zu haben: Recall-Bias, Meta-Analyse, die Qualität amtlicher Krebsregister, Dosis-Wirkung-Beziehung in der Epidemiologie, Spezifität, Selection-Bias und Confounding.</p>
<p>Die Rechtsbeistände der Beklagten sprachen sich erwartungsgemäß gegen Portiers Zulassung als Sachverständigen aus und begründeten dies mit Schlüsselaussagen aus Präzedenzfällen. So sei es ein Irrtum anzunehmen, die Parteien könnten vor Gericht zunächst weniger als ihre besten Sachverständigenbeweise vorlegen, in der Erwartung, dass sie eine zweite Chance erhalten, falls ihr erster Versuch scheitert. Ein Gerichtsverfahren böte keine &quot;Generalprobe oder einen Probelauf&quot; für die Parteien und es sei auch kein Gebot der Fairness, dass einem Kläger eine zweite Chance eingeräumt wird, andere Sachverständigengutachten einzuholen, um seine Argumente zu untermauern.</p>
<p>Am 21. April 2021 entschied Richter Irving, Christopher Portier als Sachverständigen der Kläger nicht zuzulassen. <a href="https://microwavenews.com/papers/chris-portier-rf-evaluation">So berichtet es Microwave News</a>. &quot;<em>Die Aussage von Dr. Portier vier Monate vor dem geplanten Beginn der Daubert-Anhörung zuzulassen würde den bestehenden Zeitplan durcheinander bringen und sich nachteilig auf den ordentlichen Verlauf und die Effizienz des Prozesses auswirken</em>&quot;, schrieb der Richter in seiner Entscheidung.</p>
<p>Mit der Daubert-Anhörung im Juli 2021 wurde es dann trotz Ausschlusses von Portier nichts. Wegen erheblicher Reisebeschränkungen infolge Corona sah sich Richter Irving gezwungen, die Anhörung auf Januar 2022 zu verschieben. Doch auch dieser Termin platzte.</p>
<p>Schlussendlich fand die Daubert-Anhörung an zehn Tagen zwischen dem 12. September 2022 und dem 30. September 2022 tatsächlich statt. Ergebnisse wurden bislang weder vonseiten der Kläger/Beklagten noch vom Gericht bekannt gegeben. Damit ist bis auf Weiteres unklar, welche Sachverständigen von Richter Irving überhaupt befragt wurden und welche davon nach Abschluss der Befragung von ihm für tauglich befunden wurden, nach der Beweisaufnahme in der daran anschließenden Verhandlung vor Geschworenen als Zeugen der Klägerseite auftreten zu dürfen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72616</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72616</guid>
<pubDate>Sun, 06 Nov 2022 14:58:34 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Thank you for Nothing: Scheidstegers heimlicher Supergau (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Doch es kommt noch besser: Auf Antrag der Verteidigung änderte Richter Weisberg am 1. Oktober 2014 seinen Entscheid vom 8. August 2014 dahingehend ab, dass der District of Columbia (Washington D.C.) zunächst einmal darüber befinden müsse, wie er künftig die Stellungnahmen von Wissenschaftlern vor Gericht nach ihrer Evidenz bewerten wolle (<a href="http://www.casewatch.org/civil/motorola/petition.pdf">Quelle</a>; PDF-Seite 47).</p>
</blockquote><p>Seit Februar 2016 verwurstete Klaus Scheidsteger seine sogenannte Dokumentation &quot;Thank you for Calling&quot; (ty4c) kostenpflichtig vor allem in deutschen und österreichischen Programmkinos (Eintritt &lt; 10 Euro), in Form eines Streams bei einem Video-on-Demand-Anbieter (Verkaufspreis unbekannt) sowie als DVD bei diversen Anbietern (rd. 18 Euro zuzügl. Versandkosten). Auch für Anfragen wegen Sonderveranstaltungen, größere Mengen oder Lizenzen ist der Filmemacher offen. Und: Um keinen Cent liegen zu lassen, komplettiert für rd. 20 Euro (inkl. Versandkosten) das Anfang 2018 erschienene Buch zum Film Scheidstegers ausgeklügelte Geschäftsidee einer umfassenden Krötenwanderung. </p>
