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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - Recycling: Belo-Horizonte-Kaugummistudie mit Adilza Dode</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Recycling: Belo-Horizonte-Kaugummistudie mit Adilza Dode (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Warum die Studie zu &quot;Belo Horizonte&quot; Zweifel an deren Seriösität weckt</p>
</blockquote><p>Señora Dode hat umgesattelt. Als Co-Autorin einer Kaugummistudie beschäftigte sie sich 2017 damit, was man aus achtlos weggeworfenen oder unter Stühle und Schulbänke geklebten Kaugummis Schönes basteln kann. Die Studie hat den Titel ESTUDO DAS POSSIBILIDADES DE RECICLAGEM DA GOMA DE MASCAR: ESTUDO DE CASO NO CENTRO UNIVERSITÁRIO METODISTA IZABELA HENDRIX (CEUNIH), BELO HORIZONTE, MG und steht im Volltext (inkl. englischer Abstract) <a href="https://www.portalseer.ufba.br/index.php/gesta/article/download/16888/14708">hier zum Download</a> zur Verfügung. Es ist anzunehmen, dass Señora Dode für diese Arbeit nicht ansatzweise soviel Kritik einstecken muss wie für ihre Krebsstudie, mit der sie 2011 vor allem organisierte Mobilfunkgegner in aller Welt von den Stühlen riss. Der schweizerische Anti-Mobilfunk-Verein gigherz.ch war so begeistert, dass er 2013 Adilza Dode anlässlich des <a href="index.php?id=52956" class="internal">Führergeburtstags</a> in die Schweiz zum Vortrag eingeladen hat. Die Abschreckung wirkt bis heute nach: Der Verein hat seitdem keinen sogenannten Gigaherz-&quot;Kongress&quot; mehr zuwege gebracht.</p>
<p><strong>Über die Entstehung von Kaugummis: Ein Erfahrungsbericht</strong><br />
<em>Ein Kanadier sitzt gerade am Frühstück, mit Kaffee, Croissants, Butter und Marmelade, als sich ein Kaugummi kauender Amerikaner neben ihn setzt.</em></p>
<p><em>Ohne aufgefordert zu werden, beginnt dieser eine Konversation: &quot;Esst ihr Kanadier eigentlich das ganze Brot?&quot; Der Kanadier lässt sich nur widerwillig von seinem Frühstück ablenken und erwidert: &quot;Ja, natürlich.&quot; Der Ami macht eine Riesenblase mit seinem Kaugummi und meint: &quot;Wir nicht. In den Staaten essen wir nur das innere des Brotes. Die Brotrinden werden in Containern gesammelt, aufbereitet, zu Croissants geformt und nach Kanada verkauft.&quot;</em></p>
<p><em>Der Kanadier hört nur schweigend zu. Der Amerikaner lächelt verschmitzt und fragt: &quot;Esst ihr auch Marmelade zum Brot?&quot; Der Kanadier erwidert leicht genervt: &quot;Ja, natürlich&quot;. Während der Ami seinen Kaugummi zwischen den Zähnen zerkaut, meint er: &quot;Wir nicht. In den Staaten essen wir nur frisches Obst zum Frühstück. Die Schalen, Samen und Überreste werden in Containern gesammelt, aufbereitet, zu Marmelade verarbeitet und nach Kanada verkauft.&quot;</em></p>
<p><em>Nun ist es an dem Kanadier, eine Frage zu stellen: &quot;Habt ihr auch Sex in den Staaten?&quot; Der Amerikaner lacht und sagt: &quot;Ja, natürlich haben wir Sex.&quot; Der Kanadier lehnt sich über den Tisch und fragt: &quot;Und was macht ihr mit den Kondomen, wenn ihr sie gebraucht habt?&quot; &quot;Die werfen wir weg&quot;, meint der Ami. Jetzt fängt der Kanadier an zu lächeln: &quot;Wir nicht. In Kanada werden alle Kondome in Containern gesammelt, aufbereitet, geschmolzen, zu Kaugummi verarbeitet und nach Amerika verkauft.&quot;</em> (<a href="http://www.witzcharts.de/witze/recycling-ein-kanadier-sitzt-gerade-am.html">Quelle</a>)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65029</link>
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<pubDate>Sat, 06 Jan 2018 12:19:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte – WHO stuft Dode et al. als wertlos ein (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die WHO hat in dem Ende 2014 veröffentlichten Entwurf ihrer neuen Studienbewertung zu elektromagnetischen Feldern auch die Arbeit von Adilza Dode analysiert und misst dieser Studie keinen oder bestenfalls geringen Einfluss auf die Gesamtbewertung bei. Hier die (vorläufige) Bewertung der Belo-Horizonte-Studie durch die WHO im Original-Wortlaut:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><em><strong><strong>An ecological study in Minas Gerais state, Brazil, investigated the spatial correlation between mortality from cancer 1996-2006 and geographical concentration of mobile phone transmitter antennae (Dode et al., 2011). Information on deaths from the City Health Department, geographical location of base stations from the Brazilian Telecommunications Agency, and city census from the Brazilian Institute of Geography and Statistics were geocoded according to 'census tracts' geographical zones. There were 7191 registered cancer deaths at all ages and of types previously investigated with non-ionising radiation during the study period. Residential address for cases of eligible cancer deaths were plotted against distance from the first transmitter that the resident was possibly exposed. Mortality rates were derived within each radius of 100 meters (0-1000 m), using the number of deaths divided by the estimated population in that radius. Mortality rate ratios were 1.35 within 100 meters, 1.08 within 500 meters, and declined with distance although no statistical test was applied to assess statistical significance for a trend. No results were presented for cancer type-specific mortality rates. Measured power density varied from 0.04 μW/cm² to 40.78 μW/cm².</strong></strong></em></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><em><strong><strong>[While this study has the advantage that it was conducted in a large area with a large numbers of transmitters, its ecological design and lack of data on contributory factors still present difficulties in interpreting its results. A particular problem was the assessment of the size of the population in each of the 100 m bands. As base stations are positioned in densely population areas, it seems likely that the number of residents in close proximity to the transmitters have been underestimated and those further away have been overestimated, which could have resulted in spurious raised risks in the bands close to the transmitters. Calculations did not take into account differences in distribution of age and sex, and other relevant factors such as socioeconomic status. Most deaths occurred within 1 to 2 years of installation of the primary base stations; such a short induction period seems aetiologically unlikely. The study is not included in the table, and is given little or no weight in the overall assessment.]</strong></strong></em></em></span></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Wie verantwortungslose Mobilfunkgegner trotz allem die Belo-Horizonte-Studie auch noch 2016 für ihre Zwecke einspannen, zeigt der bald 80-jährige Ex-Elektriker Hans-U. Jakob in einem dilettantischen <a href="index.php?id=62583" class="internal">Beitrag über angeblich dramatische Zuwachszahlen bei den Krebs-Neuerkrankungen</a> in der Schweiz.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=62582</link>
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<pubDate>Sat, 09 Jul 2016 21:35:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Krebsstudie bei Kopp angekommen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. Juni 2013 entdeckt ein gewisser <a href="http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/neue-studie-bringt-mehr-als-7-krebstote-mit-strahlung-von-handymasten-in-verbindung.html">Mike Adams für Kopp online</a> die Krebsstudie und feiert sie.</p>
<p>Der Amateur-Journalist steigert sich von Absatz zu Absatz bis er in seinem Stuss-Artikel in bedrückender Einfalt schlussfolgert:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Erdrückende Beweise</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Eine wachsende Zahl von Organisationen und viele weitere Studien stützen die Schlussfolgerungen der brasilianischen Studie. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR) kam auf der Grundlage von Untersuchungen einer internationalen Arbeitsgruppe zu dem Schluss, dass Funkfrequenzstrahlung, auch die von Handymasten, ein mögliches Karzinogen darstellt.</strong></em></span></p>
<p>Wahnsinn, was im www auf die Menschen so alles losgelassen wird, nur um Ängste zu schüren und damit ein paar Mäuse mehr einzuheimsen.</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Wenn schon Adams, dann bitte Brian oder Douglas.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 18 Sep 2013 12:37:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: Kritik von Kenneth R. Foster (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In die Reihe von Kritiken an der Belo-Horizonte-Studie gesellt sich nun folgende von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lorne_Trottier">Lorne Trottier</a>:</p>
</blockquote><p>Kenneth R. Foster und Lorne Trottier publizierten ihre kritischen Kommentare zur Belo-Horizonte-Studie 2013 in &quot;<a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969712008194">Science of the Total Environment</a>&quot;. Auf der Website von Lorne Trottier gibt es den <a href="http://emfandhealth.com/DodeLetterOnline.pdf">Volltext</a> (PDF, 3 Seiten, englisch). Die Kritik geht in die Richtung wie damals im Forum diskutiert: Bevölkerungsdichte, Verteilung der Anwohner und der Basisstationen, Altersstruktur.</p>
<p>Die Autoren der Belo-Horizonte-Studie haben <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969712012806">auf diese Kritik reagiert</a>. Leider ist der Volltext der Antwort gratis nicht verfügbar. Dr. Ratto aber hat ihn gelesen und meint, die Autoren hätten die Kritik überwiegend nicht verstanden, oder wollten sie nicht verstehen, stur würden sie auf ihrem Ergebnis bestehen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 23:06:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Studie vom israelischen &quot;Todesdorf&quot; im EMF-Portal (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das war am 14. März 2003. Die einschlägigen Blätter der Szene berichteten über diese Geschichte, die so schön ins Konzept passt, allen voran die seinerzeit führenden <a href="http://www.elektrosmognews.de/news/israelporat.htm">Elektrosmognews</a> (ein Klon davon bei <a href="http://iddd.de/umtsno/emfkrebs/israelporat.htm">UMTSNO</a>). </p>
<p>Warum ich das jetzt bringe?</p>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21873036">Deshalb</a>.</p>
<p>Dort gibt eben jene Iris Atzmon, die 2003 noch Alarm geschlagen hat, nichts Geringeres als: <strong>Entwarnung</strong>. Dass sie das tut ist anerkennenswert.</p>
</blockquote><p>Die &quot;Todesdorfstudie&quot; (Israel) hat inwischen auch <a href="http://www.emf-portal.de/viewer.php?aid=19574&amp;sid=d088742a295d403bc1638a8cc39fd773&amp;sform=8&amp;pag_idx=0&amp;l=g">Einzug ins EMF-Portal</a> gehalten.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=51065</link>