<p>Wie lange die Kröten zahlreich von einer Tasche in die andere wanderten weiß ich nicht, diese Frage kann nur Klaus Scheidsteger oder sein Steuerberater beantworten. Ein paar Jahre werden es mutmaßlich aber schon gewesen sein. Andererseits kann das nicht sein, denn schon am 20. Oktober 2016 passierte in den USA etwas, was dem Film &quot;Thank you for Calling&quot; und dem damit verbundenen Merchandising abrupt den Stecker gezogen hat. Denn an diesem Tag entschied der Court of Appeals (Berufungsgericht) des District of Columbia im Streitfall Motorola et al. vs. Michael Patrick Murray et al., also in der von Scheidsteger thematisierten gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen der Mobilfunkindustrie und 13 Klägern mit Hirntumoren, etwas, was Scheidstegers Film mit einem Federstrich in großen Teilen zu altem Eisen entwertet. Das Gericht entschied, dass in besagtem Streitfall die Zulassung von Sachverständigen, die Parteigutachten vorlegen dürfen, nicht länger gemäß dem milden Frye-Standard erfolgen darf, sondern gemäß dem strengeren Daubert-Standard (<a href="http://web.archive.org/web/20170217045956/http://www.dccourts.gov/internet/documents/14-CV-1350.pdf">Original-Quelle</a>, Kurzfassung in deutscher Übersetzung <a href="https://semmes-com.translate.goog/law-updates/motorola-v-murray/?_x_tr_sl=auto&amp;_x_tr_tl=de&amp;_x_tr_hl=de"><span class="underline">hier</span></a>). Damit schickte das Gericht Klaus Scheidsteger gewissermaßen zurück auf &quot;Los&quot;, denn sein Film ty4c entspricht seit diesem Entscheid noch viel weniger den Tatsachen als zuvor.</p>
<p><strong>Rückblende</strong>: In ty4c lässt Scheidsteger die beiden Österreicher Michael Kundi und Wilhelm Mosgöller sowie den Griechen Dimitrios Panagopoulos auftreten. Sie sind drei von acht Sachverständigen, die für die Kläger aussagen sollen. So einfach geht das in den USA jedoch nicht. Bevor dort Sachverständige aussagen dürfen, müssen sie sich einer gerichtlichen Prüfung ihrer wissenschaftlichen Qualifikation unterziehen. Diese Prüfung geschieht im Wesentlichen nach zwei Kriterienkatalogen: dem milden Original-Frye-Standard oder dem strengen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daubert-Standard">Daubert-Standard</a>. Zu der Zeit, als Scheidsteger seinen Film drehte, galt Frye in nur noch drei US-Bundesstaaten. Darunter war, zufällig oder schlau eingefädelt, ausgerechnet auch die US-Hauptstadtregion <em>District of Columbia</em>, in welcher der große Hirntumorprozess am Superior Court unter der Leitung von Richter Frederick H. Weisberg verhandelt wurde. Weisberg war im August 2014 also gehalten, die von der Klägerseite benannten acht Sachverständigen gemäß den Frye-Kriterien zu prüfen. <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=61791">Drei Kandidaten scheiterten</a> an dieser Prüfung, darunter Scheidstegers &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72585">Professor</a>&quot; aus Griechenland.</p>
<p>Glücklich ist Weisberg mit diesem Ergebnis jedoch nicht. Denn aus seiner Sicht wären die fünf Sachverständigen, die er gemäß Frye zulassen musste, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls ausgeschlossen worden, hätte er bei der Prüfung die strengen Daubert-Kriterien anwenden dürfen. Seinem Verdruss machte Weisberg am 1. Oktober 2014 Luft, wie oben in der zitierten Textpassage zu lesen ist. Und rd. zwei Jahre später entscheidet sich das Berufungsgericht in dem Hirntumorenfall tatsächlich für Daubert. Scheidsteger hätte mMn zu diesem Zeitpunkt die Vermarktung von ty4c einstellen müssen, weil die schon zuvor dubiose Aussage des Films, die einen angeblichen Durchbruch zugunsten der Kläger behauptet, mit den von Scheidsteger präsentierten Sachverständigen wegen Daubert mutmaßlich nie Realität werden wird.</p>
<p>Scheidsteger hat für ty4c <a href="http://www.ty4c.com/de/trailer/">eine eigene Website</a>, er hätte dort auf aktuelle Entwicklungen in dem von ihm hochgespielten Hirntumorprozess in Washinton D.C. hinweisen können. Hat er nicht getan. Keine Zeile dort gibt sachbezogen Auskunft, was sich seit 2016 in der gerichtlichen Auseinandersetzung getan hat. Nachträglich wurde nur der umsatzfördernde Hinweis eingefügt, dass es &quot;ab sofort&quot; auch das Buch zum Film gibt. Damit macht der Filmemacher mMn unmissverständlich deutlich, worauf es ihm bei ty4c und ähnlichen Werken wirklich ankommt.</p>
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<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 21:00:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Scheidsteger konnte mit &quot;Handykrieg&quot; Franzosen nicht ängstigen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Beim MDR gibt man andere Gründe an: mangelnde Qualität. &quot;Der Film entsprach handwerklich und inhaltlich nicht den Standards des MDR&quot;, sagt Claudia Schreiner, Programmchefin Kultur und Wissenschaft. Im Vertrag mit Scheidsteger sei deshalb ausdrücklich die Bearbeitung und Kürzung eingeschlossen gewesen. &quot;Außerdem fehlte der Deutschland-Bezug&quot;, führt Schreiner aus, &quot;was schade ist, denn es ist ja ein Thema, das auch hierzulande Bedeutung hat.&quot; Was die Qualität angeht, so hat der MDR offenbar deutlich strengere Maßstäbe als Frankreichs größter öffentlich-rechtlicher Sender France 2. Der hatte den Film im Mai 2006 komplett im Abendprogramm ausgestrahlt.</p>
</blockquote><p>Die Deutschen durften also im Vormittagsprogramm nicht alles das sehen, was Scheidsteger den Franzosen im Abendprogramm auftischen durfte.</p>
<p><span style="font-size:large;">Und?</span></p>
<p>Sind die Franzosen jetzt mobilfunkhysterischer als die Deutschen?</p>
<p>Keineswegs. Wie <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=71760#p72554">hier ersichtlich</a> (Tabelle 3; <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71856">Erklärung</a>), rangiert Deutschland in der Rangliste der mobilfunkhysterischsten Länder unter den 27 EU-Staaten auf Platz 6, Frankreich hingegen hoffnungslos weit abgeschlagen auf Platz 20. </p>
<p>Ein gegen Mobilfunk polemisierender Scheidsteger-Film im französischen TV-Abendprogramm macht aus Franzosen also noch lange keine überzeugten Mobilfunkgegner. Klaus Scheidsteger überschätzt die Wirkung seiner Anti-Mobilfunk-Propaganda. Die Top 3 der EU-Länder, in denen die Anti-Mobilfunk-Paranoia am schlimmsten grassiert, sind nach aktuellem Stand die Slowakei (1), Dänemark (2) und Spanien (3). In diesen Ländern tingelte jedoch kein Klaus Scheidsteger von einem Programmkino zum nächsten wie in Deutschland und auch die gefürchtete &quot;Kompetenzinitiative&quot; ließ sich dort noch nie blicken. Was es auch ist, was die Anti-Mobilfunk-Paranoia ausgerechnet in diesen Ländern befeuert, deutsche Mobilfunkgegner haben damit nichts zu tun.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 30 Oct 2022 18:34:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>&quot;Thank you for Calling&quot;: Dr. Panagopoulos unschuldig (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Auch darüber, dass die Universität von Athen keinen Prof. Dimitris [J.] Panagopoulos in der Fakultät für Biologie (Abt. Cell Biologie &amp; Biophysics) kennt, wohl aber einen Labortechniker mit Namen Dr. Dimitrios Panagopoulos.</p>
</blockquote><p>Wie Dr. Dimitrios Panagopoulos dem IZgMF schon im November 2019 mitteilte, hat er den akademischen Grad eines Doktors und nicht den eines Professors. Offensichtlich ist es eine exklusive Fehlleistung von Klaus Scheidsteger gewesen, in seinem Film dem Griechen die Würden eines Professors anzudichten. Weiter schreibt Panagopoulos, hätte er Gelegenheit gehabt, &quot;Thank you for Calling&quot; vor der öffentlichen Premiere zu sehen, er hätte den Fehler beanstandet. Diese Gelegenheit hatte er jedoch nicht bekommen.</p>