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<pubDate>Sat, 15 Sep 2012 09:06:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: Kritik von Lorne Trottier (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>In die Reihe von Kritiken an der Belo-Horizonte-Studie gesellt sich nun folgende von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lorne_Trottier">Lorne Trottier</a>:</p>
<p><a href="http://www.emfandhealth.com/Critique%20Brazilian%20Study.html">Critique of the Brasilian Cellular Telephone Base Station Study</a></p>
<p>Neu ist meines Erachtens eine andere Sichtweise auf den möglichen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Selection_bias">Selection Bias</a> durch die Auswahl der EMF-Krebse bzw. der Sterbefälle.</p>
<p>Den Unterschied der Mortalitätsraten in den Bezirken vermutet er unter anderem in einer unterschiedlichen Altersverteilung.</p>
<p>In <strong>&quot;Strange Result No. 1&quot;</strong> bemängelt er bzw. Dr. Leonelli das Hauptresultat (relatives Risko in Abhängigkeit vom Abstand zur BS) auf ähnliche Weise wie dies hier im Forum schon <a href="index.php?id=48069" class="internal">Dr. Ratto</a> gemacht hat.</p>
<p>Meine persönliche Meinung zu &quot;No. 1&quot; ist dass die relativen Risiken der äußeren Ringe nicht sehr aussagekräftig sind, aufgrund der geringen Fallzahlen. Abgesehen davon dürften in den Zahlen einige Typos stecken, ich kläre das grad ab. Ob das ganze tatsächlich statistisch sinnlos ist kann ich nicht beurteilen.</p>
<p>Als <strong>&quot;Strange Result No. 2&quot;</strong> bezeichnet er das Diagramm &quot;Cancer deaths vs. duration of exposure since first base station came into operation&quot; aus der Studie. Hier geht es um die seltsamen Latenzzeiten der Krebsentstehung und wie sie komplett den Krebsstatistiken widersprechen.</p>
<p>Zusammen mit folgenden Analysen sollte das Thema für jeden erledigt sein:</p>
<p><a href="index.php?id=48069" class="internal">Dr. Ratto zur Belo-Horizonte-Studie -&gt; Zeitverschwendung</a><br />
<a href="http://elmar.swisstph.ch">Dokumentationsstelle ELMAR</a><br />
(Datenbank-Suche -&gt; Autor: Dode)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=50056</link>
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<pubDate>Wed, 30 May 2012 12:22:26 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>kureck</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte - Warum Mortalitäts- und nicht Inzidenzrate? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Bei Belo Horizonte geht's aber wie der Titel schon sagt um die Mortalität.</p>
<p>So, warum eigentlich Sterbe- und nicht Neuerkrankungsrate?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Gute Frage, wahrscheinlich liegt es an der normativen Kraft des Faktischen: Zur Sterberate lagen Daten vor, zur Inzidenzrate nicht. Allerdings spricht dagegen Tabelle 4 mit den kumulierten Inzidenzraten.</p>
</blockquote><p>Das sind die kumulierten Mortalitätsraten (<em>&quot;incidence of all deaths&quot;</em>, das hat mich ja anfangs verwirrt). Aber ja, wahrscheinlich liegts an den verfügbaren Daten. Vergleichbar ist das ganze dann trotzdem nicht mit den Studien bei denen Inzidenz untersucht wurde, bei unterschiedlicher Überlebenswahrscheinlichkeit und -dauer. Kommen nur zusätzliche Unsicherheiten rein, wenn jemand besonders viel Glück oder Pech hat und länger oder kürzer oder überhaupt überlebt.</p>
<blockquote><blockquote><p>Außerdem komm' ich nicht so recht drauf was Fig. 12 u. 16 genau darstellen sollen. Fig. 16 wird im Text nicht mal erwähnt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Fig. 16 wird auf Seite 11 erwähnt (<em>Fig. 16 shows the distribution of the number of deaths by neoplasia versus duration of exposure since the date of operation of the first antenna in each analyzed CT</em>).</p>
</blockquote><p>Hat wohl die Suche versagt. Naja, gelesen hab ich's auch, nur scheitert's etwas an der Interpretation. Ich würde mir so in etwa &quot;2-3 Jahre nachdem im Bezirk eine BS steht falle ich tot um&quot; vorstellen. Dass das Diagramm genau so aussieht liegt aber wahrscheinlich dran dass fast keine BS dort in dem Zeitraum länger als 8 Jahre gestanden hat. Deswegen nimmt's halt wieder ab. Wozu ist das Diagramm dann eigtl. gut?</p>
<p>Genau deswegen mag ich diese Studie nicht. Fig. 15 würde ganz anders aussehen wenn man die 0-100/100-200m/... &quot;Kreisringe&quot; betrachten würde. So sieht's halt elegant aus, wie ein richtiger Zusammenhang mit der Entfernung, nur deswegen weil von 0-100m so viele Fälle aufgetreten sind (die dann bei den größeren Entfernungen mit eingerechnet sind). So als hätte man getrickst dass man den Leuten die 300m entfernt wohnen auch noch Abschirmmaßnahmen andrehen kann.</p>
<blockquote><p>Zu Fig. 12 heißt es: <em>The percentage of deaths by neoplasia per year in the Belo Horizonte municipality from 1996 to 2006, considering the start of exposure to be the date of the first license, is shown in Fig. 12.</em></p>
<p>Mit &quot;first license&quot; ist, wenn ich mich recht entsinne, bei Befeldung durch mehrere Basisstationen im näheren Umkreis der Betriebsbeginn der ältesten Station gemeint.</p>