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<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 18:17:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Dimitrios/Dimitris Panagopoulos: griechisches Rätsel (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>► <strong>Titelschwindel</strong>: Dr. Dimitrios Panagopoulos wird im Film und vom Begleitmaterial als &quot;Professor&quot; (Uni Athen) vorgestellt. Die Fakultät für Biologie der Universität von Athen führt ihn hingegen als <a href="http://en.biol.uoa.gr/departments/department-of-cell-biology-biophysics.html">Labortechniker</a>.</p>
</blockquote><p>Klaus Scheidsteger sagt über Panagopoulos in &quot;Thank You for Calling&quot; (ab Minute 54:11):</p>
<p><em><span style="color:#399;"><strong>Einem weiteren hochqualifizierten Wissenschaftler, der in den USA als Experte der Anklage aussagen soll, gilt meine nächste Reise. Der Grieche Prof. Dr. Dimitris Panagopoulos, er forscht in den letzten Jahren ausschließlich und intensiv zu Mobilfunkstrahlung und hat in seinen Studien ein besonderes Modell etabliert. [...] Eigentlich hat der Professor eine Traumkarriere hingelegt, sein Forschertalent wurde vielfach ausgezeichnet, die renommierte Universität von Cambridge wählte ihn in die Top 100 weltweit. Und dennoch: Sein Fachwissen ist unerwünscht, wiewohl seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie durch das Fruchtfliegenmodell wegweisend sind.</strong></span></em></p>
<p>Dass der von Scheidsteger so gepriesene Grieche eine <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=61791">Qualitätsbeurteilung durch ein US-Gericht</a> nicht überstanden hat, und deshalb als Experte der Anklage ausschied, darüber wurde bereits berichtet. Auch darüber, dass die Universität von Athen keinen Prof. Dimitris [J.] Panagopoulos in der Fakultät für Biologie (Abt. Cell Biologie &amp; Biophysics) kennt, wohl aber einen Labortechniker mit Namen Dr. Dimitrios Panagopoulos. Einen anderen Panagopoulos gibt es <a href="http://en.biol.uoa.gr/sections/section-of-cell-biology-biophysics.html">in der Abteilung</a> nicht. Zu Dimitris [J.] Panagopoulos wirft die Universität nur wenige <a href="https://www.google.com/search?gl=us&amp;biw=1920&amp;bih=958&amp;ei=h5NFXcWGL4XfwQKC6pOICA&amp;q=%22Dimitris+J.+Panagopoulos%22+site%3Auoa.gr&amp;oq=%22Dimitris+J.+Panagopoulos%22+site%3Auoa.gr&amp;gs_l=psy-ab.12...14777.15734..17739...0.0..0.88.234.3......0....1..gws-wiz.GOh_R6ig_Tk&amp;ved=0ahUKEwiF5omz7ubjAhWFb1AKHQL1BIEQ4dUDCAo">belanglose veraltete Treffer</a> aus. </p>
<p>Möglicherweise sind Dimitris und Dimitrios jedoch zwei unterschiedliche Personen und Dimitris ist im Personal der Universität von Athen nicht zu finden, weil er dort inzwischen ausgeschieden ist. Die Website <a href="https://www.researchgate.net/profile/Dimitris_Panagopoulos3">Researchgate</a> verortet Dimitris Panagopoulos gegenwärtig beim National Center for Scientific Research &quot;Demokritos&quot;, Athen, Griechenland. Also <a href="http://www.demokritos.gr/?s=Dimitris+J.+Panagopoulos">dort gesucht</a> und abermals leer ausgegangen: Weder mit dem Suchbegriff &quot;Dimitris J. Panagopoulos&quot; noch mit &quot;Dimitris Panagopoulos&quot; gelingt mir ein Treffer.</p>
<p>So bleibt es rätselhaft, wo denn nun in Griechenland der &quot;hochqualifizierte Wissenschaftler&quot; Dimitris J. Panagopoulos beschäftigt ist.</p>
<p>Zuletzt führt auch die Spur mit den Top-100-Wissenschaftlern, laut Scheidsteger gewählt von der Universität von Cambridge, ins Nichts [mir neu, dass Universitäten wählen können]. Ein Treffer zu diesem Eitelkeitswettbewerb auf der Website wollte mir nicht gelingen, auf die Frage &quot;<a href="https://www.quora.com/What-is-the-Top-100-Scientists-list-award-from-Cambridge-University-Is-it-real-Is-it-a-hoax-scam">What is the &quot;Top 100 Scientists&quot; list (award) from Cambridge University? Is it real? Is it a hoax/scam?</a>&quot; antworte jedoch ein gewisser John R. Yamamoto-Wilson (studierte an der Uni von Cambridge):</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>I think you'll find that this was in fact an entry in a publication of the &quot;International Biographical Centre&quot;. And, yes, it is basically a scam!</strong></em></span></p>
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<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 14:25:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>&quot;ZentralorganBayern&quot; tendenziös (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In der geringen Rezeption, die die Doku von Journalist Klaus Scheidsteger bisher in Deutschland erhielt, wird mitunter auch bemängelt, dass er Experten wie Dr. Panagopoulos in seinem Film zu Wort kommen lässt, obgleich doch die beklagte Mobilfunkindustrie diesen vor dem Superior Court for the District of Columbia als “dilettantisch” zerlegt hätte, weil er “seine Versuchstiere (Fruchtfliegen)…einfach mit einem handelsüblichen Handy” befeldet hätte. Wir sind nun keine Wissenschaftler, nicht einmal besonders profunde Technikexperten, aber wir sehen einen Film stets in einer sehr kritischen Herangehensweise, versuchen – gerade wenn politische oder gesellschaftlich-soziale Fragen direkt oder auch nur indirekt eine Rolle spielen – uns mit den thematischen Hintergründen mehr als via Wiki-Einträgen ein wenig schlau zu machen [...].</p>
</blockquote><p>ZOB betreibt in der oben zitierten Textpassage subtile Meinungsmache ganz im Sinne von Scheidsteger. Also eigentlich genau das, was das ZOB vorgibt, mit &quot;unabhängigem&quot; Journalismus zu bekämpfen. Man muss freilich schon genau hinschauen, um das vage Gefühl der Meinungsmache konkretisieren zu können. Der Stein des Anstoßes steckt im ersten Satz:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>In der geringen Rezeption, die die Doku von Journalist Klaus Scheidsteger bisher in Deutschland erhielt, wird mitunter auch bemängelt, dass er Experten wie Dr. Panagopoulos in seinem Film zu Wort kommen lässt, obgleich doch die beklagte Mobilfunkindustrie diesen vor dem Superior Court for the District of Columbia als “dilettantisch” zerlegt hätte, weil er “seine Versuchstiere (Fruchtfliegen)…einfach mit einem handelsüblichen Handy” befeldet hätte.</strong></em></span></p>
<p>ZOB behauptet kurz gesagt, Scheidsteger-Experte Panagopoulos sei vor Gericht von der beklagten Mobilfunkindustrie wegen einer &quot;dilettantischen&quot; Studie zerlegt worden. Man beachte die Anführungszeichen, mit denen ZOB den Dilettantismus von Panagopoulos anzweifelt.</p>
<p>Die Darstellung des ZOB ist manipulativ, denn es ist trivial, dass die Anwälte der Streitparteien versuchen, die Zeugen der jeweils anderen Seite zu &quot;zerlegen&quot;. Das ist Gerichtsalltag und kaum der Rede wert. ZOB spielt etwas nach vorne, um, wie wir gleich sehen werden, das wirklich Relevante zu verdecken.</p>
<p>Im US-Rechtssystem sind die Richter während einer Verhandlung passiv. Es ist Aufgabe der Streitparteien, alle belastenden und entlastenden Argumente aufzufahren. Erst wenn dies geschehen ist greift der Richter ein, er schaut sich die Argumentationen an, wertet und gewichtet sie und kommt nach einer Abwägung zu einer Entscheidung.</p>