</blockquote><p>Die Prozentangabe auf der y-Achse müsste der prozentuelle Anteil der Toten in dem Jahr sein. Aber wo kommt die erste Lizenz rein? Oder ist die x-Achse der &quot;Beginn&quot; der Exposition? Irgendwie steh' ich hier auf der Leitung.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49579</link>
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<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:49:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>kureck</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte - Warum Mortalitäts- und nicht Inzidenzrate? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei Belo Horizonte geht's aber wie der Titel schon sagt um die Mortalität.</p>
</blockquote><blockquote><p>So, warum eigentlich Sterbe- und nicht Neuerkrankungsrate?</p>
</blockquote><p>Gute Frage, wahrscheinlich liegt es an der normativen Kraft des Faktischen: Zur Sterberate lagen Daten vor, zur Inzidenzrate nicht. Allerdings spricht dagegen Tabelle 4 mit den kumulierten Inzidenzraten.</p>
<blockquote><p>Ist das nicht etwas unfair?</p>
</blockquote><p>Eigentlich nicht. In Deutschland steigt z.B. die Krebs-Inzidenzrate wegen der Altersentwicklung ziemlich an, wegen der Fortschritte in der Medizin geht jedoch die Sterberate infolge Krebs zurück. Ob das in Brasilien ebenfalls so ist weiß ich nicht.</p>
<blockquote><p>Dass Diagnose und Erkrankung auch nicht dasselbe ist macht die Sache auch nicht besser.</p>
</blockquote><p>Stimmt. Zumindest ist ein 1:1-Vergleich mit der Naila-Studie so nicht möglich.</p>
<blockquote><p>Wie lange dauert es so durchschnittlich von Diagnose bis zum eventuellen Tod?</p>
</blockquote><p>Mediziner sprechen häufig von einer 5-Jahres-Überlebensquote. Die unterscheidet sich von Krebs zu Krebs jedoch erheblich.</p>
<blockquote><p>Elektromagnetische Felder von Sendeanlagen müssten meines Erachtens schon sehr aggressiv sein um Krebs nach 5 Jahren auszulösen. Wie dann erst um nach 5 (?) Jahren schon Sterbefälle zu haben.</p>
</blockquote><p>Ja, das passt nicht zusammen.</p>
<blockquote><p>[...]</p>
<p>Außerdem komm' ich nicht so recht drauf was Fig. 12 u. 16 genau darstellen sollen. Fig. 16 wird im Text nicht mal erwähnt.</p>
</blockquote><p>Fig. 16 wird auf Seite 11 erwähnt (<em>Fig. 16 shows the distribution of the number of deaths by neoplasia versus duration of exposure since the date of operation of the first antenna in each analyzed CT</em>).</p>
<p>Zu Fig. 12 heißt es: <em>The percentage of deaths by neoplasia per year in the Belo Horizonte municipality from 1996 to 2006, considering the start of exposure to be the date of the first license, is shown in Fig. 12.</em></p>
<p>Mit &quot;first license&quot; ist, wenn ich mich recht entsinne, bei Befeldung durch mehrere Basisstationen im näheren Umkreis der Betriebsbeginn der ältesten Station gemeint.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49577</link>
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<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:00:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte - Warum Mortalitäts- und nicht Inzidenzrate? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst war ich etwas verwirrt weil etwas von &quot;incidence rate of deaths&quot; steht und generell oft von &quot;incidences&quot;, bis ich drauf gekommen bin dass &quot;incidence&quot; ja auch Ereignis/Vorkommen heißen kann.</p>
<p>Andauernd schwirrt mir im Kopf die Aussage von Dr. Jandrisovits herum &quot;Ja, so summa summarum wenn man sich einige Studien anschaut kann man sagen dass so nach 5 Jahren die Krebsfälle um Sendeanlagen ansteigen&quot; (Kein wörtliches Zitat!)</p>
<p>Bei Belo Horizonte geht's aber wie der Titel schon sagt um die Mortalität.</p>
<p>So, warum eigentlich Sterbe- und nicht Neuerkrankungsrate? Ist das nicht etwas unfair?Dass Diagnose und Erkrankung auch nicht dasselbe ist macht die Sache auch nicht besser.</p>
<p>Wie lange dauert es so durchschnittlich von Diagnose bis zum eventuellen Tod?</p>
<p>Elektromagnetische Felder von Sendeanlagen müssten meines Erachtens schon sehr aggressiv sein um Krebs nach 5 Jahren auszulösen. Wie dann erst um nach 5 (?) Jahren schon Sterbefälle zu haben.</p>
<p><a href="index.php?id=29835" class="internal">Hier</a> und <a href="index.php?id=48728" class="internal">hier</a> wurde schon mal über Latenzzeiten diskutiert.</p>
<p>Außerdem komm' ich nicht so recht drauf was Fig. 12 u. 16 genau darstellen sollen. Fig. 16 wird im Text nicht mal erwähnt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49574</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49574</guid>
<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 17:11:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>kureck</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Krebsstudie bei ELMAR (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Man mag sich darin täuschen, aber es scheint z.Zt. eine Studie zu angeblichen Krebsfällen in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte, angeblich verursacht durch einen dortigen Mobilfunksender, regelrechte Begeisterungsstürme in den Reihen der alarmistischen Mobilfunkgegnerbewegung auszulösen.</p>
</blockquote><p>Die Dokumentationsstelle Elmar*), Schweiz, hat die <a href="http://www.elmar.unibas.ch/FMPro?-db=elmar.fp5&amp;-format=details.html&amp;-sortfield=-keine-&amp;-sortfield=-keine-&amp;-sortfield=-keine-&amp;Titel=belo&amp;Absenden=Suchen&amp;select=AND&amp;select=ascend&amp;select=AND&amp;select4=ascend&amp;-max=50&amp;-recid=34261&amp;-find=">&quot;Belo-Horizonte&quot;-Studie aufgenommen</a> und listet unter Bemerkungen eine ganze Reihe von Schwachpunkten auf, die die Aussagekraft der Arbeit erheblich infrage stellen.</p>
<p><em>Nachricht von &quot;Kureck&quot; <a href="index.php?id=49510" class="internal">hier</a>.</em></p>
<p>*) <strong>Nachtrag vom 06.01.2018</strong>: Da die Dokumentationsstelle Elmar seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert wird und möglicherweise unvermittelt aus dem Netz genommen wird, nachfolgend die Bewertung der Belo-Horizonte-Studie durch Elmar:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die Aussagekraft dieser Studie wird dadurch eingeschränkt, dass keine Informationen über die tatsächliche Hochfrequenzbelastung der einzelnen Personen vorlagen. Die Entfernung von einer Basisstation sagt wenig über die Exposition der Anwohner in der Umgebung aus, weil die Ausbreitung der hochfrequenten Felder sehr inhomogen ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird. Zudem wurde nicht berücksichtigt, wie lange die Personen vor ihrer Erkrankung an der entsprechenden Adresse gewohnt hatten. Risikofaktoren für Tumorerkrankungen wie Rauchen, berufliche Expositionen oder Vererbung wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Auch hinsichtlich der Datenauswertung bleiben einige Fragen offen:</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Bei der Berechnung der Sterblichkeitsraten wurde die Altersstruktur in der zugrundeliegenden Bevölkerung nicht beachtet, und es ist unklar, warum die Todesfälle in den Kreisen um die Basisstation herum aufsummiert wurden. Wenn man die Umkreise getrennt auswertet (0 bis 100 m, 100 bis 200 m usw.), ergibt sich keine lineare Abnahme der Sterberaten mit zunehmender Entfernung von einer Basisstation. Ebenfalls unklar ist, wie die Anzahl der Einwohner in den verschiedenen Umkreisen abgeschätzt wurde. Diese Anzahl diente als Nenner für die Berechnung der kumulativen Sterberaten. Auffallend ist, dass die geschätzte Bevölkerungsdichte in der Nähe von Basisstationen (&lt; 200 m) wesentlich höher war als in Regionen mit grösseren Entfernungen. Dies spricht für Unterschiede in der Siedlungsstruktur und könnte auf einen niedrigeren Sozialstatus der Bevölkerung in den dicht besiedelten Gebieten mit zahlreichen Basisstationen hinweisen. Gesellschaftsschichten mit niedrigerem Sozialstatus haben bekanntermassen ein erhöhtes Krebsrisiko durch Lebensstilfaktoren (z.B. Rauchen, Alkoholkonsum) und eine schlechtere Gesundheitsversorgung.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Ausserdem wurden in der Studie alle Altersgruppen (0 bis 99 Jahre) und Tumorarten gemeinsam ausgewertet. Das ist nicht sinnvoll, weil die Häufigkeit von Krebserkrankungen stark altersabhängig ist. Zudem ist für einige Tumorarten ein Zusammenhang mit der Exposition durch Basisstationen sehr unwahrscheinlich. Das gilt zum Beispiel für Lungenkrebs, der in der Studie die meisten Todesfälle verursachte (n=1405) und in über 90% der Erkrankungen durch Rauchen verursacht wird.</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49519</link>
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<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 22:18:02 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk: Ankündigung nicht wahr gemacht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Zusammenfassung von Diagnose Funk zu der Studie</strong> (deutsch)<br />
<a href="http://www.diagnose-funk.ch/assets/df_belo-horizonte_2011-07-23.pdf">http://www.diagnose-funk.ch/assets/df_belo-horizonte_2011-07-23.pdf</a></p>
</blockquote><p>In der Zusammenfassung vom Juli 2011 kündigte der Anti-Mobilfunk Verein Diagnose-Funk noch an, &quot;<em>Eine ausführliche Veröffentlichung von Diagnose Funk ist in Arbeit.</em>&quot;</p>
<p>Seither ist mehr als ein halbes Jahr verstrichen, von der angekündigten Veröffentlichung fehlt jedoch jede Spur.</p>
<p>Warum der Beitrag (bis jetzt) ausgeblieben ist, darüber ließe sich spekulieren. Mein Favorit: Sogar DF hat kalte Füße bekommen angesichts einer Studie, die unter Wissenschaftlern auch schon mal mit dem Prädikat &quot;Schrottstudie&quot; bedacht wurde.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=49121</link>
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<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:44:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: weitere Einwände (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich habe es schon aufgegeben, mich weiter mit dieser Studie zu beschäftigen. <br />
Das Hauptproblem liegt in der mangelhaften (fehlenden) Dosimetrie ,keiner representaven Vergleichgruppe und etlichen unberücksichtigen Confoundern.<br />
Vermutlich wäre es  bei solchen Mast-dichten in einer Hochhaussiedlung besser gewesen, statt Entfernung zum Masten die Höhe über Grund zur &quot;Grob&quot;-Abschätzung der Exposition heranzuziehen <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
<p>Vielen Dank für die Antworten.</p>
<p>Gruß<br />
Kuddel.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48447</link>
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<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 19:22:23 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Kuddel</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: weitere Einwände (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/201110031441104e89c98615cfb.jpg" alt="[image]" width="365" height="369" /></p>