<p>Im Fall Panagopoulos ging es vor dem Superior Court primär nicht um sein &quot;Fruchtfliegenexperiment&quot;, sondern darum, ob der Grieche als Experte gelten darf oder nicht. Ist er einer, wertet dies seine Auftritte im Scheidsteger-Film auf, ist er keiner, sind seine Auftritte wertlos. Den Anwälten der Beklagten (bei ZOB fälschlich &quot;die Mobilfunkindustrie&quot;) gelang es nun, unter anderem mit Verweis auf das &quot;Fruchtfliegenexperiment&quot; das Vertrauen in die fachliche Qualifikation Panagopoulos' erfolgreich zu erschüttern. Die Entscheidung, den Griechen nachhause zu schicken traf dann nicht &quot;die Mobilfunkindustrie&quot;, sondern allein Richter Weisberg. Für Scheidstegers Film bedeutet diese Entscheidung rückwirkend den Totalausfall eines seiner Belastungszeugen. ZOB versucht, diesen Totalausfall herunter zu spielen, indem der Eindruck erweckt wird, Panagopoulos ansonsten weiße Weste sei von der Mobilfunkindustrie wegen eines nur angeblich dilettantischen Experiments mit einem kleinen Fleck beschmutzt worden.</p>
<p>Mir ist klar, dass ich in den Text des ZOB möglicherweise zu viel hinein interpretiere und das &quot;Zentralorgan&quot; überschätze. Doch wer so auffällig viel Wert auf &quot;unabhängigen&quot; Journalismus legt wie das ZOB, der sollte eben Klartext schreiben, statt mit Herumeiern  Kaffeesatzleserei zu provozieren. Dass es überhaupt zu der kurzen Textanalyse kam, liegt an der aus meiner Sicht unqualifizierten verstohlenen Aufwertung des vermeintlichen Aufklärungsfilms &quot;Thank You for Calling&quot; durch das ZOB.</p>
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<pubDate>Wed, 26 Dec 2018 14:51:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>&quot;ZentralorganBayern&quot; liked Scheidsteger-Film (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>► <strong>Jugend forscht</strong>: Dem Griechen Dr. Panagopoulos räumt der Film unangemessen viel Raum ein. Denn verschwiegen wird: Panagopoulos war im Dezember 2013/Januar 2014 in USA zur Anhörung vor dem &quot;Superior Court for the District of Columbia&quot; zwar eingeladen gewesen, seine <a href="http://bit.ly/DC_expert_ruling">Aussage wurde vom Gericht jedoch verworfen</a>. Grund: Panagopoulos setzte für seine wissenschaftlichen Experimente, wegen denen er von der Klagepartei als Zeuge geladen wurde, eine dilettantische Expositionsmethode ein. Er befeldete seine Versuchstiere (Fruchtfliegen) einfach mit einem handelsüblichen Handy. Dies wurde von den Beklagten als unwissenschaftlich bemängelt und das Gericht folgte dieser Argumentation. Klaus Scheidsteger erzählt seinen Zuschauern das glatte Gegenteil, er stellt Dr. Panagopoulos als hochqualifizierten Wissenschaftler vor, der in USA als Experte der Klagepartei auftritt. Wer beim Filmschauen aufpasst bemerkt: Panagopoulos fehlt bei den entscheidenden Schlussszenen vor dem Gericht in Washington D.C.! Die anderen Szenen mit ihm sind Fremdkörper im Handlungsstrang, Scheidsteger hätte sie mMn aus Respekt vor den Zuschauern herausschneiden müssen.</p>
</blockquote><p>Das &quot;<a href="http://www.das-zob.de/impressum/">ZentralOrganBayern</a>&quot; (ZOB) bietet eigenen Angaben zufolge unabhängigen Journalismus im Dauergefecht gegen Rassismus, Krieg, Vertuschung und mehr. Das stimmt einen erstmal froh. Ein nicht genannter Autor befasste sich schon 2016 auf <a href="http://www.das-zob.de/tag/klaus-scheidsteger/">dieser ZOB-Seite</a> mit Scheidstegers Film &quot;Thank You for Calling&quot;. Die Besprechung ist unerwartet wohlwollend, Kritik am Film ist, wenn überhaupt geboten, so marginal, als wäre das Schlimmste, was ein Autotester an einem Testwagen zu bemängeln hat, Größe und Form des Aschenbechers. Das liest sich beim ZOB dann auszugsweise so:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Um es aber gleich zu unterstreichen: “Thank You For Calling” ist keineswegs ein Film der Panik schürt, kein agitaorisches Machwerk! Aber er hat durchaus Schwächen im Detail. So könnten Wissenschaftler insgesamt ein wenig besser mit ihren bisherigen “Erfolgen” oder mit einer klaren Einordnung der Institute, für die sie wirk(t)en, eingeführt werden. Vor allem: der Musikteppich ist manchmal arg aufdringlich. Und klar, der Streifen ist – aber eben in bester Michael-Moore-Tradition – auch ein Stück weit “einseitig” gehalten.