</blockquote><p>Auf dem Bild sieht man viele BS (Mobilfunk-Basisstationen) als rote Punkte, und wenn man sich um diese Punkte immer größere Kreise vorstellt, wird klar, dass die verbleibende Fläche immer kleiner wird. Am ehesten bleibt die Mitte des Parks frei - da wohnt keiner und kriegt auch keinen Krebs. Es kann also sein, das die Flächen weit von BS nicht nur klein, sondern zusätzlich auch noch dünner besiedelt sind. Ob dort dann aber eher die jüngeren oder die älteren Leute leben wage ich nicht einzuschätzen. Junge Leute mit Kindern mögen Parks genau so wie Rentner.</p>
<p>Quantitative Angaben zu Flächen, und bei welchem Durchmesser die Kreise &quot;verschmelzen&quot; sind leider nicht möglich. Die Autoren waren klug genug den Maßstab zu &quot;vergessen&quot;. </p>
<p>Die ganzen Mängel der Arbeit zu übersehen war eine Glanzleistung der Gutachter. Es handelt sich bei &quot;Science of Total Environment&quot; nicht um eine epidemiologische Zeitschrift. Der impact factor ist leider höher als bei Bioelectromagnetics. Die Gutachter waren wahrscheinlich keine Epidemiologen oder Statistiker, sondern ganz normale Umweltbiologen ohne ausreichende Kenntnisse über EMF.</p>
<p>Dr. G. Ratto</p>
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<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:32:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte: Studie im EMF-Portal (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im EMF-Portal liegt die Belo Horizonte Studie nun ebenfalls in ausgearbeiteter Form vor.</p>
<p><a href="http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&amp;aid=19412">http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&amp;aid=19412</a></p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48139</link>
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<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 10:35:31 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Doris</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Dr. Ratto zur Belo-Horizonte-Studie -&gt; Zeitverschwendung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Wenn die demografische Zusammensetzung der Bevölkerung, abhängig von der Entfernung zum Mast(=Ballungszentrum), nicht gleichverteilt ist, kann dies zu extremen Verzerrungen führen, bzw. anders ausgedrückt:</p>
<p>Wenn in den Ballungszentren der Altersdurchschnitt auch nur geringfügig höher ist, als in den äußeren Bereichen, dann könnte das bereits erklären, daß es dort überproportional mehr Krebstote gibt und in größerer Entfernung zum Mast (urbaner Bereich), wo mehr preiswerte Wohnfläche für jüngere Einwohner verfügbar ist, die Zahl der Krebstoten unter den allgemeinen Durchschnitt sinkt.</p>
<p>Könnte es nicht so sein ? </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Klar könnte das so sein, hört sich doch plausibel an. Also, meine Stimme haben Sie. Aber das nutzt Ihnen wenig, denn von Epidemiologie verstehe ich nicht allzu viel. Vielleicht gelingt es mir, einen Experten auf diesem Gebiet dafür zu interessieren, denn wenn Sie Recht haben, wackelt ein Grundpfeiler der Studie.</p>
</blockquote><p>Hierzu schreibt die Wissenschaftlerin Dr. Giulia Ratto (Pseudonym):</p>
<p>Üblicherweise werden Daten von Mortalitäts- und Krebsregistern &quot;stratifiziert nach Alter und Geschlecht&quot; in Tabellenform angegeben. Die Autoren sagen auf S. 7 im Kap. 2.2.1: &quot;The death cases were further analyzed according to age, gender, site of residence and year of occurrence ...&quot;, sie behaupten also zumindest das Alter berücksichtigt zu haben. In einigen Tabellen werden Daten auch getrennt nach Geschlecht und Alter gezeigt.</p>
<p>Der wichtigste Risikofaktor für die meisten Krebsarten ist das Alter, das ist bekannt. Für Bevölkerungsdichte wird korrigiert, indem man nicht nur absolute Daten, sondern auch relative Werte (Prozent) und Inzidenz bzw. Mortalitätsrate, bezogen auf Personenzahl, angibt. Das scheint korrekt zu sein. Bei der Angabe der Ergebnisse in Bezug auf BS wird nicht mehr nach Alter und Geschlecht unterschieden, das ist sicher ein Mangel.  Auch andere Konfounder (Rauchen, Essgewohnheiten) wurden nicht berücksichtigt. Verschiedene Krebsarten, die verschiedene Ursachen haben können, wurden nicht unterschieden. Die beiden häufigsten mit über 1000 Fällen jeweils waren Lunge und Magen - da hätte man nach Rauchen und Essen schon schauen müssen!  Dann Prostata und an vierter stelle Brustkrebs - Risikofaktoren außer Alter in erster Linie erblich + Östrogene (Pille) und Alkohol. Die Exposition wurde nicht in Bezug zu den einzelnen Fällen gemessen. In der hügeligen Landschaft hatte die wahrscheinlich wenig mit Entfernung zu tun. Aus allen diesen Gründen ist die Qualität der Arbeit schlecht.</p>
<p>Wenn der Anteil alter Personen um BS höher war, wäre es tatsächlich ein weiterer Konfounder, der möglicherweise nicht berücksichtigt wurde, aus den Daten ist es aber nicht ersichtlich. Die Schlüsse die Kuddel aus Tab 5 zieht sind aber möglicherweise falsch. Es war ja nicht eine BS, sondern 856. Die Kreise mit 100 m Durchmesser haben wahrscheinlich wenig überlappt, die größeren dann immer mehr, dadurch reduziert sich die Gesamtfläche und niemand weiß wie stark. Bestimmt wurde der Bezug ganz anders (S. 5, Kap. 2.2.3), es wurde immer ein Todesfall dem Umkreis einer nahe gelegenen BS zugeordnet. Dabei wurde immer die mit der ältesten Lizenz genommen, das musste nicht zwingend die nächste gewesen sein. Überlappende Exposition durch mehrere BS wurde nicht berücksichtigt. Daraus ergibt sich, das es nicht möglich ist, aus den Daten einen Bezug zwischen Fläche und Bevölkerungsdichte zu berechnen.</p>
<p>Aus Abb. 6 ergibt sich, das es 6724 Tote gab, die näher als 500 m an einer BS wohnten, aber nur 320 (7044 - 6724) bei denen die BS 500-1000 m entfernt war, und nur 147, die weiter als 1000 m von einer BS wohnten. Das ist als Kontrolle für jegliche Statistik zu wenig. Es liegt nicht an der Populationsdichte, sondern an der Dichte der BS. Es gibt kaum Flächen und Wohnungen die weiter als 500 m von einer BS liegen, es fehlt also eine unbelastete Vergleichsgruppe. Wohl deswegen wurde auch kein Vergleich zwischen der Mortalität innerhalb und außerhalb eines gewissen Kreises gemacht, sondern immer das innere eines Kreises mit der Gesamtbevölkerung verglichen, deren Bestandteil aber der innere Kreis bereits ist. Die sog. exponierte Population ist also Bestandteil beider Vergleichsgruppen. Das ist höchstwahrscheinlich unzulässig, ich bin aber kein Epidemiologe oder Statistiker, also weiß ich es nicht sicher.</p>
<p>Bei so einem Vergleich steigt mit steigender Entfernung relativ gleichmäßig der Anteil des inneren Kreises an der Gesamtpopulation, die Überlappung der beiden Gruppen wird immer größer, bei den größeren Entfernungen werden alle mit fast allen verglichen. Deswegen ist der Anstieg so schön linear! Vergleicht man jeweils den Innen- und Außenbereich (nicht überlappend) fallen die o.g. niedrigen Zahlen der Bewohner die weit von BS wohnen auf und es wird klar dass eine belastbare Statistik nicht möglich ist. Der Versuch einer statistischen Auswertung wurde auch gar nicht unternommmen, nur Relativ-Werte berechnet. Sogar in der Naila-Studie wurde ein statistischer Vergleich mit Konfidenzintervall angegeben. Hier ahnt man ja nicht, ob 1,35 aus Tab. 5 signifikant unterschiedlich von 1 ist.</p>
<p>Unten die jeweiligen Mortalitätsraten, sortiert (nicht überlappend) nach Entfernung. Die Mortalität (und damit wohl auch das Risiko) steigt weiterhin in der Nähe der BS, der Zusammenhang mit der Enfernung ist aber nicht mehr so linear und die Fallzahlen ab 600 m winzig.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/201110052131384e8cccba37bc2.jpg" alt="[image]" width="368" height="210" /></p>
<p>Weiter habe ich noch versucht den Schnitt jeweils in eine andere Entfernung zu legen, zwischen 100 und 1000 m von der BS, und das rel. Risiko zwischen innen und außen berechnet, jeweils für zwei nicht überlappende Bereiche. Es ist immer so um 1,7 - 2,5 und steigt leicht mit der Entfernung (was der Hypothese eigentlich widerspricht), aber bereits ab so 400m sind die Fallzahlen im Außenbereich so gering dass das Ganze kaum noch Sinn macht.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/201110052132254e8ccce91a499.jpg" alt="[image]" width="600" height="230" /></p>
<p>Eine Aussage zu BS und Krebs kann man aufgrund dieser Arbeit nicht machen, und es ist sinnlose Zeitverschwendung sich damit weiter inhaltlich zu beschäftigen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 21:36:03 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mehrfachbelfeldung wurde nicht berücksichtigt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Abschnitt 2.2.5 des Volltextes löst das Rätsel um die Befeldung eines Einwohners durch mehrere nahe gelegene Basisstationen. Dieses Problem wurde ausgeblendet. Betrachtet wurde immer nur die Exposition eines Krebstoten durch den <span class="underline">zuerst</span> bei ihm aufgestellten Mast. Später montierte Sendemasten wurden bei der Expositionsbetrachtung (wieviele Tage wurde ein Krebsopfer bis zu seinem Ableben befeldet?) ignoriert.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 20:26:36 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: Inhaltliche Auseinandersetzung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da der Strang anfängt unübersichtlich zu werden, bitte ich darum, die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Belo-Horizonte-Studie in diesem Strangteil zu konzentrieren.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48053</link>
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<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 19:12:52 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo Horizonte: eine ganze Stadt als Studiengebiet (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich hatte das so verstanden, daß nicht ein einzelner Mast untersucht wurde, sondern ein ganzer Stadtteil  mit 182 Masten.</p>
</blockquote><p>Stimmt, da geht es nicht um einen einzelnen Masten, sondern um alle Masten in Belo Horizonte. Mein Fehler: Bild 2 im Volltext der Studie hat mich zum Einzelmastenirrtum inspiriert. Das kommt davon, wenn man sich ums Lesen des umfangreichen englischen Studientextes herumdrücken möchte.</p>
<p>Das habe ich jetzt zumindest teilweise nachgeholt und wenn ich den Abschnitt &quot;2.1 Area of study&quot; richtig interpretiere, dann hat Dode nicht nur einen Stadtteil von Belo Horizonte untersucht, sondern alle neun Stadtteile zur &quot;Area of study&quot; erklärt. Die rot umrandete Zone in Bild 4 ist nicht, wie es auf den ersten Blick scheint, das Studiengebiet, sondern nur die Innenstadt von Belo Horizonte, dort wo die meisten Masten sind.</p>