</strong></em></span></p>
<p>Nun könnte man meinen, die unabhängigen Journalisten des ZOB seien von Scheidsteger ebenso erfolgreich eingeseift worden wie andere Laien, die nichts wissen und deshalb alles glauben müssen, was ihnen der Filmemacher serviert. Doch dem ist nicht so. Die folgende Passage aus dem Artikel macht zweifelsfrei klar, der unbekannte Autor des Artikels muss zuvor die Filmkritik des IZgMF gelesen haben (siehe auch Zitat am Beginn des Postings), konnte sich jedoch nicht zu einer Quellenangabe durchringen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>In der geringen Rezeption, die die Doku von Journalist Klaus Scheidsteger bisher in Deutschland erhielt, wird mitunter auch bemängelt, dass er Experten wie Dr. Panagopoulos in seinem Film zu Wort kommen lässt, obgleich doch die beklagte Mobilfunkindustrie diesen vor dem Superior Court for the District of Columbia als “dilettantisch” zerlegt hätte, weil er “seine Versuchstiere (Fruchtfliegen)…einfach mit einem handelsüblichen Handy” befeldet hätte. Wir sind nun keine Wissenschaftler, nicht einmal besonders profunde Technikexperten, aber wir sehen einen Film stets in einer sehr kritischen Herangehensweise, versuchen – gerade wenn politische oder gesellschaftlich-soziale Fragen direkt oder auch nur indirekt eine Rolle spielen – uns mit den thematischen Hintergründen mehr als via Wiki-Einträgen ein wenig schlau zu machen: und somit ist zu “Thank You For Calling” schon mal formal festzustellen, dass er im Film behandelte handykritische Studien keinesfalls als absolute Beweise darstellt. Ohnedies erklärten die Verantwortlichen auf dem “Beipackzettel” zum Kinostart in Deutschland, dass es weniger ihr Ziel war, “ernsthaften Hinweisen auf mogliche Gesundheitsrisiken” nachzugehen, “sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist”. Eine absolut nachvollziehbare Frage, wenn man bedenkt, dass inzwischen auf der Welt mehr Handyverträge als Menschen existieren. Und erst recht, wenn man weiss, dass die untersuchte Branche weltweit rund 17 Billionen Dollar pro Jahr umsetzt.</strong></em></span></p>
<p>Wir nannten früher solche schön gedrechselten Sätze zugunsten einer von zwei Seiten freundlich Hofberichterstattung. Mir ist unverständlich, wie ein Journalist, der seinen Beruf ernst nimmt, sich so distanzlos beipflichtend über &quot;Thank You for Calling&quot; äußern kann. Es sei denn, der Autor ist Anhänger der Truther-Szene. Allerdings behauptet das ZOB nur &quot;unabhängig&quot; zu sein, wovon auch immer, von <em>kritischem</em> Journalismus ist im Seitenkopf nicht die Rede. Um das ZOB ins hiesige Mediengefüge einordnen zu können, z.B. ob es ein bayerisches Abziehbild von KenFM, der Prawda, der Bayerischen Staatszeitung oder von sonst etwas truthig Angehauchtem ist, fehlen mir Informationen. Da auch Google ungewohnt wenig über dieses Zentralorgan weiß, gehe ich von vernachlässigbarer Bedeutung aus und jetzt schlafen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=66463</link>
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<pubDate>Wed, 26 Dec 2018 02:33:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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