<p>Dode hat die zwischen 1996 und 2006 in Belo Horizonte aufgetretenen 7191 EMF-Krebsfälle ausgewertet und geprüft, wie weit weg die Betroffenen von einem der etwa 856 Sendemasten in Belo Horizonte wohnten. 3569 der Krebstoten wohnten näher als 100 Meter zu einem Masten (Bild 6 im Volltext), 1408 wohnten zwischen 100 und 200 Metern weit weg, 973 zwischen 200 und 300 Metern usw. (482: 300-400m, 292: 400-500 m).</p>
<p><strong>Wer kennt EMF-Krebse?</strong><br />
Eine Schwäche der Studie scheint mir die willkürliche Auswahl der EMF-Krebse. Es wurden nicht alle Krebstoten gezählt, sondern nur die, die an einem Krebs gestorben sind, der angeblich für EMF-Einwirkung typisch sein soll (<em>&quot;...the researcher selected 4924 which types - prostate, breast, lung, kidney, liver, for example - are recognized in scientific literature as being related to electromagnetic radiation&quot;</em>). Die &quot;literature&quot; ist dann, wie von &quot;Doris&quot; schon entdeckt, im wesentlichen die Naila-Studie (siehe Volltext Tabelle 1). Das haben wir hier schon an anderer Stelle diskutiert, solche typischen EMF-Krebse sind z.B. dem Deutschen Krebs-Informationsdienst nicht bekannt. Die Selektion erscheint willkürlich und könnte eine Verzerrung bewirken.</p>
<p>Dazu noch dies: In dem <a href="index.php?id=47961" class="internal">UFMG-Unibulletin</a> vom April 2010 ist für den fraglichen Zeitraum von 4924 Krebstoten infolge EMF-Krebs die Rede. Die Gesamtanzahl der Krebstoten beziffert diese Quelle auf 22'543. In der Studie selbst sind es dann jedoch 7191 Krebstote infolge EMF-Krebs (insgesamt 22'493). Die Differenz beträgt +2267 EMF-Krebstote. Wo kommen die plötzlich her? Möglicherweise wurde die Definition der EMF-Krebse nachträglich großzügiger gefasst, um auf die höheren Werte zu kommen. Oder das Krebsregister der Stadt hat Daten nachgeliefert, warum auch immer.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48052</link>
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<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 18:20:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Belo-Horizonte-Studie: Reflex untergegangen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>UFMG-Universitätsbulletin zu der Studie vom April 2010</strong><br />
Englisch: <a href="http://www.hese-project.org/de/emf/News/IncomingDocuments/201008_translation_hazardous_radiation.pdf">Hazardous radiation - Thesis shows correlation between deaths from <br />
cancer and location of mobile antennas</a><br />
Portugiesisch: <a href="http://www.ufmg.br/online/arquivos/anexos/Bol%201689_pag_centrais.pdf">Radiações perigosas - Tese mostra correlação entre casos de morte por câncer e localização das antenas de telefonia celular</a></p>
</blockquote><p>Im portugiesischen Text wird die &quot;Reflex&quot;-Studie noch namentlich so genannt:</p>
<p><em>&quot;Um deles, o <strong>projeto Reflex</strong>, financiado pela União Europeia, realizado em 2004 por 12 laboratórios especializados em sete países, afirma que a radiação eletromagnética emitida por telefones celulares pode afetar células  humanas e causar danos ao DNA, ao alterar a função de certos genes, ativando-os ou desativando-os.&quot;</em></p>
<p>In der englischen Übersetzung wird aus &quot;Reflex&quot; kurioserweise das Akronym &quot;SLR&quot;:</p>
<p><em>&quot;One of these, the <strong>SLR project</strong>, funded by the European Union and held in 2004 by 12  specialized laboratories in seven countries says that the electromagnetic radiation emitted by mobile phones can affect human cells and cause DNA damage by impairing the function of certain genes, enabling them or disabling them.&quot;</em></p>
<p>Im Volltext der Studie taucht dann weder &quot;Reflex&quot; noch &quot;SLR&quot;, hierzulande Synonym für Spiegelreflexkameras, auf.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48051</link>
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<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 16:59:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nur ein Beispiel-Standort von vielen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hmm...</p>
<p>Ich hatte das so verstanden, daß nicht ein einzelner Mast untersucht wurde, sondern ein ganzer Stadtteil  mit 182 Masten. <br />
Das Bild vom Masten am Anfang war nur ein Anschauungsbeispiel.<br />
Die Standortdaten der Basisstationen wurden mit dem Krebsregister korreliert.</p>
<p>Ansonsten wüßte ich auch nicht, wie man auf 3500 Krebstote in 100M Umkreis kommen will.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/201110031441104e89c98615cfb.jpg" alt="[image]" width="365" height="369" /></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/201110031434514e89c80bcaaaa.gif" alt="[image]" width="598" height="199" /></p>
<p><br />
<a href="http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf">&gt;Hier&lt; </a> nochmal der Link auf den Volltext der Studie (PDF 12,5MB).</p>
<p>K</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48050</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=48050</guid>
<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 14:27:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Kuddel</dc:creator>
</item>
</channel>
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